Samstag, 24. März 2012

# 45 # Rezension zu "Tanz, Püppchen, tanz" von Joy Fielding

Joy Fielding

Tanz, Püppchen, tanz

Erschienen am: 05.11.2007
Verlag: Goldmann
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 448
Preis € (D) 9,95 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-442-46536-1

Klappentext: Die Anwältin Amanda Travis ist glücklich, in ihrer neuen Heimat Florida endlich mit ihrer Vergangenheit abzuschließen. Denn in ihrer Heimatstadt Toronto hat sie ihre Mutter Gwen zurückgelassen, unter der sie zeitlebens gelitten hat. Doch eines Tages erhält Amanda einen schockierenden Anruf: Gwen hat in der Lobby eines Luxushotels einen Mann erschossen und verweigert jede Aussage. Als Amanda sich ihrer Mutter annimmt, berührt diese Ereignisse, die Amanda bislang verdrängt hatte – und vor denen sie nun nicht länger fliehen kann …

Meine Meinung: Mit "Tanz, Püppchen, tanz" konnte mich Joy Fielding auch dieses Mal nicht überzeugen. Die Handlung erzählt von der jungen Rechtsanwältin Amanda Travis, die von ihrem 1. Exmann darüber informiert wird, dass ihre verhasste Mutter einen Mord begangen hat. Ziemlich umständlich und mit recht einfacher Sprache erzählt die Autorin ihre Geschichte um die für Meindafürhalten sexbesessene Amanda, die mit ihren 28 Jahren bereits 2 mal verheiratet war und jede Gelegenheit mitnimmt, die sich ihr bietet.
Mehr oder weniger dreht sich hauptsächlich alles nur um die Gefühlswelt von Amanda, der Mord und die Aufklärung geraten völlig in den Hintergrund. Langatmige Szenen, unschlüssige Vorgehensweisen und eine sehr oberflächliche Sprache erhöhen nicht gerade das Lesevergnügen.
Für mich ist dieser Roman ein eher unterdurchschnittliches Werk ohne Spannungsbogen und Substanz. 

Meine Bewertung:

Donnerstag, 22. März 2012

# 44 # Rezension zu "Blutmale" von Tess Gerritsen

Tess Gerritsen

Blutmale

Erscheinungstermin: 08.12.2008
Verlag: Blanvalet
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 416
Preis € (D) 9,95 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-442-37138-9

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Klappentext: Eine junge Frau wird verstümmelt aufgefunden – ihre Leiche wurde offensichtlich für ein satanisches Ritual missbraucht. Die weihnachtliche Stimmung endet jäh, als Detective Jane Rizzoli zum Fundort einer weiblichen Leiche gerufen wird. Bei der Autopsie entdeckt Gerichtsmedizinerin Maura Isles, dass die abgetrennte Hand einer anderen Frau gehört haben muss. Dann stirbt eine Kollegin aus Janes Team, die den Geschichtsprofessor Antony Sansone beobachtete. Auch ihr Körper ist gezeichnet. Während Jane den undurchsichtigen Professor und die Mitglieder seiner obskuren Stiftung „Mephisto“ unter die Lupe nimmt und überall auf eine Mauer des Schweigens trifft, findet Maura an ihrer Haustüre Blutmale…

Meine Meinung: Zum ersten Mal ganz in Familie - glaubt Jane Rizzoli, Detective beim Bostoner Polizei-Department. Weit gefehlt. Als sie die Pathologin Dr. Maura Isles anruft, ist Jane schon am Tatort. Und der sieht mehr als weihnachtlich aus. Wie auf einer Schlachtbank ist das Heim der 28-jährigen Lori-Ann Tucker zugerichtet und Lori-Ann mittendrin. Sie wurde bestialisch ermordet, enthauptet und auch sonstige Körperteile wurden von ihr abgetrennt. Der gesamte Raum sieht aus, als wäre er in Blut getränkt.
Wenig später muss Maura Isles feststellen, dass die abgetrennte Hand nicht zum Körper von Lori-Ann passt. Es muss also noch ein Opfer geben.
Jane Rizzoli und Dr. Maura Isles begeben sich nicht nur auf Spurensuche, sondern ergründen auch die Abgründe der schwarzen Maggie. Dass sie wiederholte Bekanntschaft mit der bekannten Psychiaterin Dr. Joyce O´Donnell machen, ist ebenfalls nicht ganz unbeabsichtigt.

Mit ihrem sechsten Band der Jane-Rizzoli-Reihe hat Tess Gerritsen wieder einen actionreichen Thriller präsentiert. Mit einem Rückblick in die Kindheit des Mörders beginnt Gerritsen ihren Plot. Von Beginn an hat sie wieder ihre Spannung aufgebaut, wobei sie manches Mal abzuebben droht, gerade dann, wenn sie sich in die Welt des Satanismus und der Mythologie begibt. Rizzoli und Isles erhalten für ihre Ermittlungsarbeit Unterstützung durch den berüchtigten Mephisto-Club, der sich ausschließlich mit der Erforschung von Dämonen und Satanismus befasst. Nicht ganz uneigennützig, wie sich im Verlauf der Handlung heraus stellt.
Wie immer schildert die Autorin auch dieses Mal ihre Szenen sehr detailreich und verschönt keinen Mord und keine brutalen Szenen. Etwas unwirklich erscheinen da die Nebenhandlungen, die sich zwischen Maura und dem Reverend oder zwischen Janes Eltern abspielen.
Wenn sich der Leser voll auf den Plot einlässt und sich in die Welt der Mythologie begibt, dann bleibt auch der Thriller spannend bis zur letzten Seite.

Meine Bewertung:

Montag, 19. März 2012

# 43 # Rezension zu "Opfertod" von Hanna Winter

Hanna Winter

Opfertod

Erschienen am: 17.02.2012
Verlag: Ullstein
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 320
Preis € (D) 8,99
ISBN: 978-3-548-28366-1

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Klappentext: Gleich bei ihrem ersten Fall gerät Kriminalpsychologin Lena Peters an einen Killer, der eine tödliche Mission verfolgt. Eine Mission, in der Lena eine entscheidende Rolle spielt. Doch davon ahnt sie nichts. Lena weiß, wie Mörder ticken, was Obsession ist: Denn sie hat ihre eigenen Abgründe. Und dennoch sitzt sie bald in der Falle.

Meine Meinung: Bereits 12 Frauen hat der Serienmörder schon auf seinem Konto und ein Ende ist nicht abzusehen. Immer wieder werden Frauen ermordet und bestialisch verstümmelt aufgefunden. Doch nun ist Lena als Profilerin tätig. Sie soll in kürzester Zeit ein Täterprofil erstellen, sodass die Ermittlungen zielgenauer erfolgen können. Obwohl ihre ersten Handlungen sehr vielversprechend sind, verdirbt sie es sich kurze Zeit später mit ihrem neuen Vorgesetzten und wird gefeuert. Lena begibt sich von diesem Zeitpunkt an auf eigene Ermittlungstour und erhält Unterstützung von einem, gegen seinen Willen, frühpensionierten Polizisten. Gemeinsam versuchen Sie den Serienmörder dingfest zu machen und merken erst viel zu spät, dass Lena ebenfalls in das Visier des Mörders geraten ist.

Eigentlich habe ich mich richtig gefreut, dass sich Hanna Winter an eine Serie heran getraut hat. Doch was sie mit ihrem dritten Thriller präsentiert hat, hat mich eher enttäuscht. Viel zu oberflächlich ist sie an die Story heran gegangen. Der Plot ist gepflastert mit einer Vielzahl von Leichen. Die Idee der Handlung ist ebenfalls nicht neu, ein Psychopath verstümmelt die Leichen und nimmt an Körperteilen mit, was er gebrauchen kann. Der "Rest" wird so entsorgt, dass man es schnell finden kann.
Selbst die eigene Ermittlungstour der Profilerin Lena, die sogar auf eigene Kosten nach Großbritannien fliegt, nur um mit ihrer Vorgängerin zu reden, stellte sich für mich überhaupt nicht glaubwürdig dar.
Die ganze Handlung ist für mich ein Mix aus Karin Slaughter, Tess Gerritsen und Emergency room.
Der Schreibstil von Hanna Winter ist sehr flüssig, doch das Fesselnde, wie ich es aus ihren ersten beiden Büchern kenne, fehlt hier gänzlich. Genauso fehlte es an der Spannung, was aber damit zusammenhängt, dass die Story aufgrund der vielen Toten, unglaubwürdig erscheint. Manchmal ist weniger doch mehr.
Ich kann jetzt nur hoffen, dass Hanna Winter zu ihrer alten Stärke zurück findet und den nächsten Band wieder so präsentieren kann, wie ich es von ihren beiden ersten Werken her kenne, denn das Potential hat sie auf jeden Fall.

Meine Bewertung:

Sonntag, 18. März 2012

# 42 # Rezension zu "Mörder ohne Gnade" von Erica Spindler

Erica Spindler

Mörder ohne Gnade

Erschienen am: 12.06.2009
Verlag: Mira Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 496
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-89941-630-5

Klappentext: Seit ihrem achten Lebensjahr sind Andie, Raven und Julie beste Freundinnen. Doch im Sommer als sie fünfzehn werden, wird diese Freundschaft auf eine harte Probe gestellt. Heimlich beobachten die Mädchen ein Pärchen beim Extrem-Sex. Kurz danach wird die Frau gefunden - erhängt!
Fünfzehn Jahre später wird Andie, inzwischen erfolgreiche Psychologin, von obszönen Anrufen terrorisiert. Als kurz danach in ihr Haus eingebrochen wird, ahnt sie, dass der Mörder von damals zurückgekehrt ist. In ihrer Angst wendet sie sich an den erfahrenen Polizisten Nick Raphael. Schon bald ist es ihm ein sehr persönliches Anliegen, Andie zu beschützen. Doch kann er einen Mörder aufhalten, der keine Gnade kennt?

Meine Meinung: Andie, Raven und Julie sind die dicksten Freundinnen, die man sich nur vorstellen kann. Alles machen sie gemeinsam, auch wenn die Elternhäuser verschieden streng mit ihnen umgehen. Nach einer gemeinsamen Beobachtung eines Liebespärchens beim Extremsex ändert sich für die Drei alles. Nach dem Mord an der Frau werden die 3 Mädchen auseinander gerissen und wachsen getrennt voneinander auf. Erst zu ihrer Studienzeit kommen Andie und Raven wieder zusammen.
Doch auch Julie hat noch Kontakt zu ihren Freundinnen, spätestens als sie sich von ihrem 3. Ehemann trennt und zurück in ihre beschauliche Heimatstadt kommt.
Es scheint, als wäre alles wieder wie früher, bis die drei Frauen jäh in ihre Vergangenheit zurück katapultiert werden.

Erica Spindler beginnt ihren Thriller "Mörder ohne Gnade" mit einem packenden Einstieg. Von Beginn an zieht sie ihren Leser in den Bann dieser mysteriösen Story. Man hat das Gefühl, dass sich bei bzw. zwischen den 3 Mädchen etwas zusammen braut ohne zu ahnen um was es sich dabei handelt. Atemlos versucht man der Sache auf die Spur zu kommen, in dem man sich durch die Seiten hastet um zu erfahren, was man erfahren möchte. Die unterschiedlichen Charaktere, die die Autorin geschaffen hat, steigern dabei die Spannung bis ins Uferlose. Man ist derartig an das Buch gefesselt, dass man es nicht beiseite legen kann. Auch wenn sich zwischendurch ein kleiner, etwas langatmiger Spannungsabfall andeutet, gerade dann, als man dem Mörder zu entlarven gedenkt, steigt sie wieder rasant an. Erica Spindler hat wirklich die schriftstellerische Begabung und versteht es, ihre Leser an die Story zu binden.
Die Schreibweise der Autorin ist flüssig, fesselnd und packend. Die Einteilung des Buches in kleine Kapitel mag ich besonders gern, das lässt einen irgendwie besser durch das Buch gleiten. Auch das Cover finde ich wieder typisch für den Mira-Verlag, einfach, edel und ansprechend gelungen.

Meine Bewertung:

Freitag, 16. März 2012

# 41 # Rezension zu "Boese Tagebücher" von Mirja Boes

Mirja Boes

Boese Tagebücher – Unaussprechlich peinlich

Erschienen am: 01.03.2010
Verlag: rororo
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Humor
Seiten: 192
Preis € (D) 8,95
ISBN: 978-3-499-24921-1

Klappentext: Dreizehn ist kein Alter. Dreizehn ist ein Schicksal! «Liebes Tagebuch! Ich bin jetzt schon drei Tage mit Christian Körner zusammen. Das ist meine bisher längste Beziehung! Ich habe aber das Gefühl, dass wir uns auseinandergelebt haben. Morgen mache ich Schluss! … Wahrscheinlich …

Meine Meinung: Was für eine Idee - hat doch der Verlag Mirja einfach gefragt, ob sie nicht ein Buch über sich schreiben möchte. Und natürlich hat sie spontan ja gesagt. Nun sitzt sie mit ihrem Laptop auf dem Speicher ihres Elternhauses und fragt sich, wie man eigentlich einen Bestseller beginnt. Also ist für Mirja schon mal klar, dass das Buch nur ein Bestseller werden kann. Sie beginnt ihr Buch natürlich mit einem Prolog - oder so -. Schon der erste Satz versetzte mich in ein Schmunzeln, dass mich durch das gesamte Werk begleitete. Ja, man muss schon Fan von Mirja Boes sein, denn mit jedem Satz stellt man sich ihren Gestiken dazu vor und so kommt man auch zwischendurch richtig lauthals ins Lachen.
Mirja ist ein Naturtalent, denn sie hat schon in ihrer Jugend ihren ersten Krimi geschrieben. Schauplatz ist Nachbars Garten und immerhin hat der Krimi sage und schreibe 14 Seiten!
Gemeinsam mit dem Leser streift Mirja durch ihre Kindheit und Jugend, lässt Einsicht in ihre Tagebücher nehmen und zeigt auch viele Fotos. Herrlich fand ich die Episoden mit ihrer Katze Minki und die dazu gezeigten Fotos.
Das Buch hat zwar keinen richtigen Stil, der rote Faden fehlt auch ein bisschen, aber es ist ein Buch, bei dem man Abschalten und seine Lachmuskeln trainieren kann.
Das einzige Manko ist, dass es viel zu kurz ist.
Ein Hinweis sei aber noch gegeben. Man muss schon Fan von Mirja Boes sein um das, was sie geschrieben hat, auch verstehen zu können. Für Menschen ohne Humor ist dieses Buch nicht geeignet.

Meine Bewertung:

Donnerstag, 15. März 2012

# 40 # Rezension zu "Moderholz" von Berndt Schulz

Berndt Schulz

Moderholz
Ein Garten-Krimi aus Frankfurt am Main


Erschienen am: 03.02.2012
Verlag: Sutton
Ausgabeart: Taschenbuch/Broschur
Kategorien: Krimi
Seiten: 192
Preis € (D) 12,00
ISBN: 978-3-86680-954-3

Zur Leseprobe   Bei Sutton kaufen

Klappentext: „Der Mörder ist immer der Gärtner?“ Zumindest liegt der Schluss nahe, als im Frankfurter Bethmannpark eine Leiche in einem Teich treibt. Denn die Gärtner sind allesamt entlassene Strafgefangene … Aber welche Rolle spielt die geheimnisvolle Schönheit aus besten Kreisen?
Max Horner, Kriminalhauptkommissar a.D., Witwer und leidenschaftlicher Kleingärtner, verbringt einen großen Teil seiner Zeit im Bethmannpark. Er liebt die Schönheit des Parks, die besondere Atmosphäre und die Pflanzenvielfalt. Ein Mord in seinem Arkadien, das ohnehin durch den gefräßigen Eichenprozessionsspinner bedroht ist! Das lässt ihm keine Ruhe – und außerdem zeigt er seinen nassforschen jungen Exkollegen nur zu gerne, was ein alter Stöberhund wie er noch draufhat.

Meine Meinung: Ich denke schon, dass man ein Pflanzenliebhaber sein muss um diesen Krimi richtig mögen zu können. Denn er spielt fast ausschließlich in der Pflanzenwelt, ja und der Mord, der ist mehr die Hintergrundgeschichte. Aber was ist passiert?
Berndt Schulz führt seinen Leser gleich zu Beginn der Handlung in die Welt der exotischen Pflanzen und schildert, welche Gewächse im Frankfurter Bethmannpark, Schauplatz des Mordes, zu sehen sind. Recht ausführlich beschreibt er die Emotionen des Kriminalhauptkommissars a.D. Max Horner, die er beim Anblick des Parks und der Pflanzen erlebt.
Horner verbringt ein Großteil seiner Freizeit in diesem Park und so ist es auch nicht außergewöhnlich, dass er die Gärtner und Hilfsgärtner dort alle kennt, denn sie sind alle ehemalige Strafgefangene und befinden sich derzeit in einem Resozialisierungsprogramm. Ihre Aufgabe ist es, den Park in Ordnung zu halten. Leiter des Programms ist der ehrgeizige Gerd Halland. Er will der Bevölkerung zeigen, dass man auch mit Hilfsgärtnern den schönsten Park Deutschlands haben kann.
Ist es das, was ihn unbeliebt gemacht hat oder ist es ein anderer Grund? Denn eines Tages liegt Gerd Halland leblos in dem schönen japisgrünen Teich, umschlungen von Seerosen. In seiner Hand hält er eine Pergamentrolle. Aber was hat das Ganze auf sich?

Berndt Schulz beginnt mit "Moderholz" eine neue Krimiserie, die besonders Gartenliebhaber erfreuen dürfte, denn seine Ausführungen und Ausschweifungen in das Reich der Fauna und Flora begleiten den gesamten Plot. Sehr anschaulich beschreibt der gebürtige Berliner mit Wahlheimat Frankfurt am Main die Welt der Pflanzen und lässt sich zudem ausgiebig über deren Feinde, wie beispielsweise den Eichenprozessionsspinner aus.
Die eigentlichen Mordermittlungen treten dabei schon fast in den Hintergrund und sind für mein Dafürhalten eher nur das angenehme Beiwerk. Auch wenn Max Horner, der Kriminalhauptkommissar a.D. in seiner eigenen Ermittlungswelt tätig wird, kommt eine richtige Spannung nicht auf. Immer wieder wird der Leser mit botanischen Begriffen und Merkmalen des Bethmannparks konfrontiert.
Der Hinweis auf dem Buch-Cover, dass es sich bei "Moderholz" um einen Garten-Krimi handelt, ist schon angebracht, dass es überhaupt als Krimi bezeichnet wird, ist schon mutig. Denn der eigentliche Mord passiert erst, nachdem die Hälfte des Buches gelesen ist und die Ermittlungen bzw. die Hinweise, die zum Mörder führen, passieren eher zufällig.
Seine Figuren lässt der Autor etwas farblos erscheinen. So fällt es einem ziemlich schwer, sich die Personen bildhaft vorstellen zu können, denn es fehlen grundsätzliche Charaktereigenschaften, die den jeweiligen Protagonisten ausmachen. Zudem werden in fast jedem Kapitel neue Figuren eingeführt, die den Plot etwas unübersichtlich erscheinen lassen.
Ein großes Lob geht jedoch an den Sutton-Verlag für das hervorragend gestaltete, in schwarz-rot-weiß gehaltene Cover. Es ist ein echter Hingucker.

Fazit: "Moderholz" ist ein flüssig geschriebener Krimi, dessen Zielgruppe eher Gartenliebhaber sein dürften.


Meine Bewertung: 
 
An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich
für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares
bei

und dem
Sutton-Verlag
bedanken.


Dienstag, 13. März 2012

# 39 # Rezension zu "Das verborgene Haus" von Maria Ernestam

Maria Ernestam

Das verborgene Haus

Erscheinungstermin: 09.04.2012
Verlag: btb
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik
Seiten: 384
Preis € (D) 9,99 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-442-74398-8

Klappentext: Die Literaturdozentin Viola reist mit ihrem Mann Axel, einem Rechtsanwalt, und ihren beiden Töchtern nach Südschweden ins Sommerhaus. Doch auf der Ferienidylle liegt ein Schatten: Axel, der erst vor kurzem von einer schweren Krankheit genesen ist, verhält sich seltsam gereizt. Viola hat das Gefühl, dass er ihr etwas verschweigt. Sie sucht Zuflucht in der Begegnung mit der 90-jährigen Lea, die – einst Missionarin in China – Viola nach und nach ihre unglaubliche Familiengeschichte offenbart. Je näher sich die beiden Frauen kommen, desto weiter scheint sich Violas Mann von ihr zu entfernen. Bis etwas geschieht, das Viola vor eine schwere Entscheidung stellt …

Meine Meinung: Eigentlich war der Osterurlaub in Italien geplant, doch die Krankheit von Axel, Violas Mann, zwang sie, gemeinsam mit ihren Kindern Tara und Linn nach Südschweden, in einen Ort, in dem Axels Mutter in einem Pflegeheim untergebracht war. Während eines Besuchs in Solgarden lernt Viola die 92 jährige Lea kennen, die ihr auf Anhieb sympathisch ist. Viola erfährt von Lea, dass sie Missionarin war und überlässt ihr nach einem kurzen Kennenlernkaffee einen Ordner mit vielen selbstgeschriebenen Kurzgeschichten. Als Literaturdozentin ist Viola begeistert und beginnt noch am Abend mit dem Lesen der Geschichten, die sie zutiefst berühren.

Ich muss zugeben, dass „Das verborgene Haus“ von Maria Ernestam für mich eine eher schwere Kost war, sehr ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig. Normalerweise gehören diese Bücher nicht zu meinem bevorzugten Genre, doch bin ich auch für Neues offen. Ohne die skandinavischen Schriftsteller über einen Kamm scheren zu wollen, musste ich feststellen, dass auch der Schreibstil von Maria Ernestam sehr typisch ist. Kurze, abgehakte Sätze, viel zu viele Wiederholungen, Satzanfänge die ständig wiederkehrten, zudem keine fesselnde Handlung, die mich in ihren Bann ziehen konnte, ließen das Buch langatmig erscheinen.
Die dargestellten Konflikte, beginnend von Axels Eifersuchtsszenen, Selbstmitleid oder seine ständige Gereiztheit, seinen Sarkasmus – sie erzeugten bei mir leider nur einen „Gähneffekt“.
Viola, die wiederum ständig versucht, ihrem Mann alles Recht zu machen und die in Lea eine Frau gefunden hat, die ihr nach und nach die Augen öffnet, findet schließlich zu sich und erkennt die Fehler, die sie in ihrem Leben gemacht hat.
Etwas unbeholfen und eher als Lückenfüller empfand ich anfangs die eingeflochtenen Kurzgeschichten, die Viola von Lea zu lesen bekam. Erst zum Ende des Plots erschließen sich die Zusammenhänge, die leider viel zu kurz, wenn auch poetisch und dramatisch dargestellt worden sind.
„Das verborgene Haus“ ist sicherlich ein Werk, das polarisiert. Ich glaube, man muss schon ein eingefleischter Fan von derartiger Literatur sein, um diesen Roman mögen zu können.

Meine Bewertung:

Ein herzliches Dankeschön
geht an den Verlag: btb

für die 
Bereitstellung
dieses Leseexemplares.

Sonntag, 11. März 2012

# 38 # Rezension zu "Flieh, wenn du kannst" von Joy Fielding

Joy Fielding

Flieh, wenn du kannst

Erschienen am: 01.07.1997
Verlag: Goldmann
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 416
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-442-43262-2

Klappentext: „Sie sind in Gefahr. Sie und Amanda.“ Als Bonnie Wheeler von Joan, der Exfrau ihres Mannes, vor einer unbestimmten Gefahr für sie und ihre Tochter gewarnt wird, ist sie zunächst skeptisch. Doch bevor sie Genaueres erfährt, wird Joan ermordet. Und ihre Warnungen waren offensichtlich begründet. Für Bonnie beginnt ein wahrer Alptraum…

Meine Meinung: Nun hat sich Bonnie doch darauf eingelassen und kommt zum Treffpunkt, den Joan ihr am Morgen vorgeschlagen hat. Doch Bonnie trifft Joan nicht mehr lebend an, sie liegt erschossen am Küchentresen und nun wird Bonnie des Mordes bezichtigt. Nach Bonnies Meinung untersucht die Polizei den Mordfall nicht richtig und so beginnt sie ihre eigenen Ermittlungen.

Es ist nicht das erste Buch, das ich von Joy Fielding gelesen habe und so stellt man auch schnell fest, dass das Muster des Handlungsverlaufs nicht neu ist. Verdächtige Personen beginnen ihre eigenen Ermittlungen, bei denen unklar ist wem vertraut werden kann oder nicht. So gestaltet sich auch der Plot von "Flieh, wenn du kannst". Der Spannungsbogen baut sich nur allmählich auf und ist relativ durchwachsen. Teilweise musste ich mich sogar zum Weiterlesen zwingen, da mir vieles zu langatmig erschien.
Die Personen und ihre Charaktere sind meines Erachtens nicht so gut gelungen. Die große Anzahl an Personen, die die Handlung begleiten, stellen eher eine Verwirrung dar, als das sie aufschlussreich sind.
Etwas unschlüssig erscheint mir z.B. das Handeln von Bonnie, die einerseits so besorgt um ihre Tochter Amanda ist und andererseits unbedingt ihren Ermittlungen nachgehen will und Amanda oft zurück lässt.
Der Schreibstil ist einfach und locker. Man merkt, dass "Flieh, wenn du kannst" noch eins ihrer ersten Bücher ist, denn die Autorin kann auch wesentlich flüssiger und fesselnder schreiben.

Meine Bewertung:

Samstag, 10. März 2012

# 37 # Rezension zu "Scheintot" von Tess Gerritsen

Tess Gerritsen

Scheintot

Erschienen am: 10.03.2008
Verlag: Blanvalet
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 416
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-442-36845-7

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Klappentext: Eine namenlose junge Frau in der Gerichtsmedizin – für Maura Isles nichts Ungewöhnliches. Doch als die Pathologin den Leichensack öffnet, schlägt die vermeintlich Tote plötzlich die Augen auf. Maura fährt die unterkühlte Frau sofort ins Krankenhaus. Aber kaum dort angelangt, tötet die Unbekannte einen Wachmann und nimmt erst Maura und, nachdem diese fliehen kann, Patienten als Geiseln – darunter Detective Jane Rizzoli, die kurz vor der Entbindung steht. Als Maura und Janes Ehemann Gabriel selbst zu ermitteln beginnen, zeigen plötzlich Vertreter von Bundesbehörden größtes Interesse an dem Fall

Meine Meinung: Es kommt selten vor, aber es kommt vor, dass eine Tote erwacht. Diese Scheintote, die im Kühlfach der Pathologie von Dr. Maura Isles entdeckt wird und sofort ins gegenüberliegende Krankenhaus zur weiteren Versorgung transportiert wird, sorgt noch für jede Menge Angst und Schrecken. Als Geiselnehmerin scheint die unbekannte Scheintote vor nichts zurück zu schrecken. Der Mord an dem Wachmann lässt sie eiskalt. Auch das Jane Rizzoli, die gerade ihr erstes Kind in dem Krankenhaus zur Welt bringen will, rührt sie erst einmal nicht. Die Scheintote verfolgt ein ganz bestimmtes Ziel, das sie auf Biegen und Brechen zu Ende bringen will.

Tess Gerritsen lässt auch in ihrem 5. Fall Jane Rizzoli hochschwanger und kurz vor der Entbindung nicht zur Ruhe kommen. Selbst während der Einleitung der Geburt steckt Jane noch in polizeilichen Ermittlungen und macht sich als Verhandlungsführerin zwischen den Geiseln und ihren Geiselnehmern stark ohne Rücksicht darauf, dass sie selbst als Geisel festgehalten wird.
Die Autorin hat es wieder geschafft, einen spannenden und fesselnden Thriller zu präsentieren, den sie auf mehreren Handlungssträngen aufgebaut hat. Ihren Plot beginnt sie sehr rasant, denn schon auf den ersten Seiten mag man nicht glauben, was man liest. Mila erzählt aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive die Geschehnisse, nachdem sie und einige andere Mädchen aus Weißrussland über Mexiko in die USA verschleppt worden sind, angeblich um dort einer seriösen Tätigkeit nachzugehen. Doch was der Leser hier zu lesen bekommt, ist mehr als erschreckend.
Immer wieder kommt Mila zu Wort und erzählt, was ihr wiederfahren ist.
Auch "Scheintot" als 5. Band der Serie um Detectiv Jane Rizolli und der Pathologin Dr. Maura Isles, die zwar dieses Mal etwas im Hintergrund agiert, kann ich uneingeschränkt als spannenden Lesestoff empfehlen.

Meine Bewertung:

Freitag, 9. März 2012

# 7 # Neues im Bücherregal

Es hat wieder nicht geklappt, dem Kaufzwang zu widerstehen. Und so füllt sich mein Bücherregal weiter mit einigen neuen Titeln. Diese Woche haben 3 Rezensionsexemplare ihre neue Heimat gefunden, außerdem 3 weitere MussichhabenBücher.

Klappentext: Die Literaturdozentin Viola reist mit ihrem Mann Axel, einem Rechtsanwalt, und ihren beiden Töchtern nach Südschweden ins Sommerhaus. Doch auf der Ferienidylle liegt ein Schatten: Axel, der erst vor kurzem von einer schweren Krankheit genesen ist, verhält sich seltsam gereizt. Viola hat das Gefühl, dass er ihr etwas verschweigt. Sie sucht Zuflucht in der Begegnung mit der 90-jährigen Lea, die – einst Missionarin in China – Viola nach und nach ihre unglaubliche Familiengeschichte offenbart. Je näher sich die beiden Frauen kommen, desto weiter scheint sich Violas Mann von ihr zu entfernen. Bis etwas geschieht, das Viola vor eine schwere Entscheidung stellt …

Klappentext: Dreizehn ist kein Alter. Dreizehn ist ein Schicksal! «Liebes Tagebuch! Ich bin jetzt schon drei Tage mit Christian Körner zusammen. Das ist meine bisher längste Beziehung! Ich habe aber das Gefühl, dass wir uns auseinandergelebt haben. Morgen mache ich Schluss! … Wahrscheinlich …




Klappentext: Gleich bei ihrem ersten Fall gerät Kriminalpsychologin Lena Peters an einen Killer, der eine tödliche Mission verfolgt. Eine Mission, in der Lena eine entscheidende Rolle spielt. Doch davon ahnt sie nichts. Lena weiß, wie Mörder ticken, was Obsession ist: Denn sie hat ihre eigenen Abgründe. Und dennoch sitzt sie bald in der Falle.





Klappentext: »Der Mörder ist immer der Gärtner?« Zumindest liegt der Schluss nahe, als im Frankfurter Bethmannpark eine Leiche in einem Teich treibt. Denn die Gärtner sind allesamt entlassene Strafgefangene … Aber welche Rolle spielt die geheimnisvolle Schönheit aus besten Kreisen?
Max Horner, Kriminalhauptkommissar a.D., Witwer und leidenschaftlicher Kleingärtner, verbringt einen großen Teil seiner Zeit im Bethmannpark. Er liebt die Schönheit des Parks, die besondere Atmosphäre und die Pflanzenvielfalt. Ein Mord in seinem Arkadien, das ohnehin durch den gefräßigen Eichenprozessionsspinner bedroht ist! Das lässt ihm keine Ruhe – und außerdem zeigt er seinen nassforschen jungen Exkollegen nur zu gerne, was ein alter Stöberhund wie er noch draufhat.

Klappenetext: Das kleine Örtchen Niedernussdorf wird aus seiner beschaulichen Idylle gerissen, als die beiden Polizisten Erwin und Richie eine tote Frau im Wald entdecken. Der ewig bekiffte Richie will mit einem Mord nichts zu tun haben und die Leiche in die Nachbargemeinde verfrachten. Sollen die sich doch damit herumschlagen! Doch Erwin, ein geistiger Tiefflieger, meldet die Tote, pflichtbewusst. Dienststellenleiterin Gisela Wegmeyer benachrichtigt ihrerseits - wenn auch widerwillig - die Mordkommission in Straubing. Und es kommt wie befürchtet: Hauptkommissar Lederer ermittelt. Seine Markenzeichen: abgewetzter Ledermantel, Cowboystiefel aus Straußenleder und Pornoschnauzer – der schönste Polizist Niederbayerns, seiner Meinung nach. Mit seinen unnachahmlichen Ermittlungsmethoden verbreitet er Angst und Schrecken in der Bevölkerung. Jeder potenzielle Mörder soll wissen, dass mit ihm nicht zu spaßen ist! Soll die Tote doch im »Paradies« gearbeitet haben, einem als Kosmetiksalon getarnten Bordell voller rumänischer Edelnutten. Doch auch Gisela greift schließlich zusammen mit den Frauen Niedernussdorfs zu Methoden, die an Bauernschläue und Hinterfotzigkeit nicht zu überbieten sind...

Klappentext: Jahraus, jahrein werden sie an den schrecklichen Tag erinnert, da in einem kleinen Restaurant in Chinatown ein Amokläufer ihre Angehörigen hinrichtete. Doch wer schreibt die Briefe, die besagen, dass der wahre Täter noch immer nicht gefasst sei? Erst als neunzehn Jahre später bei einer Stadtführung durch Boston die Leiche einer Frau gefunden wird, die mit einem antiken chinesischen Ritualschwert verstümmelt wurde, wird der alte Fall wiederaufgerollt. Und nicht immer haben Jane Rizzoli und Maura Isles bei den Ermittlungen das Gefühl, es mit einem leibhaftigen Gegner aus Fleisch und Blut zu tun zu haben …

Donnerstag, 8. März 2012

# 36 # Rezension zu "Blinder Instinkt" von Andreas Winkelmann


Andreas Winkelmann

Blinder Instinkt

Erschienen: 17.01.2011
Verlag: Goldmann
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 416
Preis € (D) 8,99 | € (A) 9,30 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-442-47338-0

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Klappentext: Ein heißer Sommertag. In einem verwilderten Garten sitzt ein junges Mädchen auf einer Schaukel. Alles um es herum leuchtet in strahlenden Blütenfarben, doch das Mädchen nimmt nichts davon wahr, es ist blind. Dafür spürt es ganz deutlich, dass sich ihm jemand nähert, jemand, von dem etwas zutiefst Böses ausgeht. Es versucht noch wegzulaufen – vergeblich … Jahre später wird Kommissarin Franziska Gottlob zu einem Wohnheim für Kinder gerufen. Wieder ist ein junges Mädchen verschwunden. Das Kind ist blind. Und vom Täter fehlt jede Spur.

Meine Meinung: Ist es ein Deja vu? 10 Jahre ist es her, als das kleine blinde Mädchen, namens Sina verschwand. Die Polizei sucht schon lange nicht mehr nach ihr, denn wahrscheinlich ist sie tot. Jetzt wurde Sarah aus einem Wohnheim entführt und irgendwie gleichen sich die Fälle, denn auch Sarah ist erst 8 Jahre und genau wie Sina rothaarig und blind.
Mit dem Fall ist Kommissarin Franziska Gottlob betraut. Ihre Spur führt über den alten Fall mit Sina. In dem Zusammenhang lernt sie Sinas Bruder, den frisch gebackenen Boxeuropameister, Max Ungemach, kennen, der ihr äußerst sympathisch ist. Nach einem Gespräch zwischen Max und der Kommissarin beginnt Max Ermittlungen auf eigene Faust, denn er hat nun endlich wieder Hoffnung, mit der Sache abschließen zu können.

Mit seinem Thriller "Blinder Instinkt" hat Andreas Winkelmann den richtigen Instinkt für ein hervorragendes Werk gezeigt. Von Beginn an wurde ich in den Sog der Handlung gezogen, der mich auch bis zum Schluss nicht los ließ.
Seinen Plot hat der Autor auf mehreren Handlungssträngen aufgebaut, die von Kapitel zu Kapitel wechselten. Neben den Ermittlungen, die das Team Franziska Gottlob und Paul Adamek leiten, erfährt der Leser in den Nebenhandlungen einiges über das Privatleben der Protagonisten. Dabei beschreibt der Autor recht emotional seine Charaktere, die sehr authentisch wirken.
Obwohl der Leser ziemlich früh spürt in welche Richtung die Ermittlungen laufen und wer sich hinter den Entführungen verbirgt, bleibt das Ganze durch immer wieder kehrende Wendungen und Überraschungen spannend.
Die Auflösung des Falls findet zwar unspektakulär und vorhersehbar statt, hat mich aber trotzdem nicht gelangweilt.
Alles in allem ist "Blinder Instinkt" ein Thriller mit Hochspannungseffekt.

Meine Bewertung:

Dienstag, 6. März 2012

# 35 # Rezension zu "Der 1. Mord" von James Patterson

James Patterson

Der 1. Mord

Erschienen am: 11.06.2007
Verlag: Blanvalet
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 352
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-442-36919-5

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Klappentext: Ein grausamer Doppelmord erschüttert San Francisco! Ein Fall für Inspector Lindsay Boxer, den einzigen weiblichen Detective bei der Mordkommission, und den „Club der Ermittlerinnen“. Obwohl die Reporterin Cindy Thomas, die Pathologin Claire Washburn, die Staatsanwältin Jill Bernhardt und Lindsay Boxer dabei gegen alle professionellen Regeln verstoßen: Sie müssen untereinander mit offenen Karten spielen - denn sie suchen einen Mörder, der Geschmack am Töten gefunden hat. Aber dann übersieht Lindsay Boxer dieses eine kleine Detail, das sie ihr Leben kosten kann ...

Meine Meinung: Als einzige weibliche Detektivin des San Franciscoer Police Department muss sich Lindsay Boxer unter ihrem Männerteam immer beweisen. Schwächeln ist nicht erlaubt. Schon gar nicht, wenn man, wie Lindsay an einer tödlichen Krankheit leidet. Als ihr auch noch ein männlicher Kollege zur Verstärkung zugewiesen wird um bei den neuesten Mordfällen ihr unter die Arme zu greifen, wirkt sie äußerst beleidigt. Der Doppelmord an einem Brautpaar gibt Lindsay und ihrem neuen Partner Chris Raleigh einige Rätsel auf. Als sich das Ganze wie ein Deja vu wiederholt, scheint Lindsay nur noch ihre neu gewonnene Freundin Cindy Thomas und ihre langjährige Freundin Claire Washburn helfen zu können. Gemeinsam gründen sie den „Club der Ermittlerinnen“ und beginnen fortan ihre Ermittlungen auf eigene Faust und unabhängig der Polizeiermittlungen, jedoch mit den Erkenntnissen aus der Arbeit von Polizei, Pathologie und Presse.

James Patterson beginnt seine Handlung ohne große Vorgeschichte. Der Leser wird sofort mit dem ersten, recht brutalen Doppelmord konfrontiert, der sich später auf ähnliche Weise wiederholt. Mit seiner einfachen und leichten Sprache beginnt er seinen Spannungsbogen relativ gut aufzubauen, der zwar zunächst auf einem Niveau bleibt, aber ab dem 2. Drittel des Buches durch seine überraschenden Wendungen mehr und mehr zunimmt.
Die Idee des Buches ist nicht neu, ein Mörder handelt auf der Grundlage eines Autorenwerkes; die Beweggründe bleiben jedoch bis zum Schluss offen und werden erst im Epilog kurz angeschnitten.
Natürlich kamen auch hier altbewährte Klischees nicht zu kurz, wie gescheiterte Ehen oder das Anbahnen einer Liebesromanze.
Trotzdem fand ich Spaß am Lesen, wobei mich die kurzen Kapitel, mit nicht mehr als 5 Seiten, fließend durch das Buch lotsten.
„Der 1. Mord“ von James Patterson ist zwar kein großes Meisterwerk, trotzdem bin ich neugierig auf die folgenden Bände der Serie um den „Club der Ermittlerinnen“.

Meine Bewertung:


Sonntag, 4. März 2012

# 34 # Rezension zu "Jung, blond, tot" von Andreas Franz


Andreas Franz

Jung, blond, tot

Erschienen am: 10.04.2000
Verlag: Knaur Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 512
Preis € (D) 9,99
ISBN: 978-3-426-61788-5

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Klappentext: Eine Serie mysteriöser Mädchenmorde beunruhigt die Bevölkerung von Frankfurt/Main. Alle Ermordeten sind blond. Der Mörder vergewaltigt seine Opfer, tötet sie und vollzieht sodann ein Ritual, bei dem er die Haare der Mädchen zu zwei Zöpfen mit roten Schleifchen bindet. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Fast hilflos jagen Kommissarin Durant und ihre Kollegen scheinbar hinter einem Phantom her – bis ein nahezu unglaublicher Zufall den Täter enttarnt.

Meine Meinung: Sie sind jung, sie sind blond und nun sind sie tot. Mädchen, nicht älter als 17 Jahre geraten in das Visier des Serienmörders, der völlig emotionslos und völlig wahllos tötet. Die meisten von ihnen kommen aus besserem Haus und verkehren in den besten Kreisen. Doch das scheint sie vor diesem Wahnsinnigen nicht zu schützen. Er vergewaltigt sie, verstümmelt sie und arrangiert sie wiederum ganz liebevoll. Er lässt sie zurück mit roten Schleifen in den Haaren und scheint sich anschließend wieder unter das Frankfurter Volk zu mischen, als wäre nichts gewesen. Er hinterlässt an seinen Tatorten kaum Spuren, sodass die Polizei lange Zeit im Dunkeln tappt, bevor Julia Durant, die neue Mitarbeiterin in der Mordkommission, einen ersten Ansatz eines Ermittlungserfolgs findet.

 „Jung, blond, tot“ ist der erste Band von Andreas Franz Serie mit der Ermittlerin Julia Durant, den der Knaur Verlag schon im Jahr 2000 veröffentlicht hat. Schauplatz dieser ersten Mordserie, in dem junge, blonde Mädchen getötet werden, ist Frankfurt am Main.
Die hübsche Kommissarin Julia Durant, die vor 2 Jahren aus München nach Frankfurt gewechselt ist und zunächst in der Sitte tätig war, wird schließlich in Bergers Team der Mordkommission zu seiner Leitperson. Ihr Instinkt und ihr Ehrgeiz bringen den gewünschten Erfolg. Obwohl in diesem ersten Fall viele Klischees verarbeitet werden, wie z.B. gescheiterte Ehen, zerstörte Beziehungen, Polizistenmachos, rauchende und trinkende Polizisten mit vielen Freiheiten, ist die Handlung gut durchdacht. Hin und wieder kommen zwar Zweifel an der Glaubwürdigkeit, da die Ermittlungen von Durant ziemlich unspektakulär und übertrieben wirken. Gerade wenn Frau Durant im Alleingang und mit einer gewissen Leichtigkeit eine organisierte Kriminalität entwurzeln will und die beteiligten Personen ihr wohlwollend entgegenkommen, stellen sich die Fragen der Glaubwürdigkeit.
Aber nichts desto trotz bereitet dieser Krimi, durch den flüssigen und spannenden Schreibstil des Autors, ein tolles Lesevergnügen.

Fazit: Es ist das erste Buch von Andreas Franz, das ich bereits zum zweiten Mal nach fast 12 Jahren gelesen habe, trotzdem wurde mir nicht langweilig dabei.

Meine Bewertung:

Samstag, 3. März 2012

# 33 # Rezension zu "Shimmer" von Hilary Norman


Hilary Norman

Shimmer

Erschienen am: 24.07.2010
Verlag: Bastei Lübbe
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 301
Preis € (D) 8,99 | € (A) 9,30
ISBN: 978-3-404-16484-4

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Klappentext: Ein Toter in einem Boot vor der Küste von Miami. Eine Leiche mit zerkratzter Haut und mit Bleiche übergossen. Ein seltsamer Mann in der Nacht, silbern von Kopf bis Fuß und schimmernd wie ein Engel des Todes. Ein Mann, der davon träumt, unverletzlich zu sein. Und den Schmerz, den er in seinem Innern verschlossen hat, an andere weiterzugeben.

Meine Meinung: Hätte ich vorher gewusst, dass es sich bei „Shimmer“ von Hilary Norman um eine Serie handelt und dies schon der 3. Teil ist, hätte ich natürlich mit dem 1. Band begonnen. So habe ich mich zunächst durch ein undurchsichtiges Wirrwarr kämpfen müssen, bei dem ich keine Zusammenhänge erkennen konnte. Vieles nahm Bezug auf die Vergangenheit, die ich in diesem Einzelwerk nicht fand. Die Autorin hat wahrscheinlich vorausgesetzt, dass einem die Vorgängerbücher inhaltlich nicht unbekannt seien, obwohl ein Hinweis weder auf dem Cover, dem Klappentext noch bei einer sonstigen Inhaltsangabe des Buches zu finden war. Schade, denn nur so ist zu erklären, warum der Lesegenuss bei mir ausblieb.
Das Buch, das in kleine kurze Kapitel mit ca. 5 Seiten, aber auch kürzer, eingeteilt ist, lässt sich leicht und locker lesen. Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven dargestellt und wurde auf mehreren Strängen aufgebaut. Spannungsmäßig fand ich den Plot sehr durchwachsen, eher langatmig als spannend.

Fazit: Eigentlich sollte der Hinweis einer Serie auf dem Buch sichtbar sein, um nicht enttäuscht zu werden. Ich werde mir gelegentlich Band 1 und 2 noch besorgen und sehen, ob sich dann, wenn ich dann noch mal Band 3 lese, der Lesegenuss eher einstellt.

Meine Bewertung:

Lesestatistik Monat Februar 2012

Meine Leseausbeute im Februar war zwar nicht ganz so gut wie im Januar, trotzdem bin ich ganz zufrieden.
Meine Highlights (weil ich mich nicht für ein Buch entscheiden konnte) unter diesen Büchern waren dieses Mal:

Totgeschwiegen von Brenda Novak und Trügerische Ruhe von Tess Gerritsen.

Enttäuschend fand ich die Bücher: Tante Inge haut ab von Dora Heldt und Laienspiel von Volker Klüpfel/Michael Kobr.

Und hier nun meine Lesestatistik:

1. Steve Mosby - Der 50/50 Killer - 496 Seiten - Rezension
2. Christoph Koch - Ich bin dann mal offline - 272 Seiten - Rezension
3. Tess Gerritsen - Der Meister - 416 Seiten - Rezension
4. Volker Klüpfel/Michael Kobr - Laienspiel - 368 Seiten - Rezension 
5. Brenda Novak - Totgeschwiegen - 432 Seiten - Rezension 
6. Dora Heldt - Tante Inge haut ab - 340 Seiten - Rezension
7. Steve Mosby - Schwarze Blumen - 400 Seiten - Rezension
8. Tess Gerritsen - Trügerische Ruhe - 416 Seiten - Rezension
9. Paul Johnston - White Devil: Tödliche Liste - 480 Seiten - Rezension 
10. Jeffery Deaver - Letzter Tanz - 448 Seiten - Rezension 
11. Michael Robotham - Dein Wille geschehe - 592 Seiten - Rezension 
12. Tess Gerritsen - Todsünde - 420 Seiten - Rezension
13. Tess Gerritsen - Schwesternmord - 416 Seiten - Rezension 

Gelesene Bücher bisher: 19
gelesene Bücher im Februar: 13
gesamt 2012: 32
Gelesene Seiten bisher: 7.559
gelesene Seiten im Februar: 5.492
gesamt 2012: 13.051

durchschnittlich gelesene Seiten pro Buch bisher: 397 Seiten/19 Bücher
durchschnittlich gelesene Seiten pro Buch im Februar: 422 Seiten/13 Bücher
gesamt 2012: 408 Seiten/32 Bücher
durchschnittlich gelesene Seiten pro Tag bisher: 243 Seiten/31 Tage
durchschnittlich gelesene Seiten pro Tag im Februar: 189 Seiten/29 Tage
gesamt 2012: 217 Seiten/60 Tagen

Mein SuB am 31.12.2011: 57 Bücher + 4 RE 
hinzugekommene Bücher seit 01.01.2012: 9 (bis Januar) + 9 (im Februar)
Mein SuB am 31.01.2012: 47 Bücher + 3 RE
neuer SuB-Bestand am 29.02.2012: 45 Bücher + 1 RE


Challenge-Statistik

Langzeit-Challlenges:

Deutschsprachige Autoren: 35 Autoren mit 53 Bücher
Debüt 2011/2012: 12 von 25 Debütromane
Mira-Verlags-Challenge: 14 von 15 Bücher 
Blanvalet-Challenge: 8 von 20 Bücher
2 von 12 Verlage-Challenge: bisher 8 Verlage mit 13 Bücher
100 Bücher-Challenge: noch 68 Bücher
Seiten-Zähl-Challenge: noch 26.949 Seiten
Wälzer-Challenge: 4 Bücher
ABC-Challenge: 13 von 26 Buchstaben
Serien-Challenge: 8 begonnene Serien
Liebe ist Challenge: 10 von 19 Buchstaben
12 nochmal gelesen:  0 von 12 Bücher

Kurzzeit-Challenge

Pagebattle: 1.584 Seiten





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