Donnerstag, 21. Februar 2013

# 26 # Andreas Gruber: Rachesommer


Andreas Gruber
Rachesommer

Erschienen am: 14.02.2011
Verlag: Goldmann
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik/Krimi/Thriller
Seiten: 416
Preis: € 8,99
ISBN: 978-3-442-47382-3

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Klappentext: Wien. Vier wohlhabende Männer im besten Alter sterben innerhalb kürzester Zeit unter ähnlichen Umständen. Und nur die Anwältin Evelyn Meyers glaubt nicht an Zufall Leipzig. Mehrere Jugendliche, allesamt Insassen psychiatrischer Kliniken, sollen Selbstmord begangen haben. Kommissar Pulaskis Misstrauen ist geweckt, er beginnt zu ermitteln. Seine Nachforschungen bringen ihn mit Evelyn zusammen, und ihre gemeinsame Spur führt sie bis zur Nordsee, zu einem Schiff, das ein schreckliches Geheimnis birgt ...

Meine Meinung: Zwei tödliche Unfälle ziehen das Interesse der Anwältin Evelyn Meyers aus Wien an, denn sie glaubt Zusammenhänge erkannt zu haben. Um der Sache auf die Spur zu kommen, braucht sie unbedingt Einsicht in Holobeks Akte. Doch dieser versagt ihr den Einblick mit einer lapidaren Ausrede. Wenig später ist auch er tot. Durch ihre weiteren Recherchen zieht Evelyn auch noch den Unmut des zweiten Kanzleipartners Krager auf sich, der sie sofort beurlaubt.
Evelyn gibt nicht auf und will auf eigene Faust ermitteln. Die Spuren führen sie in den Norden Deutschlands, wo sich allmählich die Puzzleteile zusammen zu setzen scheinen.
Zeitgleich geschehen in einer nahegelegenen psychiatrischen Klinik von Leipzig zwei mysteriöse Selbstmorde. Doch Kommissar Polanski bemerkt sofort, dass es sich im letzten Fall um keinen Selbstmord handeln kann. Entgegen seines Vorgesetzten ermittelt auch Polanski auf eigene Faust weiter und wird ebenfalls beurlaubt. Auch seine Recherchen über diese unerklärlichen Fälle führen ihn über Göttingen weiter in den Norden.
Dort treffen Evelyn Meyers und Walter Polaski aufeinander und tauschen ihre Erkenntnisse aus. Letztendlich gehen sie auf gemeinsame Ermittlungsjagd, die sie mehr als einmal in lebensbedrohliche Situationen versetzen.

Andreas Gruber hat seinen neuesten Psychothriller auf mehreren Handlungssträngen aufgebaut. Zum einen erzählt er die Geschichte um die Wiener Anwältin Evelyn Meyers und zum anderen um den Kommissar Walter Polaski aus Leipzig.
Evelyn Meyers, die einen Zusammenhang zwischen zwei Unfällen hochrangiger Wiener Bürger erkennt, will unbedingt heraus finden, was es mit der mysteriösen Frau auf sich hat, die an beiden Unfallorten zugegen war.
Walter Polaski, der nicht an den Selbstmord zweier Jugendlicher, die sich in der psychiatrischen Klinik von Markleeberg aufgehalten haben, glaubt, will heraus finden, was sich hinter der Geschichte der beiden Toten verborgen hat.
Die zunächst getrennt voneinander laufenden Geschichten werden schließlich zu einer Einheit, als Meyers und Polaski aufeinander treffen. Ihre Recherchen haben sie unabhängig voneinander zusammen geführt, denn die vermeintlichen Unfallopfer aus Wien und die Mordfälle an den psychisch kranken Jugendlichen haben einen gemeinsamen Ursprung. Diese liegen etwa 10 Jahre zurück, in einer Zeit, als die damals gerade einmal 8 bis 10 jährigen Kinder von einer Horde Männer, die sich alle in angesehenen Positionen befanden, sexuell missbraucht worden sind.
Stück für Stück kommen die Beiden der Sache auf den Grund und ziehen sich dabei nicht nur den Widerwillen von Ärzten und Psychologen auf sich, sondern auch ihrer Vorgesetzten und vor allem einer bestimmten Personengruppe und zwar denjenigen, die sich an den Gräueltaten von vor 10 Jahren beteiligt haben.
Damit gelangen Meyers und Polaski auch in das Visier dieser Kinderschänder, die im Verborgenen bleiben wollen.
Während der gesamten Ermittlungsphase tritt nicht einmal eine Phase ein, wo man glauben könnte, dass die Spannung nach lassen würde. Immer wieder schafft es Gruber den Spannungsbogen hoch zu halten und überrascht auch des Öfteren mit nicht vorhersehbaren Wendungen. Seine Protagonisten überzeugen und sind authentisch dargestellt. Entweder man sympathisiert mit ihnen oder hegt einen Gräuel gegen sie.
Durch den flüssigen und rasanten Schreibstil des Autors kommt man nie in die Verlegenheit Langeweile aufkommen zu lassen. Das Buch lässt sich zügig lesen und verdient höchste Punktzahl.

Der Autor: Andreas Gruber
Andreas Gruber, geboren 1968 in Wien, studierte an der dortigen Wirtschaftsuniversität und arbeitet halbtags für einen Pharma-Konzern. Mit seiner Familie und vier Katzen lebt er in Grillenberg in Niederösterreich. Er ist zweifacher Gewinner des Vincent Preises und dreifacher Gewinner des Deutschen Phantastik Preises.


Meine Bewertung:

Quellen:
Cover: Goldmann Verlag
Klappentext: Goldmann Verlag
Autorenporträt: Goldmann Verlag
Foto: © Andreas Gruber

Dienstag, 19. Februar 2013

# 25 # Petra Schier: Das Haus in der Löwengasse


Petra Schier
Das Haus in der Löwengasse

Erschienen am: 01.09.2012
Verlag: Rowohlt
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik/Historischer Roman
Seiten: 352
Preis: € 8,99
ISBN: 978-3-499-25901-2

Klappentext: Nur das Schicksal kennt ihren Weg.
Pauline Schmitz ist Waise. Nach dem Tod ihres Onkels auf sich gestellt, findet die junge Frau eine Anstellung als Gouvernante in Bonn. Der Hausherr hat Hintergedanken: Als sich Pauline gegen seine Nachstellungen zur Wehr setzt, steht sie plötzlich auf der Straße – mit nicht mehr, als in einen Koffer passt. Mittellos und ohne Beziehungen droht Pauline das Schlimmste. Dann kommt ihr das Glück zu Hilfe: Der Kölner Textilfabrikant Reuther nimmt sie in seine Dienste. Und er verliebt sich in sie. Doch Julius Reuther braucht eine Frau mit Geld, will er sein Unternehmen retten. Und Pauline muss sich entscheiden: Folgt sie ihrem Herzen und lebt ein Leben als Mätresse im Verborgenen? Oder geht sie ihren eigenen Weg?

Meine Meinung: Köln im Jahr 1823: Pauline Schmitz hat gerade ihre Anstellung als Gouvernante im Haus der Familie Buschner in Bonn verloren. Ohne eine ordentliche Referenz sollte es ihr nicht gelingen, eine ähnlich gute Stelle zu finden. Eine Wahl blieb ihr nicht, sodass sie gerade in Köln angekommen, die sich ihr erstbietende Stelle als Magd bei der Familie Stein annahm. Die Herrin des Hauses sorgte dafür, dass es Pauline nicht allzu gut ging. Von früh bis in die späte Nacht hinein, musste Pauline Arbeiten durchführen, die sie an den Rand der Erschöpfung brachte. Durch ein kleines Missverständnis zwischen der Tochter des Hauses, ihrer Mutter und Pauline kam es schließlich zu einem Eklat, als Pauline der Aufforderung der Tochter folgte und auf dem Flügel vorspielte und dabei in ihrer allerliebsten Stimme ein Lied sang. Entzückt von ihrem Gesang hat sich der Kaufmann Julius Reuther in den Kopf gesetzt, Pauline als Gouvernante für seine Kinder einzustellen. Was daraufhin folgte, sollte für Beide zu einem verheerenden Verhängnis werden.

Petra Schier hat mit „Das Haus in der Löwengasse“ eine recht gefühlsbetonte Geschichte präsentiert, die zwar kaum auf historischem Hintergrund aufgebaut ist, jedoch einen allgemeinen Einblick in die Zeit Anfang des 19. Jahrhunderts gibt. Obwohl sie ihre Story ziemlich verhalten beginnt, wird diese im Verlauf immer rasanter und emotionaler. Die recht übersichtliche Zahl der Protagonisten lässt den Leser schnell in das Geschehen einsteigen, wobei auch hier die Unterschiede zwischen arm und reich sehr deutlich skizziert sind. Während Pauline zwar eine gute Erziehung und Bildung genoss, jedoch nur aus bescheidenen Verhältnissen stammt, erscheinen die übrigen Figuren alle aus gutem Haus zu kommen. Durch ihre Abstammung sind die krassen Gegensätze im alltäglichen Leben gut dargestellt. Was auch nicht fehlt, ist das Verhältnis zwischen gut und böse, wobei ich der Autorin positiv zugute halten muss, dass nur, wie es oftmals in historischen Romanen üblich ist, wenige Intrigen das Buch dominieren.
Mit der anbahnenden Liebesgeschichte zwischen Pauline und ihren neuem Arbeitgeber, die jedoch keine Erwiderung zu finden scheint, wird die Handlung schließlich auf sehr emotionaler Basis gestellt, die sich auch bis zum Ende hin durchzieht.
Auch wenn die Grundlage des Buches keinen größeren historischen Hintergrund besitzt, hat mich das Buch außerordentlich gut unterhalten und ist in jedem Fall eine Leseempfehlung wert.

Die Autorin: Petra Schier
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann und einem Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet mittlerweile als freie Lektorin und Autorin. Schon in ihren ersten beiden Romanen «Tod im Beginenhaus» und «Mord im Dirnenhaus» löste die Apothekerin Adelina mit Scharfsinn und Dickköpfigkeit Kriminalfälle im mittelalterlichen Köln.Meine Bewertung:


Meine Bewertung:

Quellen:
Cover: Verlag Rowohlt
Klappentext: Verlag Rowohlt
Kurzbiografie: Verlag Rowohlt
Foto: © by Uschi Blech

Montag, 18. Februar 2013

# 24 # Hanna Winter: Seelenriss


Hanna Winter
Seelenriss
(Band 2 mit Lena Peters)

Erschienen am: 15.02.2013
Verlag: Ullstein
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik/Krimi/Thriller
Seiten: 320
Preis: € 8,99
ISBN: 978-3-548-28367-8

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Online bestellbar hier: Amazon/Ullstein

Klappentext: Ein brutaler Killer treibt sein Unwesen in Berlins Straßen. Er genießt es, zu töten. Er muss es wieder tun. Wann? Wer? Und warum? Nur Profilerin Lena Peters kann sein blutiges Geschäft beenden. Denn sie hat die Hölle am eigenen Leib erlebt und weiß: Wo Gedanken endlos kreisen, findet das Böse keine Ruhe!

Meine Meinung: Obwohl sich Lena Peters gerade erst von ihrem letzten Einsatz erholt hat, hält sie nichts davon ab, der Bitte von Kommissar Wulf Belling nachzukommen und den neuen Tatort zu begutachten. Das Opfer, das in einem erbärmlichen Zustand vorgefunden wird, ist eine junge Frau namens Lynn Maurer. Ganz offensichtlich soll Lynn einen Suizid begangen haben, woran Lena Peters zu keinem Zeitpunkt glaubt. Alles spricht dafür, dass es sich um einen Mord handeln sollte. Die Bestätigung kommt nur kurze Zeit später durch die Pathologie. Fast zeitgleich erfahren Lena Peters und Kommissar Belling von einem ähnlichen Fall. Auch hier deuten alle Spuren darauf hin, dass die junge Frau Selbstmord begangen haben soll. Doch das Muster ist das Gleiche. Bevor sich die Frau vom Dach stürzte, hat sie, genau wie Lynn, sich mit einer starken Säure das Gesicht verätzt. Zufall? Oder ist hier ein Serienkiller am Werk?

Dieser Frage geht die Autorin Hanna Winter mit ihrem zweiten Fall um die Profilerin Lena Peters nach. Lena, die erst kurze Zeit in der Mordkommission von Berlin aufgenommen worden ist, hat ihren ersten Fall in „Opfertod“ spektakulär gelöst. Zwar geriet sie in die Fänge des Serienmörders, doch Kommissar Belling war noch rechtzeitig zur Stelle, bevor der Killer sein Werk vollenden konnte.
Wulf Belling, der schon pensionierte und füllige Kommissar, der viel Einfühlungsvermögen besitzt, ist inzwischen wieder fest in der Mordkommission tätig. Doch nach wie vor ist sein  Gegenspieler Ben Vogt, der durchtrainierte, mürrische und rechthaberische Kollege, der Belling und Peters das Leben stets schwer zu machen versucht. Zwar tritt er dieses Mal recht wenig in Erscheinung, aber wenn, dann auf recht unsympathische Art und Weise.
Lena Peters wirkt hingegen psychisch noch recht angeschlagen, klagt viel über Kopfschmerzen und Migräne und ist mit sich nicht wirklich im Reinen.
Ihre Begegnung mit ihrem Exfreund, der scheinbar von Köln nach Berlin gezogen ist, bringt sie dienstlich und privat in Konflikte.
Auf der Suche nach dem Serienkiller scheint es für Lena Peters nur einen Ansatz zu geben und das ist eine Mitteilung, in der steht: „Tu, was ich dir sage. Oder ich töte dich.“ Zum Leidwesen von Lena hat auch sie eine solche Mitteilung erhalten, sodass sie ebenso im Fokus des Mörders steht.
Die Handlung ist von einigen Morden durchzogen, die scheinbar keine Gemeinsamkeiten, bis auf die qualvolle Verstümmelungen und dem anschließenden Sturz aus Fenster oder Dach haben. Rein zufällig findet Lena das Bindeglied zwischen den Opfern, was allerdings recht spät erfolgt. Währenddessen erscheinen immer wieder neue Figuren, die allerdings nur sehr oberflächlich charakterisiert und beschrieben werden.
Ich muss zugeben, dass mir der Zugang zu diesem Buch sehr schwer fiel. Mit den Protagonisten konnte ich nicht warm werden. Sie erschienen mir nicht authentisch genug. Die Handlung selbst fand ich sehr konstruiert und erinnerte mich von der Idee her sehr stark an ihr Vorgängerbuch. Der Stil ist nahezu gleich. Der Täter tötet ein Opfer nach dem anderen, Lena gerät ins Visier des Mörders und wird gerade noch rechtzeitig gerettet.
Enttäuscht war ich auch über die mangelhaften Recherchen. Beim vierten Thriller, den die Autorin liefert, sollte man eigentlich wissen, dass es keinen gerichtlichen Durchsuchungsbeschluss gibt, höchstens einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss. Ganz toll hätte ich es auch gefunden, wenn man bei den deutschen Bezeichnungen von bestimmten Gruppen geblieben wäre. Ich bin mir sicher, dass in einer deutschen Mordkommission nicht von Killern gesprochen wird und eine Profilerin gibt es auch nur im Amerikanischen. In Deutschland sind die Profiler nach wie vor noch die Fallanalytiker.
Ich bin bestimmt nicht pedantisch, aber so etwas stört mich ungemein, zumal ich gerne Bücher deutscher Autoren lese.

Die Autorin: Hanna Winter
Hanna Winter arbeitete nach dem Studium der Journalistik als Redakteurin. Heute lebt sie als freie Journalistin und Autorin in Berlin. Mit ihrem ersten Thriller, Die Spur der Kinder, ist ihr auf Anhieb ein Beststeller gelungen.

Reihenfolge: Profilerin Lena Peters


Meine Bewertung:

Quellen:
Cover: Ullstein Verlag
Klappentext: Ullstein Verlag
Autorenporträt: Ullstein Verlag
Foto: © Ralph Geiling


An dieser Stelle möchte ich mich
recht herzlich beim
für die Bereitstellung dieses
Rezensionsexemplars bedanken


Sonntag, 17. Februar 2013

# 6 # Neues im Bücherregal

Es gibt wieder neues Buchmaterial, darunter erfreuerlicherweise auch 4 Rezensionsexemplare.

(24) Klappentext: Grausame Morde erschüttern München. Die Opfer: Männer, die ihre Frauen terrorisiert und gequält haben. Als Saras Schwester unter Mordverdacht gerät, beginnt ein erbarmungsloser Wettlauf mit der Zeit. Kann Sara die Unschuld ihrer Schwester beweisen, bevor der Täter seinen teuflischen Plan vollendet? Und welche Rolle spielt die Selbsthilfegruppe Frauenwehr und deren geheimnisvolle Leiterin Valeska? Zu spät bemerkt Sara, dass auch sie längst ins Visier des Mörders geraten ist…


(25) Klappentext: Nur das Schicksal kennt ihren Weg. Pauline Schmitz ist Waise. Nach dem Tod ihres Onkels auf sich gestellt, findet die junge Frau eine Anstellung als Gouvernante in Bonn. Der Hausherr hat Hintergedanken: Als sich Pauline gegen seine Nachstellungen zur Wehr setzt, steht sie plötzlich auf der Straße – mit nicht mehr, als in einen Koffer passt. Mittellos und ohne Beziehungen droht Pauline das Schlimmste. Dann kommt ihr das Glück zu Hilfe: Der Kölner Textilfabrikant Reuther nimmt sie in seine Dienste. Und er verliebt sich in sie. Doch Julius Reuther braucht eine Frau mit Geld, will er sein Unternehmen retten. Und Pauline muss sich entscheiden: Folgt sie ihrem Herzen und lebt ein Leben als Mätresse im Verborgenen? Oder geht sie ihren eigenen Weg? 

(26) Klappentext: Als ihr klar wird, dass in ihrer Abwesenheit regelmäßig jemand in ihre Wohnung eindringt, klettert Panik in der jungen Mutter Kathrin hoch. Als dann noch ihre Tochter im Kindergarten von Kathrins totgeglaubtem ehemaligen Mitbewohner angesprochen wird, weiß sie, dass etwas Schreckliches bevorsteht. Wird die tragische Entscheidung, die sie und ihre Freunde damals in der WG getroffen haben, sie nun einholen? Getrieben von Schuld und Rache beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit, und zum ersten Mal in ihrem Leben muss sie die Kontrolle abgeben…

(27) Klappentext: Die Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis entgeht nur knapp einem Unfall. Im letzten Augenblick kann sie dem jugendlichen Geisterfahrer ausweichen. Als sie wenig später dessen Eltern benachrichtigen will, findet sie das Ehepaar tot auf – in bizarrer Hochzeitstracht gemeinsam auf dem Ehebett liegend. Carinas Vater, Kriminalhauptkommissar Matte Kyreleis, übernimmt die Ermittlungen. Zunächst deutet alles auf Selbstmord hin, doch zunehmend gerät der junge Geisterfahrer in Verdacht. 

  
(28) Klappentext: Ein brutaler Killer treibt sein Unwesen in Berlins Straßen. Er genießt es, zu töten. Er muss es wieder tun. Wann? Wer? Und warum? Nur Profilerin Lena Peters kann sein blutiges Geschäft beenden. Denn sie hat die Hölle am eigenen Leib erlebt und weiß: Wo Gedanken endlos kreisen, findet das Böse keine Ruhe! 
 




(29) Klappentext: Romy Becarre glaubt auf Rügen, ein wenig zur Ruhe zu kommen. Doch kaum hat sie sich auf ihrer neuen Dienststelle eingerichtet, hat sie ihren ersten Fall. Nach einem anonymen Anruf findet die Polizei auf dem Gelände einer Fischfabrik im Sassnitzer Hafen die Leiche des seit anderthalb Tagen vermissten Kai Richardt. Der 45-jährige Geschäftsmann, Familienvater und Triathlet aus Bergen, verlor im Keller eines Lagerhauses sein Leben. Bei der Durchsuchung des Lagerhauses stößt Romy auf eine zweite Leiche. Das Skelett einer Frau wird gefunden, die im Jahr 2000 spurlos verschwand, als sie auf der Insel merkwürdigen Geschäften des toten Richardts nachging. Doch wo ist der Zusammenhang zwischen den beiden Mordfällen?

(30) Klappentext: Seit ihrer Kindheit wird Paulina von schrecklichen Träumen und Visionen heimgesucht. Als man bei Deich-Sanierungsarbeiten ein Skelett findet, scheinen diese Alpträume Wahrheit zu werden. Und dann verschwindet auch noch Paulinas jüngere Schwester Ellen, die sich einer geheimnisvollen Sekte angeschlossen hat, welche, wie sich bald herausstellt, auch vor Mord nicht zurückschreckt. Zum Glück findet Paulina Hilfe in Jeanette, einer Autorin, die nach Ostfriesland gekommen ist, um ihr neues Buch vorzustellen, und bei Daniel, für den sie mehr als nur freundschaftliche Gefühle hegt. Die Frage ist nur, ob sie es schaffen werden, Ellens Leben zu retten, zumal sie sich selbst auf einmal in tödlicher Gefahr befinden. Der Fluch ‚So viele Muscheln es am Strand gibt, so viele Schmerzen sollst du erleiden’, ist bereits einmal zur grausamen Realität geworden...




Samstag, 16. Februar 2013

# 23 # Iny Lorentz: Das Vermächtnis der Wanderhure


Iny Lorentz
Das Vermächtnis der Wanderhure

Erschienen am: 12.05.2006
Verlag: Knaur
Ausgabeart: Gebundene Ausgabe
Kategorien: Belletristik/Historischer Roman
Seiten: 720
Preis: € 16,90
ISBN: 978-3-426-66202-7

Klappentext: Als Maries Todfeindin Hulda erfährt, dass ihre Rivalin wieder schwanger ist, schmiedet sie einen perfiden Plan: Marie soll entführt und für tot erklärt werden. Zunächst scheint der Plan zu gelingen: Marie landet in den Händen eines Handelsherrn, der sie als Sklavin verkaufen lässt. Zusammen mit dem Sohn, den sie inzwischen geboren hat, gerät sie in den Besitz von Anna, Gemahlin des Neffen des Großfürsten von Moskau. Es gelingt ihr, Annas Vertrauen zu gewinnen, doch dann schwebt diese selbst in höchster Gefahr und muss fliehen. Als es Marie endlich gelingt, unter Einsatz ihres Lebens den Weg in die Heimat zu finden, muss sie feststellen, dass ihr geliebter Michel nicht mehr frei ist

Meine Meinung: Kaum dass Marie und ihr Michel zurück in der Heimat sind und sie sich ein wenig auf ihrer neuen Burg Kibitzstein eingelebt haben, plagt Marie das schlechte Gewissen, Michi, den Sohn ihrer besten Freundin Hiltrud nicht länger seinen Eltern zu entziehen. Zusammen mit ihren neuen Mägden und Michi reist Marie nach Rheinsobern um dort eine Weile bei ihrer Freundin Hiltrud zu bleiben. Unverhofft begegnet dort Hulda ihrer Todfeindin Marie und beschließt mithilfe einer ehemaligen Magd Maries einen perfiden Plan umzusetzen. Hulda, die genau wie Marie schwanger ist, befürchtet allerdings zu recht eine Tochter zu gebären und somit wieder ohne Erben da zu stehen und ihr Vermögen zu verlieren. Mitten in der Nacht lässt Hulda Marie entführen und in das Verlies der Ottenburg sperren. Spätestens nach der Geburt ihres Kindes wollte sie Marie los werden. Nachdem Hulda, wie befürchtet eine Tochter zur Welt bringt, tauscht sie nur wenige Wochen später das Kind mit Maries Kind, einem kleinen Jungen, aus. Völlig kaltherzig und gewissenlos überließ sie das Mädchen ihrem Schicksal. Um sich endgültig Marie und dem Kind zu entledigen, stellt sie einem bekannten Edelmann frei, mit ihnen machen zu dürfen was er wolle.

Iny Lorentz hat die Geschichte um die einstige Wanderhure Marie weiter geführt. Marie, die inzwischen eine Dame von Stand ist und ihren Michel über alles liebt, befindet sich gerade in freudigen Umständen, als sie von ihrer Erzfeindin entführt wird. Die Entführung zieht sich von Speyer bis ins tiefe Russland. Trotz der Umstände, dass Marie alles genommen worden ist was sie besaß und nur das zerlumpte Hemd und die Tochter von Hulda ihr blieben, trifft Marie immer wieder auf Personen, die ihr wohl gesonnen sind. Nur so blieb sie vom Schlimmsten verschont, nämlich als Sklavin zu enden, von der körperlich alles abverlangt werden konnte.
Der Leser wird in eine Zeit zurück versetzt, die von Intrigen, Kriegen und Machtkämpfen, aber auch von Tod, Verbrechen und immer wieder von Vergewaltigungen der Frauen beherrscht wird. 
Gerade in der oberen Adels- und Ritterschaft war es wichtig, den Ruf zu bewahren und dafür Sorge zu tragen, dass mindestens ein männlicher Erbe verfügbar sein musste.
Die 3. Folge der Wanderhuren-Serie beginnt sehr verhalten und ziemlich langatmig, wird aber von mehreren Handlungssträngen begleitet, sodass die Spannung immer wieder mal ins Schwanken kommt. Sehr ausführlich schildert das Autorenpaar auch die Kriegs- und Machenschaften in Russland.
Erstaunlicherweise schafft es Marie auch immer wieder durch ihr einnehmendes und freundliches Wesen Freunde zu finden, aber auch Feinde zu Freunden zu machen. Dass sie selbst in den tiefsten und verlassensten Gegenden von Russland eine Altbekannte aus ihrer Zeit, als sie sich als Marketenderin verdingte, wieder traf und durch sie, auf Umwegen, die endgültige Flucht zurück in ihrer Heimat gelang, ist zwar sehr unrealistisch aber dennoch nicht uninteressant geschildert.
Alles in allem hat mich auch die 3.Folge gut unterhalten. Sie ist zwar bei Weitem nicht so stark, wie die beiden Vorgängerbücher, dafür hege ich die Hoffnung, dass mich die nächste Folge wieder stärker einnehmen wird.

Die Autoren: Iny Lorentz
Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Münchner Autorenpaar, dessen erster historischer Roman "Die Kastratin" die Leser auf Anhieb begeisterte. Mit "Die Wanderhure" gelang ihnen der Durchbruch; der Roman erreichte ein Millionenpublikum. Seither folgt Bestseller auf Bestseller. Die Romane von Iny Lorentz wurden in zahlreiche Länder verkauft.


Meine Bewertung:
 


Die Reihenfolge der Wanderhuren-Reihe:
Band 4: Die Tochter der Wanderhure
Band 5: Töchter der Sünde


Quellen:
Cover: Knaur Taschenbuch Verlag
Klappentext: Knaur Taschenbuch Verlag
Kurzbiografie: Knaur Taschenbuch Verlag
Foto: ©FinePic / Helmut Henkensiefken

Donnerstag, 14. Februar 2013

# 22 # Lisa Gardner: Ohne jede Spur


Lisa Gardner
Ohne jede Spur

Erschienen am: 01.08.2011
Verlag: Rowohlt
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik/Krimi/Thriller
Seiten: 544
Preis: € 9,99
ISBN: 978-3-449-25557-1

Klappentext: Das Böse schläft direkt nebenan ... Eine junge Frau verschwindet mitten in der Nacht – ohne jede Spur. Hübsch, blond, liebevolle Ehefrau und Mutter, Lehrerin, beliebt bei ihren Schülern. Als Detective Sergeant Warren das Haus in der idyllischen Vorstadtsiedlung Bostons betritt, scheint der Fall klar: Intakte Schlösser, keine Spuren eines Kampfes oder Einbruchs – Sandra Jones hat ihre Familie verlassen. Die Medien stürzen sich auf den Fall. Und schon bald sieht alles anders aus: Der Ehemann benimmt sich höchst verdächtig, die Tochter hütet ein Geheimnis, Nachbarn und Bekannte verstricken sich in Widersprüche. Und auch Sandra Jones’ Fassade bröckelt ...

Meine Meinung: Von einen auf den nächsten Moment ist Sandra Jones verschwunden. Gerade eben hat sie noch ihre über alles geliebte Tochter Ree in den Schlaf gewiegt als ihr Ehemann, der gerade von seiner Arbeit nach Hause kommt, feststellen muss, das sie nicht auffindbar ist. Tasche, Handy, Auto - alles scheint unberührt. Als Jason Jones die Polizei alarmiert scheint er noch nicht zu ahnen, in welches Desaster er sich selbst hinein manövrieren würde. Denn nun ist er der Hauptverdächtige und die Polizei, allen voran Detektiv D.D. Warren beginnt, in seiner Vergangenheit herum zu stochern.

Lisa Gardner hat mit "Ohne eine Spur" einen, vom Aufbau her, recht ungewöhnlichen und interessanten Thriller präsentiert, der meiner Meinung nach vom üblichen Muster der Krimis und Thriller abweicht. Die wechselnden Handlungsstränge und die Erzählweisen aus unterschiedlichen Perspektiven von Opfer, Opfer und nochmals Opfer machen das Ganze sehr unterhaltsam.
Dass es sich hierbei um eine Serie mit Detective Sergeant D.D. Warren handelt, habe ich leider zu spät bemerkt, so auch das "Ohne jede Spur" schon die 3. Folge um die außergewöhnliche Frau ist, die für ihre liebenswerte Härte, Sachkenntnis und Umgang mit Waffen, äußerst geschätzt wird.
Ohne jetzt viel von der Handlung preiszugeben, kann ich nur sagen, dass das Verschwinden der jungen Lehrerin Sandra Jones sehr viel Aufsehen erregt hat und relativ viele Unschuldige in die Sache mit hinein gezogen werden, die aufgrund ihrer Vergangenheit die entsprechende Zielscheibe dafür bieten. Die Figuren wurden ziemlich authentisch beschrieben, wobei ich mir von den Detectivs, allen voran D.D. Warren, mehr versprochen hätte. Ich denke, dass für Neueinsteiger in die Serie der Personenkreis um die Ermittler herum näher hätte beschrieben werden sollen, denn hier kann man sich die einzelnen Dinge nur zusammen reimen.
Was mir besonders gefiel, waren die ständigen Wendungen, die für die notwendige Spannung und Unterhaltung gesorgt haben. So hat man kaum bemerkt, wie schnell das Buch ausgelesen war. Nur das Finale hat mich ein bisschen zurück geschreckt, was für Meindafürhalten einen viel zu lieblichen Ausgang, im Vergleich zur durchweg rasanten Handlung, fand.

Die Autorin: Lisa Gardner
Lisa Gardner ist eine der erfolgreichsten amerikanischen Thrillerautoren der Gegenwart. Sie lebt mit ihrer Familie und zwei Hunden in New England.







Meine Bewertung:
 

Quellen:
Cover: Verlag Rowohlt
Klappentext: Verlag Rowohlt
Autorenporträt: Verlag Rowohlt
Foto: © by Deborah Feingold

Mittwoch, 13. Februar 2013

Rezension Hafenmord von Katharina Peters

Katharina Peters
Hafenmord

Erschienen am: 20.02.2012
Verlag: AufbauTaschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 316
Preis € (D) 8,99 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-7466-2815-8

Zur Leseprobe  Bei atb kaufen

Klappentext: Romy Becarre glaubt auf Rügen, ein wenig zur Ruhe zu kommen. Doch kaum hat sie sich auf ihrer neuen Dienststelle eingerichtet, hat sie ihren ersten Fall. Nach einem anonymen Anruf findet die Polizei auf dem Gelände einer Fischfabrik im Sassnitzer Hafen die Leiche des seit anderthalb Tagen vermissten Kai Richardt. Der 45-jährige Geschäftsmann, Familienvater und Triathlet aus Bergen, verlor im Keller eines Lagerhauses sein Leben. Bei der Durchsuchung des Lagerhauses stößt Romy auf eine zweite Leiche. Das Skelett einer Frau wird gefunden, die im Jahr 2000 spurlos verschwand, als sie auf der Insel merkwürdigen Geschäften des toten Richardts nachging. Doch wo ist der Zusammenhang zwischen den beiden Mordfällen?

Meine Meinung: Er sieht gut aus, ist sportlich, ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, hat ein vorzeigbares Anwesen, eine super gut aussehende Frau, zwei tolle Kinder und hat jede Menge Freunde. Und doch muss es jemanden geben, der ihn nicht mag, denn der 45 jährige Kai Richardt wurde nach einem anonymen Anruf auf der Polizeiwache von Bergen in einem verlassenen Keller eines still gelegenen Fabrikgeländes in Saßnitz tot aufgefunden. Wie die Obduktion ergab, starb Kai, nachdem er auf üble Art und Weise verprügelt worden ist, Stunden später an einem tödlichen Schlag auf den Kopf.
Romy Beccare, die neue Kommissarin auf Rügen, findet nur schwer brauchbare Ermittlungsansätze, denn der Tote schien allseits beliebt gewesen zu sein. Nur nach und nach findet Romy gemeinsam mit ihrem Team heraus, wer Kai Richardt wirklich war.

Katharina Peters hat mich mit ihrem Krimidebüt „Hafenmord“ voll gefesselt. Schon ihr Prolog beginnt rasant und spannend und diese Spannung zieht sich bis zum Ende des Buches durch. Ohne sich mit irgendwelchen Nichtigkeiten und Nebensächlichkeiten aufzuhalten, kommt die Autorin sofort zum Kern der Sache. Der Tod des beliebten Geschäfts-, Sports- und Ehemanns Kai Richardt scheint erst einmal alle zu schocken, denn niemand kann sich erklären, wer ihm hätte etwas anhaben können. Doch die neue Kommissarin Romy Beccare, die sich erst vor kurzem nach einem Schicksalsschlag auf Rügen versetzen ließ, kommt schnell hinter das Geheimnis des Toten und lässt seine Fassade allmählich bröckeln. Bei den Ermittlungen stößt Romy und ihr Partner Kasper Schneider auf weitere Verbrechen, die Jahre zurück liegen und unaufgeklärt im Archiv schlummern.
Nach und nach kommen Einzelheiten ans Tageslicht, die sich die Ermittler nur schwer erklären können, denn alle ihre potentiellen Verdächtigen mauern und kommen mit schadenfeinigen Alibis. Und so versteht es die Autorin auch den Leser in das Verwirrspiel mit einzubeziehen, denn jeder Bekannte, Freund oder Verwandte des Toten scheint schließlich ein Motiv zu haben, ihn lieber tot als lebend zu sehen.
Die Handlung des Krimis, die schon zu Beginn ein ordentliches Tempo aufgenommen hat, bleibt rasant und nimmt auch im Verlauf immer mehr an Spannung zu bis sich schließlich die Ereignisse überschlagen. Auch wenn man glaubt, endlich dem Mörder auf die Spur gekommen zu sein, kommt die überraschende Wendung.
Katharina Peters ist eine brillante Erzählerin und versteht es den Leser in ihren Bann zu ziehen. Ihre Figuren sind alle überzeugend und gut gelungen. Jede besitzt ihren unverkennbaren Charakter, sodass man gewisse Sympathien und Antipathien entwickeln kann.
Obwohl die Handlung des Krimis nicht unbedingt spektakulär ist, ist dieser so gut verpackt und erzählt, dass man ihn nur ungern aus der Hand legen kann.
„Hafenmord“ ist der gelungene Beginn einer vielversprechenden Serie um die Kommissarin Romy Beccare und lässt auf weitere spannende Kriminalfälle hoffen.

Fazit: Ein außerordentlich unterhaltsamer und spannender Krimi mit einer gut ausgearbeiteten und mit viel Lokalkolorit versehenen Story, die bis zum Schluss, auch durch ihre überzeugenden Protagonisten, fesselt. Absolut empfehlenswert!

Meine Bewertung:

Die Autorin: Katharina Peters
Katharina Peters, Jahrgang 1960, wurde in Wolfsburg geboren. Sie lebt heute als freie Autorin in Berlin und auf Rügen. Im Aufbau Taschenbuch liegt ihr Roman „Hafenmord. Ein Rügen-Krimi“ vor. Der zweite Fall mit Kommissarin Romy Beccare „Dünenmord“ erscheint im Frühjahr 2013


Quellen:
Cover:Aufbau Taschenbuch Verlag
Klappentext: Aufbau Taschenbuch Verlag
Autorenporträt: Aufbau Taschenbuch Verlag 

An dieser Stelle möchte ich mich
recht herzlich beim


für die Bereitstellung dieses
Rezensionsexemplars bedanken.

Dienstag, 12. Februar 2013

# 21 # Karin Slaughter: Tote Augen

Karin Slaughter
Tote Augen

Erschienen am: 05.11.2011
Verlag: Blanvalet
Ausgabeart: Gebundene Ausgabe
Kategorien: Belletristik/Krimi/Thriller
Seiten: 576
Preis: € 19,99
ISBN: 978-3-7645-0343-7

Klappentext: Als Krankenhausärztin in Atlanta, Georgia, versucht Dr. Sara Linton, ihr Leben neu zu ordnen. Doch als es zu einer Reihe grausamer Folterungen und Morde kommt, kann die ehemalige Rechtsmedizinerin aus Grant County nicht tatenlos zusehen. Sie schaltet sich in die Ermittlungen von Will Trent und Faith Mitchell vom Georgia Bureau of Investigation ein, auch wenn die Ereignisse schmerzhafte Erinnerungen in ihr wecken, die sie eigentlich hinter sich lassen wollte ...

Meine Meinung: Nach dem Tod ihres Ehemanns Jeffrey Tolliver hat die Kinderärztin Sara Linton alle Zelte hinter sich abgebrochen und ist nach Atlanta gezogen. Dort nahm sie die sich ihr bietende Stelle als Ärztin in der Notfallaufnahme des Grady Hospitals an. Ein medizinischer Notfall ließ die Bekanntschaft zwischen der Polizistin Faith Mitchell und Sara Linton machen. Wenig später taucht Faiths Partner Will Trent erneut im Hospital auf, dieses Mal allerdings als ermittelnder Special Agent in einem mysteriösen Unfall. Die gerade eingelieferte junge Frau, die eigentlich Opfer eines Autounfalls war, wurde zuvor bestialisch gefoltert. Auf der Suche nach dem Tatort der Folterung stößt Will auf eine unterirdische, selbst gebaute Höhle, in die er sich ohne Schutz begibt. Während der ersten Inaugenscheinnahme muss er feststellen, dass das im Hospital eingelieferte Opfer dort tagelang gequält worden sein musste. Als er glaubt, es könne nicht schlimmer kommen, erkennt er, dass noch eine weitere Person, die sich inzwischen nicht mehr in der Höhle befand, gefoltert worden ist.
Nachdem die Thrillerserie mit Jeffrey Tolliver durch seinen Tod so abrupt endete, begann mit Will Trent eine neue Serie, die jetzt im 3. Band mit der hinterbliebenen Ehefrau von Tolliver, Sara Linton, ihre Vereinigung findet. Wie nicht anders zu erwarten, ist auch hier Sara Linton, zwar mehr im Hintergrund, in die Ermittlungsarbeit der beiden Agents involviert, jedoch nicht aktiv tätig. So manches Mal scheint sie den entscheidenden Hinweis auf eine Spur nach der Suche des Mörders und Folterer zu geben. Obwohl Faith die Zusammenarbeit mit Sara missbilligt, ihr sogar aufs Schlimmste vorwirft, sich in Dinge einzumischen, die ihr nichts angingen, findet sie dann doch noch den Zugang zu ihr. Will Trent, der inzwischen mit seiner langjährigen Bekannten, Geliebten, Prostituierten und ehemaligen Polizeibeamtin Angie verheiratet und trotzdem unglücklich ist, findet in Sara eine Frau, zu der er aufschauen kann.
Die verzweifelte Suche nach dem Frauenfolterer, der einen bestimmten Typ Frau bevorzugt, sie kidnappt und festhält, foltert und ihren Tod in Kauf nimmt, zieht sich leider sehr langatmig durch das Buch. Einzig und allein haben mich die Entwicklung der Ermittler Will Trent und Faith Mitchell sowie der Ärztin Sara Linton neugierig auf das Kommende gemacht. Den Plot selbst fand ich ziemlich ermüdend, der wenig Tiefe zeigte. Die Gespräche mit Hinterbliebenen, Zeugen und Familienmitgliedern ergaben irgendwie keinen Sinn und waren für Meindafürhalten eine eigene Handlung, die sich nicht in die Gesamthandlung einfügen konnte.
Leider gab es nur wenige Situationen die ich spannend empfand. Zugute muss ich der Autorin halten, dass ich erst ziemlich spät auf den vermeintlichen Täter kam, da es wirklich während der gesamten Handlung kaum Hinweise auf eine der Figuren gab, die als Täter hätte infrage kommen können. Zwar hatte sich eine Figur heraus gezeichnet, die dem Profil des Verbrechers am nächsten kam, allerdings auch nur deswegen, weil ich es aus vielen anderen Büchern kannte und das Muster klischeebedingt passte. 

Fazit: „Tote Augen“ ist ein unterhaltsamer Roman, der leider nur wenige Überraschungen und keine Wendungen mit sich brachte.

Die Autorin: Karin Slaughter
Karin Slaughter, Jahrgang 1971, stammt aus Atlanta, Georgia. 2003 erschien ihr Debütroman Belladonna, der sie sofort an die Spitze der internationalen Bestsellerlisten und auf den Thriller-Olymp katapultierte. Ihre Grant County-Romane um Rechtsmedizinerin Sara Linton und Polizeichef Jeffrey Tolliver sind inzwischen in 30 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 20 Millionen mal verkauft worden.



Meine Bewertung:

Quellen:
Cover: Verlag Blanvalet
Klappentext: Verlag Blanvalet
Autorenporträt: Verlag Blanvalet
Foto: © Alison Rosa 

Und hier noch mal ein dickes Dankeschön an Kerry vom
Lesenden Katzenpersonal und dem Blanvalet-Verlag 
für das Gewinnbuch


Sonntag, 10. Februar 2013

# 20 # Oliver Pötzsch: Die Henkerstochter und der schwarze Mönch


Oliver Pötzsch
Die Henkerstochter und der schwarze Mönch

Erschienen am: 03.04.2009
Verlag: Ullstein
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik/Historischer Roman
Seiten: 528
Preis: € 9,99
ISBN: 978-3-548-26853-6

Zur Leseprobe         
Online bestellbar hier: Amazon/Ullstein

Klappentext: Schongau 1660: Der Pfarrer der Lorenzkirche wurde vergiftet. Mit letzter Kraft konnte er noch ein Zeichen geben, das zu einem uralten Templergrab in der Krypta führt. Dort entdecken der Henker Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena und der Medicus Simon rätselhafte Hinweise auf einen Templerschatz. Der Mörder des Pfarrers ist dem Geheimnis längst auf der Spur, aber auch eine brutale Räuberbande hat davon erfahren. Ein gnadenloser Wettlauf beginnt.

Meine Meinung: Kaum das ein Jahr vergangen ist, stürzen sich der Henker Jakob Kuisl und seine Tochter Magdalena sowie der angehende Medicus von Schongau, Simon Friesinger, in das nächste Abenteuer. Mitten im tiefsten Winter wird Simon zur Altenstadter Lorenzkirche gerufen, da es dem Pfarrer Andreas Koppmeyer gar nicht gut ginge. Obwohl Simon der Meinung war, dass sich der fette Pfarrer bestimmt wieder überfressen haben müsste, konnte er nur wenig später nur noch dessen Tod feststellen. Allerdings bemerkte er einen eigenartigen Geruch in den Resten seiner letzten Mahlzeit und glaubte, dass der Pfarrer vergiftet worden sei. Sicherheitshalber ließ er auch den Henker kommen, der sich mit Heilkräutern und Giften am besten auskannte. Kuisl konnte nur bestätigen, was Simon vermutete und erzählte ihm von Koppenmeyers letzten Andeutungen. Zusammen suchten sie des Rätsels Lösung in der anliegenden Lorenzkirche und stießen dabei auf Hinweise eines vergrabenen Schatzes.

Wieder hat Oliver Pötzsch einen spannenden und fesselnden Roman, der auf historischem Hintergrund aufgebaut ist, präsentiert. Der Autor, der selbst aus der Kuisl-Linie stammt, hat seinen Roman sowohl aus Helden, die tatsächlich in der Zeit um 1660 lebten als auch mit fiktiven Figuren gespickt. Zusammen ergeben sie eine interessante, mitreißende, aber auch sehr amüsante Mischung, deren Geschichte sich flüssig und in einem Zug lesen lässt. Auch Denjenigen, denen es bisher vergönnt war, Band 1 zu lesen, werden sich ohne Schwierigkeiten schnell und unkompliziert in die Geschehnisse einlesen können.
Mit viel Witz erzählt der Autor das Leben Mitte/Ende des 17. Jahrhunderts und zeigt vor allem, wie sich einige wesentliche Dinge änderten. Seine Protagonisten hat er, wie schon im ersten Teil ziemlich klar heraus gearbeitet. Der Henker wird als ein kräftiger, gebildeter und selbstsicherer Mann dargestellt, ebenso seine Tochter, die sehr eigensinnig ist und mit ihrer Herkunft sehr selbstbewusst umgeht. Simon, der Medicus wird hingegen eher als tapsig und tollpatschig demonstriert, über den man so manches Mal schmunzeln kann.
Die Suche nach dem vermeintlichen Schatz wird von Pötzsch sehr rasant und spannend erzählt und man glaubt durch seine detaillierten Beschreibungen der Schauplätze unmittelbar an der Schatzsuche beteiligt zu sein.
Aber Kuisl kann sich dieses Mal nicht so intensiv an der Schatzsuche beteiligen, weil ihn der Gerichtsschreiber Johann Lechner mal wieder mit einer ganz besonderen Aufgabe betraut hat. Räuber verunsichern die Umgebung von Schongau und so soll Kuisl die Räuberbande unschädlich machen. Zum einen hat Lechner den Henker dann für eine Weile los und zum anderen rechnet er wieder mit Einnahmen für die Stadt.
Dass Kuisl ausgerechnet bei der Räuberbande auf wesentliche Hinweise stößt, die die Schatzsuche betrifft, kommt ihm natürlich ganz gelegen. Zudem erfährt er noch Dinge, die Simon und seine Tochter betreffen. Denn sie scheinen in höchster Gefahr zu schweben.
Die Schatzsuche, die sich auf mehrere Rätsel aufbaut, wird schnell zu einer blutigen Jagd zwischen dem gebildeten Henker, seine Tochter, dem Medicus und der Schwester des vergifteten Pfarrers.
Während der gesamten Handlung treten immer wieder Wendungen ein, mit denen man als Leser in keiner Weise rechnet und so wird die Jagd auf den Schatz zu einem ernsthaften Problem für die 4 Personen und schließlich zu einem noch größeren Desaster.
Viel zu schnell neigte sich das Buch dem Ende zu und so kann man nur auf eine ähnlich rasante Folgegeschichte hoffen.

Der Autor: Oliver Pötzsch
Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, arbeitet seit Jahren als Filmautor für den Bayerischen Rundfunk, vor allem für die Kultsendung "quer". Er ist selbst ein Nachfahre der Kuisls, die 300 Jahre lang die berühmteste Henker-Dynastie Bayerns waren.


Meine Bewertung:

Reihenfolge der Henkerstochter-Saga
Band 1 – Die Henkerstochter
Band 3 – Die Henkerstochter und der König der Bettler
Band 4 – Der Hexer und die Henkerstochter


Quellen:
Cover: Ullstein Verlag
Klappentext: Ullstein Verlag
Kurzbiografie: Ullstein Verlag
Foto: © Gerald von Foris
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