Sonntag, 18. September 2011

Sebastian Fitzek - Der Augensammler

Nachdem der „Augensammler“, den die Berliner Presse so betitelt hat, die Mutter von Lea und Tobias bestialisch ermordet hat und die beiden Kinder noch immer spurlos verschwunden sind, greift der einstige Polizist Alexander Zorbach in das Geschehen ein. Aber nicht nur er, sondern auch die blinde Physiotherapeutin Alina Gregoriev ist der Meinung, der Polizei auf die Sprünge helfen zu können. Denn Alina besitzt eine besondere Gabe. Sie kann in die Vergangenheit sehen.
Da Alina bei der Polizei kein Gehör findet, wendet sie sich, aufgrund einer eingegangen SMS an Zorbach. Dieser ist jedoch inbegriffen, sich in seinem Hausboot, das bisher auf einem Berliner See unentdeckt blieb, zurück zu ziehen. Doch bevor Zorbach sein Refugium betritt, sitzt die blinde Alina schon auf seiner Couch.
Von nun an beginnen für Zorbach und Alina beängstigende Stunden, denn Alina weiß, wann genau das Ultimatum, das der Augensammler gestellt hat, abläuft. Und mit dem Ablauf des Ultimatums endet das Leben der beiden Kinder Lea und Tobias.

„Der Augensammler“ ist  Sebastian Fitzeks 6.Triller. Von allen seinen Büchern, die er bisher präsentiert hat, ist dieser Thriller für mich, leider der Schwächste. Lange habe ich mich durch das Buch kämpfen müssen, bevor sich eine gewisse Spannung eingestellt hat.
Sein Schreibstil ist flüssig und lebendig, aber seine Kraftausdrücke, die in diesem Buch gehäuft auftreten, finde ich für einen Fitzek einfach nicht passend. Die Einteilung des Buches in kleine und übersichtliche Kapitel ist sehr angenehm und leserfreundlich. Hätte nicht jedes Kapitel mit einem Cliffhanger geendet, ich glaube, ich wäre mir nicht sicher gewesen, ob ich das Buch tatsächlich zu Ende gelesen hätte. Nur so habe ich das entsprechende Durchhaltevermögen aufgebracht und bin schließlich auf dem Weg durch das letzte Viertel des Buches mit einer Portion Spannung belohnt worden. Seine Protagonisten stellt der Autor sehr anschaulich dar und überzeugt mit deren Charaktere, sodass einem der Ein oder Andere schnell sympathisch aber auch unsympathisch erscheint. Immerhin das Verwirrspiel, das Fitzek bestens beherrscht, lässt einem auch mal die falsche Fährte aufnehmen um dann wieder völlig überraschend, sich vom Verlauf und der Ereignisse der Handlung anderweitig beeinflussen zu lassen.

Fazit: Auch durch seinen „witzigen Einfall“, die Kapitel des Buches bzw. die Seiten rückwärts zu zählen, fällt die Bewertung des Inhalts bei mir nicht besser aus. Einen Bonuspunkt gibt es lediglich für das Cover. Ansonsten hoffe ich, dass Sebastian Fitzek wieder zu seiner alten Stärke zurück findet und endlich mit seinem neuesten Thriller „Der Augenjäger“ wieder ein spannendes Buch präsentieren wird.

Meine Bewertung:
Seitenanzahl: 442


Kommentare:

  1. Ich fand das Buch auch äußerst mau! Für mich allerdings das zweitschlechteste Fitzekbuch. Noch schlimmer fand ich Amokspiel.

    LG

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  2. Ich bin ja beruhigt, dass es nicht nur mir so ging.
    LG Petra

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  3. Na da bin ich mal gespannt. Es ist auch auf meiner Leseliste.

    Lg Anett

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