Dienstag, 31. Januar 2012

Lesestatistik für Monat Januar 2012

Der erste Lesemonat des Jahres 2012 ist hinter mich gebracht und es waren für meine Verhältnisse mal wieder eine ganze Menge Bücher. Ein ganzes Regalfach füllen die gelesenen Bücher des Januar aus.

Meine Highlights waren: Guttenbergs Fall von Roland Preuß/Tanjev Schultz und Watch me - Blutige Spuren von Brenda Novak

Enttäuscht haben mich die Bücher: von Volker Klöpfel/Michael Kobr - Seegrund und von Andreas Föhr - Schafkopf

Meine Leseliste:

1. Karin Slaughter - Entsetzen - 528 Seiten - Rezension
2. Brenda Novak -Watch me - Blutige Spuren - 432 Seiten - Rezension
3. John Katzenbach - Der Professor - 560 Seiten - Rezension
4. Volker Klüpfel/Michael Kobr - Erntedank - 384 Seiten - Rezension
5. Alexander Schuller/Nicole von Bredow - Back to Black - 224 Seiten - Rezension
6. Andreas Föhr - Der Prinzessinnenmörder - 377 Seiten - Rezension
7. Erica Spindler - Tote Stille - 464 Seiten - Rezension
8. Sidney Sheldon - Im Schatten der Götter - 384 Seiten - Rezension  
9. Erica Spindler - Der Engelmörder - 512 Seiten - Rezension
10. Roland Preuß/Tanjev Schultz - Guttenbergs Fall - 224 Seiten - Rezension
11. Ulrike Herwig - Martha im Gepäck - 272 Seiten - Rezension
12. Rick Mofina - Der Countdown -  448 Seiten - Rezension
13. Andreas Föhr - Schafkopf - 448 Seiten - Rezension
14. Johann König - Der Königsweg - 255 Seiten - Rezension
15. Volker Klüpfel/Michael Kobr - Seegrund - 352 Seiten - Rezension
16. Kathy Reichs - Knochenlese - 383 Seiten - Rezension
17. Brenda Novak - Trust Me - Blutiges Grauen - 448 Seiten - Rezension
18. Erica Spindler - Stoßgebet - 448 Seiten - Rezension
19. Tess Gerritsen - Die Chirurgin - 416 Seiten - Rezension

gesamt: 7.559 Seiten

Gelesene Bücher im Januar: 19
gesamt 2012: 19
Gelesene Seiten im Januar: 7.559
gesamt 2012: 7.559

durchschnittliche Seiten pro Buch: 397 Seiten/19 Bücher
gesamt 2012: 397 Seiten/19 Bücher
durchschnittliche Seiten pro Tag: 243 Seiten/31 Tage
gesamt 2012: 243 Seiten/ 31 Tage

Mein SuB am 01.01.2012: 57 Bücher + 4 RE
hinzu gekommene Bücher: 4 + 4
gelesene Bücher:  19
davon vom Altbestand gelesen: 0
neuer SuB-Bestand am 31.01.2012: 47 + 3 RE


Challenge-Statistik

Langzeit-Challlenges:

Deutschsprachige Autoren: 30 Autoren mit 42 Bücher
Debüt 2011/2012: 11 von 25 Debütromane
Mira-Verlags-Challenge: 12 von 15 Bücher 
Blanvalet-Challenge: 3 von 20 Bücher
2 von 12 Verlage-Challenge: bisher 7 Verlage mit 12 Bücher
100 Bücher-Challenge: noch 81 Bücher zu lesen
Seiten-Zähl-Challenge: noch 32.441  Seiten zu lesen
ABC-Challenge: 10 von 26 Buchstaben
Serien-Challenge: 7 begonnene Serien/ 12 Bücher
Liebe ist Challenge: 7 von 19 Buchstaben
12 nochmal gelesen:  0 von 12 Bücher

Kurzzeit-Challenge

Turmbau-Challenge: 19 Bücher - 55 cm hoch



Montag, 30. Januar 2012

Mein Ergebnis zur Kurzzeit-Challenge im Januar 2012: Turmbau



Bei Myriel (Lesen beflügelt) gab es in diesem Monat wieder eine Kurzzeit-Challenge. Dieses Mal sollten Büchertürme gebaut werden. Zwei Teams sind gegeneinander angetreten. Alle Bücher die im Monat Januar gelesen worden sind, sollten dann zu einem Stapel aufgebaut werden.

Mein Stapel hat mit 19 gelesenen Büchern eine Höhe von 55 cm erreicht.

Und hier ist meine Liste der gelesenen Bücher:

1. Karin Slaughter - Entsetzen
2. Brenda Novak - Watch me - Blutige Spur 
3. John Katzenbach - Der Professor 
4. Volker Klüpfel/Michael Kobr - Erntedank 
5. Alexander Schuller/Nicole von Bredow - Back to Black 
6. Andreas Föhr - Der Prinzessinnenmörder
7. Erica Spindler - Tote Stille
8. Sidney Sheldon - Im Schatten der Götter  
9. Erica Spindler - Der Engelmörder 
10. Ulrike Herwig - Martha im Gepäck 
11. Ronad Preuß/Tanjev Schultz - Guttenbergs Fall 
12. Rick Mofina - Der Countdown  
13. Andreas Föhr - Schafkopf 
14. Johann König - Der Königsweg 
15. Volker Klüpfel/Michael Kobr - Seegrund 
16. Kathy Reichs - Knochenlese 
17. Brenda Novak - Trust Me - Blutiges Grauen 
18. Erica Spindler - Stoßgebet  
19. Tess Gerritsen - Die Chirurgin

Sonntag, 29. Januar 2012

# 19 # Rezension zu "Die Chirurgin" von Tess Gerritsen

Tess Gerritsen

Die Chirurgin


Erschienen: 01.04.2004
Verlag: Blanvalet
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 416
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-442-36067-3

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Klappentext: In Boston dringt ein Unbekannter nachts in die Wohnungen von allein stehenden Frauen ein, unterzieht sie einem gynäkologischen Eingriff und tötet sie. Die einzige Spur führt Detective Thomas Moore und Inspector Jane Rizzoli zu der jungen Chirurgin Catherine Cordell, die drei Jahre zuvor nach ähnlichem Muster überfallen wurde, den Täter aber in Notwehr erschoss. Und bald wird klar, dass Catherine erneut zur Zielscheibe eines psychopathischen Mörders geworden ist ...

Meine Meinung: Elena Oritz ist nach Diana Sterling schon das zweite Todesopfer, das innerhalb eines Jahres, verstümmelt und entstellt gefunden worden ist. Noch ist nicht klar, welche Motive den Unbekannten zu dieser grausamen Tat getrieben haben. Die jungen Frauen wurden gefesselt und bei vollem Bewusstsein fachmännisch operiert, der Uterus entfernt und schließlich wurde ihnen die Kehle durchtrennt. Detective Thomas Moore und Inspector Jane Rizzoli, die die Ermittlungen zu den Mordfällen leiten, stoßen auf ähnliche Fälle, die sich erst zwei Jahre zuvor in Savannah zugetragen haben. Doch der mutmaßliche Mörder wurde damals in einem erbitterten Kampf von seinem Opfer, Dr. Catherine Cordell in Notwehr erschossen. Zur Ausführung seines eigentlichen Planes ist der damalige Mörder Andrew Carpa nicht mehr gekommen. Jetzt arbeitet und lebt Dr. Cordell in Boston, wo sich nun möglicherweise ein Nachahmungstäter aufhält und ihr wieder nach dem Leben trachten will.

Tess Gerritsen beginnt mit ihrem Buch „Die Chirurgin“ eine spannende Serie mit der Polizistin Jane Rizzoli, die sich in einer Männerwelt von Polizisten und Detectivs behaupten muss. Gerritsen, die selbst eine erfolgreiche Internistin ist, beschreibt sehr detailliert die chirurgischen Eingriffe, die der Mörder durchführt und lässt so den Leser an diesen Grausamkeiten, die eher etwas für Hartgesottene sind, teilhaben.
Von der ersten Seite an spürt man die Spannung, die sich sogar im Verlauf des Plots immer weiter ausbaut.
Die Story wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, zum einen aus der gegenwärtigen Sicht und zum anderen aus der Sicht des Mörders.
Ihre Protagonisten stellt die Autorin sehr authentisch dar, besonders Moore und Rizzoli, die als ungleiches Ermittlerduo immer wieder für Konflikte sorgen. Moore, der als sympathischer Polizist mit einer eher resoluten Rizzoli auszukommen hat, hat es nicht immer ganz einfach. Umso unverständlicher ist es für Rizzoli, dass sich Moore mit einer Zeugin einlässt.
Tess Gerritsen hat mit ihrem 1. Band „Die Chirurgin“ eine wirklich fesselnde und kurzweilige Geschichte erzählt, die ihres Gleichen sucht. Eben ein echter Pageturner.

Meine Bewertung:

# 18 # Rezension zu "Stoßgebet" von Erica Spindler

Erica Spindler

Stoßgebet


Erschienen am: 01.11.2009
Verlag: Knaur Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 448
Preis € (D) 8,95
ISBN: 978-3-5426-50067-5

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Klappentext: Rockford, Illinois: Ein brutaler Serienmörder tötet durch Genickbruch. Kommissarin M.C. Riggio tappt im Dunkeln, denn scheinbar wurden die Opfer vollkommen willkürlich ausgewählt. Dann geschieht das Ungeheuerliche: Der Killer ermordet M.C.s Verlobten Dan, wenig später ihren Cousin. Wie konnte ihre eigene Familie ins Visier des Mörders geraten? Die Kommissarin begibt sich auf eine riskante Jagd, die sie nicht nur in das undurchdringliche Dickicht der Cyberkriminalität führt, sondern auch an ihre eigenen Grenzen …

Meine Meinung: „Stoßgebet“ ist der 2. Band der Serie mit den beiden Detectivs Mary Catherine Riggio (kurz M.C.) und Kitt Lundgren aus Rockford. Mittlerweile sind die beiden Frauen keine Konkurrentinnen mehr, sondern Freundinnen und Partnerinnen, die einander vertrauen. M.C., die nun auch ihr Glück gefunden zu haben scheint, steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Dan. Als dieser nach der Verlobungsfeier versehentlich erschossen wird, weil der Mörder glaubte, er sei ein Anderer, bricht für M.C. eine Welt zusammen.
Nur wenig später wird auch ihr Lieblingscousin Tommy ermordet. M.C. schwört sich, die oder den Mörder ihrer Liebsten zu finden und ihrer gerechten Strafe zukommen zu lassen. Doch das scheint nicht ganz einfach zu werden. Während ihrer Ermittlungen häufen sich die Morde und es scheint so, als kommen sie dem Mörder keinen Schritt näher.

Erica Spindler hat in ihrem Thriller „Stoßgebet“ wieder ein recht interessantes Thema verarbeitet. Sie hat sich dieses Mal der Cyber-Kriminalität gewidmet und geschildert, wie skrupellos die Cyber-Diebe sein können, wenn es um Geld und Macht geht.
Ihre Story lässt sie relativ spannend angehen, die aber im Verlauf der Handlung leider immer mehr an Spannung abnimmt. In langatmigen Zügen schildert sie weniger über die Ermittlungen zu den mehr als 7 Mordfällen, sondern mehr über die Familienverhältnisse von M.C. und deren Verstrickungen in diese Cyber-Diebstähle.
Im Vergleich zu ihren anderen Büchern hat Erica Spindler dieses Mal wenig in die Charaktere der Protagonisten investiert. Sie stellen sie recht farblos und gelangweilt dar.
Ihr Schreibstil ist zwar flüssig, aber bei Weitem nicht so fesselnd, wie man es von ihr kennt. Im Großen und Ganzen ist es aber ein solider Thriller.

Meine Bewertung:

Freitag, 27. Januar 2012

# 17 # Rezension zu "Trust me - Blutiges Grauen" von Brenda Novak

Brenda Novak

Trust Me – Blutiges Grauen

Erschienen: November 2010
Verlag: Mira Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 448
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-89941-784-5

Leseprobe                    zu kaufen bei Amazon:

 

Klappentext: Das Grauen kehrt zurück: Der gefährliche Psychopath, der Skye vor Jahren bedrohte, ist wieder frei! Und diesmal will er vollenden, was er einst begann ...

Seit ein gefährlicher Psychopath Skye Kellerman nachts in ihrem eigenen Bett überfiel, ist ihr Leben nicht mehr dasselbe. Der Mann bedrohte sie mit einem Messer und brachte sie fast um. In letzter Sekunde konnte Skye ihn mit einer Schere außer Gefecht setzen und die Polizei rufen. Doch das Grauen von damals holt sie jäh wieder ein, als sie von Detective David Willis erfährt, dass der Täter vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wird. Denn Skye weiß: Er will blutige Rache - und endlich vollenden, was er einst begann ...

Meine Meinung:  Brenda Novak beginnt ihre Serie um die Organisation „The Last Stand“, die sich zum Ziel gesetzt hat, Opfern von Gewaltverbrechen zu helfen und zu unterstützen, mit ihren Protagonisten Skye, Sheridan und Jasmine. In dem Buch „Trust Me – Blutiges Grauen“ ist die Hauptakteurin Skye Kellermann, die noch immer unter den Folgen der missglückten Vergewaltigung von vor etwa 4 Jahren zu leiden hat. Nachdem sie auch noch erfahren hat, dass der mutmaßliche und verurteilte Vergewaltiger, Oliver Burke, dem auch noch 3 weitere Fälle zur Last gelegt werden, vorzeitig aus der Haft entlassen wird, beginnt Skyes Martyrium erneut. Obwohl man Oliver Burke die Vergewaltigen und Morde an den 3 Frauen nicht beweisen konnte, bleibt Detective David Willis an der Sache dran und versucht Skye vor Burke zu schützen, der sich Rache geschworen hat.

Brenda Novak beginnt ihre Geschichte in „Trust Me – Blutiges Grauen“ sehr verhalten. Der Einstieg ist sehr langatmig und verwirrend, da zunächst eine Vielzahl von Personen und Handlungen auftreten, die nur schwierig zuzuordnen sind. Hat man sich dann erst einmal in den Plot eingefunden, steigt die Spannung rasant an. Dazu bedarf es allerdings Durchhaltevermögen bis in etwa zur Hälfte des Buches. Doch danach wird man belohnt, mit Spannung, dramatischen Ereignissen und emotionalem Chaos. Trotzdem stellt man sich die Frage, was dominiert. Sind es die Geschehnisse um den Psychopathen Oliver Burke und seinem Racheakt oder die sich anbahnende bzw. verschmähte Liebesbeziehung zwischen Skye Kellermann und David Willis.
Brenda Novak hat ihre Figuren und Charaktere gut dargestellt, trotzdem hat sie sich dem allzu  beliebten Klischee bedient, dass ihre Protagonisten umwerfend und gutaussehend sind. Ihre Nebenfiguren sind überzeugend und haben einen charakterlich starken Einfluss auf das Gesamtgeschehen der Handlung.
Faszinierend fand ich die Beschreibung der Begebenheiten im Gefängnis, die ich sehr anschaulich und unfassbar, aber auch realistisch und nicht aufgesetzt, empfunden habe. 

Fazit: „Trust Me – Blutiges Grauen“ ist kein schlechter Einstieg für die Serie mit den 3 Freundinnen Skye, Sheridan und Jasmine. Da ich bereits den 3.Band „Watch Me – Blutige Spur“ kenne, weiß ich, dass sie es weitaus besser kann, denn das war ein absolutes Highlight.

Meine Bewertung:


Dienstag, 24. Januar 2012

# 16 # Rezension zu "Knochenlese" von Kathy Reichs

Kathy Reichs

Knochenlese


Erschienen: 2003
Verlag: Blanvalet
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 383
Preis  - nur noch gebraucht erhältlich
ISBN: 978-3-442-36668-2

Klappentext: Als Tempe Brennan in den Brunnenschacht hinabsteigt, ahnt die forensische Anthropologin, dass sie am Grund ein grausiger Fund erwartet. Hier wurden vor Jahrzehnten die Leichen von über zwanzig Bewohnern eines kleinen Dorfes in Guatemala verscharrt, Frauen und Kinder, die ein Militärkommando kaltblütig hingerichtet hatte. Noch während die Opfer des Massakers geborgen werden, bekommt Tempe zu spüren, dass die Machthaber in Guatemala, damals wie heute, mit aller Gewalt ihre Geheimnisse hüten. Nicht nur Gerechtigkeit für die Toten steht jetzt auf dem Spiel, auch Tempes Leben ist plötzlich in Gefahr.

Meine Meinung: Dr. Brennan hat ihren Arbeitsplatz nach Guatemala „verlegt“. Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Stiftung „Gerichtsanthropologie Guatemalas“ ist sie auf der Suche nach Opfern des Bürgerkrieges. Eine nicht ungefährliche Aktion, denn zwei ihrer Kollegen werden brutal überfallen, wobei ein Mitglied der Gruppe stirbt und das andere nur schwerstverletzt überlebt. Während Dr. Brennan noch mit der Bergung der vielen Leichen beschäftigt ist kommt auf sie ein ganz anderer Fall zu. Die Tochter des kanadischen Botschafters wird vermisst und man vermutet, dass sie tot ist und die Leiche sich in einem Faultank befindet. Dr. Brennan, die bereits Erfahrungen mit Leichen in Faultanks hat, beginnt mit der fachgerechten Entsorgung, Bergung und Untersuchung der Leichenteile. Dabei macht sie einen weiteren grausamen Fund.

Kathy Reichs, die selbst eine forensische Anthropologin ist und an den gerichtsmedizinischen Instituten von Montreal und Charlotte gearbeitet hat, beginnt ihren Thriller „Knochenlese“ recht rasant. Doch schon bald muss der Leser feststellen, dass ihr die Puste ausgeht und das anfängliche Tempo nicht mehr gehalten werden kann. Dass es sich bei der Autorin um eine Expertin der Anthropologie handelt, spürt der Leser sofort, denn sie beschreibt die Vorgänge sehr detailliert und fundiert. Teilweise verfängt sich die Autorin mit ihrer Ausführlichkeit in langatmigen Szenen, was den Lesegenuss meines Erachtens erheblich einschränkt.
Ihre Protagonisten beschreibt Kathy Reichs sehr gut, es gelingt ihr, ihre Figuren mit ihren unterschiedlichen Charakterzügen so zu beschreiben, dass man sich ein gutes Bild von ihnen machen kann. Doch auch das Privatleben der Protagonistin Dr. Brennan kommt nicht zu kurz.
Die Handlung, die in der Ich-Perspektive aus Sicht von Dr. Brennan erzählt wird, ist recht locker und lässt sich gut lesen. Das Thema, das sie verarbeitet hat, ist allerdings schwierig und stellt einen Spagat zwischen Politik und Thrill dar, von daher glaube ich, dass es eine Geschmackssache ist, ob einem das Buch gefällt oder nicht.



Meine Bewertung:

# 3 # Neues im Bücherregal

Es gibt wieder Nachschub in meinem Bücherregal, dem ich nicht ausweichen konnte. 2 Thriller und 1 Sachbuch bereichern meinen SuB und ich hoffe, dass ich bald dazu kommen werde, diese zu lesen.

Klappentext: Geht das überhaupt, so ganz ohne Handy und Internet?
Internet und Handy sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wir sind immer öfter und länger online. Wir treffen unsere Freunde auf Facebook, googeln unseren neuen Kollegen, scrollen nebenbei durch die Nachrichten und kaufen gleichzeitig unser Bahnticket. Wenn wir nicht im Internet sind, schreiben wir SMS oder telefonieren. Aber wie wäre es denn allein mit uns und unseren Gedanken, offline und abgekoppelt vom Rest der Welt? Wie verändert das unsere Freundschaften, unsere Arbeit, unsere Beziehungen und unser Selbstbild? Christoph Koch ist dahin gegangen, wo es richtig weh tut: offline. Und hat getestet, was vom Leben übrig bleibt.


Klappentext: E-Mails von einem ergebenen Fan, der ihn bittet, einen besonderen Roman für ihn zu schreiben. Höchst engagiert beginnt Matt mit der Arbeit - doch bald muss er feststellen, dass er mitten in einem Albtraum gelandet ist. Der Mann, der sich White Devil nennt, ist ein eiskalter Killer. Geschickt versteht er es, an den Tatorten alle Zeichen so hinzudrehen, dass Matt als der Täter erscheint.
Mitten in einer Schreibblockade erhält der ehemalige Bestsellerautor Matt Wells eine Reihe zuerst harmloser
Mit der Polizei auf den Fersen und seiner Familie in höchster Gefahr, muss Matt alles riskieren, um sich und seine Lieben zu schützen. Doch White Devil ist irgendwo da draußen - und er beobachtet jeden seiner Schritte.


Klappentext: Ein Grab liegt hinter dem Farmhaus am Mississippi. Nur drei Menschen wissen, wer der Tote darin ist ...
Grace Montgomery ist eine von ihnen. Weit weg von der Kleinstadt Stillwater mit ihren grausamen Erinnerungen hat sie als Staatsanwältin Karriere gemacht. Aber jene Mordnacht lässt sie nicht los: die Schreie, das Blut, der Kampf, die Todesstille. Um endlich aus dem düsteren Schatten der Vergangenheit zu treten, kehrt Grace jetzt zurück. Noch einmal will sie den Tatort sehen - und dann für immer vergessen. Zu spät erkennt sie, dass das nicht möglich ist. Denn die Einwohner von Stillwater misstrauen ihr zutiefst. Und ausgerechnet der einzige Mann, der an sie glaubt, bringt ihr dunkelstes Geheimnis in Gefahr.


Sonntag, 22. Januar 2012

# 15 # Rezension zu "Seegrund" von Volker Klüpfel/Michael Kobr

Volker Klüpfel/Michael Kobr

Seegrund
Kommissar Kluftingers dritter Fall

Erschienen: September 2006
Verlag: Piper
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 352
Preis € (D) 14,00 | € (A) 14,40 | SFR 21,00
ISBN: 978-3-492-204954-2

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Klappentext: Statt Kässpatzen essen zu dürfen, muss Kluftinger nun seinen neuen Fall lösen: Am Alatsee bei Füssen macht er eine schreckliche Entdeckung – am Ufer liegt ein lebloser Taucher in einer riesigen roten Lache. Was zunächst aussieht wie Blut, entpuppt sich als eine seltene organische Substanz aus dem Bergsee. Kluftinger, der diesmal bei den Ermittlungen sehr zu seinem Missfallen weibliche Unterstützung erhält, tappt lange im dunklen. Der Schlüssel zur Lösung des Falles muss tief auf dem Grund des geheimnisvollen, sagenumwobenen Sees liegen. Viele scheinen etwas zu wissen, doch überall trifft der Kommissar auf eine Mauer des Schweigens …

Meine Meinung:  Der Alatsee im Allgäu ist kein normaler See und so kommt es, dass das Autorenduo Volker Klöpfel und Michael Kobr auf den sagenumwobenen Geheimnissen des Sees ihren neuen Kluftingerfall aufgebaut haben. Denn während eines gemeinsamen Spaziergangs der Familie Kluftinger zusammen mit der neuen Freundin von Markus entdecken sie am Seeufer des Alatsees einen leblosen Taucher. Noch in der Annahme, dass es sich hierbei um eine Leiche handelt, unternimmt Kluftinger erst einmal nur das Nötigste. Doch als er merkt, dass sich der leblose Körper bewegt, beginnt er zwar mit einer sehr schlechten Erstversorgung, doch es reicht aus, um den Taucher am Leben zu erhalten. Da der Taucher zudem mit einer Kopfverletzung zu kämpfen hat, geht Kluftinger natürlich von einem Verbrechen aus. Seine Recherchen um diesen Taucher und seiner Identität katapultieren ihn in die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges zurück.

Seegrund ist der 3. Fall, den Kommissar Kluftinger zu lösen hat. Das Faszinierende an diesem Krimi ist, dass es dieses Mal keinen unmittelbaren Toten gibt. Kluftinger ist nur daran interessiert, den Tathergang um den Taucher aufzulösen. Mit der ungewollten Verstärkung des Teams durch eine Mitarbeiterin des Kommissariats Füssen bedient sich das Autorenduo einer neuen Figur, die für mein Dafürhalten sehr farblos erscheint und überhaupt nicht zum Team Kluftingers passt. Auch nach der 3.Folge muss ich leider feststellen, dass sich keine Figur des Autorenduo weiter entwickelt hat, es bleibt der gemäßigte und gelangweilte Standard erhalten. Der Kässpatzenessende Kluftinger, der seine Recherchen auf das Hören und Sagen beschränkt und sich den modernen Medien wie Computer und Internet entzieht oder Erika seine Frau, die als Hausfrau seinen Mann zu Dingen animieren will, wozu Kluftinger nach wie vor keine Lust hat. War ich noch von der 1.Folge „Milchgeld“ so begeistert, dass ich in Kluftinger einen neuen Lieblingskommissar vermutete, ebbte meine Euphorie in „Erntedank“ schon wesentlich ab, im „Seegrund“ der 3. Folge konnte ich von meiner anfänglichen Begeisterung gar nichts mehr spüren. Obendrein empfand ich dieses Buch weniger als Krimi sondern eher als ein Werk, das sich auf historische Erzählungen um den See aufbaut. Zwar fand ich die Erzählungen sehr interessant, doch sie waren meines Erachtens viel zu dominierend in diesem Krimi. Mit „Milchgeld“ haben sich Volker Klüpfel und Michael Kobr selbst einen Maßstab gesetzt, denn sie nun nicht mehr zu erreichen scheinen. Hier scheint die Quantität vor der Qualität Vorrang zu haben und das ist schade. Denn so fällt das Autorenduo für mich auf einem mittelmäßigen Level zurück. Ich kann wirklich nur hoffen, dass sich die Autoren ihres Könnens wieder bewusst werden, und auch den vermissten Humor und Witz, aber auch die Spannung, die ich hier völlig vermisst habe, in ihren nächsten Krimis wieder zurück kehren lassen werden.

Meine Bewertung:


Seitenanzahl: 352

Samstag, 21. Januar 2012

# 14 # Rezension zu "Der Königsweg" von Johann König

Johann König

Der Königsweg


Erschienen: 04.02.2010
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorie: Sachbuch
Seiten: 255
Preis € (D) 9,95 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-596-18544-3

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Klappentext: "Fang heute an mit Müßiggang!" So lautet das Lebensmotto von Johann König, der notorisch gelangweilt ist und diesen Zustand liebt!
Denn der Poet unter den Komikern weiß wie kein anderer, wie man "tote" Zeit positiv nutzt.
Egal, ob man stundenlang nutzlos im Stau, verzweifelt auf den Zug oder ungeduldig an der Supermarktkasse wartet: Johann kennt das gut gehütete Geheimnis, das sich hinter der Langeweile verbirgt.
Anhand kluger Gedanken, bizarrer Gedichte und skurriler Fotos lüftet er es und nimmt den Leser mit auf seinen Königsweg. Der Trendscout, Dichter und Denker beweist damit, dass mehr "freie Zeit" im Alltag steckt, als man denkt, und zeigt, wie man sie sinnvoll nutzen kann. Ein herrlich kluges Buch!

Meine Meinung: Johann König, ein deutscher Comedian; entweder man mag oder mag ihn nicht. So wie es mit vielen Komikern geht, polarisiert auch Johann König. Sein Buch „Der Königsweg“ ist eher an die gerichtet, die ihn mögen und kennen, denn sonst kann man ihn und das was er geschrieben hat, nicht verstehen. Das Buch ist eher ein buntes Repertoire aus seiner Bühnenshow bei dem es eindeutig darum geht, gegen die Langeweile, die ja Johann König so liebt, zu triumphieren.
„Einmal war ihm ja so langweilig gewesen, da hat er in einem Cafe gesessen, doch irgendwann ist er vor Langeweile aufgestanden, ist ins Nachbarcafe gegangen und hat Bestellungen aufgenommen.“
Das zu lesen, ohne ihn sich dabei vorzustellen, wie er gelangweilt spricht, geht nicht. Das Buch ist auf keinem Fall eine anspruchsvolle Literatur, aber wer es aufmerksam liest, bemerkt, wie er den Deutschen auf die Schippe nimmt.
Beim Lesen des Buches verspürte ich jedoch keine Langeweile, im Gegenteil, es heiterte mich auf und ich musste mich des Öfteren im Lachen zurück nehmen. Mit vielen Gedichten, die zum Teil keinen Sinn ergeben aber über die man sich trotzdem amüsieren kann, oder die vielen Trends, die er erfindet und einem Nahe bringt, „wie es gemacht wird“, lockern das Ganze auf.

Fazit: Ich bekenne mich als Johann-König-Fan und sein Buch hat mich gut unterhalten. Empfehlen würde ich es allerdings nur Denjenigen, der ebenfalls ein Fan von ihm ist, denn diesen Humor muss man verstehen.

Meine Bewertung:

Freitag, 20. Januar 2012

# 13 # Rezension zu "Schafkopf" von Andreas Föhr

Andreas Föhr

Schafkopf


Erschienen am: 10.09.2010
Verlag: Knaur Verlag
Ausgabeart: HC
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 448
Preis € (D) 14,99
ISBN: 978-3-426-66398-1

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Klappentext: Der Kleinkriminelle Stanislaus Kummeder geht an einem Oktobersonntag frühmorgens mit einem Bierfass auf den Riederstein. Dort auf dem Gipfel, hoch über dem Tegernsee, wird ihm aus heiterem Himmel der Kopf weggeschossen. Was der Mann, der nie auf Berge ging, auf dem Riederstein zu schaffen hatte, wozu er ein Bierfass auf den Gipfel schleppte und weshalb ihn jemand mit einem Präzisionsgewehr aus 500 Meter Entfernung erschoss – das können nur zwei Menschen beantworten: der ewig frierende Kommissar Wallner und sein bayerisch-anarchistischer Kollege Polizeiobermeister Kreuthner. Bei ihren Ermittlungen stoßen die beiden auf das geheimnisvolle Verschwinden einer jungen Frau, auf 200 000 Euro im Kofferraum eines dubiosen Anwalts, einen prügelnden Wirt mit abnormen Körperkräften und eine Neumondnacht vor zwei Jahren, in der die Geschehnisse durch eine Partie Schafkopf ihren tragischen Anfang nahmen …

Meine Meinung: Was tut man nicht alles um in Form zu kommen? Selbst Polizeiobermeister Kreuthner kennt da nichts, wenn es um seine Fitness geht. (Achtung, Ironie!) Wegen einer abgeschlossenen Wette zwingt sich Kreuther zu einer außergewöhnlichen Maßnahme. Nur weil er vorschnell sich zu einer Äußerung hat hinreißen lassen, muss er jetzt für sich für das Europäische Polizeisportabzeichen trainieren. Sein erstes Ziel ist der Riederstein, zu dem er schon am frühesten Morgen joggen will. Doch er ist nicht allein. An der Kapelle trifft er den Kleinkriminellen Stanislaus Kummeder, der auch schon mal den Knast von Innen gesehen hat. Noch während sich Kreuthner eine Erholungsphase gönnt, hört er ein ungewöhnliches Geräusch. Als er dem Geräusch folgt und sich dabei umdreht, sieht er Kommeder nur noch mit halben Kopf liegen. Die andere Hälfte liegt verstreut in der Gegend und an seiner Kleidung. Kommeder ist von ca. 500 m Entfernung gezielt erschossen worden.
Noch während der ersten Ermittlungen zu Kommeders Mörder gerät eine Lavine ins Rollen. Ein Zeuge, der eine Aussage machen will, wird kurzer Hand erschossen. Doch dabei sollte es nicht bleiben.

Andreas Föhr lässt seinen 2. Fall mit Kommissar Wallner und Polizeiobermeister Kreuthner recht verwirrend beginnen. In mehreren Erzählsträngen und Perspektivwechseln erzählt er in seinem Krimi „Schafkopf“ die Ereignisse rund um den Kleinkriminellen Kommeder und seiner verschwundenen Freundin. Die Geschichte spielt sich in einem Zeitraum von etwa 2 Jahren ab, wobei Föhr immer wieder Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit unternimmt. Seine große Anzahl an Personen verwirrt einen anfangs dermaßen, dass man die Zusammenhänge nicht sofort erkennt und teilweise die Lust am Lesen verliert.
Zwar finde ich den Polizeiobermeister Kreuthner wieder sehr unterhaltsam, reicht aber bei weitem nicht aus, um der Story noch den nötigen Pfiff zu verpassen.
Im Großen und Ganzen muss ich zugeben, dass mich der 2. Fall von Andreas Föhr überhaupt nicht vom Hocker gerissen hat. Haben mich noch „Karwoche“ und „Der Prinzessinnenmörder“ begeistert, bin ich jetzt von „Schafkopf“ mehr als enttäuscht. Ich hoffe, dass der Autor zu seiner alten Stärke zurück findet und seinen nächsten Fall wieder mit einem Paukenschlag einläuten lässt.


Meine Bewertung:

Dienstag, 17. Januar 2012

# 12 # Rezension zu "Der Countdown" von Rick Mofina

Rick Mofina

Der Countdown


Erschienen: April 2010
Verlag: Mira Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 448
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-89941-706-7

Leseprobe:            Bei Amazon kaufen

Klappentext: Eine rachsüchtige Frau, die sich nach ihrem Platz im Paradies sehnt …
Im Irak rettet eine Krankenschwester, die ihren Mann und Sohn bei einem brutalen Angriff verloren hat, einen amerikanischen LKW-Fahrer. Sie glaubt, dass er ihr helfen kann, den Tod an ihrer Familie zu rächen, und folgt ihm in die Vereinigten Staaten.

Eine schmerzgeplagte Mutter auf der verzweifelten Suche nach ihrem Kind …
In Kalifornien will eine Mutter ihr Kind von der Schule abholen und muss erfahren, dass ihr Ehemann mit dem Sohn spurlos verschwunden ist.

Ein Detective, der sich rehabilitieren muss …
In den Rocky Mountains rettet ein Polizist außer Dienst ein kleines Mädchen aus einem reißenden Fluss. Nur Minuten später flüstert sie ihre letzten Worte in seinen Armen und stirbt. Von diesem Ereignis verfolgt, beginnt er eine Untersuchung, die ihn zu einer Schule in Montana führt, wo bereits die Zeit läuft für ein Ereignis, das Geschichte schreiben wird …

Meine Meinung: Dan Graham trauert noch immer um seine Frau Nora, die bei einem Autounfall ums Leben kam und Schuld daran war er. Jetzt, wo er sich in die Berge zurück gezogen hat um darüber nachzudenken, was das Leben noch für einen Sinn hat, entdeckt er am Ufer des Flusses ein Kind. Als er darauf zusteuert und das Kind aus dem Strom heraus zieht, kann er nur noch dessen Tod feststellen. Ein Kanu, das seine Aufmerksamkeit entfacht, lässt weitere Opfer vermuten und er findet noch ein kleines Mädchen, das sich krampfhaft an etwas festhält. Zwar kann er das Mädchen mit letzter Kraft retten, doch stirbt es wenige Zeit später. Auch deren Mutter kann nur noch tot geborgen werden. Doch wo ist der Vater? Graham lässt das alles keine Ruhe und untersucht den angeblichen Unglücksfall. Seine Ermittlungen führen ihn von Kanada quer durch die USA. Er spürt, dass es sich hier um ein Verbrechen handelt und geht, entgegen den Anweisungen seines Chefs, allen Indizien nach. Dass er letztendlich inmitten einer Verschwörung landet und er Teile eines Puzzles zusammen setzt, bei dem es um einen Anschlag auf eine weltweit bekannte Persönlichkeit geht, ahnt er zu diesem Zeitpunkt nicht.

Rick Mofina hat mit seinem Thriller „Der Countdown“ ein wahres Meisterwerk geschaffen. Er baut seine Geschichte auf mehreren Handlungssträngen mit verschiedenen Handlungsorten und einer Vielzahl von Personen auf, die immer wieder wechseln. Zu Beginn des Plots ist es zwar schwierig, die jeweiligen Stränge, Orte und Personen auseinander zu halten, da immer wieder neue Personen auftreten, doch die Erzählstränge sind in sich schlüssig und werden schließlich zu einer Einheit.
Jede einzelne Geschichte, sei es die um den aus Irak zurück gekehrten Jake Conlin oder die Geschichte um Samara, die ihre Familie auf barbarische Art und Weise verlor und sich Rache geschworen hat oder die Geschichte um Dan Graham - alle trauern um ihr Leben vor einer bestimmten Zeit, haben mit Verlusten zu kämpfen oder suchen einen Neuanfang.
Mofina hat sich in seinem Thriller einem sehr prekärem Thema gewidmet, denn in seinem Buch geht es nicht nur um die Aufklärung der Tötungsdelikte, sondern auch um den Ausbau des Terrors, das Einschleusen eines Terroristen als Schläfer und das Aufspüren von Terrorzellen.
Dem Autor ist es gelungen, die Spannung des Buches allmählich aufzubauen und diese von Seite zu Seite so zu steigern, dass man nicht in Versuchung gerät, das Buch aus den Händen zu legen. Die kurzen Kapitel verleiten einem obendrein dazu, mehr zu lesen als man sich zum Ziel gesetzt hat.
Sein Schreibstil ist flüssig, fesselnd und spannend, alles, was ein guter Thriller benötigt.


Meine Bewertung

An dieser Stelle möchte ich mich beim
Mira Taschenbuch Verlag


für die Bereitstellung des
Rezensionsexemplares bedanken.

Sonntag, 15. Januar 2012

# 11 # Rezension zu "Guttenbergs Fall" von Roland Preuß/Tanjev Schultz

Roland Preuß/Tanjev Schultz

Guttenbergs Fall
Ein Skandal und seine Folgen: Die Affäre „Guttenberg“ als Präzedenzfall


Erscheinungstermin: 24.10.2011
Verlag: Gütersloher Verlagshaus
Ausgabeart: Gebundenes Buch
Kategorien: Sachbuch
Seiten: 224
Preis € (D) 17,99 | € (A) 18,55 | SFR 25,90
ISBN: 978-3-579-06672-1



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Klappentext: Die Fallhöhe beim Sturz des Politikers Karl-Theodor zu Guttenberg war enorm. Zugleich wurde in der Affäre das Gewicht verschiedener gesellschaftlicher Teilsysteme neu vermessen – die Wissenschaft mit ihren Prinzipien konnte sich gegen eine aus dem Ruder gelaufene Machtpolitik behaupten. In diesem brisanten Buch geht es um mehr als nur die Guttenberg-Affäre: warum der ehemalige Verteidigungsminister den Plagiatsskandal nicht überstehen konnte und was dies für Politik, Gesellschaft und Wissenschaft bedeutet.
Ein spannendes und notwendiges Buch, das zeigt, woran künftig nicht nur politische Führungskräfte gemessen werden, geschrieben von den beiden Journalisten, die den Stein ins Rollen gebracht haben.

Meine Meinung: Andreas Fischer-Lescano ist Professor für Öffentliches Recht und Europarecht an der Bremer Universität und hegt den Plan mit seinen Studenten die Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg für die Fachzeitschrift „Kritische Justiz“ zu besprechen. Dafür hat er sich extra vom Verlag „Duncker & Humblot“ ein kostenloses Besprechungsexemplar zuschicken lassen mit dem ausdrücklichen Hinweis, einen Besprechungsbeleg vorzulegen. Schon während des ersten Anlesens merkt Fischer-Lescano, dass Teile der Dissertation schlecht aufeinander abgestimmt sind und auch der Sprachstil immer wieder wechselt. Später überprüft er verschiedene Textstellen über das Internet und muss feststellen, dass die Hälfte der 475 Seiten starken Doktorarbeit  aus anderen Quellen ohne korrekte Kennzeichnungen übernommen worden sind.
Mit seinen Beweisen wendet sich der junge Professor an die Fachzeitschrift. Weitere Recherchen erfolgen über die Journalisten. Für seine Aufdeckung erntet Fischer-Lescano allerdings nur wenig Beifall. Im Gegenteil, er rückt ins Zentrum von Attacken, Verschwörungstheorien und erhält vehemente Drohungen jeglicher Art.

Karl-Theodor zu Guttenberg, der einst gefeiert worden ist wie ein Popstar, ebenso Fans hatte wie ein Popstar musste schmerzlich erfahren, wie schnell er von Politik und Gesellschaft nach der Aufdeckung der Plagiatsvorwürfe gefallen lassen worden ist. Und so haben sich die Journalisten Roland Preuß und Tanjev Schultz dem Aufstieg und dem Fall des einstigen Doktor zu Guttenberg gewidmet und in einem Buch ihre Erkenntnisse festgehalten. Nicht zuletzt waren es auch diese Beiden, die an der Aufklärung der Vorwürfe maßgeblich mit beteiligt waren. In 10 Kapiteln beschreiben sie recht ausführlich, wie die Plagiate entdeckt worden sind und welche Folgen damit verbunden waren.
Auch wenn Theorien immer wieder behaupten, dass Professor Fischer-Lescano von der SPD den Auftrag erhalten haben soll, die Doktorarbeit von zu Guttenberg auf Plagiate hin zu überprüfen, konnte es nicht abschließend bewiesen werden. Doch Fischer-Lescano war nicht der Einzige, der diese Plagiate entdeckt hat. Schon wesentlich früher stellte ein junger Doktorand aus München beim Recherchieren für seine Doktorarbeit Übereinstimmungen zwischen zu Guttenbergs Dissertation und einem Aufsatz von Martin Nettesheim fest, nur mit dem Unterschied, dass dieser seine Erkenntnisse erst einmal für sich behielt.
Und so geben die Autoren einen recht ausführlichen und informativen Einblick in die Geschehnisse um die Entdeckung, Veröffentlichung und Aufklärung der Vorwürfe, die aus verschiedenen Perspektiven betrachtet worden sind. Mit akribischer Sachlichkeit schildern sie die Umstände, wie sie den Hinweisen der Plagiatsvorwürfe nachgegangen sind und mit welcher Hinhaltetaktik die Journalisten von zu Guttenberg, seinem Doktorvater und der Politik abgefrühstückt worden sind. Aus einer zunächst uninteressanten Nachricht mit Prioritätsstufe zwischen 3 und 4 – für normale Informationen – wurde schließlich ein Präzedenzfall, wie es ihn in Deutschland noch nie gab. Ein beliebter und gefährlicher Konkurrent der Politik wurde mit seinen eigenen Waffen geschlagen und zu Fall gebracht.
Eine Lektüre, die spannender hätte nicht sein können. Für mich ist dieses Buch ein echter Pageturner.


Meine Bewertung: 

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich
für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares
bei
Blogg dein Buch

und dem
Gütersloher Verlagshaus
bedanken.

# 10 # Rezension zu "Martha im Gepäck" von Ulrike Herwig

Ulrike Herwig

Matha im Gepäck


Erschienen: 12.08.2011
Verlag: Ullstein
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik/Humor
Seiten: 272
Preis € (D) 14,99
ISBN: 978-3-547-71180-6

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Klappentext: Tante Martha liebt geknüpfte Deckchen, kitschige Malerei – und sie ist eine Despotin. Das bekommt auch die Familie ihrer Nichte zu spüren, als sie plötzlich zwischen den Kindern auf der Rückbank des Kombis sitzt: kariertes Reisekostüm, Koffer auf dem Schoß, mit Regenschirm bewaffnet. Selbstverständlich kommt sie mit in den Schottlandurlaub. Tante Martha zockt Truckfahrer beim Kartenspiel ab, bringt die Familie im Castle eines Liebhabers unter und entpuppt sich als Whisky-Expertin. Und Martha hat noch mehr Trümpfe im Ärmel.

Meine Meinung: Endlich Urlaub. Die Koffer sind gepackt und verstaut, die Kinder sitzen im Auto. Jetzt nur noch schnell von Tante Martha verabschieden und dann geht’s auf nach Schottland. So war jedenfalls der Plan. Doch meistens kommt es anders als man denkt. Denn als sich Familie Thieme von Tante Martha verabschieden will, steht auch sie mit gepackten Koffern bereit zur Fahrt in den Urlaub nach Schottland. Da hilft auch kein Reden von Karen, die Tante kommt mit. Das hat Martha jedenfalls so beschlossen.
Und so beginnt für die vier Thiemes und Tante Martha der wohlverdiente Urlaub, der schon nach wenigen Kilometern zum Stress auszuarten scheint. Doch Tante Martha ist die Ruhe in Person, der Held der beiden Kinder und schließlich auch für Karen und Bernd. 

Doch welche Turbulenzen den Leser in diesem Buch noch begleiten werden, schildert Ulrike Herwig auf eine recht anregende, übertriebene, hin und wieder aber auch langweilige Art und Weise, die meines Erachtens oftmals an der Realität vorbei geht.
Trotzdem schafft es die Autorin auch Alltagsprobleme anzuschneiden, die wiederum ehrlich wirken und nicht aufgesetzt sind.
Den Versuch, die Protagonisten witzig erscheinen zu lassen, ist für mein Dafürhalten nur mäßig gelungen.
Den Schreibstil von Ulrike Herwig finde ich flüssig, die Einteilung des Buches in kleine Kapitel sehr leserfreundlich.
Alles in allem glaube ich jedoch, dass dieses Buch polarisieren wird und die Leser sicherlich in zwei Lager teilen wird. Die einen werden es total lustig und unterhaltsam finden, die anderen sicherlich fade und langweilig.

Meine Bewertung:

Samstag, 14. Januar 2012

# 2 # Neues im Bücherregal

Es gibt wieder interessanten Zuwachs in meinem Bücherregal, auch wenn ich mich zur Zeit richtig gut zusammen reiße, denn sonst bin ich nicht so kleinlich mit neuen Büchern. Für das Buch "Guttenbergs Fall" habe ich mich bei Blogg dein Buch" beworben und ich freue mich richtig, dass es geklappt hat und ich es bekommen habe, denn das Buch stand auf meiner Wunschliste. Der Thriller "Der Countdown" hatte so gute Kritiken, dass ich mir dieses Buch auch anschaffen musste. Und schließlich habe ich das Buch "Martha im Gepäck" gegen ein anderes Buch von mir eintauschen können. Das Buch ist eher etwas zum Entspannen - hoffe ich jedenfalls.

Klappentext: Die Fallhöhe beim Sturz des Politikers Karl-Theodor zu Guttenberg war enorm. Zugleich wurde in der Affäre das Gewicht verschiedener gesellschaftlicher Teilsysteme neu vermessen – die Wissenschaft mit ihren Prinzipien konnte sich gegen eine aus dem Ruder gelaufene Machtpolitik behaupten. In diesem brisanten Buch geht es um mehr als nur die Guttenberg-Affäre: warum der ehemalige Verteidigungsminister den Plagiatsskandal nicht überstehen konnte und was dies für Politik, Gesellschaft und Wissenschaft bedeutet.
Ein spannendes und notwendiges Buch, das zeigt, woran künftig nicht nur politische Führungskräfte gemessen werden, geschrieben von den beiden Journalisten, die den Stein ins Rollen gebracht haben.

Klappentext: Eine rachsüchtige Frau, die sich nach ihrem Platz im Paradies sehnt …
Im Irak rettet eine Krankenschwester, die ihren Mann und Sohn bei einem brutalen Angriff verloren hat, einen amerikanischen LKW-Fahrer. Sie glaubt, dass er ihr helfen kann, den Tod an ihrer Familie zu rächen, und folgt ihm in die Vereinigten Staaten.

Eine schmerzgeplagte Mutter auf der verzweifelten Suche nach ihrem Kind …
In Kalifornien will eine Mutter ihr Kind von der Schule abholen und muss erfahren, dass ihr Ehemann mit dem Sohn spurlos verschwunden ist.

Ein Detective, der sich rehabilitieren muss …
In den Rocky Mountains rettet ein Polizist außer Dienst ein kleines Mädchen aus einem reißenden Fluss. Nur Minuten später flüstert sie ihre letzten Worte in seinen Armen und stirbt. Von diesem Ereignis verfolgt, beginnt er eine Untersuchung, die ihn zu einer Schule in Montana führt, wo bereits die Zeit läuft für ein Ereignis, das Geschichte schreiben wird …

Klappentext: Tante Martha liebt geknüpfte Deckchen, kitschige Malerei – und sie ist eine Despotin. Das bekommt auch die Familie ihrer Nichte zu spüren, als sie plötzlich zwischen den Kindern auf der Rückbank des Kombis sitzt: kariertes Reisekostüm, Koffer auf dem Schoß, mit Regenschirm bewaffnet. Selbstverständlich kommt sie mit in den Schottlandurlaub. Tante Martha zockt Truckfahrer beim Kartenspiel ab, bringt die Familie im Castle eines Liebhabers unter und entpuppt sich als Whisky-Expertin. Und Martha hat noch mehr Trümpfe im Ärmel.

# 9 # Rezension zu "Der Engelmörder" von Erica Spindler

Erica Spindler

Der Engelmörder

Erschienen: 2007
Verlag: Mira Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 512
Preis € (D) 7,95 | € (A) 8,20 | SFR 11,90
ISBN: 978-3-89941-347-2

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Klappentext: Kitt Lundgren hat eine schwere Zeit hinter sich, als ihr nach fünf Jahren die Dienstmarke zurückgegeben wird: Eine unaufgeklärte Mordserie an jungen Mädchen hatte die Polizistin an den Rand ihrer psychischen Belastbarkeit gebracht. Der Alkohol trieb sie an den sozialen Abgrund. Kaum aber hat sie ihr Leben wieder im Griff - da beginnt das Grauen von neuem. Kitts ambitionierte Kollegin glaubt an die Rückkehr des Killers, Kitt dagegen ist überzeugt, dass jemand anderes seine blutigen Verbrechen nachahmt. Aber wer? Und warum? Erneut wird Kitt auf eine harte Probe gestellt und verfolgt bei ihren Ermittlungen eine Spur, die näher an ihr eigenes Leben heranführt, als sie es sich in ihren dunkelsten Albträumen vorgestellt hat.

Meine Meinung: Schauplatz des Thrillers „Der Engelmörder“ ist Rockford in Illinois. Kitt Lindgren und ihre neue Partnerin Mary Catherine Riggio, kurz M.C. sind dabei, einen Kindermörder zu fassen, der schon vor Jahren sein Unwesen trieb und den sie nie fassen konnten. Jetzt bietet sich eine neue Chance, obwohl die Umstände, die dazu führten mehr als tragisch sind. Der Engelmörder hat wieder zugeschlagen und die Detectivs treten, was ihre Ermittlungen betreffen, noch immer auf der Stelle. Viele Spuren verfolgen Kitt und M.C., verdächtigen sogar Kitts Exmann und trotzdem kommen sie dem Mörder kein Stück näher.
Als sich jedoch eine Verbindung zu einer anderen Mordserie auftut, spüren die beiden Frauen zum ersten Mal Hoffnung. Ob sie jedoch rechtzeitig den Mörder entlarven können, bevor er erneut zuschlägt, bleibt abzuwarten. 

Erica Spindler ist wirklich eine begnadete Erzählerin, doch leider lässt sich nicht nachvollziehen, warum ihre Einstiege in die Handlungen so schwierig, verwirrend und langatmig sind. Sie kann spannend und fesselnd schreiben, doch dafür muss der Leser erst einmal einen ganzen Teil an Buchseiten hinter sich bringen. Ist man an diesem Punkt angelangt, an dem sich der Spannungsbogen aufbaut, bringt man es nicht mehr fertig, das Buch aus der Hand zu legen. Selbst die angenehmen kurzen Kapitel verleiten einen immer wieder dazu, weiter zu lesen und sich so von Kapitel zu Kapitel vorzuarbeiten.
Zudem ist Erica Spindler eine Meisterin des Verwirrspiels. Auch hier schafft sie es wieder den Leser so in die Irre zu führen, dass man hinter jedem Protagonisten den potentiellen Mörder vermutet.
Ihre Figuren und Charaktere sind auch im „Engelmörder“ wieder klar und detailliert beschrieben und wirken sehr authentisch. Hinter jeder Figur verbirgt sich eine Geschichte, die dem Leser hilft, die jeweilige Person charakterlich einzuordnen.
„Der Engelmörder“ endet mit einem Cliffhänger und so bleibt nur abzuwarten, wie die Geschichte im „Stoßgebet“ sich fortsetzen wird.

Fazit: Eigentlich ist „Der Engelmörder“ ein richtig spannender Thriller, wenn nicht die anfänglichen Längen wären, die den Lesegenuss dadurch unheimlich schmälern.

Meine Bewertung:


Donnerstag, 12. Januar 2012

# 8 # Rezension zu "Im Schatten der Götter" von Sidney Sheldon

Sidney Sheldon

Im Schatten der Götter

Erschienen: 1987
Verlag: Goldmann
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Politthriller
Seiten: 384
Preis € - nur noch gebraucht zu erwerben
ISBN:

Klappentext: Sie ist voller Ideale. Mary Ashley, Amerikas neue Botschafterin hinter dem Eisernen Vorhang, kämpft für eine friedliche Welt. Doch sie stört das teuflische Spiel der Drahtzieher des internationalen Terrorismus. Ein Killer ist schon unterwegs.

Meine Meinung: Mary Ashley, die junge Professorin für Politikwissenschaften wird ganz unerwartet zur Botschafterin Amerikas in Rumänien. Als eine sehr engagierte Frau ist sie gewillt ihren neuen Job sehr ernst zu nehmen und macht es sich zu ihrer Aufgabe zwischen den Mächten des Ostens und des Westens zu vermitteln. Doch der Plan der Supermächtigen von Wirtschaft und Politik sieht etwas ganz anderes vor. Ihre Prioritäten stimmen nicht mit denen von Mary Ashleys überein. Dass die Ideen von Mary keinen Zuspruch finden, merkt sie spätestens dann, als ihr Ehemann getötet wird. Auf der Suche nach dem Mörder gerät sie selbst ins Visier der mächtigen Kräfte und versucht sich und ihre Kinder vor diesen unberechenbaren Feinden zu schützen und in Sicherheit zu bringen.

Sidney Sheldon hat sich mit dem Politthriller "Im Schatten der Götter" auf ein ungewohntes Terrain begeben. Seine Geschichte spielt noch zu Zeiten des Kalten Krieges, vor dem Mauerfall in den 80er Jahren. Er erzählt wie der neugewählte Präsident der USA einen neuen Weg der Ostpolitik einschlagen will und dabei auf unüberwindbare Hindernisse der Wirtschaft und Politik stößt. Er schildert, wie Komplotte geschmiedet und ausgeführt werden und wie so mancher der unbequem zu sein scheint, kurz und schmerzlos ausgeschaltet wird.
Sheldon fasziniert wie immer mit seinem fesselnden Schreibstil, auch wenn die Story schwere Kost und nicht ganz einfach zu verstehen ist. Er beschreibt, wie besessene Diplomaten um ihren Status ringen, den sie auf keinem Fall aufgeben wollen, wie die mächtigen Bosse der Wirtschaft die Politiker von höchstem Rang unter Druck setzen um an ihre Ziele zu kommen. Opfer spielen dabei keine Rolle.

Sidney Sheldon, der 2007 kurz vor seinem 90. Geburtstag verstorben ist, begeistert mich noch immer mit seinen Werken, auch wenn dieses hier schon fast 25 Jahre alt ist und zum Teil historischen Charakter besitzt.

Meine Bewertung:

Dienstag, 10. Januar 2012

# 7 # Rezension zu "Tote Stille" von Erica Spindler

Erica Spindler

Tote Stille

Erschienen: 15.12.2009
Verlag: Mira Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 464
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-89941-675-6

Klappentext: Gerade erst hat ein Hurrikan die Stadt verwüstet, da macht die Polizei von New Orleans eine grausige Entdeckung: In einem alten Kühlschrank liegen sechs rechte Frauenhände. Wer hat die kranke Tat begangen? Alles weist auf den Handyman hin: ein Serienkiller, der auch Captain Patti O’Shays Ehemann auf dem Gewissen hat. Ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Patti muss dem Wahnsinnigen das Handwerk legen, ehe sie sein nächstes Opfer wird...

Meine Meinung: Obwohl es schon eine Weile her ist, als der Hurrikan Katrina durch den Großraum von New Orleans gewütet hat, trauen sich noch immer nicht alle Einwohner in ihre Häuser zurück. Auf dem völlig zerstörten Grundstück am Audubon Place wird der Captain des New Orleans Police Departments Sammy O´Shay gefunden. Doch er ist nicht wie vermutet Opfer des Hurrikans geworden, sondern eines Verbrechens. Er wurde mit zwei tödlichen Kugeln erschossen. Nichts deutet auf eine Spur hin und so verlaufen die Untersuchungen und Ermittlungen im Sande.
Doch das Leben nach Katrina geht weiter. Ein Aufräumtrupp ist damit beschäftigt, alle Kühlschränke, die die Anwohner nach Wochen und Monaten ohne Stromversorgung und mit vergammelten Lebensmitteln auf die Straße geräumt haben, fachgerecht zu entsorgen. Als in einem Kühlschrank ein Beutel mit 6 verwesten Frauenhänden gefunden wird, stehen die Detectivs des NOPD vor einem erneuten Rätsel, das scheinbar nicht gelöst werden kann.
Zwei Jahre später wird eine Frauenleiche in einem Park von New Orleans gefunden, an deren Körper die rechte Hand fehlt. Außerdem liegt die Plakette des PD Sammy O`Shay unter dem Leichnam. Zum ersten Mal scheint es eine Spur zu geben, die auf den „Handyman“, der von der Presse so getauft worden ist, hinweist. Wenige Zeit später, als bei einer Polizeikontrolle die mutmaßliche Tatwaffe, mit der auf O´Shay geschossen worden ist, gefunden wird, kommt die Sache ins Rollen.

Tote Stille ist die 3. Folge der Serie mit Detectiv Stacy Killian, die inzwischen beim NOPD ihren Dienst angetreten hat. Zudem scheint Stacy auch ihr Liebesglück gefunden zu haben, denn sie lebt nicht mehr allein. Ihr Partner und Lebensgefährte, der gutaussehende Spencer Melone, teilt sich mit ihr Bett und Wohnung.
Erica Spindler hat mit „Tote Stille“ wieder einen recht spannenden Thriller präsentiert. Doch es gibt ein großes Aber. Denn der Einstieg in die Handlung ist sehr langatmig und sehr unspektakulär, teilweise war ich schon geneigt, das Buch zur Seite zu legen. Hat man jedoch das erste Drittel dann endlich geschafft, beginnt die Handlung Tempo aufzunehmen. Von da an löst ein Thrill den nächsten ab und lässt keine Zeit zum Luftholen.
Der Plot wird aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt, sodass durch die abwechselnden Handlungen die nötige Spannung aufkommt. Besonders hervorzuheben ist ihre Auflösung des Falls und somit die Findung des Mörders. Denn hier zeigt die Autorin was in ihr steckt. Immer wieder besticht sie durch die überraschenden Wendungen und man ist sich nie sicher, wer nun der Mörder sein könnte.
Ihre Figuren und Charaktere überzeugen und sind gut dargestellt, auch wenn der ganze Familienclan, der beim NOPD beschäftigt ist und auch sonst in den ganzen Handlungen verstrickt ist, mitunter nicht nachvollziehbar ist.
Erica Spindler hat einen flüssigen und fesselnden Schreibstil, allerdings sollte sie sich auf die wesentlichen Dinge ihres Thrillers beschränken. Der langatmige Einstieg in die Handlung, den ich nicht nur bei „Tote Stille“ sondern auch in anderen Büchern von ihr schon feststellen musste, reduziert den Lesegenuss.
Ein dickes Lob gewährt mal wieder dem Mira-Taschenbuch Verlag, der mit einem wunderschönen und schlichten Cover, einer angenehmen Schriftgröße und Schriftbild und mit einem kleinen Preis für ein gutes Werk besticht.

Meine Bewertung:

Sonntag, 8. Januar 2012

# 6 # Rezension zu "Der Prinzessinnenmörder" von Andreas Föhr

Andreas Föhr

Der Prinzessinnenmörder

Erschienen: 2009
Verlag: Knaur Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch - Softcover
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 377
Preis € (D) 12,95
ISBN: 978-3-426-66397-4

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Klappentext: An einem eisigen Januarmorgen wird im zugefrorenen oberbayerischen Spitzingsee die Leiche eines 15-jährigen Mädchens gefunden. Kurioses Detail: Sie wurde durch einen Stich mitten ins Herz getötet und trägt ein goldenes Brokatkleid. Als man im Mund des Opfers eine Plakette mit einer eingravierten Eins findet, ahnen Kommissar Wallner und sein ewig grantelnder Kollege, Polizeiobermeister Kreuthner, dass dies nur der Anfang einer grauenvollen Mordserie ist …

Meine Meinung: Es ist Januar. Kalt. Ausgerechnet Kreuthner findet bei einem Check am Spitzingsee die Leiche eines jungen Mädchens, das in einem goldenen Brokatkleid gekleidet ist. Während der ersten Inaugenscheinnahme der Leiche findet man eine eigenartige Plakette, die der Mörder in ihrem Mund unter der Zunge platziert hat. Darauf steht die Zahl 1. Kommissar Wallner vermutet Schlimmstes, hofft aber nicht, dass das der Beginn einer Mordserie sein soll. Doch wenig später wird die zweite Leiche eines Mädchens, die ebenfalls mit einem goldenen Brokatkleid gekleidet ist, gefunden. Die Ermittlungen steuern Wallner in verschiedene Richtungen, nichts lässt er außer acht. Auch die inzwischen gegründete SOKO kommt dem Mörder, den sie zwischenzeitlich als „Prinzessinnenmörder“ bezeichnet haben, nur unwesentlich nahe. Als Wallner dann doch eine heiße Spur verfolgt, geschieht das Unfassbare.

„Der Prinzessinnenmörder“ ist der Debütroman von Andreas Föhr, mit dem er 2009 fulminant in die Welt der Krimiautoren gestartet ist. Seine Geschichte spielt in dem beschaulichen oberbayerischen Miesbach unweit von München. Seine Protagonisten verkörpern zum größten Teil den Mythos Oberbayern und demzufolge wundert es auch keinen, wenn immer wieder Dialekte in oberbayerischer Mundart zu lesen sind.
Föhr beginnt seinen Plot recht rasant, der auch versucht ist, dieses Tempo zu halten. Abgesehen von einigen kleinen Längen, gelingt ihm das zu genüge. Seinen Plot hat er auf zwei Handlungssträngen aufgebaut, die sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit des Mörders spielen. Dadurch wird dem Leser auch schon frühzeitig bewusst, um wen es sich bei dem Prinzessinnenmörder handelt und welche Beweggründe seine Mordserie hat. Trotzdem ist der Plot nicht langweilig. Der Autor schafft es immer wieder durch gekonnte Überraschungseffekte den Leser bei der Stange zu halten.
Mit seinen Protagonisten, dem Kommissar Wallner und dem Polizeiobermeister Kreuthner hat der Autor ein ungleiches Ermittlerduo, das zwar nicht unmittelbar zusammenarbeitet aber doch viele Verbindungen zueinander hat, geschaffen. Dem dienstbeflissenen und korrekten Wallner steht der kuriose und deppische  Kreuthner gegenüber. Doch diesen Gegensatz nutzt Föhr aus, um die Handlung nicht auf eine so ernste Basis zu setzen. Kleine lustige Episoden, die doch hin und wieder mal zum Schmunzeln führen, werten die Geschichte auf.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und spannend. Das Cover zeigt zwar keine Verbindung zum Inhalt des Buches, dafür finde ich aber die Schriftgröße und das Schriftbild sehr leserfreundlich.

Fazit: Da ich bereits schon den 3. Fall des Erfolgsautors Andreas Föhr „Karwoche“ gelesen habe, war ich etwas skeptisch, was mich in dem ersten Krimi erwarten würde. Doch auch „Der Prinzessinnenmörder“ hat mich sehr positiv überrascht.


Meine Bewertung:

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