Montag, 14. Mai 2012

# 75 # Rezension zu "Sterbestunde" von Michael Hübner


Michael Hübner

Sterbestunde

Erscheint am: 15.05.2012
Verlag: Goldmann
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 448
Preis € (D) 8,99 | € (A) 9,30 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-442-47418-9

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Klappentext. Ein Menschenleben bedeutet ihnen nichts...
Wegen eines Autounfalls, bei dem ein Pfleger getötet wurde, gerät ein Altenheim ins Visier der Koblenzer Polizei. Kommissar Sven Becker, der die Ermittlungen leitet, stößt auf ein weiteres brisantes Detail: Die Blutprobe einer verstorbenen Heimbewohnerin enthält rätselhafte, HIV-resistente Zellen. Noch bevor der Heimdirektor dafür zur Rechenschaft gezogen werden kann, ist er verschwunden. Und Becker bekommt es mit skrupellosen Gegnern zu tun, denen ein Menschenleben nicht das Geringste bedeutet …

Meine Meinung: Michael Hübner hat mit seinem Debütroman „Stigma“ die Messlatte ziemlich hoch gelegt, denn sein Erstlingswerk war ein absolutes Meisterwerk. Umso höher war meine Erwartungshaltung, was den neuen Thriller „Sterbestunde“ betraf.
Was soll ich sagen? Michael Hübner hat auch mit seinem zweiten Werk voll überzeugt. Sein Thriller hat mich von Beginn an in einen Sog gezogen, der nie abzureißen drohte. Und so war es mir wirklich erst mit der letzten gelesenen Seite und dem Zuklappen des Buches möglich gewesen, dieses aus der Hand zu legen.
Aber was hat mich so begeistert?
Seine Story hat Hübner nicht nur genial erzählt, sie ist auch hochgradig spannend. Der Autor beginnt seine Geschichte mit einem Rückblick und erzählt, was vor zwei Jahren in einer Scheune eines abgelegenen Bauernhofes passiert ist. Seinerzeit hat Sven Becker, Kommissar bei der Mordkommission in Koblenz, den stark verwesten Leichnam des damals verdächtigen Kindermörders Edmund Heibel, an der Decke baumelnd vorgefunden. Das alles wäre nicht so schlimm, wäre er einst seinem Instinkt gefolgt und hätte seine Ermittlungen in die richtige Richtung gelenkt. Nun scheint ihn die Geschichte in der Gegenwart wieder einzuholen. Was ganz unverblümt mit einem Autounfall und Fahrerflucht begann, endet schließlich in einem Desaster mit einigen Toten. Und alle Toten scheinen etwas mit dem ersten vermeintlichen Unfallopfer gemein zu haben. Denn der junge Zivildienstleistende Erik Jensen arbeitete, genau wie seine folgenden Opfer, im Senioren- und Pflegeheimheim Waldesruh. Und dort scheinen nicht nur Sven Becker und sein Partner Dennis Bergmann hinter das rätselhafte Geheimnis des Heimes gelangen zu wollen sondern auch der unbeliebte Journalist Walter Koschny.
Die Ermittlungen zu den ungewöhnlichen Todesfällen der Heimangestellten und der Patientin hinterlassen nicht nur bei Sven Kopfschmerzen, der zudem durch seine angespannte und in der Krise steckende Ehe, unausgeglichen und gereizt wirkt. Als schließlich ein weiterer Zwischenfall mit Todesfolge geschieht, sieht Becker nur noch Rot und dreht völlig durch.

Michael Hübner hat es verstanden, seinen spannungsgeladenen Plot auf höchstem Niveau zu halten. Ohne Pausen wird der Leser von einem Schauplatz zum nächsten katapultiert. Während der gesamten Zeit spürte ich nicht einen Moment der Langenweile aufkommen. Das Wort „Längen“ scheint der Autor nicht zu kennen. Überzeugend hat er seine Protagonisten dargestellt, in die man sich aufgrund seiner ausgezeichneten charakterlichen Beschreibung sehr gut hinein versetzen kann. Was mich allerdings total überrascht hat, war, dass es Hübner sogar schafft, bei der Aufklärung der ganzen Verbrechensfälle humoristische Einlagen zu präsentieren ohne dass die Ernsthaftigkeit der Handlung dabei verloren geht.
Bei der Aufklärung der Mordfälle lässt Hübner nichts unversucht um den Leser zu verwirren. Obwohl die Hintergründe der Taten sich dann allmählich zu einem klaren Bild formten und die Machenschaften zwischen Politik, Wirtschaft und Staatsgewalt immer offensichtlicher wurden, blieb die Spannung nicht auf der Strecke.
Was ich irgendwie zu Beginn der Handlung erahnt habe, dass sich die Feindschaft zwischen dem Ermittler Sven Becker und dem Journalisten Walter Koschny noch zu einer Freundschaft ändern würde, hat mir in der Darstellung sehr gut gefallen. Auch die kleinen eingebauten Klischees, wie bröckelnde Polizistenbeziehung oder die Trinkereien fand ich nicht ganz so schlimm. Im Gegenteil, irgendwie gehören sie dazu um der Handlung Glaubwürdigkeit einhauchen zu können.

Fazit: „Sterbestunde“ ist ein Thriller, wie er sein muss. Spannend, packend, fesselnd. Mit jeder Zeile, die Hübner zu Papier gebracht hat, steckt die Leidenschaft eines sprachlich begabten Schriftstellers dahinter, dessen Buch unbedingt auf die Bestsellerliste gehören sollte.

Der Autor:  Michael Hübner
Michael Hübner, Jahrgang 1968, arbeitete als Keramiker, Logistiker und freiberuflicher Webdesigner, bevor er das Schreiben für sich entdeckte. Sein erster Thriller, »Stigma«, war ein großer Lesererfolg und wurde in zahlreichen Foren und Blogs gelobt. Hübners zweite Leidenschaft gilt der Fotografie und dem digitalen Bearbeiten von Bildern. Er lebt mit seiner Frau und drei Töchtern in der Nähe von Koblenz.

Weitere Informationen zum Autor und seinen Büchern unter:
www.michaelhuebner.de


Meine Bewertung:

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich
beim Verlag: Goldmann

für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares
bedanken

Sonntag, 13. Mai 2012

# 74 # Rezension zu "Desire" von Lisa Jackson - Band 7 der New-Orleans-Reihe


Lisa Jackson

Desire
Die Zeit der Rache ist gekommen

Erschienen am: 02.05.2012
Verlag: Knaur/Droemer
Ausgabeart: Klappenbroschur
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller / Romantik & Leidenschaft
Seiten: 560
Preis € (D) 14,99
ISBN: 978-3-426-65281-7

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Klappentext: Der Anblick des Tatorts ist verstörend – selbst für erfahrene Detectivs wie Rick Bentz und Reuben Montoya. In der Kirche St. Marguerite ist eine Nonne, bekleidet mit einem vergilbten Brautkleid, erdrosselt worden. Die Tatwaffe: ein Rosenkranz. Die Obduktion ergibt, dass Schwester Camille schwanger war. Schon wenige Tage später stirbt eine weitere Nonne. Auch sie hütete ein Geheimnis. Eine Mordserie, die Detective Bentz an den Rosenkranzmörder erinnert, den er vor zehn Jahren erschossen hatte ...

Meine Meinung: Lisa Jackson lässt inzwischen zum siebten Mal ihr Ermittlerduo Rick Bentz und Reuben Montoya vom New Orleans Police Department in einem verzwickten Mordfall ermitteln. Was zunächst noch wie ein einzelnes Verbrechen aussieht, entpuppt sich schnell zu einem Fall eines Serienmörders. Und aller Befürchtung nach scheint kein anderer als der Rosenkranzmörder in der Sache involviert zu sein. Glaubten Bentz und Montoya noch, dass Vater John, der vor 10 Jahren als Rosenkranzmörder die Schlagzeilen der Presse titulierte, getötet worden sei, werden sie nach dem dritten gefundenen Leichnam einer rothaarigen Prostituierten eines Besseren belehrt. Obwohl die beiden vorausgegangenen Opfer so gar nicht in das Profil des Rosenkranzmörders zu passen scheinen, deuten viele Spuren darauf hin. Camille die junge Novizin aus dem St.-Marguerite-Kloster, die als erstes Opfer in einem völlig vergilbten Brautkleid vor dem Altar erdrosselt vorgefunden worden ist, scheint nicht die Heilige gewesen zu sein, die sie vorgegeben hat.
In einer atemberaubenden Ermittlungsaktion, die zunächst keinerlei Erfolge bei Bentz und Montoya aufweisen, führen die Spuren in viele Richtungen. Nur die hinterbliebene Schwester von Camille, Valerie, scheint so nach und nach hinter die Geheimnisse ihrer Schwester und auch dem Kloster zu gelangen. Dass Valerie schließlich auch noch in das Visier des Mörders gerät, ist kaum noch auszuschließen.

Detective Reuben Montoya bekommt dieses Mal allerhand zu tun. Obendrein scheint er noch mit jeder Nonne, die tot aufgefunden wird, in Verbindung gestanden zu haben. Auch sein Familienleben fordert von ihm Höchstleistung. Als junger Vater eines drei Monate alten Sohnes, macht Abby ihm immer wieder Vorwürfe bezüglich seiner langen Arbeitszeiten. Doch allem zum Trotz, das Liebesleben der Beiden funktioniert und so lässt Lisa Jackson den Leser auch umfassend daran teilhaben.
Aber auch Detective Rick Bentz hat es nicht einfach. Auch er ist inzwischen Vater einer acht Monate alten Tochter. Die Koliken seiner Tochter fordern auch bei ihm seinen Tribut. Unausgeschlafen versucht er trotzdem alles zu geben. Die unkonventionellen Ermittlungsmethoden von Bentz und Montoya überzeugen und lassen auch hin und wieder einen kleinen Schmunzler zu. Jackson beschreibt deren Methoden sehr treffend, denn Bentz ist ein Detectiv, der die Regeln großzügig auslegt, Montoya jedoch ist ein Detectiv, der die Regeln bricht.
Der Fokus der Story liegt jedoch in „Desire“ eindeutig bei Detective Montoya.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und fasziniert besonders in der Darstellung des Mörders, dessen Handlung in der Ich-Perspektive erzählt wird. Aber auch die übrigen Figuren überzeugen.
Zudem schafft es Lisa Jackson ihren Leser durch ein Labyrinth von Verwirrungen zu schicken, ohne dass man ein Gespür für den wahren Mörder erhält. Die Auflösung des Falls erfolgt relativ spät und sehr überraschend.
Und so spart die Autorin in ihrem Plot kaum mit Spannung. Immer wieder erreicht der Spannungsbogen seine Höchstgrenzen um dann nach einer kleinen Ruhephase die Spannung erneut ansteigen zu lassen. Der Schreibstil der Autorin ist wie eh und je leicht und flüssig und lässt auf Kommendes hoffen. Denn ihren Plot lässt sie raffinierter weise mit einem Cliffhänger enden.

Fazit: Lisa Jackson hat mich auch wieder mit ihrem 7.Fall „Desire“ voll überzeugt. Für Leser, denen die Vorgängerbücher unbekannt sind, ist es kein Problem, schnell in die Story einzufinden, jedoch sollten die Vorgängerfälle unbedingt zur Pflichtlektüre werden.

Meine Bewertung:

An dieser Stelle möchte ich mich beim


für die
Bereitstellung des
Rezensionsexemplares bedanken.

Samstag, 12. Mai 2012

# 73 # Rezension zu "Das Geflecht" von Andreas Laudan


Andreas Laudan

Das Geflecht

Erschienen am: 02.05.2012
Verlag: rororo
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Thriller
Seiten: 368
Preis € (D) 9,99 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-499-25848-0

Leseprobe      Bei rororo/Amazon kaufen

Klappentext: Ein stillgelegtes Bergwerk: für Justin und seine Freunde der perfekte Ort, eine verbotene Party zu feiern. Was als Spaß begann, endet in einem Alptraum: zwei der jungen Draufgänger stürzen in einen tiefen, engen Schacht.
Nur eine Frau kann sie retten: Tia Traveen ist Höhlenforscherin, eine der besten - und sie ist blind. Doch kaum hat sie sich in die Tiefe abgeseilt, stürzt hinter ihr der Schachteingang ein.
In dem finsteren Labyrinth beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn dort unten wächst etwas Tödliches. Und irgendjemand setzt alles daran, dass keiner überlebt, um davon zu erzählen. 

Meine Meinung: Der Schulabschluss ist geschafft. Um das zu feiern, bedarf es etwas Besonderes. Justin hat die geniale Idee und nimmt seine Freunde Finn, Laura und Dana mit in das stillgelegte Bergwerk. In mehr als 60 Metern Tiefe feiern sie mit allem, was es gibt, Alkohol und auch Drogen. Die kleine Schlummerparty wird schließlich zu einem Desaster, nachdem Finn und Dana versuchen ihre Blase zu entleeren und in einen weiteren tiefen Schacht fallen. Ohne Hilfe können sich die Beiden nicht befreien, aber auch Justin und Laura können nicht helfen. Justin informiert seinen Vater und er engagiert die bekannte und blinde Höhlenforscherin Tia Traveen für deren Rettung, die sich gerade in der Umgebung aufhält. Tia ist nicht nur Höhlenforscherin, sie hat sich auch durch eine spektakuläre Rettungsaktion unter Tage einen Namen gemacht. Justins Vater setzt alle Hoffnung in Tia und ihrem besten Freund Leon, die die Beiden retten wollen. Doch als sie die Beiden erreichen, werden sie von einem furchtbaren Szenario erschüttert.

Andreas Laudan hat es geschafft, mit seinem Werk „Das Geflecht“ einen Thriller zu präsentieren, der ohne blutrünstige Szenen auskommt und trotzdem jede Menge Action in sich verbirgt. Von Beginn an fesselt der Autor mit seinem flüssigen und packenden Schreibstil. Die Spannung hat er von der ersten bis zur letzten Seite auf hohem Niveau gehalten. Obwohl der Plot meiner Meinung nach etwas aus einer Mischung zwischen einem Jugendroman, einem Thriller und Science Fiction hat, spürt man zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen.
Der Autor kommt mit relativ wenigen Protagonisten aus, die jedoch alle überzeugend wirken. Dadurch fühlt sich die Handlung auch nicht zu überladen an und es ermöglicht dem Leser sich schnell einzufinden. Die Gefahr, der sich die Jugendlichen ausgesetzt haben, bringt die nötige Spannung mit sich, ebenso der Kampf um das Überleben und dem Geflecht, das sich in dem Bergwerk befindet. Dass schließlich die blinde Höhlenforscherin Tia Traveen auf ein weiteres Mysterium stößt, war schon fast zu erwarten.
Interessant und sehr lehrreich fand ich die Erläuterungen zu den verschiedenen biologischen und wissenschaftlichen Begriffen, die sich geschmeidig in den Plot eingefügt haben ohne dass man das Gefühl hatte, ein Lexikon zu lesen.
Alles in allem war das Buch, das ich eher in die Rubrik Jugendroman einordnen würde, ein interessantes und aufschlussreiches Werk, das ich uneingeschränkt zum Lesen empfehlen kann.

Meine Bewertung:
 
An dieser Stelle möchte ich mich
ganz herzlich beim
Verlag: rororo

für die Bereitstellung des
Rezensionsexemplares
bedanken.

Freitag, 11. Mai 2012

# 72 # Rezension zu "Nathalie küsst" von David Foenkinos


David Foenkinos

Nathalie küsst

Erschienen am: 08.12.2011
Verlag: C.H.Beck
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Roman/Erzählung
Seiten: 239
Preis € (D) 16,95
ISBN: 978-3-406-62162-8

Klappentext: Nathalie und François sind ein Paar wie aus dem Märchenbuch, mit Feingefühl und Geschmack. Doch eines Tages kommt François nicht vom Joggen zurück, eine Blumenhändlerin überfährt ihn. Die schöne Nathalie muss fortan allein durchs Leben gehen, sich der Neugier der Kollegen und der Avancen ihres Chefs Charles in der schwedischen Firma, in der sie als leitende Angestellte arbeitsbesessen über der Akte 114 brütet, erwehren. Als der unscheinbare Quotenschwede Markus ihr Büro betritt, packt sie ihn unvermittelt und küsst ihn. Markus, konsterniert, geht aufs Ganze, eine Liebesgeschichte beginnt, wie sie purer, zärtlicher und empfindsamer nicht sein kann. Während in der Firma die Gerüchteküche brodelt und Charles zu brutalen Maßnahmen greift, begeben sich Nathalie und Markus auf die Flucht in den Garten der Großmutter, zurück zu den Ursprüngen von Kindheit und der gemeinsamen Lieblingssüßigkeit PEZ – und lassen sich von der Liebe überraschen. Voller Anspielungen mit hohem Wiedererkennungswert für alle Fans schreibt Foenkinos hier seine bisher schönste Liebesgeschichte.

Meine Meinung: Ich muss zugeben, dass meine Vorstellungen von einem Liebesroman eine etwas andere war, als die, die ich hier gelesen habe. Etwas abgehakt, begleitet von unromantischen Szenen, habe ich mich durch den Plot gearbeitet. Schon von Beginn an verspürte ich leider nur den Eindruck, dass der Autor seinen Gedankensalat über das Kennenlernen von Mann und Frau und deren Beziehung niederschrieb. Zudem erschien mir der Schreibstil, der vorwiegend in der 3.Person verfasst wurde, gewöhnungsbedürftig und sehr unpersönlich. Das Einflechten von Aphorismen, Sprüchen, Rezepten, Fußballergebnissen und vielen mehr sorgte bei mir noch zu einer viel größeren Verwirrung. Sicherlich ist es sehr interessant zu wissen, dass die Entfernung zwischen Paris und Moskau 2.478 km beträgt. Doch warum bekommt dieser Hinweis in einem offensichtlichen Liebesroman ein eigenes Kapitel eingeräumt ohne dass es dazu einen Bezug zum Inhalt des Romanes gibt? Schließlich fand ich diese Einlagen im Verlauf des Buches wesentlich interessanter als die eigentliche Handlung.
Da ich glaube, dass dieses Buch die Leser sehr polarisieren wird und die Betrachtungs- und Empfindungsweise genauso subjektiv sein wird, möchte ich an dieser Stelle meinen persönlichen Eindruck über dieses Buch beenden.
Ich danke dem Verlag C.H. Beck für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, mit der er mir ermöglicht hat, diese neue Erfahrung über ein derartiges Buch wie „Nathalie küsst“ gemacht haben zu dürfen. 

Meine Bewertung:

Vielen Dank dem Verlag: C.H. Beck

für die Bereitstellung des
Rezensionsexemplares

Mittwoch, 9. Mai 2012

# 71 # Rezension zu "Der 3.Grad" von James Patterson - Band 3 der Club der Ermittlerinnen

James Patterson

Der 3. Grad

Erschienen am: 11.06.2007
Verlag: Blanvalet
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 288
Preis € (D) 7,95 | € (A) 8,20 | SFR 11,90
ISBN: 978-3-442-36921-8

Klappentext: Mitten in San Francisco geht ein Wohnhaus in Flammen auf. Menschen sterben, ein Baby wird vermisst. Es ist der Anfang einer schrecklichen Terrorserie.
Detective Lindsay Boxer und der Club der Ermittlerinnen nehmen die Spur des wahnsinnigen Killers auf - und ahnen nicht, dass sie direkt in ihre Mitte führt … Der dritte Fall für Lindsay Boxer, den einzigen weiblichen Detective bei der Mordkommission von San Francisco, und ihre Freundinnen vom Club der Ermittlerinnen: raffiniert, unvorhersehbar und so spannend wie nie zuvor.

Meine Meinung: Mehrere Attentate mit vielen Toten erschüttern die Bürger von San Francisco. Abgesehen hat es der oder die Mörder auf die Reichen und Mächtigen. Die Vorgehensweise und Absichten scheinen zu Beginn der Handlung erst einmal im Unklaren zu liegen. Doch Lindsay Boxer, Lieutenant der Mordkommission kommt zusammen mit ihren Freundinnen, dem Club der Ermittlerinnen, der Sache auf den Grund.

Von James Patterson habe ich noch nicht all zu viel gelesen. Der 3.Grad, ist die dritte Folge über den Club der Ermittlerinnen und mein 4.Buch, welches ich von diesem Autor gelesen habe.
Die Handlung ist eigentlich viel zu komplex um sie in knapp 290 Seiten abarbeiten zu können. Dafür gibt es meiner Meinung nach zu viele Tote in dem Plot. Auf die Spur der Verbrecher gelangt natürlich wieder nur der Club der Ermittlerinnen und natürlich wieder eher zufällig.
Dass sich in Zeiten des Terrorismus, gerade nach dem 11.09.2001, sich nur ein paar Ermittler der Mordkommission und 2 FBI-Agenten an die Klärung der Attentate auf die Mächtigen von Wirtschaft und Politik beteiligen und ermitteln ist schon recht unglaubwürdig, noch dazu wenn man wieder ganz zufällig auf die Motive und den Verbrecher stößt.

Fazit: Bewertungen sind ja immer subjektiv. Der Eine findet vielleicht ein Buch gut, der Andere hingegen ist enttäuscht. Der 3.Grad konnte mich leider nicht wirklich überzeugen.

Meine Bewertung:


Montag, 7. Mai 2012

# 10 # Neues für das Bücherregal

Neues Lesefutter ist wieder für mein Bücherregal eingetroffen und wartet darauf, verschlungen zu werden.

Klappentext: Nathalie und François sind ein Paar wie aus dem Märchenbuch, mit Feingefühl und Geschmack. Doch eines Tages kommt François nicht vom Joggen zurück, eine Blumenhändlerin überfährt ihn. Die schöne Nathalie muss fortan allein durchs Leben gehen, sich der Neugier der Kollegen und der Avancen ihres Chefs Charles in der schwedischen Firma, in der sie als leitende Angestellte arbeitsbesessen über der Akte 114 brütet, erwehren. Als der unscheinbare Quotenschwede Markus ihr Büro betritt, packt sie ihn unvermittelt und küsst ihn. Markus, konsterniert, geht aufs Ganze, eine Liebesgeschichte beginnt, wie sie purer, zärtlicher und empfindsamer nicht sein kann. Während in der Firma die Gerüchteküche brodelt und Charles zu brutalen Maßnahmen greift, begeben sich Nathalie und Markus auf die Flucht in den Garten der Großmutter, zurück zu den Ursprüngen von Kindheit und der gemeinsamen Lieblingssüßigkeit PEZ – und lassen sich von der Liebe überraschen. Voller Anspielungen mit hohem Wiedererkennungswert für alle Fans schreibt Foenkinos hier seine bisher schönste Liebesgeschichte.

Klappentext: Der Anblick des Tatorts ist verstörend – selbst für erfahrene Detectives wie Rick Bentz und Reuben Montoya. In der Kirche St. Marguerite ist eine Nonne, bekleidet mit einem vergilbten Brautkleid, erdrosselt worden. Die Tatwaffe: ein Rosenkranz. Die Obduktion ergibt, dass Schwester Camille schwanger war. Schon wenige Tage später stirbt eine weitere Nonne. Auch sie hütete ein Geheimnis. Eine Mordserie, die Detective Bentz an den Rosenkranzmörder erinnert, den er vor zehn Jahren erschossen hatte ...

Klappentext: Es lebt. Es wächst. Es tötet.
Ein stillgelegtes Bergwerk: für Justin und seine Freunde der perfekte Ort, eine verbotene Party 
zu feiern. Was als Spaß begann, endet in einem Albtraum. Zwei der jungen Draufgänger stürzen in einen tiefen, engen Schacht.
Nur eine Frau kann sie retten: Tia Traveen ist Höhlenforscherin, eine der besten – und sie ist blind. Doch kaum hat sie sich in die Tiefe abgeseilt, stürzt hinter ihr der Schachteingang ein.
In dem finsteren Labyrinth beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn dort unten wächst etwas Tödliches. Und irgendjemand setzt alles daran, dass keiner überlebt, um davon zu erzählen.

Klappentext: New York: Ein Serienmörder hinterlässt bei seinen Opfern eine mysteriöse Botschaft. Genevieve O´Brien ist besorgt: Hat er es auf die Mitglieder der Edgar-Allan-Poe-Gesellschaft abgesehen, die sich "Raben" nennen? Dann wäre auch ihre Mutter in höchster Gefahr. Genevieve engagiert den smarten Privatdetektiv Joe Connolly, ohne sich einzugestehen, dass sie noch etwas anderes von ihm will... Gemeinsam jagen sie den skrupellosen Killer, nicht ahnend, dass er jeden ihrer Schritte beobachtet. Da bekommt Joe auf einmal schreckliche Albträume - und Hilfe von völlig unerwarteter Seite. 

Klappentext: Gleich der erste Fall nach ihrer Rückkehr in den aktiven Dienst verlangt Julia Durant, die immer noch unter dem Trauma ihrer Entführung leidet, wieder alles ab: In einem WG-Zimmer wird eine Studentin aufgefunden. Sie wurde grausam gequält und schließlich getötet, am Tatort läuft der Song „Stairway to Heaven“. Verbissen ermittelt das K11 die mutmaßlichen Verdächtigen, und das Gericht verurteilt sie zu hohen Haftstrafen. Zwei Jahre lang wähnen sich alle in dem Glauben, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wurde. Doch dann taucht ein weiterer toter Student auf, und wieder spielt dasselbe Lied.

Klappentext: Ein gemütliches Cottage auf dem Land, ein Ehemann und zwei Kinder – eigentlich könnte das Leben von Rose nicht idyllischer sein. Doch dann zieht ihre Jugendfreundin Polly mit ihren zwei Söhnen bei ihr ein, und plötzlich ist alles anders. Gefährliche Unfälle häufen sich, und niemand glaubt Rose, dass die exzentrische Polly etwas zu verbergen hat. Viel schlimmer noch, jeder hält sie für verrückt. Mit dem Feind im eigenen Haus kämpft Rose bald um alles: ihren Mann, ihre Kinder, ihr Leben und ihren Verstand. 

Sonntag, 6. Mai 2012

# 70 # Rezension zu "Ewig bist du mein" von Andrea Kane


Andrea Kane

Ewig bist du mein

Erschienen im: Februar 2012
Verlag: Mira Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 432
Preis € (D) 8,99 | € (A) 9,30 | SFR 13,5 0
ISBN: 978-3-89941-968-9

Klappentext: Kann Profilerin Casey Woods dem FBI helfen, eine mysteriöse Entführung aufzudecken? Fieberhaft versucht Casey die kleine Tochter der Richterin Hope Willis zu finden. Schnell wird klar: Dies ist kein Routinefall! Bereits Hopes Zwillingsschwester wurde entführt, als sie noch ein Kind war. Die Liste der Verdächtigen ist lang, doch alle Spuren führen ins Leere. Bis ein Mord geschieht – und Casey auf ein dunkles Familiengeheimnis stößt …

Meine Meinung: Ist es ein Deja vu? Das zumindest muss Richterin Hope Willis denken, denn ihre Tochter Krissy wurde genau wie damals ihre Zwillingsschwester Felicity entführt. Jetzt bangt Hope um das Leben ihre Tochter. Doch sie will auf keinem Fall ein Risiko eingehen. Viel zu sehr hat sie um Felicity gelitten und bis heute steht nicht fest, ob sie noch lebt. Polizei und auch das FBI haben damals vor 32 Jahren alles Menschenmögliche unternommen um Felicity zu finden, doch leider vergebens. Um keine Zeit bei der Suche nach ihrer Tochter Krissy verstreichen zu lassen, engagiert Hope gleich das bekannte und erfolgreiche private Ermittlerteam Forensic Instincts. Dieses Unternehmen, das Casey Woods ins Leben gerufen hat, kennt keine Grenzen. Grenzen, die dem FBI, das natürlich ebenfalls auf der Suche nach Krissy ist, aufgrund der Bürokratie das Genick brechen könnte, wenn sie überschritten werden würden. Nur zu gut weiß Hope, wie das FBI arbeitet und wo deren Grenzen sind.

„Ewig bist du mein“ hat mich sehr beeindruckt. Obwohl ich noch zu Beginn des Plots etwas verhalten zu dem Werk stand, da ich mich mit den Ermittlungsmethoden von Forensic Instincts nicht wirklich anfreunden konnte und sie mir etwas zu weit hergeholt erschienen, überzeugte mich im Verlauf der Handlung die Art und Weise, wie sie an die Ermittlungsarbeit heran gegangen sind. Die etwas abrupte und kühle Methodik von Forensic Instincts hat zunächst nur wenig Sympathie erzeugt. Alles erschien mir viel zu kontrolliert und glatt zu laufen, bis die ersten Zwischenfälle passierten. Von da an überraschte mich auch die Autorin, in dem sie Gefühle und Emotionen zuließ. Gekonnt stellt sie die Verzweifelung der Mutter dar und auch der übrigen Figuren, die um das Leben von Krissy, der entführten Tochter, bangen. Mit viel Action schafft es Andrea Kane bis zum Ende der Story die nötige Spannung aufrecht zu erhalten.
Der Einblick in das private Leben von Casey Woods sorgt zudem für etwas Romantik. Bleibt nur noch zu hoffen, dass man von Forensic Instincts bald wieder etwas erfährt.

Meine Meinung:

Samstag, 5. Mai 2012

# 69 # Rezension zu "Hänschen klein" von Andreas Winkelmann

Andreas Winkelmann

Hänschen klein

Erschienen am: 11.01.2010
Verlag: Goldmann
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 416
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-442-47125-6

Klappentext: Der junge Anwalt Sebastian Schneider bekommt eines Tages einen seltsamen Brief: die erste Strophe des Liedes „Hänschen klein“ und das innige Versprechen einer Frau, dass sie und ihr Hans bald wieder vereint sein werden. Sebastian glaubt an einen Irrtum. Er ahnt nicht, dass er einen Liebesbrief in den Händen hält, der sein Leben zerstören wird: den Brief einer Mutter, die– totgeschwiegen, totgeglaubt, dem Wahnsinn verfallen– auf der Jagd nach ihrem Sohn ist. Und bereit, für ihr Hänschen klein über mehr als eine Leiche zu gehen…

Meine Meinung: Andreas Winkelmann hat mich mit seinem Thriller „Hänschen klein“, das vierte Buch, das ich von ihm gelesen habe, leider enttäuscht. Den fesselnden und spritzigen Schreibstil, den ich aus seinen anderen Büchern kennen gelernt habe, habe ich hier völlig vermisst. So fiel es mir auch ziemlich schwer, das Buch zügig lesen zu können, da mir die Handlung viel zu verwirrend und langatmig erschien. Der Spannungsbogen war nicht vorhanden. So atemberaubend und vielsprechend der Prolog begann, so weitschweifig wurde dann die Handlung. Das Geschehen um den jungen Anwalt Sebastian Schneider plätscherte bis fast zur Hälfte des Buches nur so dahin ohne dass man irgendwelche bemerkenswerten und kurzweiligen Szenen zu lesen bekam. Da halfen auch nicht die eingebauten Liebesszenen mit Saskia Eschenbach, die er nach einem Zusammenprall mit dem Auto näher kennen gelernt hat.
Seine Protagonisten hat Winkelmann dieses Mal relativ farblos und ohne große Emotionen dargestellt. Einzig und allein gefiel mir der anfänglich dargestellte Charakter von Sebastian, der sich doch etwas von der Masse der jungen Männer abhob. Einfühlsam und intelligent ohne Machogehabe und mit kleinen Macken lernt man ihn kennen.
Der Autor erzählt seine Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, sodass man Einblick in das Leben und die Psyche der unbekannten Figur, die es auf Sebastian abgesehen hat, erhält.

Fazit: Ein durchschnittlicher Thriller von einem guten Autor mit einem riesigen Potential.

Meine Bewertung:

Mittwoch, 2. Mai 2012

# 68 # Rezension zu "Die 2.Chance" von James Patterson - Band 2 der Club der Ermittlerinnen

James Patterson

Die 2.Chance

Erschienen am: 11.06.2007
Verlag: Blanvalet
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 384
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-442-36920-1

Klappentext: Vier eiskalte Morde. Jeder einzelne von ihnen höchst raffiniert geplant und präzise ausgeführt: Ein neuer Fall für den „Club der Ermittlerinnen“! Mit Wut, Witz und viel Erfahrung ermittelt Lieutenant Lindsay Boxer zusammen mit der Reporterin Cindy Thomas, der Pathologin Claire Washburn und der Staatsanwältin Jill Bernhardt. Bis sich die Vendetta eines rachsüchtigen Polizistenmörders plötzlich gegen die vier Ermittlerinnen selbst richtet …
Ein Scharfschütze schießt wahllos vor einer Kirche in eine Gruppe Kinder. Ein kleines Mädchen stirbt ...
Eine Witwe wird erhängt aufgefunden. War es Selbstmord aus Verzweiflung oder ein Unfall …
Ein Streifenpolizist wird zu einem ganz alltäglichen Einsatz gerufen, doch am Zielort wartet eine tödliche Falle auf ihn ...
Ein Lieutenant der Mordkommission stirbt nach einem Einkauf im Supermarkt durch eine Kugel ...
Eine eiskalt geplante Mordserie erschüttert San Francisco: Die Opfer waren zwar unterschiedlich alt und wurden mit verschiedenen Waffen getötet, allen gemeinsam aber ist, dass sie Verbindungen zur Polizei hatten. Lieutenant Lindsay Boxer, der einzige weibliche Detective bei der Mordkommission San Franscico, nimmt diesen Fall sehr persönlich, denn die Blutspur führt in die eigenen Reihen. Ein neuer Fall also für ihre Freundinnen, den „Club der Ermittlerinnen“: Mit Wut, Witz und Erfahrung setzen sich die Staatsanwältin Jill Bernhardt, die Journalistin Cindy Thomas und die Pathologin Claire Washburn auf die Fährte des Killers und lassen sie sich selbst dann nicht stoppen, als die oberen Etagen in der Polizeihierarchie Lindsays Arbeit behindern. Dann aber richtet sich die blutige Vendetta des mysteriösen Täters auf die vier Ermittlerinnen selbst. Bald benötigt der „Club der Ermittlerinnen“ nur noch zwei Dinge: ein bisschen Glück zum Überleben - und eine 2. Chance ...

Meine Meinung: James Patterson lässt mit „Die 2.Chance“ seinen Club der Ermittlerinnen das 2.Mal ermitteln. Allen voran die frisch gebackene und als Lieutenant beförderte Lindsay Boxer. Dieses Mal haben sie eine besonders schwere Nuss zu knacken und der Autor schafft es, den Leser mit immer wieder überraschenden Wendungen an den Fall zu binden. Die Mordopfer scheinen der ersten Betrachtung nach nichts miteinander zu verbinden und trotzdem haben sie etwas gemeinsam, ihren Mörder.
Mit Hilfe ihrer Freundinnen Jill die Staatsanwältin, Cindy die Reporterin und Claire die Pathologin kommen sie allmählich dem Irren auf die Spur. Doch auch die Freundinnen bleiben von dem Psychopathen nicht unverschont. Das Motiv des Mörders scheint ebenso schnell gefunden zu sein, wie später sein mutmaßlicher Mörder. Hass treibt ihn voran. Hass auf die Polizei, Hass auf bestimmte Menschengruppen.
Doch auch als der Mörder gefunden zu sein scheint, sagt Lindsays Bauchgefühl etwas anderes.
James Patterson hat seinen Spannungsbogen ganz allmählich aufgebaut und ihn zum Höhepunkt am Ende seines Plots gebracht, sodass es einem unmöglich erscheint, das Buch aus den Händen zu legen. Mit seiner einfachen Sprache und seinem fesselnden Schreibstil liest man sich mühelos durch die kurz gehaltenen Kapitel.
Obwohl ich so manches an der Handlung konstruiert und nur angerissen empfand, hat mich sein Werk gut unterhalten.

Meine Bewertung:

Montag, 30. April 2012

Lesestatistik Monat April 2012

Der April war ein guter Lesemonat für mich und ich hatte echt das Glück, viele Highlights lesen zu dürfen. Absolut begeistert war ich dieses Mal gleich von 6 Büchern und zwar von Sven Koch - Brennen muss die Hexe, von Astrid Seehaus - Tod im Eichsfeld, von Cat Clarke - Vergissdeinnicht, von Arno Strobel - Das Skript, von Andreas Winkelmann - Tief im Wald und unter der Erde und natürlich von Marc Raabe - Schnitt. Was mich ganz besonders freut, es sind gleich 5 deutschsprachige Autoren unter den Hammerwerken. Ein Flop war dieses Mal Gott sei Dank nicht dabei. Und hier kommt meine Leseliste:
  1. Sven Koch - Brennen muss die Hexe - 416 Seiten - Rezension 
  2. Marcel Feige - Kalte Haut - 448 Seiten - Rezension
  3. Peter James - So gut wie tot - 448 Seiten - Rezension 
  4. Carlos Ruiz Zafon - Im Schatten des Windes - 562 Seiten - Rezension
  5. Andreas Franz - Das achte Opfer - 512 Seiten - Rezension
  6. Christian Limmer - Unter aller Sau - 320 Seiten - Rezension
  7. Peter James - Und morgen bist du tot - 528 Seiten - Rezension
  8. Andreas Franz - Letale Dosis - 528 Seiten - Rezension
  9. Lieneke Dijkzeul - Schweigende Sünde - 336 Seiten - Rezension 
  10. Astrid Seehaus - Tod im Eichsfeld - 192 Seiten - Rezension
  11. J.T. Ellison - Judasmord - 332 Seiten - Rezension
  12. Cat Clarke - Vergissdeinnicht - 288 Seiten - Rezension
  13. Olaf Schubert - Wie ich die Welt retten würde - 256 Seiten - Rezension 
  14. Arno Strobel - Das Skript - 384 Seiten - Rezension 
  15. Marc Raabe - Schnitt - 447 Seiten - Rezension 
  16. Wulf Dorn - Trigger - 432 Seiten - Rezension
  17. Andreas Winkelmann - Tief im Wald und unter der Erde - 416 Seiten - Rezension
  18. Andreas Franz - Der Jäger - 592 Seiten - Rezension

Gelesene Bücher bisher: 49
gelesene Bücher im April: 18
gesamt 2012: 67
Gelesene Seiten bisher: 19.606
gelesene Seiten im April: 7.437
gesamt 2012: 27.043

durchschnittlich gelesene Seiten pro Buch bisher: 400 Seiten/49 Bücher
durchschnittlich gelesene Seiten pro Buch im April: 413 Seiten/18 Bücher
gesamt 2012: 403 Seiten/67 Bücher
durchschnittlich gelesene Seiten pro Tag bisher: 215 Seiten/91 Tage
durchschnittlich gelesene Seiten pro Tag im April: 247 Seiten/30 Tage
gesamt 2012: 223 Seiten/121 Tage

Mein SuB am 31.12.2011: 57 Bücher + 4 RE 
hinzugekommene Bücher seit 01.01.2012: 15 (bis März) + 10 (im April)
Mein SuB am 31.03.2012: 35 Bücher + 2 RE
neuer SuB-Bestand am 30.04.2012: 32 Bücher + 1 RE

Challenge-Statistik

Langzeit-Challlenges:

Deutschsprachige Autoren: 45 Autoren mit 71 Bücher
Debüt 2011/2012: 14 von 25 Debütromane
Mira-Verlags-Challenge: 16 von 15 Bücher 
Blanvalet-Challenge: 13 von 20 Bücher
2 von 12 Verlage-Challenge: bisher 15 Verlage mit 23 Bücher
100 Bücher-Challenge: noch 33 Bücher
Seiten-Zähl-Challenge: noch 12.951 Seiten
Wälzer-Challenge: 10 Bücher
ABC-Challenge: 21 von 26 Buchstaben
Serien-Challenge: 11 begonnene Serien - 4 Serien im Endstand
Liebe ist Challenge: 14 von 19 Buchstaben
12 nochmal gelesen:  4 von 12 Bücher

Kurzzeit-Challenge

keine

# 67 # Rezension zu "Der Jäger" von Andreas Franz - Band 4 der Julia Durant-Serie


Andreas Franz

Der Jäger

Erschienen am: 01.10.2001
Verlag: Knaur Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 592
Preis € (D) 9,99 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-426-61741-0

Klappentext: Wieder einmal steht Julia Durant von der Frankfurter Mordkommission vor einem Rätsel: Innerhalb weniger Tage geschehen im Oktober mehrere grausame Morde an Frauen unterschiedlichen Alters. Ausgesprochen mysteriös ist für die Kommissarin, dass keine der Frauen sexuell missbraucht wurde, dafür aber alle Verstümmelungen aufweisen und beim Auffinden vollständig bekleidet sind. Ein Merkmal, das den Beamten besonderes Kopfzerbrechen bereitet ist die seltsame Aufbahrung der Opfer, wobei eine goldene Nadel jeweils eine besondere Rolle spielt. Man dreht sich im Kreis, versucht Gemeinsamkeiten der Opfer herauszufinden, doch wen immer man auch fragt, die Opfer kannten sich ganz offensichtlich nicht. Bis Julia Durants Kollege Hellmer plötzlich bemerkt, dass alle Frauen im Sternzeichen des Skorpions geboren wurden. Man zieht eine Astrologin zu Rate, um von ihr Genaueres über dieses Sternzeichen zu erfahren, womit eigentlich erst jetzt für die Beamten einer der unheimlichsten Fälle beginnt, die sie je zu bearbeiten hatten...
Höchstspannung vom Feinsten von einem der renommiertesten deutschen Thrillerautoren!

Meine Meinung: Julia Durant ist wieder auf der Jagd nach einem Serienmörder und der Autor lässt sie lange mit ihrem Team im Dunkeln tappen. Keiner der Beamten findet auch nur einen Ansatz von einem Hinweis, dass sie auf die richtige Spur des Täters bringen könnte. Jeder scheint verdächtig zu sein und jeder der Verdächtigen besticht mit einem lückenlosen Alibi. Nur der Zufall will es wieder einmal, dass sich eine Verbindung zwischen den Opfern auftut. Schließlich findet Kommissar Hellmer heraus, was die toten Frauen miteinander verbindet.

Andreas Franz hat es dieses Mal sehr gut verstanden, durch seine überraschenden Wendungen, den Plot spannend zu halten und einen guten Spannungsbogen aufzubauen. Mit einem ordentlichen Paukenschlag beginnt Franz seine Story und obwohl sich die Ermittlungen zu Beginn der Handlung noch ins Uferlose und Unendliche bewegen, kommt beim Lesen keine Langeweile auf. Auch die von ihm in seiner Story immer wieder eingebauten und bekannten Klischees sowie seine altbekannten Wortwendungen und Wortspiele stören bei Weitem nicht mehr so wie noch zu Beginn seiner Serie. Man hat sich inzwischen mit Julia Durant und ihren Eigenheiten angefreundet, freut sich über die Entwicklungen im Privatleben von Hellmer und leidet mit den Krankheitssymptomen und den Schicksalsschlägen von Berger, Julias Chef, mit. Völlig nebensächlich, wenn auch immer wieder beschrieben, erscheinen inzwischen die Tages- bzw. Abendabläufe der alleinstehenden Durant. Sicherlich hätte man die Anzahl der Seiten bei Nichterwähnung drastisch reduzieren können, aber es gehört nun mal dazu und man fragt sich inzwischen, wann die Kommissarin an ihrem Leben etwas ändern will.
Etwas utopisch und nicht nachvollziehbar sind für mich immer die große Anzahl der Opfer, die wie immer aus der Frankfurter High Society stammen.
In jeden seiner Romane verarbeitet Franz ein bestimmtes Thema. Dieses Mal hat er sich ausgiebig mit der Astrologie beschäftigt und lässt den Leser an seinem Wissen teilhaben. Dass die Opfer alle im Zeichen des Skorpions geboren worden sind und auch noch der dazu gehörige Aszendent bei allen Opfern stimmig ist, lässt Durant in dem Moment stutzig werden, als ihr einfällt, dass auch sie zu dem Opferkreis gehören könnte. Denn sie ist wie alle Opfer eine im Sternzeichen des Skorpions Geborene.
Die Auflösung des Falls erscheint schließlich ziemlich unspektakulär und für Meindafürhalten zu abrupt.
Der Schreibstil des Autors hat sich im Vergleich zu seinem ersten Werk wesentlich gesteigert. Auch seine Charaktere sind nicht mehr so farblos wie früher. Inzwischen legt er mehr Emotionen in seine Figuren.

Fazit: Der nächste Franz wartet schon. 

Meine Bewertung:

Samstag, 28. April 2012

# 66 # Rezension zu "Tief im Wald und unter der Erde" von Andreas Winkelmann


Andreas Winkelmann

Tief im Wald und unter der Erde

Erschienen am: 10.08.2009
Verlag: Goldmann
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 416
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-442-46955-0

Klappentext: Eine einsame Bahnschranke im Wald, dunkle Nacht. Seit an diesem Ort vier ihrer Freunde bei einem mysteriösen Unfall ums Leben kamen, wird Melanie von panischer Angst ergriffen, wenn sie hier nachts anhalten muss. Denn jedes Mal scheint es ihr, als krieche eine dunkle, schemenhafte Gestalt vom Waldrand auf ihren Wagen zu. Niemand glaubt ihr – bis die junge Jasmin Dreyer verschwindet, und ihr Fahrrad an der Bahnschranke gefunden wird…

Meine Meinung: Melanie hat sich noch immer nicht richtig erholt vom Schmerz durch den Tod ihrer Freunde. Wäre sie damals vor einem Jahr nicht krank geworden, würde sie vielleicht auch nicht mehr leben. Denn sie hätte auch in dem Auto gesessen, dass ein Zug mit sich riss und mit ihm die vier Freunde in den Tod.
Jetzt steht sie vor der Bahnschranke und kann nur knapp einem mysteriös aussehenden Mann entkommen, der ihr vor der Schranke aufgelauert hat. Noch am selben Abend verschwindet die Schülerin Jasmin Dreyer. Ihr Fahrrad wird zusammen mit ihrem Handy im Straßenrand vor der Schranke gefunden. Es beginnt eine aufwendige Suche nach Jasmin, jedoch ohne Erfolg. Wie vom Erdboden verschluckt, scheint Jasmin zu sein.
Kurze Zeit später verschwindet eine weitere Frau. Die Polizei tappt wie im Dunkeln. Erst als etwas total Unvorhergesehenes geschieht und der Entführer einen leichtsinnigen Fehler begeht, kommt die Polizei, allen voran die Kommissarin Nele Karminter, dem Täter auf die Spur.

Andreas Winkelmann beginnt seine „Nele-Karminter-Serie“ mit dem faszinierenden Auftaktthriller „Tief im Wald und unter der Erde“, der einen von Beginn an fesselt. Schon der Prolog lässt einem die Haut gefrieren. Spannend beschreibt der Autor, was den Jugendlichen in dem Wald vor der Schranke passiert ist und lässt im Anschluss daran in einem zweiten Erzählstrang den Leser um das Leben von Melanie bangen.
Die Ereignisse scheinen sich regelrecht zu überschlagen ohne dass die Polizei einen Ansatz einer Spur findet. Etwas eigenartig erscheint dabei das Attentat in dem nahegelegenen Bordell, bei dem man sich zunächst fragt, ob ein Zusammenhang mit den anderen Fällen besteht.
Nele Karminter und ihr Team ermitteln dabei in allen Richtungen. Dass da die Liebesbeziehung von Nele etwas auf der Strecke bleibt, scheint vorhersehbar. Und so ist es auch nicht verwunderlich und etwas klischeehaft, dass die Partnerin von Nele aktiv in den Fall verwickelt wird.
Sehr ausführlich schildert Andreas Winkelmann die Liebesbeziehung zwischen Nele Karminter und ihrer Partnerin, die wahrscheinlich die Leser auch sehr polarisieren wird.
Sehr interessant fand ich, wie der Autor die Rückblicke in das Leben des Entführers gestaltete, für den man zunächst nur Mitleid empfand. Doch die Entwicklung zeigt, wie sich der brave und vom Vater verachtete Junge in einen Psychopaten verwandelt hat und zu dem wurde, was er schließlich ist.

Fazit: Andreas Winkelmann hat mit „Tief im Wald und unter der Erde“ einen spannenden und fesselnden Psychothriller präsentiert, der einem das Gruseln lehrt.

 Meine Bewertung:

Freitag, 27. April 2012

# 65 # Rezension zu "Trigger" von Wulf Dorn


Wulf Dorn

Trigger

Erschienen am: 05.10.2009
Verlag: Heyne
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 432
Preis € (D) 9,95 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-453-43402-8

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Klappentext: Der Fall einer misshandelten Patientin wird für die Psychiaterin Ellen Roth zum Alptraum: Die Frau behauptet, vom Schwarzen Mann verfolgt zu werden. Kurz darauf verschwindet sie spurlos. Bei ihren Nachforschungen wird auch Ellen zum Ziel des Unbekannten. Er zwingt sie zu einer makaberen Schnitzeljagd um ihr Leben und um das ihrer Patientin. Für Ellen beginnt ein verzweifelter Kampf, bei dem sie niemandem mehr trauen kann. Immer tiefer gerät die Psychiaterin in ein Labyrinth aus Angst, Gewalt und Paranoia. Und das Ultimatum läuft…

Meine Meinung: Ellen Roth ist Psychiaterin und vertritt ihren Lebenspartner Chris, der sich gerade auf einem Urlaub in Australien aufhält als Stationsärztin der Station 9 in der Waldklinik der Psychiatrie. Chris hat ihr einen BIF hinterlassen, das soviel heißt wie einen „besonders interessanten Fall“, der ihr aber auch Kopfzerbrechen verursacht. Dieser BIF, die junge Frau, die total verdreckt, misshandelt und stinkend sich in einer Ecke verkrochen hat, fürchtet um ihr Leben und auch um das Leben von Dr. Ellen Roth. Sie glaubt, dass der schwarze Mann sie holen kommt.
Verzweifelt holt sich die junge Ärztin Rat bei ihrem Kollegen und guten Freund Mark und schildert ihm den Fall. Mark, der ebenfalls Interesse an diesem Fall zeigt, verspricht ihr, sich gleich am kommenden Morgen mit der Patientin zu befassen.
Doch Mark findet das Zimmer 7 völlig leer vor, keine Spur von der unbekannten Patientin. Ellen Roth schwört jedoch, dass es die Patientin gibt und vermutet, dass sie mit den Patientenunterlagen geflüchtet sei.
Nach einem weiteren Zwischenfall wird Ellen von ihrem Vorgesetzten beurlaubt. Von nun an ist sie auf sich selbst gestellt und beginnt nach der Unbekannten zu suchen. Dabei gerät Ellen selbst in höchste Gefahr.

Mit „Trigger“ hat sich Wulf Dorn in die Reihe der Psychothrillerautoren ganz oben eingereiht. Der wahre Psychothriller beginnt für mich zwar erst ab Seite 100, dafür wird man aber für den Rest des Buches mit einem spannungsreichen Werk belohnt. Der Autor hat es verstanden, den Spannungsbogen ganz allmählich aufzubauen und ihn bis auf das Äußerste auszureizen. Wenn man glaubt, der Gipfel der Spannung sei erreicht, wird man schnell eines Besseren belehrt. Wulf Dorn setzt noch einen oben drauf. Am Anfang des Buches hätte ich nie gedacht, dass sich „Trigger“ noch zu so einem explosionsartigen Werk entwickeln würde.
Immer wieder hat der Autor überraschende Wendungen in seinen Plot eingebaut und so jeder der Protagonisten wurde als Verdächtiger vermutet. Das zeigt aber auch, dass Wulf Dorn sein Handwerk versteht.
Seine Figuren hat Dorn bildlich und charakterlich gut beschrieben und dargestellt, von jedem habe ich eine klare Vorstellung. Die einzelnen Charaktere wirken überzeugend und echt und so manches Mal konnte ich mir auch ein Schmunzeln nicht verkneifen, wenn er bestimmte Situationen beschrieben hat.
Mit viel Feingefühl führt Dorn den Leser in die Abgründe der menschlichen Psyche ein und erläutert angemessen und nicht zu ausführlich die Krankheitsbilder der Patienten. Die Schlussfolgerungen daraus ergeben sich wie von selbst.
Etwas unrealistisch fand ich dagegen die Internetrecherchen von Mark und seinem Freund Volker, der sich schnell mal in verschiedene Programme eingehakt hat, um mit Hilfe eines Phantombildes an die Einwohnermeldedaten der unbekannten Patientin zu gelangen.
Aber alles in allem war es ein guter, spannender Thriller, der nach mehr schreit.

Fazit: Andreas Eschbach hat gesagt, dass „Wulf Dorn der geborene Erzähler sei und man schon mal Platz im Regal frei räumen sollte, weil man es nicht bei dem einen Buch belassen wird“. Herr Eschbach: Ich habe Platz frei gemacht und freue mich auf alle kommenden Werke von Wulf Dorn.

Meine Bewertung:

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