Sonntag, 10. Juni 2012

# 92 # Rezension zu "Die Holzhammer-Methode" von Fredrika Gers

Fredrika Gers

Die Holzhammer-Methode

Erschienen am: 01.06.2012
Verlag: rororo
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 272
Preis € (D) 8,99 | € (A) 9,30
ISBN: 978-3-499-25876-5

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Klappentext: Gestatten: Franz Holzhammer, Hauptwachtmeister in Berchtesgaden. Mitten in der sommerlichen Alpenidylle stürzt ein Gleitschirmflieger vom Himmel. Der junge Mann ist auf der Stelle tot. Hauptwachtmeister Franz Holzhammer hat ein ganz schlechtes Gefühl bei der Sache. Sein Vorgesetzter will die Angelegenheit als Unfall abtun, doch Holzhammer ist es egal, wer unter ihm Chef ist – er beginnt zu ermitteln. Kurz darauf kommt eine Patientin der örtlichen Reha-Klinik ums Leben. Christine, ihre Ärztin, will nicht an einen natürlichen Tod glauben. Und so wird die Zugereiste unvermutet Holzhammers wichtigste Verbündete.

Meine Meinung: Fredrika Gers, als gebürtige Hamburgerin hat ihr Krimidebüt mit einen Alpenroman, der in der Region Berchtesgaden spielt, präsentiert. Ihre Protagonisten sind typische bayerische, klischeebehaftete Kriminallisten, eine Ärztin, Einheimische und Touristen, wobei ihr Hauptaugenmerk hauptsächlich auf der letztgenannten Zielgruppe liegt. Dies wird einem allerdings erst ab der zweiten Hälfte der Story bewusst, nachdem die Todesopfer ausschließlich Touristen sind. Die Ermittlung zu den Verbrechen erfolgt eher oberflächlich und lasch, da sie vom zuständigen Leiter der hiesigen Polizei ebenso unerwünscht sind. Dass ausgerechnet Hauptwachtmeister Franz Holzhammer eine Aufklärung der für ihn vermutlichen Mordfälle in Betracht zieht, entspricht weniger diesem Klischee.
Die Handlung an sich dümpelt ziemlich lange vor sich hin. Die vielen Nebenhandlungen haben für Meindafürhalten eher als Lückenfüller gedient, als den Plot inhaltlich voran zu bringen.
Etwas erfrischend empfand ich dagegen die wenigen Gedankengänge des Mörders, die im Buch kursiv hervorgehoben worden sind.
Ihre Figuren hat die Autorin recht anschaulich dargestellt, jedenfalls konnte ich mir von ihnen ein gutes Bild formen.
Leider fand ich den Schreibstil von Fredrika Gers etwas zu holprig, sodass auch beim Lesen keine Spannung aufkam. Ihre Stärken liegen eher in der Beschreibung der Schauplätze und Landschaften, die für mich erstaunlicherweise wie ein Film vorbei zogen.

Fazit: Ein guter Einstieg in eine recht aussichtsreiche Krimiserie der Autorin, in der noch eine Menge Potential steckt.

Die Autorin: Fredrika Gers 
Fredrika Gers ist gebürtige Hamburgerin und schreibt, seit sie schreiben kann. Sie lernte Bankkaufrau und arbeitete als Schiffsmaklerin. Folgerichtig ging sie anschließend in die Werbung und textete für namhafte Agenturen in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München. Nebenher verfasste sie journalistische Beiträge und Romane. Der großen Liebe wegen zog sie im neuen Jahrtausend ins Berchtesgadener Land. Dort entdeckte sie ihre zweite große Liebe: die Berge. Und schon bald entstand die Idee zu einem Berchtesgaden-Krimi. «Die Holzhammer-Methode» ist der erste Band in der Reihe um Hauptwachtmeister Franz Holzhammer.

Meine Bewertung:

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Samstag, 9. Juni 2012

# 91 # Rezension zu "Nordhörn" von Jürgen Rath

Jürgen Rath

Nordhörn

Erschienen am: 01.05.2012
Verlag: Sutton
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 267
Preis € (D) 12,00
ISBN: 978-3-8666-80964-6

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Klappentext: Nicht gerade eine Traumaufgabe für Aushilfsarchivar Steffen Stephan: das verlotterte Archiv der Inselgemeinde Nordhörn auf Vordermann bringen. Im Winter. Auf einer sturmumtosten Nordseeinsel, auf der das Wirtschaftswunder auch 1959 immer noch nicht angekommen ist. Wenn wenigstens die Einheimischen etwas zugänglicher wären. Aber nein, irgendwie scheint sich hier jeder davor zu fürchten, dass Stephan im Archiv etwas Belastendes entdeckt. Als er erfährt, dass sein Vorgänger vor drei Jahren unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist, wird ihm langsam mulmig. Doch als pflichtbewusster Beamter macht Stephan unbeirrbar weiter. Bis die Verbindung zum Festland vom Eisgang unterbrochen wird und die Feindseligkeit in offene Gewalt umschlägt. Stephan wird gejagt. Auf einer Insel!

Meine Meinung: Wir schreiben das Jahr 1959. Steffen Stephan, der zuverlässige und arbeitsame Archivar wird auf die Insel Nordhörn versetzt. Er soll das durch den Brand zu Schaden gekommene Archiv wieder auf Vordermann bringen. Drei Monate hat er dafür Zeit. Zeit, in der er sich auf der Insel sesshaft machen soll. Doch die Bewohner stehen ihm nicht gerade wohl gesonnen gegenüber. Immer wieder trifft er auf Barrieren, die sich zwischen ihm und den Einheimischen aufbauen. Stephan wird nicht nur wie ein Außenseiter behandelt, sondern auch als Feind, vor dem es sich in Acht zu nehmen gilt.

Jürgen Rath hat mit „Nordhörn“ sein Krimidebüt präsentiert, das seinen eigenen Stil besitzt. Die in tagebuchform geschriebene Story baut auf zwei Handlungssträngen auf, die zum einen im Jahr 1959 und zum anderen in einem Rückblick im Jahr 1938 spielt.
Die Geschichte erzählt von den Ereignissen auf Nordhörn, die im Jahr 1938 geschahen und im Jahr 1959 wieder ans Tageslicht gelangen. Die von Geheimnissen umwobene Insel lässt den Leser auf spannende Ereignisse hoffen.
Diese Spannung hat für Meindafürhalten etwas lange auf sich warten lassen. Während die Kapitel zu häufig durch die ausgedehnten Mahlzeiten, die Zusammensetzung der Gerichte und deren Zubereitung dominierten, dazu noch viele Klischees bedient worden sind, fehlt es an der eigentlichen Handlung. Zudem muss man schon ein bekennender Fan von Schifffahrt und deren Technik sein, um von dem Plot nicht allzu sehr gelangweilt zu werden.
Raths Schreibstil fand ich zwar etwas gewöhnungsbedürftig, trotzdem liest sich die Story fließend. Man merkt das Rath der geborene Seemann ist uns sich in dem Medie bestens auskennt.
Beeindruckt haben mich allerdings wieder einmal das tolle Cover des Buches, sowie die auf Seite 8 eingefügte Landkarte der Insel Nordhörn. So konnte man sich gut in die Handlung vertiefen und die „Flucht“ des Archivars Steffen Stephan besser verfolgen.

Fazit: „Nordhörn“ ist ein ruhiger Nordseekrimi mit einer etwas rätselhaft erzählten Geschichte, der besonders für die Leser geeignet ist, die nichts von Brutalität und Blutvergießen halten.

Der Autor: Jürgen Rath

Jürgen Rath, gelernter Seemann mit Kapitänspatent, promovierter Historiker und Personalmanager, hat sich im vergangenen Jahrzehnt einen Namen als Schifffahrtshistoriker und Sachbuchautor gemacht. In seinem ersten Kriminalroman beweist der Hamburger neben profunder Sachkenntnis sein großes erzählerisches Talent.



Meine Bewertung:

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Freitag, 8. Juni 2012

# 90 # Rezension zu "Die schöne Münchnerin" von Harry Kämmerer


Harry Kämmerer
Die schöne Münchnerin

Erschienen am: 09.03.2012
Verlag: Graf
Ausgabeart: Klappenbroschur
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 304
Preis € (D) 14,99 | € (A) 15,50
ISBN: 978-3-862-20021-3

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Klappentext: "Aber sie hatte eine schöne Nase... Bisher zierte sie das Sommerloch der beliebtesten Boulevardzeitung und die berühmte Galerie Ludwigs I. in Nymphenburg. Die schöne Münchnerin. Nun liegt sie leider auf dem Obduktionstisch von Gerichtsmedizinerin Dr. Fleischer: Die Gewinnerin des diesjährigen Schönheitswettbewerbs trägt eine koksperforierte Nase, deren DNA sich, sehr kurios, vom Rest des Körpers unterscheidet. Ein neuer Fall für das bewährte Team um Chefinspektor Mader und seinem Dackel, Brühwürfel-Fan Bajazzo. "Soulman" Hummel, "Dosi" Rossmeier und der schwangerschaftsgestresste Zankl krempeln die Ärmel hoch. Sie stoßen auf ein dicht gewebtes Netz aus rolexbewehrten Schönheitschirurgen mit bizarren Geschäftspraktiken. Die Frage, die sich alle stellen: Wurde die schöne Münchnerin zum Schweigen gebracht, weil sie über die wahre Herkunft ihrer Nase Auskunft geben wollte?"

Meine Meinung: Es liest sich, als wäre sie Frankensteins Braut. Denn an der Toten, die auch die Schöne Münchnerin genannt wird, ist so gut wie nichts echt. Sogar die Nase scheint von einer fremden Person zu stammen, denn die DNA der Nase stimmt nicht mit der DNA des Körpers überein.
Kommissar Mader und sein Team, die die Tote in ihrer Wohnung gefunden haben, stoßen auf so manche Ungereimtheiten.

Während zu Beginn der Handlung Hanke seinen neuen Maserati in den Kurven wiegt und wenig später von einem Moorbad samt Wagen vereinnahmt wird, wechseln die Handlungsstränge des Autors Harry Kämmerer, wie manch Anderer seine Unterwäsche. Etwas verwirrend ziehen sich anfänglich die ersten Begegnungen der einzelnen Figuren durch die Handlung. Wer Dosi, Hummel, Zankl usw. aus dem 1.Teil Kämmerers Krimi „Isartod“ nicht kennt, wird es so wie ich, erst einmal schwer haben, sich mit den einzelnen Figuren und Namen anzufreunden. Noch dazu, wenn jeder dieser Figuren, sei es Polizist oder Gerichtsmediziner etwas auf dem Kerbholz haben und auch sie versuchen, ihr Taschengeld auf recht abnormaler Weise aufzubessern.
Schließlich führen die Ermittlungen der Polizei in die Welt der Schönen und Reichen bzw. in die Welt, die die einen reich und die anderen schön werden lassen. Etwas bizarr stellt sich die Handlung schon dar, denn es geht um Organhandel. Wenn man bedenkt, dass so jedes Organ und Körperteil mittlerweile verpflanzt werden kann, kommen einem schon die Ängste. Als Nichtfachmann fragt man sich dennoch, was ist an dem Plot glaubwürdig und was nicht.
Der Autor lässt seinen Leser damit ziemlich allein und so kann sich jeder seine eigenen Vorstellungen dazu bilden.
Kämmerer glänzt in seinem Werk damit, in dem er immer wieder von einem Handlungsstrang zum anderen springt und man so eine gewisse Zeit benötigt, um sich in die Story einzufinden. Allein die Namen, die der Autor verwendet, lässt einen annehmen, dass die Handlung auf etwas humoristische Weise dargestellt wird. Dem ist nicht ganz so. Diese Art der Einlagen wirken eher verkrampft als amüsant.
An sich finde ich das Thema, das der Autor in seinem Krimi verarbeitet hat, nicht unwichtig. Doch wie er dieses dargestellt hat, fand ich eher grotesk. Dies hängt vielleicht auch damit zusammen, dass für Meindafürhalten keine richtige Spannung in dem Plot aufkam und ich so manches Mal auf das Aha-Gefühl sehnsüchtig wartete. Obwohl der Krimi nur so von Toten wimmelt, lässt auch die Aufklärung der Fälle zu wünschen übrig.
Die Figuren und deren Charaktere sind typisch bayerisch dargestellt und natürlich mit den entsprechenden Klischees behaftet. Eine Beziehung zu den Figuren konnte ich nicht wirklich herstellen, hängt vielleicht auch damit zusammen, dass ich mich insgesamt mit dem Sprach- und Schreibstil von Harry Kämmerer schwer getan habe.
Sehr gut gefallen hat mir allerdings die Einteilung der Story in kleine Kapitel, das einem das Springen in die verschiedenen Handlungsstränge vereinfacht hat. Auch die jeweils dafür ausgewählten Überschriften fand ich sehr passend, haben mitunter sogar zum Schmunzeln angeregt.

Fazit: „Die schöne Münchnerin“ ist ein gut aufgebauter Krimi, der mit einem rasanten Tempo und ständig wechselnden Handlungssträngen aufwartet.

Der Autor: Harry Kämmerer
Harry Kämmerer, geboren 1967, aufgewachsen in Passau, lebt mit seiner Familie in München. Verlagsredakteur mit Herz für Musik und Literatur, verfasste bislang unter anderem Kurzgeschichten, ein wissenschaftliches Lehrbuch und zwei Hörspielserien für Kinder. Sein erster Roman Isartod wurde für viele Leser zum Kultbuch. 

Meine Bewertung:
 
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Mittwoch, 6. Juni 2012

# 89 # Rezension zu "Schwarze Dame Tod" von Mara Laue


Mara Laue

Schwarze Dame Tod

Erschienen am: 01.03.2011
Verlag: Sutton
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 237
Preis € (D) 12,00 | € (A) 12,40
ISBN: 978-3-5866-80755-4

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Klappentext: Kaum aus dem Urlaub heimgekehrt, steht Kommissar Ralf Zell im heimischen Nieselregen am Schauplatz eines ungewöhnlichen Verbrechens. An einer verlassenen Bushaltestelle liegt die Leiche des Schwiegersohns des größten Baulöwen von Braunschweig. „Schwarze Dame Tod“ waren seine letzten Worte.
Ein Raubmord? Aber die Kugel stammt aus einer schallgedämpften Waffe. Ein Auftragsmord? In Braunschweig? Die Ermittlungen im Umfeld des Toten werfen mehr Fragen auf, als sie beantworten. Warum reagiert die Ehefrau so kühl? Und hatte das Opfer wirklich eine Geliebte?
Immer mehr Indizien weisen auf die Sängerin Nicki Raven, die so gerne Schwarz trägt. Eine verführerische Dame, um die Kommissar Zells Gedanken nicht nur beruflich immer intensiver kreisen.

Meine Meinung: Er wollte doch nur ein Taxi rufen, doch jetzt ist er tot. Namenlos, unbekannt und ohne Identität finden ihn die Braunschweiger Kommissare Ralf Zell und Uwe Seifert mit einer Schussverletzung an einer Bushaltestelle unweit des bekannten Restaurants Magic Song in Lehndorf. Seine letzten Worte, die der gerufene Taxifahrer verstanden hat, lauteten: Schwarze Dame Tod. Weder der Taxifahrer noch die Kommissare können mit dieser Wortverbindung etwas anfangen. Während sie nach ihren ersten Befragungen schließlich die Identität des Mannes heraus finden, konzentrieren sich die weiteren Ermittlungen fast ausschließlich im sozialen Umfeld des Baulöwen Gerhard Holbeck, dessen Schwiegersohn der Tote war.

Mara Laue hat mit ihrem Krimi „Schwarze Dame Tod“ ein solides und interessantes, mit Spannung gespicktes Werk präsentiert. Dass sich Kommissar Zell gleich zu Beginn der Story in die Sängerin Nicka Ravenhorst verliebt und mit ihr eine Affäre beginnt, gibt der Geschichte einen gewissen Reiz. Obwohl Nicki zeitweise sogar als Verdächtige gesehen wird, glaubt Kommissar Zell an deren Unschuld. Zell´s Mitarbeiter dagegen arbeiten wie auf Hochtouren um hinter die Vita von Nicka zu gelangen, bis ein weiterer Mord geschieht und sich die Karten der Verdächtigen scheinbar neu mischen.
Mara Laue schafft es mit ihrem ersten Krimi den Leser spannungsmäßig bei Laune zu halten. Der Plot beginnt ruhig, wird aber im Verlauf abwechslungsreicher und spannender. Überraschende Wendungen, die die Autorin in ihrer Handlung eingebaut hat, lassen den Leser fast jeden der Protagonisten als Verdächtigen erscheinen.
Beeindruckend sind Laues Recherchen über die Ermittlungstätigkeiten der Polizei. Hier kann sie gut und gerne mit den Großen der Krimischriftsteller mithalten. Ebenso finde ich ihren Schreibstil, der flüssig und leicht zu lesen ist, sehr leserfreundlich.

Fazit: „Schwarze Dame Tod“ ist ein kurzweiliger Regionalkrimi, den man nicht so schnell vergessen wird.

Die Autorin: Mara Laue

Mara Laue (Jahrgang 1958), begann im Alter von 12 Jahren mit dem Schreiben. Auf erste Veröffentlichungen in Schülerzeitungen folgten ab 1980 Fantasy- und Science-Fiction-Storys, Kriminal- und andere Kurzgeschichten und Gedichte in Anthologien und Fanzines sowie verschiedene Sachartikel zu diversen Themen. 1999 wurde ihr erstes (inzwischen vergriffenes Lyrik-) Buch veröffentlicht. Seit 2005 arbeitet sie als Berufsschriftstellerin und schreibt hauptsächlich Krimi/Thriller, Science Fiction, Okkult-Krimis, Dark Romance, Fantasy und Lyrik.
Sie ist Mitautorin der Science-Fiction-Serie "Sternenfaust" des Bastei-Verlages und arbeitet als Co-Autorin an der SF-Serie "Rex Corda" des Mohlberg-Verlages mit. Seit 2008 gehören auch Theaterstücke zu ihrem Repertoire. Sie hat eine eigene Okkult-Krimi-Serie "Sukkubus" beim Online-Magazin "Geisterspiegel", die ab 2013 mit dem zweiten Zyklus als Buchserie erscheint.

Meine Bewertung:


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Dienstag, 5. Juni 2012

# 88 # Rezension zu "Die Engelsmühle" von Andreas Gruber - Band 2 der Peter Hogart - Reihe

Andreas Gruber

Die Engelsmühle

Erschienen am: 05.12.2011
Verlag:
Festa
Ausgabeart:
Broschur
Kategorien:
Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 272
Preis € (D) 13,95
ISBN: 978-3-865-52080-4

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Klappentext: Der pensionierte Rückenmarksspezialist Abel Ostrovsky wird in seiner Villa am Stadtrand Wiens brutal gefoltert und ermordet. Vor seinem Tod konnte er noch ein Videoband verstecken. Auf der Suche nach diesem Film zieht der Killer eine blutige Spur durch die Stadt.
Der Versicherungsdetektiv Peter Hogart findet das Video vor dem Mörder und wird so selbst zur Zielscheibe. Auf dem Film ist allerdings nur eine neunminütige Schwarz-Weiß-Sequenz zu sehen: Der schäbige Raum eines Krankenhauses, durch den eine Frau im Rollstuhl fährt.

Meine Meinung: Peter Hogart ist ein erfolgreicher Versicherungsdetektiv, der auf eigene Rechnung arbeitet und sich seine Aufträge aussuchen kann. Gerade als er einen lukrativen Auftrag der Versicherungsagentur Medeen & Lloyd annimmt, bei dem er beweisen soll, dass die Räume der Wiener Gebietskrankenkasse durch eine Brandstiftung ausgebrannt sind, bittet ihn sein Bruder Kurt in einer heiklen Sache um seine Hilfe.
Der ehemalige Dozent Abel Ostrovsky, den Kurt während eines Telefonats ganz aufgelöst mitgeteilt habe, dass er nur ihm und nicht der Polizei etwas anvertrauen könne, wurde wenige Tage später bestialisch gefoltert und ermordet aufgefunden. Nun soll Hogart herausfinden, wo sich das bestimmte Beweisstück, das Ostrovsky Kurt anvertrauen wollte, befindet. Obwohl sich die Polizei noch in der Villa des ehemaligen Professors aufhält um Spuren zu sichern, gelingt es Hogart das besagte Beweisstück, was sich als Videoband heraus stellt, zu finden. Als sich die beiden Brüder das etwa 9-minütige Video anschauen, können sie sich gar keinen Reim darauf machen. Denn alles was sie sehen, ist nichts Verbotenes. Als Hogart mit seinen Ermittlungen beginnt, schlittert er immer tiefer in die Sache hinein. Aber auch sein Bruder Kurt gerät in die Fänge der Polizei und wird als Hauptverdächtiger des Mordes in Gewahrsam genommen. Währenddessen wird eine zweite Leiche gefunden, die ähnlich verstümmelt wie die Erste ist und Kurt wiederum zum Verdächtigen macht, weil der Zeitpunkt des Todes vor seiner Inhaftierung liegt.

Der österreichische Autor Andreas Gruber hat mit seinem Thriller „Die Engelsmühle“ einen spannendes und fesselndes Werk präsentiert. Er lässt seinen Versicherungsdetektiv Peter Hogart in Wien seinen zweiten Fall lösen. Während Hogart einen lukrativen Auftrag seines Hauptauftraggebers übernimmt, beginnt er, mehr ungewollt und zeitgleich mit den Mordermittlungen, in denen auch sein Bruder Kurt verwickelt ist. Ihm zur Seite drängt sich seine 16 jährige Nichte Tatjana, die unbedingt wie er, Detektiv werden will. Um an gewisse Informationen zu gelangen, nimmt er nur widerwillig ihre Dienste in Anspruch und gibt sie als seine Tochter aus.
Zudem kreuzen Hogarts eigensinnigen Ermittlungen des Öfteren die Ermittlungen der Polizei, wobei Hogart ihnen immer einen Schritt voraus zu sein scheint.

Andreas Gruber erzählt seine Story in einem rasanten Tempo. Seinen Spannungsbogen baut er allmählich auf und lässt ihn bis zum Ende des Buches auf hohem Niveau. Seine Figuren sind sympathisch und authentisch dargestellt. Jede Figur für sich hat ihren eigenen Charakter, der von liebenswert bis hin zu exzentrisch und durchgeknallt glaubhaft wirkt. Beeindruckend fand ich, wie ungeniert er über die Zustände der Wiener Polizei schreibt, und wie locker er die korrupten Polizisten, die sich ja nur ihr mageres Gehalt aufbessern wollen, zeigt.
Grubers Schreibstil ist nicht nur flüssig und fesselnd; er schreibt zudem äußerst spannend und gibt hin und wieder auch mal humoristische Einlagen zum Besten. Einige Male habe ich mich köstlich amüsiert. Trotzdem hat der Autor die Ernsthaftigkeit der Handlung nicht aus den Augen verloren.
Dass schließlich zum Ende des Falls hin alles chaotisch verläuft und Hogart einige Male selbst in Lebensgefahr gerät, verpasst der Story noch eine gewissen Kick. Selbst seine Verwicklungen in die Gefühlswelt der Frauen stellt den Versicherungsdetektiv nur noch verletzlicher und sympathischer dar.
Die Aufklärung bzw. wer die/der Täter des Brandfalls und der Mordfälle ist/sind, kommt zwar nicht überraschend, bleibt aber trotzdem bis zum Ende der Story spannend, da weitere, nicht vorhergesehene Dinge geschehen.

Fazit: Mich hat dieser Thriller auf ganzer Strecke überzeugt und ich kann nur hoffen, dass es bald einen dritten Fall mit Peter Hogart geben wird. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung!

Der Autor: Andreas Gruber

Andreas Gruber wurde 1968 in Wien geboren, studierte an der Wirtschaftsuniversität Wien, arbeitet halbtags im Büro eines Pharma-Konzerns und lebt mit seiner Familie und vier Katzen in Grillenberg in Niederösterreich.




Meine Bewertung:

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Montag, 4. Juni 2012

# 87 # Rezension zu "SchattenGift" von Nane´Lenard


Nane´Lenard

SchattenGift

Erschienen am: 12.03.2012
Verlag: Niemeyer, Hameln
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 352
Preis € (D) 9,95 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-827-19412-1

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Klappentext: Einer Frau wird in die Füße geschossen, später verschwindet sie. Von ihr werden blutverklebte Haarbüschel und ein Fetzen ihrer Kleidung gefunden. Ist sie ermordet worden oder gibt es noch Hoffnung? Die bekannten Kommissare Wolf Hetzer und Peter Kruse ziehen alle Register ihres kriminalistischen Könnens, um die Frau lebend finden zu können. Stundenlange Ermittlungen im Umfeld des Opfers bringen nach und nach grausame Details ans Licht. Sie kommen einer gemeinen Intrige auf die Spur und haben schließlich mehr Verdächtige als ihnen lieb ist. Doch die Zeit bleibt der größte Feind der beiden Kommissare. Während sich ihr Räderwerk im Schatten dreht, ticken Sekunden aus Blut.

Meine Meinung: Marie-Sophie Schulze aus Bergdorf wurde Opfer eines Verrückten, so scheint es zumindest zu Beginn der Story. Ohne erkennbaren Grund wurde ihr gleich zweimal hintereinander in den Fuß geschossen. Der Täter ist flüchtig.
Kommissar Wolf Hetzer und sein Partner Peter Kruse haben nun die Aufgabe, den Täter dingfest zu machen. Während ihrer Ermittlungen überschlagen sich regelrecht die Ereignisse, sodass sich selbst die Kommissare erst einen Weg aus dem Chaos bahnen müssen.

Nane Lenard beginnt ihre Handlung „Schattengift“ etwas zurückhaltend, sodass sich der Leser zunächst gut mit den Kommissaren Hetzer und Kruse anfreunden kann. Während Hetzer der drahtige Ermittler ist stellt Kruse genau den Gegenpol dar. Der etwas fülligere und bedächtige Kommissar glänzt gerne mit knappen Reden. Auch ihre übrigen Protagonisten führt Lenard gebührend in den Plot ein, in dem sie ihnen zu Beginn der Handlung jeweils ein gesondertes Kapitel widmet. Jedes Kapitel ist zudem mit einer kurzen Überschrift versehen, die dem Leser schon vorweg eine gewisse Erwartungshaltung offeriert.
Die Geschichte erzählt die Autorin aus verschiedenen Perspektiven und bringt einem somit abwechselnd die Gedanken der einzelnen Protagonisten nahe.
Mitunter wirken zwar die Dialoge etwas abgehakt und plump, doch wartet die Autorin auch mit genügenden Überraschungen auf.
Dass sich hinter dem Verbrechen um Marie-Sophie gleich mehrere Tatmotive verbergen, macht die Story ab dem zweiten Drittel erst so richtig spannend. Jede der Verdächtigen hat seinen eigenen Beweggrund, Marie-Sophie lieber tot als lebend zu sehen.
Kommissar Hetzer stellt die ganze Situation zudem noch vor ein weiteres Problem, denn er ist sich seiner Gefühle um eine alte Freundin aber auch um die verschwundene Marie-Sophie nicht sicher. Schließlich stiftet die Autorin zum Ende der Story hin noch mehr Verwirrungen, als sich die schockierende und völlig überraschende Auflösung des Falls ergibt und die Spannung kaum noch zu bremsen ist.

Fazit: Ihre Kenntnisse im medizinischen Bereich sind Nane´ Lenard in ihrem dritten Krimi „SchattenGift“ nach „SchattenHaut“ und „SchattenWolf“ zugute gekommen, der zudem für abwechslungsreiche, interessante und unterhaltsame Stunden sorgt.
Wer die ersten beiden Bände - so wie ich -  nicht kennt, hat trotzdem keine Probleme sich schnell in die Handlung mit den beiden Kommissaren einzufinden. Das heißt nicht, dass die beiden ersten Bände ungelesen davon kommen werden. Auch sie werden noch den Weg in mein Bücherregal finden.

Die Autorin: Nane´Lenard

Nané Lénard alias Nicolé-Annette Leonhard wurde 1965 in Bückeburg geboren und ist Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Nach dem Abitur und einer Ausbildung im medizinischen Bereich studierte sie später Rechts- und Sozialwissenschaften. Von 1998 an war sie als Freie Journalistin für die regionale Presse tätig. Seit 2009 an arbeitet sie im Bereich Marketing und Redaktion bei einem Dienstleistungs-Unternehmen. Von ihr wurden bereits mehrere Gedichte und Kurzgeschichten sowie gemeinsam mit Claudio di Facere im Ensemble “Zweins” die Hörbücher „Gleisgesänge“, „Erotic Art“, die „Fürstenblut“- Reihe und zwei Kurzfilme auf YouTube veröffentlicht.

Meine Bewertung:


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Sonntag, 3. Juni 2012

# 86 # Rezension zu "Friesensturm" von Birgit Böckli


Birgit Böckli

Friesensturm

Erschienen am: 01.03.2012
Verlag: Knaur Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 256
Preis € (D) 8,99
ISBN: 978-3-426-51022-7

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Klappentext: Auf Spiekeroog treibt ein Mörder sein Unwesen. Die Insulaner schließen von vornherein aus, dass der Täter einer von ihnen ist. Diese eingeschworene Haltung der Friesen erschwert die Ermittlungen der beiden Hauptstadtkommissare Thomas Berg und Freda Althus erheblich. Und der Sturm, der sich vor der Insel zusammenbraut, wird bald alle Spuren verwischen.

Meine Meinung: Thomas Berg hat sich auf eigenen Wunsch von Berlin nach Spiekeroog, einer autofreien Nordseeinsel, versetzen lassen. Dass er nicht Willkommen ist, lässt sein Vorgesetzter Revierleiter Theo Herrlich ihn deutlich spüren. Kaum dass er eingetroffen ist, passiert auch schon der erste Mord. Es ist überhaupt der erste Mord, den es je auf Spiekeroog gegeben hat. Ausgerechnet Berg zieht die vom Festland kommende Kripobeamtin Freda Althuis in die Ermittlungen mit ein. Herrlich dagegen fühlt sich übergangen und beauftragt Berg mit belanglosen Arbeiten obwohl ein weitere Leiche gefunden worden ist.
Da sich Berg und Althuis offensichtlich besser verstehen als es Herrlich lieb ist, meldet sich Herrlich krank. Unterdessen scheinen die Ermittlungen auf der gemütlichen Insel und ihren Bewohnern ins Stocken zu geraten, denn alle scheinen nur noch zu mauern, sodass die beiden Ermittler auf der Stelle treten.

Birgit Böckli beginnt ihren Prolog mit einem riesigen Paukenschlag. Mit diesen anfänglichen spannenden Zeilen ist natürlich auch eine gewisse Erwartungshaltung verbunden. Doch die Autorin enttäuscht nicht. Mit einem eindrucksvollen Tempo führt sie den Leser zunächst in das Leben auf der Insel Spiekeroog ein und lässt dann auch ohne große Umschweifungen den ersten Mord geschehen. Im Verlauf der Handlung erhöht sich die Anzahl der Todesfälle, die teilweise wie Unfälle aussehen, aber keine sind. Dass damit die Kommissare überfordert sind, verwundert nicht.
Mit dem Revierleiter Herrlich, der vermeintlich schon sein ganzes Leben auf der Insel verbracht hat, lernt man einen knochigen, aber auch verängstigten und demoralisierten Menschen kennen, der auch mal seine Untergebenen mobbt. Hingegen wirkt der ehemalige Berliner Polizist Thomas Berg als Neuankömmling auf der Insel, der vor seiner Vergangenheit flüchtet, sehr sympathisch. Auch die übrigen Figuren beschreibt Böckli sehr anschaulich. Von jeder erhält man eine gewisse Vorstellung.
Die Geschichte ist spannend erzählt und wird oftmals aus der Perspektive von Thomas Berg dargestellt, sodass man auch einen umfassenden Einblick in seine Gefühlswelt erhält.
Zu keinem Zeitpunkt hatte ich den Eindruck, dass mich der Krimi langweilen würde. Im Gegenteil, der Spannungsbogen ist gut aufgebaut und hat sich während der gesamten Handlung auf hohem Niveau gehalten. Zwar fand ich das Ende des Plots und die Auflösung der Mordfälle etwas zu konstruiert, was aber dem Gesamteindruck des Buches keinen Abbruch getan hat.
Birgit Böckli begeistert mit einem einfachen, flüssigen und fesselnden Schreibstil. Die Unterteilung des Buches in kleine Kapitel trägt für ein schnelles Lesetempo bei. Begeistert haben mich auch die ungewöhnliche Größe des Buches und vor allem das faszinierende und mystische Cover.

Fazit: Birgit Böckli ist mit „Friesensturm“ ein hervorragendes Krimi-Debüt gelungen, das sehr abwechslungsreich und unterhaltsam erzählt ist. Die Story, die aus vielen kleinen Ereignissen besteht, fügt sich ganz allmählich ohne jeglichen Spannungsabfall wie Puzzleteile zu einem Ganzen zusammen.

Die Autorin: Birgit Böckli

Birgit Böckli, geboren 1972 in Mönchengladbach, hatte schon immer den Traum, Schriftstellerin zu werden und begann bereits in jungen Jahren damit, erste Geschichten zu Papier zu bringen. Die Autorin veröffentlichte bislang mehrere Kurzgeschichten. „Friesensturm" ist ihr erster Roman. Die gelernte Wirtschaftskorrespondentin lebt mit ihrer Familie in einer Kleinstadt in Baden Württemberg.


Meine Bewertung:

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Samstag, 2. Juni 2012

# 85 # Rezension zu "Schwarze Dame" von Andreas Gruber - Peter Hogarts erster Fall

Andreas Gruber

Schwarze Dame

Erschienen am: 28.10.2011
Verlag: Festa
Ausgabeart: Broschur in Lederoptik
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 272
Preis € (D) 13,95
ISBN: 978-3-865-52072-3

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Klappentext: Privatermittler Peter Hogart wird beauftragt, in Prag nach einer Kollegin zu suchen, die in einem Fall von Versicherungsbetrug ermittelte und spurlos verschwand. In der von dunklen Mythen beherrschten Stadt sticht Hogart in ein Wespennest: Binnen Stunden hat er Schläger, Geldeintreiber, einen wahnsinnigen Killer und die gesamte Prager Kripo am Hals. Nur die Privatdetektivin Ivona Markovic, sie untersucht gerade mithilfe eines gefährlichen Unterweltbosses eine Reihe bizarrer Verstümmelungsmorde, scheint auf Hogarts Seite zu stehen. Als beide nur knapp dem Tod entrinnen, wird ihnen klar, dass es eine Verbindung zwischen ihren Fällen gibt. Grubers neuer Psycho-Thriller! Düsterer Wahnsinn zwingt eine ganze Stadt zu einem perversen Spiel.

Meine Meinung: In Prag wartet auf den Versicherungsdetektiv Peter Hogart ein Auftrag, der nicht ganz ohne ist. Der Versicherungskonzern Medeen & Lloyd hat 13 wertvolle Bilder des bekannten Künstlers Oktavian versichert, die bei einem Brandschaden in der Prager Nationalgalerie durch das Feuer zerstört worden sind. Bevor die millionenschwere Versicherungssumme ausgezahlt werden sollte, hatte die Wiener Außendienstmitarbeiterin des Versicherungskonzerns Alexandra Schelling zu prüfen, ob es sich hierbei nicht um einen Versicherungsbetrug handelt. Doch Schelling gilt seitdem als vermisst. Peter Hogart, der der tschechischen Sprache mächtig ist, soll nicht nur die Agentin finden, sondern ggf. auch nach den wertvollen Bildern suchen.
Bei seinen Ermittlungen lernt er die tschechische Privatdetektivin Ivona Markovic kennen, die Hogart schon nach der ersten Begegnung zu sich nach Hause einlädt. Doch dieses Date sollte Hogart vorerst an seinen Nachforschungen hindern.

Andreas Gruber hat für seinen ersten Fall, in dem der Versicherungsdetektiv Peter Hogart ermittelt, die goldene Stadt Prag als Schauplatz seines Thrillers gewählt. Ganz allmählich wird der Leser in den Fall eines Versicherungsbetrugs und Mordfalls eingeführt. Während Hogart zu Beginn der Handlung die Stadt Prag erkundet und sich auf den Spuren der vermissten Alexandra Schelling begibt, sind die Einwohner der Stadt wegen eines Serienkillers mehr als verängstigt. Indessen lernt Hogart die attraktive und gutaussehende Privatdetektivin Ivona Markovic kennen, die von ihrem Auftraggeber Dr. Zajic mit der Aufklärung des Mordes an seiner Frau beauftragt worden ist. Da die Interessen von Hogart und Markovic ziemlich beieinander liegen, verbünden sich die Beiden und gehen auf gemeinsame Ermittlungstour.

Sehr ausführlich beschreibt der Autor Andreas Gruber die Schauplätze in Prag, das jeden Pragliebhaber die Herzen wahrscheinlich höher schlagen lässt. Für Diejenigen die Prag nicht kennen, wird es allerdings eine ziemlich langatmige und zähe Angelegenheit bis in etwa des ersten Drittels des Buches. Danach beginnt der Plot ein rasantes Tempo aufzunehmen, das vor Spannung nur so strotzt. Seine Figuren hat Gruber sehr anschaulich beschrieben, sodass man von ihnen eine klare Vorstellung erhält. Die Anzahl der Protagonisten ist zudem überschaubar, Nebendarsteller fügen sich geschmeidig in die Story ein, ohne dass Verwirrung aufkommt.

Etwas schwer getan habe ich mich mit der Darstellung der Nachforschungen und Recherchen durch die Amateurermittler Hogart und Markovic. Was die Polizei in monatelanger Sisyphusarbeit nicht geschafft hat, bekommen die beiden Ermittler in weniger als 4 Tagen gebacken. Sie stellen nicht nur einen Serienmörder, der eine Vielzahl von Opfern auf seiner Liste hinterlassen hat, sondern klären auch noch einen Versicherungsbetrug auf.
Trotzdem hat mich dieser Thriller angenehm überrascht und mir einige unterhaltsame und spannende Stunden verschafft.

Fazit: Wer den etwas seichten Einstieg in die Story „Schwarze Dame“ gut übersteht, wird schließlich noch mit einem spannenden und packenden Thriller belohnt, den man nicht so schnell beiseite legen kann.

Der Autor: Andreas Gruber

Andreas Gruber wurde 1968 in Wien geboren, studierte an der Wirtschaftsuniversität Wien, arbeitet halbtags im Büro eines Pharma-Konzerns und lebt mit seiner Familie und vier Katzen in Grillenberg in Niederösterreich.





Meine Bewertung

Freitag, 1. Juni 2012

# 12 # Neues im Bücherregal

Gnadenlos habe ich wieder in den vergangenen Tagen zugeschlagen. Dabei war ich so glücklich, dass ich unter die 30 er SuB-Marke gekommen bin und jetzt ist sie schon wieder nahe der 40. Zum Glück gibt es diesen Monat wieder einige freie Tage für mich, die ich u.a. auch zum Lesen nutzen werde.


Klappentext: Einer Frau wird in die Füße geschossen, später verschwindet sie. Von ihr werden blutverklebte Haarbüschel und ein Fetzen ihrer Kleidung gefunden. Ist sie ermordet worden oder gibt es noch Hoffnung? Die bekannten Kommissare Wolf Hetzer und Peter Kruse ziehen alle Register ihres kriminalistischen Könnens, um die Frau lebend finden zu können. Stundenlange Ermittlungen im Umfeld des Opfers bringen nach und nach grausame Details ans Licht. Sie kommen einer gemeinen Intrige auf die Spur und haben schließlich mehr Verdächtige als ihnen lieb ist. Doch die Zeit bleibt der größte Feind der beiden Kommissare. Während sich ihr Räderwerk im Schatten dreht, ticken Sekunden aus Blut.

Klappentext: Kaum aus dem Urlaub heimgekehrt, steht Kommissar Ralf Zell im heimischen Nieselregen am Schauplatz eines ungewöhnlichen Verbrechens. An einer verlassenen Bushaltestelle liegt die Leiche des Schwiegersohns des größten Baulöwen von Braunschweig. „Schwarze Dame Tod“ waren seine letzten Worte.
Ein Raubmord? Aber die Kugel stammt aus einer schallgedämpften Waffe. Ein Auftragsmord? In Braunschweig? Die Ermittlungen im Umfeld des Toten werfen mehr Fragen auf, als sie beantworten. Warum reagiert die Ehefrau so kühl? Und hatte das Opfer wirklich eine Geliebte?
Immer mehr Indizien weisen auf die Sängerin Nicki Raven, die so gerne Schwarz trägt. Eine verführerische Dame, um die Kommissar Zells Gedanken nicht nur beruflich immer intensiver kreisen.

Klappentext: Kriminalkommissarin Paula Rauwolf hat einiges hinter sich. Und ihr neuer, strafversetzter Partner Lukas Rambacher ist auch kein Quell der Freude. Wenigstens ist ihr neuer Fall ziemlich eindeutig. Mit blutigen Händen neben der Leiche, da wird auch der trickreichste Rechtsverdreher diesem Jerome Kastor nicht helfen können.
Aber das ist gar nicht nötig. „Mangel an Indizien, ermitteln Sie in eine andere Richtung!“ Ist der Staatsanwalt verrückt geworden? Wer hält seine schützende Hand über Kastor? Das wird Paula herausfinden, das muss sie herausfinden, ob es ihrem Chef und Lukas nun passt oder nicht.
Als sie eine Verbindung zwischen Kastor und dem mächtigen Reeder Witold Graf entdeckt, scheint alles klar. Über Graf gibt es ja schon lange Gerüchte, andererseits ist er mit den Spitzen von Politik und Gesellschaft auf Du und Du. Und als die Ermittler Graf und Kastor zu nahe kommen, gerät alles außer Kontrolle.


Klappentext: Auf Spiekeroog treibt ein Mörder sein Unwesen. Die Insulaner schließen von vornherein aus, dass der Täter einer von ihnen ist. Diese eingeschworene Haltung der Friesen erschwert die Ermittlungen der beiden Hauptstadtkommissare Thomas Berg und Freda Althus erheblich. Und der Sturm, der sich vor der Insel zusammenbraut, wird bald alle Spuren verwischen.

Klappentext: Nicht gerade eine Traumaufgabe für Aushilfsarchivar Steffen Stephan: das verlotterte Archiv der Inselgemeinde Nordhörn auf Vordermann bringen. Im Winter. Auf einer sturmumtosten Nordseeinsel, auf der das Wirtschaftswunder auch 1959 immer noch nicht angekommen ist. Wenn wenigstens die Einheimischen etwas zugänglicher wären. Aber nein, irgendwie scheint sich hier jeder davor zu fürchten, dass Stephan im Archiv etwas Belastendes entdeckt. Als er erfährt, dass sein Vorgänger vor drei Jahren unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist, wird ihm langsam mulmig. Doch als pflichtbewusster Beamter macht Stephan unbeirrbar weiter. Bis die Verbindung zum Festland vom Eisgang unterbrochen wird und die Feindseligkeit in offene Gewalt umschlägt. Stephan wird gejagt. Auf einer Insel!

Klappentext: Bisher zierte sie das Sommerloch der beliebtesten Boulevardzeitung und die berühmte Galerie Ludwigs I. in Nymphenburg: Die Schöne Münchnerin. Nun liegt sie leider auf dem Obduktionstisch von Gerichtsmedizinerin Dr. Fleischer: Die Gewinnerin des diesjährigen Schönheitswettbewerbs trägt eine koksperforierte Nase, deren DNA sich, sehr kurios, vom Rest des Körpers unterscheidet. Ein neuer Fall für das bewährte Team um Chefinspektor Mader und seinen Dackel, Brühwürfel-Fan Bajazzo. „Soulman“ Hummel, „Dosi“ Rossmeier und der schwangerschaftsgestresste Zankl krempeln die Ärmel hoch. Sie stoßen auf ein dicht gewebtes Netz aus rolexbewehrten Schönheitschirurgen mit bizarren Geschäftspraktiken. Die Frage, die sich alle stellen: Wurde die Schöne Münchnerin zum Schweigen gebracht, weil sie über die wahre Herkunft ihrer Nase Auskunft geben wollte?

Klappentext: Mitten in der sommerlichen Alpenidylle stürzt ein Gleitschirmflieger vom Himmel. Der junge Mann ist auf der Stelle tot. Hauptwachtmeister Franz Holzhammer hat ein ganz schlechtes Gefühl bei der Sache. Sein Vorgesetzter will die Angelegenheit als Unfall abtun, doch Holzhammer ist es egal, wer unter ihm Chef ist – er beginnt zu ermitteln. Kurz darauf kommt eine Patientin der örtlichen Reha-Klinik ums Leben. Christine, ihre Ärztin, will nicht an einen natürlichen Tod glauben. Und so wird die Zugereiste unvermutet Holzhammers wichtigste Verbündete.

Klappentext: Privatermittler Peter Hogart wird beauftragt, in Prag nach einer Kollegin zu suchen, die in einem Fall von Versicherungsbetrug ermittelte und spurlos verschwand.
In der von dunklen Mythen beherrschten Stadt sticht Hogart in ein Wespennest: Binnen Stunden hat er Schläger, Geldeintreiber, einen wahnsinnigen Killer und die gesamte Prager Kripo am Hals. Nur die Privatdetektivin Ivona Markovic – sie untersucht gerade mithilfe eines gefährlichen Unterweltbosses eine Reihe bizarrer Verstümmelungsmorde – scheint auf Hogarts Seite zu stehen. Als beide nur knapp dem Tod entrinnen, wird ihnen klar, dass es eine Verbindung zwischen ihren Fällen gibt.

Klappentext: Der pensionierte Rückenmarksspezialist Abel Ostrovsky wird in seiner Villa am Stadtrand Wiens brutal gefoltert und ermordet. Vor seinem Tod konnte er noch ein Videoband verstecken. Auf der Suche nach diesem Film zieht der Killer eine blutige Spur durch die Stadt.
Der Versicherungsdetektiv Peter Hogart findet das Video vor dem Mörder und wird so selbst zur Zielscheibe. Auf dem Film ist allerdings nur eine neunminütige Schwarz-Weiß-Sequenz zu sehen: Der schäbige Raum eines Krankenhauses, durch den eine Frau im Rollstuhl fährt.


Klappentext: Eine harmlose Studentenparty in einer kleinen amerikanischen Universitätsstadt endet mit einem Ausbruch von Gewalt im Haus der Dozentin Emma. Ihre kleine Tochter Maggie hat alles mit angesehen. Zehn Jahre später kommen die Erlebnisse von damals wieder hoch: Maggie, inzwischen fünfzehn, wird von alten Albträumen gequält, hat Probleme in der Schule, schwänzt den Unterricht. Sie selbst weiß nur, dass ihr ihre neue Mathelehrerin, die ihr nie ins Gesicht sieht, unheimlich ist. Warum löst Grace, die Lehrerin, die altbekannten Ängste in Maggie aus, die längst überwunden schienen? Und was ist vor zehn Jahren wirklich geschehen?  
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