Montag, 4. März 2013

# 32 # Andreas Franz/Daniel Holbe: Tödlicher Absturz


Andreas Franz/Daniel Holbe
Tödlicher Absturz
Band 13 der Julia-Durant-Serie

Erschienen am: 01.03.2013
Verlag: KnaurTaschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi/Thriller
Seiten: 480
Preis € (D) 9,99 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-426-51237-1

Zur Leseprobe     Bei Amazon/Knaur kaufen

Klappentext: Eine junge Frau, die brutal misshandelt wird ... Ein grausamer Mord in der Silvesternacht ... Eine Spur, die in die Chefetagen einer Bank führt ... Ein neuer Fall für Julia Durant und ihr Team!…

Meine Meinung: Die 23 jährige Lara Emmels sollte das neues Jahr nicht mehr erleben. Am Morgen des 2. Januar 2011 wurde sie tot in einem Müllcontainer der Taunusanlage im Bankenviertel von Frankfurt aufgefunden. Die Tote wies erhebliche Spuren einer Misshandlung und Vergewaltigung auf. Als mutmaßlicher Täter kommt sowohl für das Morddezernat als auch für die Presse nur der Direktor Karl von Eisner in Frage.
Nur Stunden später werden die Kommissare Julia Durant und Frank Helmer zu einem weiteren Tatort gerufen. Auch hier kann nur noch der Tod der 25 jährigen Nathalie Löber festgestellt werden. Der Täter scheint, dem ersten Ansachein nach, kein anderer zu sein als der Ehemann Stefan Löber.

Daniel Holbe hat nun schon zum zweiten Mal nach „Die Todesmelodie“ die Idee des Schriftstellers Andreas Franz, die Kommissarin Julia Durant in einem weiteren Fall ermitteln zu lassen, umgesetzt.
Julia Durant und ihre Kollegen haben es wieder gleichzeitig mit mehreren heimtückischen Mordfällen, die in der Metropole von Frankfurt geschahen, zu tun. Demzufolge baut sich die Geschichte auch auf mehreren Handlungssträngen auf. Während der Leser im Prolog miterlebt, wie sich ein Mann von einer Brücke zu Tode stürzt, geschehen kurz darauf gleich mehrere, fast identische Todesfälle.
Die Ermittlungen der Mordkommission verlaufen etwas ruhig ab, von Erfolgen ist lange Zeit nichts zu spüren. Mehr oder weniger drehen sich die Kommissare im Kreis und verdächtigen fast jeden.
Die Handlung ist sehr durchwachsen und ist begleitet von ständigen Wiederholungen, was die Ermittlungen betreffen. Die Dialoge gestalten sich leider viel zu holprig, kantig und einfach. Julia Durant, die auf ihrem Gebiet immer als ein Profi galt, scheint sich auf einmal nicht mehr an die simpelsten Befragungen und Ermittlungsmethoden zu erinnern. Frank Helmer, ihr Partner, muss sie des Öfteren unterstützen und ihr auf die Sprünge helfen, was ziemlich unprofessionell dargestellt wird. Eigenartige Fragespiele ummanteln die umfangreichen Beschreibungen der Figuren und Schauplätze.
Daniel Holbe hat es gewagt, das Erbe von Andreas Franz anzutreten, was ich ausgesprochen mutig finde. Denn so bleibt es nicht aus, dass automatisch Vergleiche angestellt werden. Die Bücher von Andreas Franz habe ich geliebt, sie waren alle durchweg spannend und fesselnd. Von der ersten Zeile an wurde ich seinen Sog gezogen und es fiel mir nur schwer, die Werke aus der Hand legen zu können. Auch Daniel Holbe hat einen flüssigen Sprachstil, allerdings fehlen hier die Emotionen, die einen an sein Werk binden könnten. Ganz besonders in diesem Roman spürt man nun die Handschrift des neuen Schriftstellers, in der mit Sicherheit noch eine Menge Potential steckt. So empfand ich diesen Krimi zwar unterhaltsam, aber auch vorhersehbar. Schon nach kurzer Zeit war mir bewusst, welches Motiv hinter den Mordfällen steckte, überraschende Wendungen blieben demzufolge aus. Auch wenn ich „Tödlicher Absturz“ nur als durchschnittlichen Krimi bewerten kann, wird meine Sucht nach den Fällen von Julia Durant und Frank Hellmer, die hier zwar ziemlich farblos dargestellt worden sind, ungebrochen bleiben. 

Die Autoren:
Andreas Franz große Leidenschaft war von jeher das Schreiben. Bereits mit seinem ersten Erfolgsroman "Jung, blond, tot" gelang es ihm, unzählige Krimileser in seinen Bann zu ziehen. Seitdem folgte Bestseller auf Bestseller, die ihn zu Deutschlands erfolgreichstem Krimiautor machten. Seinen ausgezeichneten Kontakten zu Polizei und anderen Dienststellen ist die große Authentizität seiner Kriminalromane zu verdanken.
Andreas Franz starb im März 2011. Er war verheiratet und Vater von fünf Kindern.

Daniel Holbe, Jahrgang 1976, lebt mit seiner Familie in der Wetterau unweit von Frankfurt.
"So richtig zu Schreiben" begann er im Herbst 2006, und im April 2009 schließlich erschien mit dem kirchenhistorischen Thriller "Die Petrusmünze" sein Debüt bei Rütten&Loening. In diesem Buch vereint er sowohl sein privates geschichtliches Interesse als auch seine Liebe zu Südfrankreich. Die Grundideen für sein erstes Buch trug er schon über viele Jahre hinweg mit sich.
Insbesondere Krimis rund um Frankfurt und Hessen faszinieren den lesebegeisterten Daniel Holbe schon seit geraumer Zeit. So wurde er Andreas-Franz-Fan - und schließlich selbst Autor. Als er einen Krimi bei Droemer-Knaur anbot, war Daniel Holbe überrascht von der Reaktion des Verlags: Ob er sich auch vorstellen könne, ein bereits bestehendes Projekt in dieser Region zu übernehmen?


Meine Bewertung:


Reihenfolge der Julia-Durant-Serie
Band 1 – Jung,blond, tot
Band 2 – Das achte Opfer
Band 3 – Letale Dosis
Band 4 – Der Jäger
Band 6 – Kaltes Blut
Band 7 – Das Verlies
Band 9 – Tödliches Lachen
Band 10 – Das Todeskreuz
Band 11 – Mörderische Tage
Band 12 – Todesmelodie
Band 13 – Tödlicher Absturz
Band 14 – Teufelsbande – erscheint im Herbst 2013

Quellen:
Cover: Knaur Taschenbuch Verlag
Klappentext: Knaur Taschenbuch Verlag
Kurzbiografie: Amazon
Foto: ©FinePic / Helmut Henkensiefken
Foto: © Daniel Holbe



An dieser Stelle möchte ich mich beim

für die
Bereitstellung des
Rezensionsexemplars bedanken.


Sonntag, 3. März 2013

# 7 # Neues im Bücherregal

Spannende und historische Literatur ist wieder in mein Bücherregal eingezogen, worauf ich mich riesig freue. Immer mehr Gefallen finde ich inzwischen an den historischen Romanen. Unter den 6 Büchern sind 5 Rezensionsexemplare der Verlage Fischer, Goldmann, Blanvalet, Knaur und atv. Dafür sage ich erst einmal ganz herzlichen Dank.

(31) Klappentext: Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt mehrere Frauen und begräbt sie bei lebendigem Leib. Der Täter spielt der Polizei Hinweise zu, doch wenn ein Grab gefunden wird, ist die Frau darin bereits tot. Erstickt.
Zur gleichen Zeit hat Eva, eine erfolgreiche Geschäftsfrau Mitte 30, einen immer wiederkehrenden Traum. Sie wacht in einem Sarg auf. Gefangen, hilflos, panisch. Sie weiß nicht, wie sie in den Sarg hineingekommen ist, und später nicht mehr, wie sie ihn wieder verlassen hat. Doch irgendwann ist es vorbei, sie ist frei, liegt in ihrem Bett. Und bemerkt die Blutergüsse und Kratzspuren an Händen, Armen und Beinen


(32) Klappentext: Ein grausamer Mord ereignet sich im Berliner Tierpark. Eine der Ersten, die am Tatort eintrifft, ist die junge Streifenpolizistin Sanela Beara: ehrgeizig, voller Tatendrang und entschlossen, dem Fall auch gegen den Willen ihres Vorgesetzten auf den Grund zu gehen. Denn die Schuldige ist schnell gefasst – zu schnell, wie Sanela glaubt. Während der Öffentlichkeit die geständige Mörderin Charlie Rubin präsentiert wird, hat Beara Zweifel. Zweifel, die auch den Psychologen Jeremy Saaler plagen, der ein Gutachten über Charlies Zurechnungsfähigkeit erstellen soll. Unabhängig voneinander haben beide den gleichen Verdacht: Der Mord im Tierpark hängt mit Charlies Kindheit in einem kleinen Dorf in Brandenburg zusammen. Ein dunkles, mörderisches Rätsel lockt sie nach Wendisch Bruch – direkt ins Visier eines Gegners, der die Totenruhe im Dorf um jeden Preis bewahren will ...

(33) Klappentext: Esslingen, 1325: Melisande ist noch ein Kind, als ihre Familie in einem Hinterhalt brutal gemeuchelt wird. Dass sie überlebt, verdankt sie allein Raimund. Dem Henker. Er nimmt sie zu sich, gibt sie als seinen stummen Neffen aus, lehrt sie sogar sein Handwerk - das nicht nur entsetzliche Foltermethoden, sondern auch die Kunst des Heilens umfasst. Ihre verletzte Seele findet dennoch keine Ruhe, hat sie ihrer sterbenden Mutter doch eines versprochen: den Mörder zu finden und sie zu rächen.



(34) Klappentext: Eine junge Frau, die brutal misshandelt wird ... Ein grausamer Mord in der Silvesternacht ... Eine Spur, die in die Chefetagen einer Bank führt ... Ein neuer Fall für Julia Durant und ihr Team!

(35) KlappentextIvo vom Spiegel hatte ihm die Rückkehr nach Köln untersagt – und doch kommt Arndt van Doorne wieder, um seine Beteiligung an einem Hurenhaus zu kassieren. Er bezahlt dafür mit dem Leben. Als neben seiner Leiche Mats Schlyffers mitsamt einem blutigen Messer gefunden wird, ist für den Schöffen Endres Overstoltz klar: Der Mörder ist der Messerschleifer. Doch der kann sich an nichts erinnern, und es gibt eine ganze Reihe weiterer Verdächtiger, die Arndt auf dem Gewissen haben könnten. Alyss beginnt zu ermitteln und bringt eine ungeheuerliche Wahrheit ans Licht …

(36) Klappentext: Ein Sommermärchen Jessica, wegen ihren langen Haare auch Rapunzel genannt, muss wegen akuten Geldmangels ihre Ausbildung zur Schauspielerin abbrechen. Sie findet einen Job auf Rügen – ausgerechnet als Servicekraft für Seebestattungen. Bei ihrem ersten Einsatz passiert ihr ein folgenschweres Missgeschick. Sie ...



Samstag, 2. März 2013

# 31 # Arno Strobel: Der Sarg


Arno Strobel
Der Sarg

Erschienen am: 10.01.2013
Verlag: Fischer
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik/Krimi/Thriller
Seiten: 384
Preis: € 9,99
ISBN: 978-3-596-19102-4

Zur Leseprobe         
Online bestellbar hier: Amazon/Fischer

Klappentext: »Sie konnte nicht einordnen, was diese Schwärze zu bedeuten hatte. Aber sie war überall. Und es gab keinen Ausweg.«
Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt mehrere Frauen und begräbt sie bei lebendigem Leib. Der Täter spielt der Polizei Hinweise zu, doch wenn ein Grab gefunden wird, ist die Frau darin bereits tot. Erstickt.
Zur gleichen Zeit hat Eva, eine erfolgreiche Geschäftsfrau Mitte 30, einen immer wiederkehrenden Traum. Sie wacht in einem Sarg auf. Gefangen, hilflos, panisch. Sie weiß nicht, wie sie in den Sarg hineingekommen ist, und später nicht mehr, wie sie ihn wieder verlassen hat. Doch irgendwann ist es vorbei, sie ist frei, liegt in ihrem Bett. Und bemerkt die Blutergüsse und Kratzspuren an Händen, Armen und Beinen …

Meine Meinung: Eva Rossbach hat reich geerbt. Die gut gehende Firma wird von ihrem Geschäftsführer Dr. Hubert Wiebking akribisch geführt. In ihrer Villa lebt sie jedoch allein und recht zurück gezogen. Nur ihre Freundin Wiebke Pfeiffer besucht sie hin und wieder. Eigentlich dürfte es ihr an nichts fehlen, doch seit einiger Zeit plagen Eva Albträume, die sie allerdings ziemlich realistisch erlebt. Nicht nur, dass sie sich in ihren Träumen lebend und eingeschlossen in einem Sarg befindet und versucht sich zu befreien, findet sie nach dem Aufwachen Verletzungen an den Händen, die sie sich durch das Schaben und Kratzen an Sargdecke und –wände zugezogen haben muss.
Nachdem sie aber in der Tageszeitung von genau solch einem Verbrechen, bei dem eine Frau lebend in einem Sarg vergraben und nur noch tot geborgen werden konnte, liest, erzählt sie ihrer Freundin von den Albträumen.
Wiebke empfiehlt ihr, sich einem Psychiater anzuvertrauen. Doch mit dem Gang zu dem empfohlenen Arzt scheint alles nur noch schlimmer zu werden.

Arno Strobel hat es wieder einmal geschafft und einen grandiosen Psychothriller präsentiert. Mit dem Hauptkommissar Bernd Menkhoff hat der Autor eine bereits bekannte Figur aus seinem Roman „Das Wesen“ zurück geholt. Menkhoff, der inzwischen in Köln arbeitet und eine neue Partnerin zur Seite hat, hat die schwere Aufgabe übernommen, die Verbrechen eines Serienmörders aufzuklären. Bereits zwei Frauen hat dieser bei lebendigem Leib vergraben, deren Kampf ums Überleben qualvoll durch Ersticken endete. Bei seinen Ermittlungen trifft Menkhoff und seine Partnerin Jutta Reithöfer auf eine Reihe von Verdächtigen, denen sie sich ständig der Verlogenheit und Verschwiegenheit gegenüber sehen. Jeder in Evas Umkreis scheint etwas zu verbergen zu haben, sodass gemauschelt, gemauert und beschuldigt wird, was das Repertoire hergibt. Doch das Ermittlerteam gibt nicht so schnell auf und findet, wenn auch unter erschwerten Bedingungen, jedes einzelne Stück bis sich das Puzzle so langsam zusammen zu setzen scheint.

Es gibt einige Krimis und Thriller, die ich schon gelesen habe, bei denen Menschen lebend vergraben worden sind, doch noch nie habe ich zu diesem Thema einen Roman gelesen, der so einen spannenden psychologischen Hintergrund hatte. Der Autor hat es verstanden, eine Geschichte zu offerieren, die auf mehreren Handlungssträngen aufgebaut ist. Mit seinem gut recherchierten Hintergrund und den verständlich dargestellten Krankheitsbildern hat er dem Leser den Zugang zu seiner Story problemlos ermöglicht. Dabei hat er es geschafft, mich auf verschiedene Fährten zu führen, sodass ich den Kreis der Verdächtigen stets neu sortieren musste. Obwohl ich der Meinung war, schon ziemlich früh erkannt zu haben, wer in den näheren Täterkreis gehörte, musste ich mich doch noch eines Besseren belehren lassen. Geschickt hat Arno Strobel seiner Geschichte eine überraschende Wendung gegeben und mit einer völlig anderen Version des Täterprofils aufgewartet. Die Beweggründe des Täters, die Verbrechen auszuüben, sind allerdings weder nachzuvollziehen noch verständlich.
Dass der Autor auch auf das private Umfeld der Ermittler bzw. des Ermittlers Menkhoff eingegangen ist, fand ich zwar gut, hätte mir aber durchaus mehr davon, auch von den anderen Teammitgliedern, gewünscht.

Fazit: Das vierte Buch von Arno Strobel „Der Sarg“ ist, wie auch schon seine Vorgängerbücher, von Spannung nur so durchzogen. Denn wieder einmal führt der Autor den Leser durch die unergründliche Psyche des Menschen.

Der Autor: Arno Strobel
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitet heute bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mit dem Schreiben begann er im Alter von fast vierzig Jahren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier.




Meine Bewertung:

Quellen:
Cover: Fischer Taschenbuch Verlag
Klappentext: Fischer Taschenbuch Verlag
Autorenporträt: Fischer Taschenbuch Verlag
Foto: © HP Merten Fotodesign

An dieser Stelle möchte ich mich
recht herzlich beim
Verlag: Fischer
für die Bereitstellung dieses
Rezensionsexemplars bedanken.


Freitag, 1. März 2013

# 2 # Lesestatistik Februar 2013

Nun ist auch schon der zweite Lesemonat des Jahres 2013 zu Ende und dieser war, was die Spannung betraf, recht durchwachsen. Meine Highlights waren in jedem Fall Rachekind von Janet Clark und die zwei historischen Romane Die Henkerstochter und der schwarze Mönch von Oliver Pötzsch und Das Haus in der Löwengasse von Petra Schier.

Meine Leseliste:
  1. Janet Clark - Rachekind - 512 Seiten - 5 Bewertungspunkte - Rezi-Exemplar
  2. Richard Hagen - Ihr unschuldiges Herz - 448 Seiten - 4 Bewertungspunkte - Rezi-Exemplar
  3. Sabine Ebert - Blut und Silber - 731 Seiten - 5 Bewertungspunkte
  4. Kerstin Apel - Der Kreuzworträtselmord - 160 Seiten - 1 Bewertungspunkt- Rezi-Exemplar
  5. Oliver Pötzsch - Die Henkerstochter und der schwarze Mönch - 528 Seiten - 5 Bewertungspunkte
  6. Karin Slaughter - Tote Augen - 576 Seiten - 3 Bewertungspunkte
  7. Lisa Gardner - Ohne jede Spur - 544 Seiten - 4 Bewertungspunkte  
  8. Iny Lorentz - Das Vermächtnis der Wanderhure - 720 Seiten - 4 Bewertungspunkte
  9. Hanna Winter - Seelenriss - 320 Seiten - 3 Bewertungspunkte 
  10. Petra Schier - Das Haus in der Löwengasse - 352 Seiten - 5 Bewertungspunkte
  11. Andreas Gruber - Rachesommer - 416 Seiten - 5 Bewertungspunkte
  12. Stephanie Fey - Die Verstummten -  432 Seiten - 5 Bewertungspunkte - Rezi-Exemplar
  13. Andreas Franz -  Das Todeskreuz - 528 Seiten - 4 Bewertungspunkte
  14. Edna Schuchardt - Friesenfeuer - 160 Seiten - 4 Bewertungspunkte - Rezi-Exemplar
  15. Rebecca Gabel - Fortuna des Lächelns - 1.200 Seiten - 5 Bewertungspunkte 
Bücher/Seiten:

Anzahl der gelesenen Bücher in 2013 gesamt = (bisher 15) + 15 gesamt 30 Bücher     
Anzahl der gelesenen Seiten in 2013 gesamt = (bisher 6.879) + 7.627 gesamt 14.506 Seiten

gelesene Bücher bis 200 Seiten: 2
gelesene Bücher über 200 Seiten: (2)
gelesene Bücher über 300 Seiten: (3) + 2
gelesene Bücher über 400 Seiten: (5) + 3
gelesene Bücher über 500 Seiten: (1) + 5
gelesene Bücher über 600 Seiten: (4)
gelesene Bücher über 700 Seiten: 2
gelesene Bücher ab 1.000 Seiten: 1

Anzahl der bisher gelesenen Genres:
Historische Romane: 10
Krimis: 7
Thriller: 9
Sachbücher: 1
Sonstige Romane: 3

Challenges:
Debüt Challenge 2012/2013: 10 Bücher
Deutschsprachige Autoren-Challenge 2013:  25 Bücher von 22 Autoren
Blanvalet Challenge 2013: 7 Bücher 
Krimi/Thriller Cover Challenge 2013: 8 Bücher
Auf die hohe Kante-Challenge 2013: (17,75 €) + 19,25 €
Die Wälzer-Challenge: 8 Bücher mit 5.797 Seiten
Challenge Zukunft vs. Vergangenheit: 5 historische Romane mit 3.531 Seiten




Mittwoch, 27. Februar 2013

# 30 # Rebecca Gable: Das Lächeln der Fortuna


Rebecca Gable
Das Lächeln der Fortuna

Erschienen am: 20.08.2007
Verlag: Bastei Lübbe
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik/Historischer Roman
Seiten: 1.200
Preis: € 9,99
ISBN: 978-3-404-26967-9

Klappentext: England 1360: Nach dem Tod seines Vaters, des wegen Hochverrats angeklagten Earl of Waringham, zählt der zwölfjährige Robin zu den Besitzlosen und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt. Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earls, schikaniert Robin, wo er kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft.
Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schließlich zurück in die Welt von Hof, Adel und Ritterschaft führt. An der Seite des charismatischen Duke of Lancaster erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe - und begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind. Doch das Rad der Fortuna dreht sich unaufhörlich, und während ein junger, unfähiger König England ins Verderben zu reißen droht, steht Robin plötzlich wieder seinem alten Todfeind gegenüber ...

Meine Meinung: Robert von Waringham ist gerade einmal 12 Jahre alt, als er erfährt, dass sein Vater, der ein begnadeter und mutiger Ritter war, sich wegen Hochverrats selbst das Leben nahm, bevor es andere taten. In seiner Verzweifelung sieht Robin keinen anderen Ausweg, als zurück zu seinen Wurzeln nach Waringham zu ziehen. Völlig mittellos flieht er mitten in der Nacht aus dem Kloster, wo er doch dort gut behütet schien. Seine Furcht als Mönch zu enden treibt ihn voran. In Waringham angekommen, geht Robin sofort auf die Suche nach Arbeit. Da er ein ganz besonderes Gespür für Pferde zu haben scheint, nimmt ihn der Stallmeister Conrad entgegen aller Vorsätze als Pferdeknecht in Lohn und Brot. Fast zeitgleich zieht der neue Lord Geoffrey mit seiner Frau und seinem Sohn Mortimer in die Burg. Obwohl sich Geoffrey um Robin bemüht um ihn u.a. zusammen mit seinem Sohn in den Kampftechniken zu lehren, entwickelt sich zwischen den Gleichaltrigen von Beginn an eine unüberwindbare Feindschaft. Einige Jahre später als Geoffrey gestorben ist sieht sich Robin aus seiner gewohnten Umgebung heraus gerissen, denn er weiß, er kann sich der Willkür des jungen Mortimer nicht aussetzen, will er am Leben bleiben. Zusammen mit seinem Gefährten Leofric flieht Robin erneut.
Auf dem Weg nach Canterbury begegnen sie dem neuen Earl Mortimer und Robin gerät mit ihm in einen fast aussichtslosen Kampf. Doch das Glück sollte auf Seiten von Robin stehen. Nachdem Mortimer besiegt worden ist, reitet Robin an dessen Stelle zum Schwarzen Prinzen um später als Ritter in der Rüstung von Mortimer nach Frankreich in den Krieg zu ziehen.

Rebecca Gable beginnt mit ihrem Auftaktroman „Das Lächeln der Fortuna“ die Geschichte der Familie Waringham zu erzählen. Sie beginnt im Jahre 1360, als Robin gerade einmal 12 Jahre alt war und seinen Vater auf grausamer Weise verlor und endet im Jahr 1399 als der Duke of Lancaster, dem Robin stets ein guter Freund und treuer Gefährte war, starb. In den knapp 40 Jahren musste Robin viele Höhen und Tiefen durchleben. Robin, als Kämpfer an der Seite des Duke of Lancaster, der für den König in den Krieg zog oder der Robin, der mehr als einmal nur knapp dem Tod entrann oder als liebender Ehemann und Vater, aber auch als Fürsprecher einer großen Ritterschaft.
Immer wieder erlebt man auf 1.200 Seiten, was sich in dem aufrührerischen England im 14.Jahrhundert abspielte. Der Hundertjährige Krieg, der die gesamte Handlung durchzog war allerdings auch von königlichen Intrigen und hinterhältigen Machenschaften und von unsagbarer Gewalt durchzogen.
Rebecca Gable schreibt nicht nur spannend und fesselnd, sie ist auch in der Lage den Humor an der richtigen Stelle zu platzieren. Obwohl für Meindafürhalten der Mittelteil des Buches etwas schwächelte, sorgte sie immer dafür, dass die Lust am Lesen nie verging. Ihre hervorragenden Recherchen zum historischen Hintergrund überzeugten von Beginn an. Bis ins kleinste Detail wurden die Verbindungen zwischen den einzelnen Häusern aufgezeichnet, sodass man einen guten Einblick, vor allem in deren Stammbäumen, erhielt. Ihre Figuren hat die Autorin ebenso authentisch dargestellt. Nur eine Sache stört mich an historischen Romanen, die fast immer vorkommt. Mindestens eine Figur verfügt über das zweite Gesicht so auch in „Das Lächeln der Fortuna“, was etwas unglaubwürdig erscheint.
Nichtsdestotrotz bin ich von dem Gesamtwerk absolut begeistert und deren Fortsetzungen werden bestimmt nicht lange auf sich warten lassen.

Die Autorin: Rebecca Gablé
Rebecca Gable, Jahrgang 1964, in einer Kleinstadt am Niederrhein geboren, studierte nach mehrjähriger Berufstätigkeit Anglistik und Germanistik mit Schwerpunkt Mediävistik in Düsseldorf. Sie wirkte an einem Projekt zur Erforschung anglonormannischer Manuskripte mit. Diese Forschungsergebnisse flossen in ihre weitere literarische Arbeit mit ein. Heute arbeitet sie als freie Autorin und Literaturübersetzerin. Ihr erster Roman "Jagdfieber" wurde 1996 für den Glauser-Krimipreis nominiert. Wenn sie nicht gerade an einem Roman schreibt, reist sie gern und viel, vor allem in die USA und nach England, oft auch zu Recherchezwecken. Außerdem gehört sie dem Autorenkreis historischer Romane "Quo Vadis" an. Neben der Literatur gilt ihr Interesse der (mittelalterlichen) Geschichte, dem Theater und vor allem der Musik, in fast jeder Erscheinungsform. Rebecca Gablé spielt Klavier, Gitarre, Cello und singt seit vielen Jahren in einer Rockband. Mit ihrem Mann lebt sie unweit von Mönchengladbach auf dem Land.
  
Meine Bewertung:


Quellen:
Cover: Verlag Bastei Lübbe
Klappentext: Verlag Bastei Lübbe
Kurzbiografie: Verlag Bastei Lübbe
Foto: © privat Rebecca Gable


Dienstag, 26. Februar 2013

# 29 # Edna Schuchardt: Friesenfeuer


Edna Schuchardt
Friesenfeuer

Erschienen am: 11.01.2013
Verlag: Klarant UG
Ausgabeart: Kindle Edition
Kategorien: Belletristik/Krimi/Thriller
Dateigröße: 245 KB
Seitenanzahl Print-Ausgabe: 160
Verlag: Aaronis Collection
Preis Ebook: € 6,99
Preis Paperback: € 13,80
ISBN: 978-3-936-52403-1 
ASIN: B00B06H100

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Klappentext: Tödliche Gefahr. Seit ihrer Kindheit wird Paulina von schrecklichen Träumen und Visionen heimgesucht. Als man bei Deich-Sanierungsarbeiten ein Skelett findet, scheinen diese Alpträume Wahrheit zu werden. Und dann verschwindet auch noch Paulinas jüngere Schwester Ellen, die sich einer geheimnisvollen Sekte angeschlossen hat, welche, wie sich bald herausstellt, auch vor Mord nicht zurückschreckt. Zum Glück findet Paulina Hilfe in Jeanette, einer Autorin, die nach Ostfriesland gekommen ist, um ihr neues Buch vorzustellen, und bei Daniel, für den sie mehr als nur freundschaftliche Gefühle hegt. Die Frage ist nur, ob sie es schaffen werden, Ellens Leben zu retten, zumal sie sich selbst auf einmal in tödlicher Gefahr befinden. Der Fluch "So viele Muscheln es am Strand gibt, so viele Schmerzen sollst du erleiden", ist bereits einmal zur grausamen Realität geworden...

Meine Meinung: Paulina ist gerade mit ihrem Rad unterwegs als ihre Aufmerksamkeit eine größere Anzahl von Polizeifahrzeugen mit Blaulicht in Anspruch nimmt. Der abrupte Halt der Fahrzeuge direkt am Deich lässt auch ihre Neugier nicht ganz im Verborgenen. Während der Bauarbeiten am neuen Kanal wurde ein Skelett gefunden, das auch Reporter und Anwohner sofort auf den Plan riefen. Jeanette Maros eine Journalistin, die gerade ihr erstes Buch veröffentlicht hat, nimmt sich unterdessen Paulina an und erzählt ihr, was sie über den Fund des Skeletts in Erfahrung gebracht hat. Die beiden Frauen freunden sich an und Paulina erzählt Jeanette ihre Sorgen und Nöte, die sie sich um ihre Schwester Ellen macht. Gemeinsam versuchen sie Ellen aus den Fängen einer vermeintlichen Sekte zu befreien und gelangen dabei selbst in höchste Gefahr.

Edna Schuchardt beginnt ihren Prolog in der Vergangenheit, der sehr poetisch eröffnet wird aber dann in einen bestialischen Lynchmord an einem Unbekannten endet. Im weiteren Verlauf lernt der Leser die verschiedenen Figuren der Handlung kennen, wobei die Autorin ihre Geschichte auf mehreren Handlungssträngen aufgebaut hat.
Wenn man glaubt, dass der Mord an dem Unbekannten, dessen Skelett man am Deich gefunden hat, die Handlung dominieren würde, der täuscht. Während sich der Anthropologe noch mit den Überresten des Toten beschäftigt, liegt bereits der nächste Todesfall, ein Brandopfer, auf dem Tisch der Pathologie. Auch dieser Todesfall wird nur kurz angerissen, um dann sprunghaft auf die vermisste Schwester von Paulina überzugehen. Ellen, die Jüngere der Schwestern, mit ihrem sehr wechselhaften Charakter, die sich vermutlich einer Sekte angeschlossen hat, scheint in höchster Gefahr zu schweben. Unterdessen nimmt sich auch Daniel, der nicht zuletzt ein Auge auf Paulina geworfen hat, den Nöten seiner Angebeteten an. Aufgrund der Beobachtungsgabe von Jeanette und Paulina gelangt Daniel zumindest auf die Spur der Täter und hinter den Umständen des Todes des Brandopfers.
Edna Schuchardt schreibt spannend und flüssig. Allerdings fehlt mir hier ein bisschen der rote Faden. Sie springt von einem Ereignis zum nächsten ohne dass eine richtige Auflösung der Fälle erfolgt. Auch die Umstände der tragischen Todesfälle sind entweder gar nicht oder nur zu kurz angerissen. Hier denke ich steckt noch eine Menge Potential in der Autorin, das unbedingt noch ausgeschöpft werden sollte. Eine besondere Stärke steckt jedoch in ihrer Darstellung und Beschreibung der Schauplätze, die sehr bildlich und eindrucksvoll geschildert werden.

Fazit: Ein spannender und kurzweiliger, sehr unterhaltsamer, wenn auch noch mit einigen Schwächen versehener Nordseekrimi, der nach mehr verlangt.

Die Autorin: Edna Schuchardt
Edna Schuchardt ist ein Pseudonym von Ednor Mier. Ednor Mier wurde in Berlin geboren, lebt seit 34 Jahren als sogenannte Beutehessin im Taunus und genießt das unwahrscheinliche Privileg, ihr einstiges Hobby inzwischen als Beruf ausüben zu können.





Meine Bewertung:
 


Quellen:
Cover: Klarant Verlag
Klappentext: Klarant Verlag
Autorenporträt: Wikipedia
Foto: © Edna Schuchardt

Herzlichen Dank gilt dem
für die Bereitstellung des 
Rezensionsexemplars.

Montag, 25. Februar 2013

# 28 # Andreas Franz: Das Todeskreuz


Andreas Franz
Das Todeskreuz

Erschienen am: 01.05.2007
Verlag: Knaur Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi/Thriller
Seiten: 528
Preis € (D) 9,99 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-426-63480-6

Klappentext: Rache oder Ritualmord? Die Staatsanwältin Corinna Sittler wird ermordet in ihrem Haus aufgefunden. In ihrem Mund entdeckt Julia Durant einen Zettel mit den Worten: »Confiteor – Mea Culpa«. Ein Ritualmord? Doch Corinna Sittler war nicht die untadelige Staatsanwältin, für die alle sie gehalten haben. War also Rache das Motiv für die brutale Tat? Da geschieht in der Nähe von Offenbach ein Mord, der dieselbe Täterhandschrift aufweist, und diesmal ist ein Richter das Opfer. Peter Brandt, der zuständige Kommissar, setzt sich mit Julia Durant in Verbindung – wenn auch äußerst widerwillig … Zum ersten Mal arbeiten Julia Durant und Peter Brandt, die Ermittler von Erfolgsautor Andreas Franz, zusammen!
Meine Meinung: Corinna Sittler, die ihr hermetisch abgeschlossenes Haus eigentlich gar nicht mehr verlässt, wurde tot aufgefunden. Die als unbescholten geltende ehemalige Staatsanwältin wurde Opfer eines Ritualmörders. Darauf weisen zumindest die ersten Spuren hin, denn auf ihrem Rücken wurde ein nach unten zeigendes Kreuz eingeritzt. Zudem wurde in ihrem Mund ein Zettel mit der Mitteilung "Confiteor - Mea Culpa" gefunden. "Confiteor - Mea Culpa - Ich bekenne meine Schuld", lässt Kommissarin Julia Durant aufhorchen und erste Schlüsse ziehen. Nur kurze Zeit später geschieht ein weiterer Mord. Das Opfer, ein Richter aus Offenbach, trägt die gleichen Anzeichen wie das Opfer aus Frankfurt. Kommissar Peter Brandt bleibt nichts anderes übrig als Kontakt mit der Frankfurter Kommissarin Julia Durant aufzunehmen. Gemeinsam versuchen sie dem Mörder auf die Spur zu gelangen.

Andreas Franz hat auch mit seinem 10.Fall, den Julia Durant dieses Mal gemeinsam mit dem Offenbacher Kommissar Peter Brandt zu lösen hat, nicht an Spannung gespart. Rasant und fesselnd beginnt er seine Geschichte und stellt den Kommissaren bei der Aufklärung der Mordfälle so manche Hürde in den Weg. Dass auch die Staatsanwaltschaft nicht mit offenen Karten spielt, erübrigt sich jeden Kommentars, wenn man aufmerksam liest. Als Durants Vorgesetzten Berger dann doch noch gelingt, brisantes Material über einen ebenso brisanten Fall zu erhaschen, der möglicherweise mit den Mordfällen in Verbindung steht, kommt langsam Licht in das Dunkel.
Natürlich liegen die Anwälte einem altbekannten Klischee auf. Macht, Machtmissbrauch, Korruption. Sowohl die Anwältin Sittler als auch der Richter Buchmann haben ihre Position ausgenutzt um sie zu missbrauchen.
Neben der Aufklärung der Mordfälle wird das Privatleben der Kommissare ebenso interessant dargestellt. Zum einen scheint es in der Beziehung zwischen Peter Brandt und der Rechtsmedizinerin Andrea Sievers zu brodeln und man hofft und glaubt, dass eventuell Julia Durant und Peter Brandt zusammen finden könnten, wenn nicht noch die Staatsanwältin Elvira Klein wäre. Doch so tristet Julia auch weiterhin ihrem Junggesellinnenleben dahin, denn ihre Neigungen scheinen derzeit ganz anders zu liegen.
In seinem 10.Fall um Julia Durant hat sich Andreas Franz nun endlich stilistisch gesteigert und ist nicht mehr bekannten Wortwendungen, die er gerne benutzt hat, erlegen gewesen. „Die zu Schlitzen verengten Augen“ tauchten während der gesamten Handlung gerade noch zweimal auf – Gott sei Dank. Außerdem haben sich auch seine Protagonisten endlich etwas weiter entwickelt, denn deren Lebensstil stand irgendwie auf einer Stufe.
Dennoch war auch dieser Krimi wieder ein voller Lesegenuss.

Der Autor: Andreas Franz
Andreas Franz wurde am 12. Januar 1954 in Quedlinburg geboren. Ende 1955 zog er mit seinen Eltern, die beide Musik studiert hatten, nach Helmbrechts in Oberfranken. Nach der Trennung der Eltern siedelte er im Oktober 1967 mit seiner Mutter nach Frankfurt/M. über und besuchte hier noch drei Jahre das Gymnasium und danach eine Sprachenschule Nach einigen Gedichten und Kurzgeschichten schrieb er 1986 seinen ersten Roman. Es dauerte zehn Jahre, bis mit Jung, blond, tot ein Buch von ihm veröffentlicht wurde. Im Mittelpunkt seiner Romane steht in der Regel Hauptkommissarin Julia Durant von der Frankfurter Mordkommission. Andreas Franz lebte mit seiner Frau und zwei seiner Kinder sowie einer Katze seit 1994 in Hattersheim bei Frankfurt.
Der Autor verstarb am 13.03.2011 völlig unerwartet im Alter von 57 Jahren.


Meine Bewertung:
 


Quellen:
Cover: Knaur Taschenbuch Verlag
Klappentext: Knaur Taschenbuch Verlag
Kurzbiografie: Knaur Taschenbuch Verlag/Krimi Couch
Foto: ©FinePic / Helmut Henkensiefken

Sonntag, 24. Februar 2013

# 27 # Stephanie Fey: Die Verstummten


Stephanie Fey
Die Verstummten

Erschienen am: 11.02.2013
Verlag: Heyne
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik/Krimi/Thriller
Seiten: 432
Preis: € 8,99
ISBN: 978-3-453-40979-8

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Klappentext: Die Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis entgeht nur knapp einem Unfall. Im letzten Augenblick kann sie dem jugendlichen Geisterfahrer ausweichen. Als sie wenig später dessen Eltern benachrichtigen will, findet sie das Ehepaar tot auf – in bizarrer Hochzeitstracht gemeinsam auf dem Ehebett liegend. Carinas Vater, Kriminalhauptkommissar Matte Kyreleis, übernimmt die Ermittlungen. Zunächst deutet alles auf Selbstmord hin, doch zunehmend gerät der junge Geisterfahrer in Verdacht.

Meine Meinung: Carina Kyreleis glaubt ihren Augen nicht zu trauen, als ihr auf der Autobahn ein Geisterfahrer mit voller Geschwindigkeit entgegen kommt. Bevor sich Carina dieser Gefahr bewusst wird, reißt ihr Vater das Lenkrad schon nach rechts. Obwohl sie dem Aufprall gerade noch entrinnen können, müssen sie Sekunden später mit ansehen, wie das nachfolgende Auto in einen schweren Unfall verwickelt wird. Der Geisterfahrer, ein junger Mann - gerade einmal 17 Jahre alt - überlebt schwer verletzt. Carina und ihr Vater, die sofort die Erstversorgung übernehmen, erklären sich zudem bereit, die Eltern des Jungen über dessen Unfall zu informieren. Dort müssen sie jedoch feststellen, dass ein viel schwerwiegenderes Unglück über die Familie herein gezogen ist. Beide Elternteile liegen tot im Ehebett und ganz offensichtlich wurden sie ermordet.

Stephanie Fey beginnt ihre Story, wie schon in ihrem Vorgängerbuch, sehr rasant und hinterlässt mit ihren verschiedenen Handlungssträngen genügend Verwirrung. Die einzelnen Handlungsstränge gestalten sich sehr unterschiedlich, sodass Zusammenhänge erst einmal nicht erkennbar sind. Während Carina und ihr Vater Matte versuchen hinter die vermeintlichen Selbstmordabsichten des Geisterfahres zu gelangen, sind aber auch der Mord an dem Ehepaar aufzuklären. Obwohl Matte eigentlich dafür bekannt ist, alles sekr akribisch zu untersuchen, scheint er dieses Mal an der Aufklärung des Mordes nicht ganz so interessiert zu sein, was seine Tochter Carina sehr stutzig macht. In der ganzen Verwirrung stellt sich zudem noch heraus, dass die 9 jährige Tochter der Toten vermisst wird und ihr Aufenthaltsort im Vorfeld nicht ganz eindeutig war. Unterdessen stürzt sich Carina, die Rechtsmedizinerin, wesentlich mehr in die Ermittlungsarbeit als ihr Vater, was dieser widerum gar nicht gerne sieht. Dass sie dabei auch noch ihre Kompetenzen überschreitet, scheint keinen weiter zu stören.
In einem weiteren Nebenstrang bleibt das Privatleben von Carina nicht ganz unberührt. Sie ist nach wie vor auf der Suche nach ihrer wahren Identität. Beharrlich versucht ihr Vater sie daran zu hindern, herauszufinden, wer ihre leibliche Mutter ist.
Letztendlich kocht in dem gesamten Strudel der Verwirrungen auch ein altbekanntes Thema wieder hoch, das schon im letzten Roman eine wesentliche Rolle spielte. Dabei handelt es sich um den im Jahr 1991 begangenen tödlichen Anschlag auf den damaligen Präsidenten der Treuhandanstalt, Detlef Karsten Rohwedder. Dieser Anschlag wurde der Dritten Generation der RAF zugeschrieben und nie richtig aufgeklärt.
Hier scheint es aber dieses Mal echte Ansätze für deren Aufklärung zu geben. Letzten Endes fügen sich dann doch noch sämtliche Handlungen zu einem logischen Ende zusammen und vieles, was man vermutet hat, bestätigt sich.
Spannend und fesselnd erzählt die Autorin wieder ihre Geschichte, obwohl ich zugeben muss, dass ich dieses Mal sehr spät den Zugang zu ihrer Story gefunden habe. Umso mehr konnte ich dann das Ende nicht mehr abwarten, da man ja seine Vermutungen bestätigt haben möchte. Dieser Thriller ist alles andere als langweilig und verlangt vom Leser eine gewisse Mitarbeit, was mich sehr begeistert hat. Lediglich die Darstellungen der einzelnen Figuren könnte noch etwas komplexer und detaillierter sein, ansonsten gibt es nichts, was hier zu bemängeln wäre.

Die Autorin. Stephanie Fey
Stephanie Fey, geboren 1967, arbeitete viele Jahre als Illustratorin und Malerin, bevor sie Schriftstellerin wurde. Sie ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie am Starnberger See.







Meine Bewertung:

Quellen:
Cover: Heyne Verlag
Klappentext: Heyne Verlag
Autorenporträt: Heyne Verlag
Foto: © Susanne Rieder


An dieser Stelle möchte ich mich
recht herzlich beim
für die Bereitstellung dieses
Rezensionsexemplars bedanken.


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