Mittwoch, 13. Juli 2011

Mal etwas ganz anderes - Lesezeichen-Wichteln


Die Anja (Bücherzauber) hat eine neue Wichtel-Aktion gestartet, die ich ganz witzig finde.  Es soll mit Lesezeichen gewichtelt werden.
Bis zum 20. Juli kann man sich hier bei Anja anmelden. Die Regeln dazu findet man ebenfalls unter diesem Link.

Es wäre schön, wenn viele mitmachen würden. Schaut doch mal bei ihr vorbei.

Jilliane Hoffman - Morpheus


Meine persönliche Rezension:

Es ist erst 3 Jahre her, als die Staatanwältin C.J. Townshead den Prozess um den Serienmörder William Bantling gewann, als in Miami erneut ein Serienkiller sein Unwesen treibt. Dieses Mal hat es der Killer auf Polizisten abgesehen, die von ihm auf bestialische Art und Weise hingerichtet werden. C.J. erkennt sofort die Verbindung zwischen dem Killer, den sie Morpheus nennen und dem damaligen Cupido-Fall. Damals hat C.J. entlastendes Beweismaterial absichtlich verschwinden lassen nur um den Serienmörder dingfest zu machen. Denn in Cupido hat sie auch ihren einstigen Peiniger, der sie 12 Jahre zuvor auf das Schlimmste vergewaltigt und gefoltert hatte, wieder erkannt. Für sie zählte nur eins, Rache.
Und nur mit Hilfe von Falschaussagen der Polizisten, die inzwischen alle von Morpheus ermordet worden sind, konnte Cupido zu Tode verurteilt werden. Aber in welcher Verbindung stehen jetzt Cupido und Morpheus?

Mit Morpheus hat Jilliane Hoffman ihren zweiten Thriller präsentiert und auch hier wieder ihre Erfahrungen als Staatsanwältin klar zum Ausdruck gebracht. Die Spannung in diesem Buch baut sich dieses Mal nur ganz allmählich auf, zieht sich aber dann bis zum Ende hin durch. Durch ihren flüssigen Schreibstil und die Einteilung ihres Plots in kleine, übersichtliche Kapitel schafft sie es, dass keine Langeweile aufkommt. Allerdings finde ich, dass die Unstimmigkeiten und Zerwürfnisses zwischen der Staatsanwältin und dem Ermittler sehr dominant sind. Doch letztendlich führen sie ja, wie sollte es auch anders sein, zu einem unspektakulären Happy End.

Fazit: Kein schlechtes Buch, aber bei Weitem nicht so spannend wie Teil 1 Cupido.

Meine Bewertung: 
Seitenanzahl: 400

Sonntag, 10. Juli 2011

Juli Rautenberg - Zwölf Monate, siebzehn Kerle und ein Happy End

Nachdem ich mich gestern mit dem Buch "Der Tod des Traumprinzen" so köstlich amüsiert habe, dachte ich, das kann heute so weiter gehen. Deshalb habe ich mir das Buch "Zwölf Monate, siebzehn Kerle und ein Happy End" vorgenommen, dass ich als Rezensionsexemplar vom 


Eichborn-Verlag zur Verfügung gestellt bekommen habe.Aber es kam leider ganz anders.

Meine persönliche Rezension:

Was macht Frau, um den Mann des Lebens zu finden oder zumindest den Mann für den nächsten Lebensabschnitt? Juli, 28, alleinstehend und nach ihren Aussagen, nicht gerade schlank, befindet sich gerade in einer depressiven Phase und nur, weil sich kein Mann an ihrer Seite befindet und sich für sie interessiert. So beschließt sie, umgehend etwas dagegen zu unternehmen, damit dieser Zustand kein Zustand mehr bleibt.
Kurz entschlossen entscheidet sie ihren Traummann auf ganz ungewöhnliche Art und Weise kennenzulernen. Ihr Plan, jeden Monat mit einer anderen Kennenlernstrategie aufzuwarten, muss doch letztendlich zum Erfolg führen. Egal ob Speed-Dating, Kontaktanzeige, Single-Party oder Ähnliches, nichts lässt Juli aus, um den Mann des Lebens zu finden und alles was passiert, wird genau dokumentiert. Und wo? Natürlich im Internet, als Bloggerin. Unter www.das-single-experiment.de  dokumentiert Juli alle ihre Erlebnisse und gewinnt schnell eine große Fangemeinde.

Juli Rautenberg, 1983 in Mannheim geboren, hat mit „Zwölf Monate, Siebzehn Kerle und ein Happy End“ ihren Debütroman präsentiert. Die Idee, ihr Singledasein auch als Buch zu veröffentlichen, wurde auf der Frankfurter Buchmesse geboren. Und so kam es, dass sie ihr eigenes Experiment erst bloggte und schließlich als Roman niederschrieb.

Die Story als Solches finde ich eher langweilig, verstehe auch nicht, warum Frauen sich mit ihrem Singledasein selbst so erniedrigen. Und wieso bitte schön, hängt alles vom Gewicht und Aussehen ab.
Ehrlich gesagt, habe ich wesentlich mehr von dem Buch erwartet. Ich bin wirklich enttäuscht. Vielleicht habe ich auch hinter dem Plot mehr Witz, Ironie und Phantasie erhofft.
Die einzelnen Kennenlernphasen sind meiner Meinung nach viel zu langatmig ausgearbeitet worden, so dass man schnell die Lust am Lesen verliert. Immer wieder musste ich auf die Seitenzahl schauen, in der Hoffnung, dass das Ende bald naht.
Vielleicht habe ich mich auch zu sehr vom Cover des Buches leiten lassen, denn das ist wirklich gut gelungen. Das ist aber schon der einzige positive Punkt an der ganzen Sache. Sprachlich gesehen hat sich die Autorin Mühe gegeben, es lässt sich, abgesehen vom Inhalt, gut lesen. Ihre Figuren und Charaktere sind ganz gut dargestellt, auch wenn sie sich dabei den üblichen Klischees bedient hat.
Ich empfehle das Buch wirklich nur Demjenigen, der seichte Literatur bevorzugt und sich vom frustrierten Alltagsleben eines 28 jährigen Singles nicht abschrecken lässt. Hier geht´s zur Bestellung

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich beim EichbornVerlag bedanken, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte. Die Erwartungen, die ich an dieses Buch geknüpft habe, sind leider nicht erfüllt worden – aber das ist ja Gott sei Dank nur meine persönliche Meinung.

Meine Bewertung: 
Seitenanzahl: 253

Meine Sommer-SuB-Abbau-Liste

Von der Sommer SuB-Abbau Challenge habe ich ja schon vor einigen Tagen (hier) berichtet. Sabrina und Claudia haben ja diese Challenge ins Leben gerufen, die am 15.07.2011 beginnt und am 30.09.2011 endet. Ziel ist es, mindestens 10 Bücher aus dem eigenen SuB zu lesen und zu rezensieren.
Und dabei gibt es auch noch etwas zu gewinnen. Zwei Bücher stiften die Beiden.
Bedingung für die Teilnahme: Anmelden und Mitmachen. Also entweder bei Claudia oder bei Sabrina anmelden.

Und hier kommt meine Sommer-SuB-Abbau-Liste:


1. Rebecca James - Die Wahrheit über Alice Rezension
2. Vincent Kliesch - Der Todeszauberer Rezension
3. Janne Mommsen - Oma ihr klein Häuschen Rezension
4. Donna W. Gross - Die Päpstin Rezension
5. Morton Rhue - Boot Camp Rezension
6. Heike Wanner - Frauenzimmer frei Rezension
7. Hanna Winter - Die Spur der Kinder Rezension
8. Jilliane Hoffman - Vater Unser Rezension
9. Tess Gerritsen - Gute Nacht, Peggy Sue Rezension
10. Lisa Jackson - Deadline Rezension

erweitert um 5 weitere Bücher: 



11. Inge Löhnig -So unselig schön Rezension
12. Valentina Berger - Der Augenschneider - Rezension
13. Michael Hübner - Stigma Rezension
14. Janne Teller - Nichts - Rezension
15. Kathryn Casey - Blutsühne Rezension

nochmals erweitert um 5 Bücher:

16. Morton Rhue - Ich knall euch ab Rezension
17. Tess Gerritsen - Totengrund Rezension
18. Sebastian Fitzek - Der Augensammler Rezension
19. Cody McFadyen - Der Todeskünstler Rezension
20. Peter James - Stirb ewig Rezension


Samstag, 9. Juli 2011

Heike Wanner - Der Tod des Traumprinzen

Ich musste heute einfach mal wieder etwas Lustiges lesen, nachdem ich in letzter Zeit viel zu viele Bücher über Gewalt, Mord und sonstige Verbrechen gelesen habe. Obwohl ich ein absoluter Krimi-und Thrillerfan bin, hat mich dieses Buch von Heike Wanner, dass ich heute Mittag erst bekommen habe, voll in ihren Bann gezogen.

So habe ich es mir heute Nachmittag schön auf der Hollywoodschaukel bequem gemacht und mir dieses wirklich amüsante Buch, im wahrsten Sinne des Wortes, reingezogen.


Meine persönliche Rezension:

Silke Sommer, kinderlos, seit 1 Jahr glücklich geschieden und nur mit ihrem Kater Gurke zusammenlebend, bekommt von ihren Eltern zu ihrem 36.Geburtstag ein ganz persönliches Geschenk überreicht. Eingepackt in einem Karton liegen ihre 3 Tagebücher, die sie in ihrer Jugendzeit geschrieben hat. Fasziniert beginnt sie noch am Abend mit dem Lesen und ist amüsiert darüber, wie sie ihre 3 Traumprinzen, in die sie sich damals verliebt hatte, dargestellt hat. So ist es auch nicht ganz abwegig, dass Silke ihren beiden besten Freundinnen davon erzählt und sie den Plan schmieden, diese 3 einstigen heimlichen Angebeteten ausfindig zu machen, in der Hoffnung, dass wenigstens mit Einem beziehungsmäßig daraus etwas werden könnte.
Dass diese Tour nicht ganz geradlinig verläuft, sondern mit vielen Stolpersteinen verbunden ist und viele unvorhergesehenen Ereignisse passieren, versteht sich bei dem schwarzen Humor, den die Autorin zu Tage legt, wie von selbst.
Der Roman ist einfach herrlich geschrieben, flüssig und sehr amüsant. Das Lesen macht riesigen Spaß. Man kann das Buch nicht eher weglegen, bis auch wirklich die letzte Seite gelesen ist.
Die Story wird aus Sicht der Hauptprotagonistin, Silke, in der Ich-Perspektive erzählt und ist in kleine Kapitel eingeteilt. Die Figuren und ihre Charaktere wirken sehr glaubwürdig und sympathisch.
Besonders gut hat mir gefallen, wie die Autorin Silke dargestellt hat, die sich immer wieder in ihre Notlügen verstrickt hat und somit in recht groteske Situationen gerät.  

Fazit: Ein wirklich tolles und witziges Buch zum Abschalten und Entspannen. Wer keine hohen Ansprüche stellt, dem kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen.

Meine Bewertung: 
Seitenanzahl: 310

Freitag, 8. Juli 2011

Inge Löhnig - Der Sünde Sold

Meine persönliche Rezension:

Agnes, die ihre Tochter und ihren Mann bei einem Wohnungsbrand verlor, hat nach einem Jahr der Trauerbewältigung einen Neuanfang mit einem wunderschönen Anwesen in dem kleinen bescheidenen Dörfchen Mariaseeon in der Nähe von München gewagt.
Sportbesessen und 20 Kilo leichter will sie außerdem freiberuflich als Grafikdesignerin durchstarten.
Doch noch während ihres Einzugs in ihr Häuschen verschwindet der 5 jährige Jakob aus der Nachbarschaft. Und nur durch einen Zufall, ihrer Ortsunkenntnis wegen, findet ausgerechnet, nach Tagen erfolgloser Polizeisuche, Agnes den kleinen verängstigten Jungen, festgebunden auf einem Scheiterhaufen. Die Aufklärung der Entführung gestaltet sich für Dühnfort, dem leitenden Kommissar aus München und seinem Team äußerst schwierig, als weitere Unglücke mit Todesfolge passieren.

Inge Löhnig hat mit ihrem Debütroman „Der Sünde Sold“ in 2008 ihren Durchbruch in die Welt der Krimiautoren geschafft. Der Plot, recht einfach gehalten, beginnt relativ aufregend, wird aber dann schnell langatmig. Erst im letzten Viertel des Buches häufen sich wieder die tragischen Ereignisse, so dass die Story wieder an Power zunimmt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, ihre Sätze allerdings relativ kurz gehalten, was das Ganze hin und wieder sehr poltrig erscheinen lässt. Die Story lässt Inge Löhnig aus verschiedenen Betrachtungsweisen, aus dem des Mörders und der anderen Protagonisten, erzählen. Ihre Charaktere sind sehr unterschiedlich, aber bildlich sehr gut dargestellt. Und dass auch sie sich den altbekannten Klischees bedient, ist nicht verwerflich, gehört einfach dazu.
Als Makel habe ich jedoch empfunden, dass ich ziemlich früh den Entführer und Mörder entlarven konnte.

Fazit: Ein recht solider mittelklassiger  Krimi. Ich hoffe nur, dass sich Inge Löhnig in ihren Folgeromanen etwas steigern konnte, damit ich die Lust am Lesen ihrer Krimireihe nicht verlieren werde.


Meine Bewertung: 
Seitenanzahl: 430

Freitags-Füller

Ich finde das schon irgendwie witzig mit dem Freitags-Füller. Man macht sich über bestimmte Dinge Gedanken, die man sich sonst nicht macht. Den Blanko-Freitags-Füller gibt es wieder bei Barbara (scrap-impulse) zu holen.

1. Ich frage mich immer öfter wann ich meinen ganzen Hobbies nachgehen will, um allen gerecht zu werden.
2. Der SuB-Abbau kommt als nächstes dran.
3. Harry Potter  habe ich bisher weder gelesen noch gesehen.
4. Putzen ist jeden Samstag angesagt, auch wenn es schwerfällt.
5. Meine Wäsche – an die denk ich erst mal nicht.
6.  Telefonieren statt schreiben ist sehr bequem.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den sonnigen Abend,  morgen habe ich eventuell einen Flohmarktbesuch geplant und Sonntag möchte ich faul auf der Hollywoodschaukel liegen.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Ein Gewinnspiel und eine Challenge

Bei Claudia (lesezimmerchen) habe ich eine neue Challenge und ein Gewinnspiel entdeckt.

Die Sommer-Leselisten-Challenge startet sie zusammen mit  Sabrina und sie haben sich folgendes einfallen lassen.
Beide spornen uns an, unseren SuB abzubauen und in der Zeit vom 15.07.2011 bis 30.09.2011 mindestens 10 Bücher vom SuB zu lesen  und zu rezensieren.
Alle Teilnehmer der Sommer-Leselisten Challenge schreiben dann alle zwei Wochen einen Beitrag über ihre Fortschritte, in dem auch die Rezensionen verlinkt werden sollen.
Unter allen erfolgreichen Teilnehmern der Challenge verlosen Sabrina und Claudia am Ende des angegebenen Zeitraums zwei Bücher.

Und  weiter gehts zu lesezimmerchens Sommer-Gewinnspiel.

Was Claudia zu verlosen hat, erfahrt ihr  hier . Das Gewinnspiel läuft bis zum 08.08.2011.
Also schaut auf Claudia´s Blog.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Tommy Jaud - Hummeldumm


Meine persönliche Rezension:

Wer die Bücher "Vollidiot", "Resturlaub" und "Millionär" von Tommy Jaud kennt und gelesen hat, erwartet von "Hummeldumm" ein gleichwertiges Werk nmit viel Witz und Ironie. Auf jedem Fall lag die Messlatte für sein neuestes Werk ziemlich hoch.

Der abgefrackte Workaholic Matze hat seiner Freundin Sina freigestellt, ihren gemeinsamen Jahresurlaub egal wo, zu buchen. Und da Sina schon immer mal nach Namibia wollte, sollte das der Traumurlaub werden. Aber womit sie nicht gerechnet haben, ist, in einer Reisegruppe zu landen, deren Charaktere mehr als unterschiedlich sind. Es beginnt eine 14 tägige Rundreise quer durch Namibia, mit Turbulenzen und Streitigkeiten. Schon am Flughafen hatte Matze das Gefühl, unbedingt wieder zurück fliegen zu müssen, denn er vermutete beim Anblick seiner neuen Weggefährten, dass der Urlaub zu einer Katastrophe werden würde. Und so kam es dann auch.

Tommy Jaud hat mit seinem bekannten Sprachwitz versucht, die neun "bekloppten" Touristen bildlich und sprachlich so darzustellen, dass sie lebendig wirken. Die verrückten Ereignisse und Abenteuer, die immer wieder auszustehen und durchzustehen sind, erinnern an typische Jaud-Szenen der Vorgängerbücher. Dabei bedient er sich natürlich auch altbekannten Klischees. Für mich ist "Hummeldumm" das bisher beste Werk von Jaud und verdient zurecht 4 Sterne.

Meine Bewertung: 
Seitenanzahl: 303

Montag, 4. Juli 2011

Patrick Süskind - Das Parfum

Meine persönliche Rezension: 

Es ist schwer zu sagen, ob ich das Buch gut oder schlecht fand, ob grandios oder einfach, ob fesselnd oder langweilig, ob grausam oder schön, ob genial oder gewöhnlich.
Noch nie hatte ich ein Buch gelesen, dass mich im Nachhinein so beschäftigte wie dieses. Sprachlich ist es einfach bestechend.

Die Hauptfigur Jean-Baptiste Grenouille hat eine extrem ausgebildete olfaktorische Wahrnehmung, einen überdurchschnittlichen Geruchssinn. Jedem Geruch jagt er hinterher, saugt ihn in sich auf, speichert ihn für immer bei sich ab. Vor nichts schreckt er dabei zurück, nicht mal vor einem Mord. Doch Jean-Baptiste sieht das nicht so tragisch, er ist ja nur auf der Suche nach dem perfekten Geruch und alle Gerüche zusammen, ergeben für ihn das Parfum, nachdem er so lange danach suchte.

Patrick Süskind beschreibt in beeindruckender Weise das Leben des Jean-Baptiste, der schon nach seiner Geburt, von der Mutter verstoßen, bei verschiedenen Ammen aufwächst und von keinem geliebt wird. Sein gesamter Lebensweg ist irgendwie bedauernswert.

Ich kann mir vorstellen, dass das Buch polarisiert, denn ich selbst habe eine gespaltene Meinung dazu, zumal ich das Ende des Plots doch etwas fadenscheinig fand, aber wiederum so genial durch den Abgang von Grenouille.
Der Autor besticht durch seine Erzählweise, durch die zynischen, ironischen aber teilweise auch durch humoristische Einlagen und kritisiert die Gesellschaft dieser Zeit. Dem Leser fällt es nicht zuletzt durch seinen flüssigen und einzigartigen Schreibstil auch in diese Zeit des aufstrebenden Handwerks einzutauchen.

Fazit: Das Buch gehört definitiv zu denen, die man gelesen haben muss und hat sich die Höchstbewertung verdient.

Meine Bewertung: 
Seitenanzahl: 286

Sonntag, 3. Juli 2011

Dora Heldt - Urlaub mit Papa

Meine Rezension:

Christine, 45, noch immer geschieden, kinderlos und inzwischen nicht mehr mit einem verheirateten Mann liiert, muss ihren gemeinschaftlich geplanten Urlaub mit Dorothea bei ihrer Freundin Marleen gezwungenermaßen umdisponieren. Ihr 70 jähriger Vater benötigt dringend die Aufmerksamkeit, die ihre Mutter, wegen einer bevorstehenden Knie-OP, ihm in der Zeit nicht zukommen lassen kann. So ergibt es sich, mehr ungewollt, dass Vater Heinz mit auf die Insel Norderney kommt, um Marleen, die dort eine erfolgreiche Pension von ihrer Tante übernommen hat, bei den Renovierungsarbeiten helfen zu können.

Wenn man jetzt glaubt, dass man einen humorvollen und witzigen Roman in den Händen hält, wird man schnell enttäuscht. Der Plot ist ohne jeglichen Inhalt. Abgesehen davon, dass alltägliche Lebenssituationen wiedergegeben werden, birgt der Roman nichts Aufregendes in sich. Lüsterne Frauen, die irgendwelchen Adonissen hinterrennen, ältere Männer, die sich wie pubertierende Teenager verhalten und realitätsfremde Situationen, die unglaubwürdig wirken, begleiten die gesamte Handlung.

Nachdem ich das Buch "Unzertrennlich", das ich ebenfalls nur als mittelmäßig einstufen konnte, gelesen hatte, hatte ich mir von der Fortsetzung der Story um Christine und ihren Freundinnen mehr versprochen. Sprachlich punktet das Buch überhaupt nicht, Szenen sind unnötig in die Länge gezogen, die Protagonisten, die ich aus dem Vorgängerbuch bereits kennen gelernt habe, übertrieben dargestellt.
Alles in allem würde ich sagen, wer seichte Literatur bevorzugt, ist mit diesem Buch gut bedient. 

Meine Bewertung: 
Seitenanzahl:317

Samstag, 2. Juli 2011

Jilliane Hoffman - Cupido

Ich verstehe eigentlich gar nicht, warum sich das Buch soooooo lange auf meinem SuB befunden hat, wo ich es doch regelrecht verschlungen habe. Einfach unverständlich.

Meine persönliche Rezension:

Die 24 jährige attraktive, hochbegabte und ehrgeizige Jura-Studentin Chloe Larson wird in New York Opfer eines brutalen Sexualdeliktes. Sie wird auf das Schwerste vergewaltigt, misshandelt und gefoltert und entkommt nur knapp dem Tod.
12 Jahre später ist sie eine erfolgreiche Staatsanwältin in Miami und sieht sich einem mutmaßlichen Serienmörder, den sie als ihren damaligen Peiniger wieder erkennt, gegenüberstehen.
Es beginnt eine nervenaufreibende Jagd nach der Findung von Beweisstücken um den Killer rechtmäßig verurteilen zu können. Doch Chloe hat nur ein Ziel vor Augen, Vergeltung und Rache. Obwohl sie selbst an der Schuld des Serienkillers zweifelt, begibt sie sich später, blind vor Hass, in Gefahr.

Mit Cupido hat Jilliane Hoffman 2005 ihren Debütroman präsentiert. Ihr ist es gelungen, mich von den ersten Seiten an, an ihr Werk zu fesseln. Es beginnt mit einem riesigen Paukenschlag und endet auch als solches. Über die kleinen Längen im mittleren Teil des Buches sehe ich einfach hinweg.
Durch ihre eigene Erfahrung als Staatsanwältin hat sie die Abläufe einer Gerichtsverhandlung und Verurteilung sehr glaubhaft dargestellt und den Leser umfangreiche Einblicke in das verworrene, und in den Bundesstaaten der USA unterschiedlich gehandhabte Rechtssystem, nehmen lassen.
Ihre Protagonisten sind lebendig, man fühlt und zittert mit ihnen. Da stört es auch nicht, dass das ach so alte Klischee mit einer Liebesaffäre zwischen einem Ermittler und Staatsanwältin bedient wird.
Durch die Einteilung des Buches in kleine übersichtliche Kapitel lässt sich das Buch, durch den hervorragend flüssigen Schreibstil, sehr schnell lesen.

Fazit: Ein super Buch, das mich bestens unterhalten hat. Von mir bekommt es die Höchstbewertung.

Meine Bewertung:
 Seitenanzahl:477

Freitag, 1. Juli 2011

Freitags-Füller - Ich mach mal mit

Bei Barbara habe ich nun den Blanko-Freitags-Füller gefunden und ich dachte, ich mach einfach mal mit.


1. Kann nicht mal einer meine Hausarbeit machen, damit ich mehr Zeit zum Lesen habe.
2. Die Steuerklärung schiebe ich schon länger vor mir her.
3. Das schönste Geschenk wäre ein verlängertes Wochenende.
4. Zeit statt Geld .
5. Ich könnte mal wieder einen längst fälligen Freundinnenbesuch machen.
6. Ich verfolge schon die Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft zumindest was die Ergebnisse betrifft.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mal nichts zu tun morgen habe ich nichts geplant und Sonntag möchte ich am liebsten auch nichts tun.

Nun ist auch der Rest von meiner ersten Auktionsware eingetroffen

Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich wieder mächtig zugeschlagen habe, dabei hat sich mein SuB im vergangenen Monat gerade einmal um 6 Bücher reduziert. Aber was soll´s. Auf meiner Wunschliste steht eben so viel und leider wird es auch immer mehr. Erst heute bin ich wieder mit angehaltenen Atem durch die Buchhandlung gelaufen, am liebsten hätte ich mir eine Augenbinde aufgesetzt.

Zwei Bücher von Declan Hughes  - von ihm habe ich noch gar nichts gelesen. Soll aber ganz gut sein. 
Zwei Bücher von Jilliane Hoffman - gerade lese ich Cupido zu Ende - deshalb bin ich froh, die beiden Bücher recht günstig erstanden zu haben.
Sebastian Fitzek ist bestimmt jeden bekannt. Ich freue mich auf Splitter.
Die Bücher von Vincent Kliesch und Inge Löhnig habe ich erstanden, um bei der Deutschen Autorenchallenge genügend Auswahl zu haben.
Und dann habe ich das Buch über das Leben von Lance Armstrong nochmal ersteigert. Das Buch hatte ich schon einmal gelesen, habe es aber dann verliehen und konnte es mir leider nicht wieder zurück holen. Das Buch hat mich damals ganz schön gefesselt und deshalb freue ich mich, es auch nochmal lesen zu können.
Diese beiden Bücher stehen schon lange auf meiner Wunschleseliste und nun endlich habe ich sie. Obwohl ich nicht so der Leser von historischen Romane bin, freue ich mich auch darüber.

Jetzt warte ich nur noch auf meinen 2.Bücherschub, aber bis dahin wird mir schon nicht langweilig werden.

Hans Rath - Was will man mehr

Blogg dein Buch hat es mir ermöglicht, dass ich dieses Buch lesen durfte und als Dankeschön gibt es meine persönliche Rezension dazu.

Titel: Was will man mehr
Autor: Hans Rath
Preis: 14,95 €
Broschiert: 256 Seiten
Verlag: Rowohlt Verlag
ISBN: 9783805250122

Du willst das Buch kaufen, dann klick hier

Meine persönliche Rezension:

„Was will man mehr“ ist der dritte und letzte Teil der Triologie um Paul und seine Freunde. Auch wenn man die ersten beiden Teile „Man tut was man kann“ und „Da muss man durch“ nicht gelesen hat, findet man schnell in die Story und den Ereignissen aus den ersten beiden Teilen hinein.

Paul, der zurück nach London reist um seinen Pflichten als werdender Vater nachzukommen, muss feststellen, dass die Mutter seines Kindes, Audrey, sich erstens Mal hochschwanger in Afrika – noch dazu im revolutionären Kongo - aufhält und zweitens Mal mit ihm keine Beziehung eingehen will. Per Telefon erfährt Paul, dass sein Sohn mit dem eigenwilligen Namen Dragijonarha im Kongo geboren worden ist. 
Einige Monate später und dazu noch am Weihnachtsabend muss Paul erkennen, dass die ohnehin nicht bestehende Beziehung mit Audrey, einem Nervenkrieg ähnelt. Geschickt zieht sich Paul aus der Misere zurück und fliegt zurück nach Deutschland um dort seine Angelegenheiten zu regeln. Welche Turbulenzen mit dem gezeichneten Paul und seinen Freunden noch zu erwarten sind, insbesondere aber mit seiner Traumfrau Iris, die Schwester von Audrey, erzählt der Roman noch auf imposante Art und Weise.
Hans Rath hat mit einfachen Worten und kurzen Sätzen versucht, eine humoristische Geschichte zu erzählen. Er lässt seinen Protagonisten Paul in seinem Plot als ständigen Unglücksraben und Tollpatsch erscheinen. Nicht zuletzt sorgt dafür sein chaotisches Umfeld und seine Freunde. Obwohl sich Rath zu oft den altbekannten Klischees bedient hat, verleiht das der Story  und damit dem Unterhaltungswert des Buches keinen Abbruch. Zwar fehlt mir auch für einen Roman, der im Genre Humor angesiedelt ist, der bestechende Witz und etwas mehr Ironie, trotzdem ist dem Autor ein solider Roman, der sowohl Frauen als auch Männer anspricht, gelungen.

Fazit: Wer die ersten beiden Teile kennt, sollte auf keinem Fall das Finale mit dem dritten Teil verpassen. Aber auch Neueinsteiger finden mit „Was will man mehr“ unterhaltsame Stunden.


Meine Bewertung: 
Seitenanzahl: 256

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Blogg dein Buch und dem Rowohlt-Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.
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