Samstag, 19. Januar 2013

Gewinn aus der Blanvalet-Verlags-Challenge 2012


Letztes Jahr hat Kerry vom Lesenden Katzenpersonal die Blanvalet-Verlags-Challenge ausgerichtet. Ziel war es, innerhalb eines Jahres 20 Bücher aus dem Blanvalet-Verlag zu lesen und zu rezensieren. Wer die Challenge erfolgreich beendet hatte, konnte durchaus mit einem Gewinn rechnen. Mit meinen 22 Büchern habe ich das Ziel erreicht und war eine von den glücklichen Gewinnerinnen. Als ich die Benachrichtigung von Kerry las, dass mein Gewinn mir bald zugehen würde, war ich hoch erfreut. Aber als ich den Gewinn in der Hand hatte, war ich mehr als überrascht. Es gab nicht nur 1 Buch, auch nicht zwei - sondern gleich 4 Bücher und noch 1 Malheft für Kinder und Erwachsene obendrauf - wahrscheinlich für die lange Weile, falls mir der Lesestoff mal ausgehen sollte. Ein bunter Mix aus dem Blanvalet-Verlag bereichert nun mein Regal und wartet darauf, gelesen zu werden. Und so sieht mein Gewinn aus. Tolle Bücher, oder? Besonders freue ich mich aber über "Tote Augen" von Karin Slaughter, noch dazu in Gebundener Ausgabe.



Also liebe Kerry, hier nochmal ein ganz, ganz dickes Dankeschön!!!

Und auch vielen Dank dem Blanvalet-Verlag, der Kerry bei ihrer tollen Challenge unterstützt hat. 

Übrigens, es lohnt sich, wie ihr seht, die Challenge erfolgreich zu beenden. Auch dieses Jahr richtet Kerry wieder die Challenge aus. Schaut doch mal rein, der Einstieg ist jederzeit noch möglich.

Donnerstag, 17. Januar 2013

# 7 # Andrea Schacht: Das Spiel des Sängers

Andrea Schacht
Das Spiel des Sängers

Erschienen am: 28.06.2010
Verlag: Blanvalet
Ausgabeart: Gebundene Ausgabe
Kategorien: Belletristik/Historischer Roman
Seiten: 640
Preis: € 19,95
ISBN: 978-3-7645-0348-2

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Klappentext: Burg Langel im ausgehenden Mittelalter. Seit dem gewaltsamen Tod des Burgherrn Eberhard ist die Lehensnachfolge ungeklärt, und Ritter Ulrich muss die Burg neu vergeben. Eine erlauchte Gesellschaft findet sich ein, und jeder von ihnen erhebt Anspruch auf das Lehen. Bis man sich einig wird, soll Minnesänger Hardo Lautenschläger des Abends für Unterhaltung sorgen. Niemand ahnt, welches Geheimnis Hardo mit Burg Langel verbindet – und mit der holden, aber spitzzüngigen Engelin van Dyke, die an Hardos abendlichen Gesängen so gar keinen Gefallen zu finden scheint …

Meine Meinung: „Das Spiel des Sängers“ ist das Spiel des Minnesängers Hardo Lautenschläger, welcher von Ritter Ulrich von der Arken auf die Burg Langel eingeladen worden ist. Doch Ritter Ulrich hat ihn nicht nur wegen seines überaus reizvollen Minnesangs eingeladen, nein, er soll ihm auch weitere Dienste leisten. Hardo Lautenschläger ist für seine gute Beobachtungsgabe bekannt. Genau aus diesem Grund soll Hardo Ritter Ulrich helfen, den Richtigen für die Nachfolge des Burgherrn Eberhard aus der geladenen Gesellschaft zu finden. Bevor Hardo jedoch seines Amtes walten kann, stirbt der Burgvogt und alles scheint wieder völlig offen zu sein.

Als ich mich zum Kauf des Buches „Das Spiel des Sängers“ entschieden habe, gab es dafür einige gute Beweggründe. Zum einen ist mir das bemerkenswerte schöne Cover ins Auge gestochen, zum anderen erschien mir der Klappentext sehr vielversprechend. Vom guten Leumund der Autorin ganz zu schweigen. Es ist das erste Buch, das ich von Andrea Schacht gelesen habe. Meine Erwartungshaltung war dementsprechend hoch.
Mit dem Schreibstil der Autorin habe ich mich leider sehr schwer getan, obwohl dieser der historischen Sprache wahrscheinlich am nächsten gekommen ist.
In jedem Kapitel hat man einen Minnesang vorgefunden, der die Geschichte um den Minnesänger zwar auflockerte, sich aber dadurch auch ziemlich in die Länge zog. Hardo Lautenschläger wird als humorvoller Sänger dargestellt, der von Frauen gern umschwärmt wird. Da ihm dieser Umstand sehr bewusst ist, nutzt er diese Gabe auch für seine eigentlichen Zwecke aus.
Im Verlauf der Handlung entwickelt sich dann die etwas bedeutungslose Geschichte in einen Kriminalfall, der durchaus an Agatha Christi erinnert und somit ziemlich vorhersehbar war. Die Geschichte wird von verschiedenen Perspektiven betrachtet, wobei diese aus der Sicht von Hardo Lautenschläger in der Ich-Perspektive erzählt wird.
Leider hat mich die Handlung nur wenig beeindruckt, sie war für Meindafürhalten viel zu langatmig und vorhersehbar. Zudem erschwerte mir der Schreibstil den eigentlichen Zugang zum Plot.

Die Autorin: Andrea Schacht
Andrea Schacht war lange Jahre als Wirtschaftsingenieurin und Unternehmensberaterin tätig, hat dann jedoch ihren seit Jugendtagen gehegten Traum verwirklicht, Schriftstellerin zu werden. Ihre historischen Romane um die scharfzüngige Kölner Begine Almut Bossart gewannen auf Anhieb die Herzen von Lesern und Buchhändlern. Mit Die elfte Jungfrau kletterte Andrea Schacht erstmals auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, die sie seither mit schöner Regelmäßigkeit immer neu erobert. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Katzen in der Nähe von Bonn.


Meine Bewertung:
 

Quellen:
Cover: Verlag Blanvalet
Klappentext: Verlag Blanvalet
Kurzbiografie: Verlag Blanvalet
Foto: © Barbara Frommann-Czernik

Mittwoch, 16. Januar 2013

# 2 # Neues im Bücherregal 2013

Historisches und Spannendes hat Einzug in mein Bücherregal gehalten. Darunter ein neues Rezensionsexemplar vom Ullstein-Verlag. Lange wird es bestimmt nicht mehr herum liegen.

(6) Klappentext: Burg Langel im ausgehenden Mittelalter. Seit dem gewaltsamen Tod des Burgherrn Eberhard ist die Lehensnachfolge ungeklärt, und Ritter Ulrich muss die Burg neu vergeben. Eine erlauchte Gesellschaft findet sich ein, und jeder von ihnen erhebt Anspruch auf das Lehen. Bis man sich einig wird, soll Minnesänger Hardo Lautenschläger des Abends für Unterhaltung sorgen. Niemand ahnt, welches Geheimnis Hardo mit Burg Langel verbindet – und mit der holden, aber spitzzüngigen Engelin van Dyke, die an Hardos abendlichen Gesängen so gar keinen Gefallen zu finden scheint

(7) Klappentext: Der Selbstmord einer jungen Frau erschüttert München. Aber war es überhaupt Selbstmord? Warum wird ein Freund der Toten kurz darauf heimtückisch ermordet? Kommissar Dühnfort und sein Team folgen der blutigen Spur eines Mörders und verstricken sich dabei in einem Netz aus Lügen, Verrat und Eifersucht.  




(8) Klappentext: Kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg wird in der bayerischen Stadt Schongau ein sterbender Junge aus dem Lech gezogen. Eine Tätowierung deutet auf Hexenwerk hin und sofort beschuldigen die Schongauer die Hebamme des Ortes. Der Henker Jakob Kuisl soll ihr unter Folter ein Geständnis entlocken, doch er ist überzeugt: die alte Frau ist unschuldig. Unterstützt von seiner Tochter Magdalena und dem jungen Stadtmedicus macht er sich auf die Suche nach dem Täter.

(9) Klappentext: Halb ertrunken wird Detective Inspector Vincent Ruiz aus der Themse geborgen und liegt tagelang im Koma. Wieder bei Bewusstsein fängt sein Alptraum allerdings erst an, denn er kann sich an die letzten Wochen nicht erinnern. Sein einziger Anhaltspunkt ist das Foto eines Mädchens: Die kleine Mickey Carlyle war drei Jahre zuvor entführt worden und gilt seither als tot. Mit Hilfe des Psychologen Joe O‘Loughlin gelingt es Vincent, Teile seiner Erinnerung zurückzugewinnen. In ihm wächst der Verdacht, dass Mickey noch lebt und in großer Gefahr schwebt …

Dienstag, 15. Januar 2013

# 6 # Michael Robotham: Adrenalin


Michael Robotham
Adrenalin
(Band 1 der Joe O´Loughlin und Vincent Ruiz Serie)

Erschienen am: 21.06.2011
Verlag: Goldmann
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik/Krimi/Thriller
Seiten: 448
Preis: € 9,99
ISBN: 978-3-442-47671-8

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Online bestellbar hier: Amazon/Goldmann

Klappentext: Eine junge Krankenschwester wird grausam ermordet aufgefunden. Als die Polizei den renommierten Psychotherapeuten Joe O’Loughlin um Hilfe bei den Ermittlungen bittet, beschleicht diesen schon bald ein böser Verdacht: Die Verletzungen des Mordopfers stimmen in erschreckender Weise mit den Gewaltphantasien seines Patienten Moran überein. Joe ahnt nicht, dass er Gefahr läuft, in eine heimtückische Falle zu geraten – und dass nicht nur sein eigenes Leben an einem seidenen Faden hängt …

Meine Meinung: Eigentlich will Professor Joe O´Laughlin nur eine Vorlesung halten. Sein Publikum ein Besonderes, denn er spricht vor einer Vielzahl von Prostituierten, als sich Detectiv Vincent Ruiz nicht gerade maßvoll in den Saal drängt. Obwohl er ziemlich verwahrlost aussieht und nicht gerade die englische Etikette aufweist, ist Ruiz Joe sofort sympathisch. Nachdem der Professor den Detectiv, was seinen Charakter betrifft, sofort durchschaut hat, lädt ihn Ruiz für den kommenden Tag in die Pathologie ein, um von ihm zu erfahren, was es mit der unbekannten Toten, die am Grand Union Kanal gefunden worden ist, auf sich hat.

Michael Robotham beginnt seinen Plot mit einem spannenden Prolog und lässt für den Leser eine hohe Erwartungshaltung zurück. Der Autor hat seine Handlung auf mehreren Strängen aufgebaut, wobei diese teilweise in der 3.Person aber auch aus der Sicht des Professors O´Laughlin aus der Ich-Perspektive erzählt wird.
Joe O´Laughlin ist ein erfolgreicher Psychologe, der seit kurzem weiß, dass er an einer unheilbaren Krankheit leidet. Diese Krankheit lässt ihn auch etwas mitleidig wirken. Joe, der glücklich verheiratet zu sein scheint, eine liebenswerte Tochter hat, verbirgt allerdings auch ein Geheimnis, das ihn ziemlich belastet. Trotzdem versucht er seine Arbeit gut zu erledigen. Die berufsmäßige Beziehung, die er zu dem Detectiv Vincent Ruiz aufbaut, leidet zu Beginn der Handlung durch ein größeres Missverständnis, das den Professor in eine heikle Lage versetzt, die mit der Aufklärung des Mordes an der jungen Frau zu tun hat. Aus der Mitarbeit des Professors an einem Mord wird schließlich der Hauptverdächtige und Joe findet sich inmitten einer Intrige wieder. Seine Nachforschungen führen ihn bis nach Liverpool zurück, wo er einst arbeitete und lebte.
Von der Ermittlungsarbeit des Detectivs erfährt man im Verlauf der Handlung nur wenig. Joe O´Loughlin und Ruiz scheinen als Jäger und Gejagter, was die Nachforschungen betrifft, sich auf gleicher Höhe zu befinden. Doch der entscheidende Beweis fehlt.
Es ist schon faszinierend, wie der Autor seine Protagonisten in Szene gesetzt hat. Nie weiß man genau, wer zu den Guten und wer zu Bösen gehört. Die Handlung ist durch immer wieder kehrende Wendungen gezeichnet, sodass man sich nie im Sicheren fühlen kann, was den weiteren Verlauf der Geschichte betrifft. Obwohl man schon früh weiß, wer sich hinter den Morden verbirgt, hofft man stets, dass auch die Polizei hinter die Motive gelangt. Doch dies zieht sich bis zum Ende des Buches hin und man sieht sich ständig der Unfähigkeit der Londoner Polizei gegenüber.

Fazit: „Adrenalin ist ein kompakter und kurzweiliger Psychothriller, der nicht nur Spannung erzeugt. Auf faszinierende Art geht der Autor auf die Psyche seiner Protagonisten ein und lässt den Leser tief in ihre Seelen blicken.


Der Autor: Michael Robotham
Michael Robotham wurde 1960 in New South Wales, Australien, geboren. Er war lange Jahre als Journalist für große Tageszeitungen und Magazine in London und Sydney tätig, bevor er sich ganz seiner eigenen Laufbahn als Schriftsteller widmete. Mit seinen Romanen sorgte er international für Furore und wurde mit mehreren Preisen geehrt. Michael Robotham lebt mit seiner Frau und seinen drei Töchtern in Sydney.

Reihenfolge: Joe O´Loughlin und Vincent Ruiz Serie

  • Band 1 – Adrenalin
  • Band 2 – Amnesie
  • Band 3 – Todeskampf
  • Band 4 – Dein Wille geschehe
  • Band 5 – Todeswunsch
  • Band 6 – Der Insider
  • Band 7 – Bis du stirbst

Meine Bewertung:

Quellen:
Cover: Verlag Goldmann
Klappentext: Verlag Goldmann
Autorenporträt: Verlag Goldmann
Foto: © Stefan Erhard

Sonntag, 13. Januar 2013

# 5 # Joël Tan: Die Tochter des Ratsherrn


Joël Tan
Die Tochter des Ratsherrn

Erschienen am: 16.10.2012
Verlag: Blanvalet
Ausgabeart: Taschenbuch mit Klappe
Kategorien: Belletristik/Historischer Roman
Seiten: 608
Preis: € 9,99
ISBN: 978-3-442-38047-3

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Klappentext: Hamburg 1290. Runa sollte zufrieden sein: Als Ratsherrntochter und Frau von dessen Nuncius lebt sie wohlsituiert. Sie erwartet ein Kind, und ihr Glück scheint perfekt – doch der Schein trügt: Obwohl Walther seit der Hochzeit versucht, ihre Liebe zu gewinnen, ist ihr Herz bereits vergeben. Eine zufällige Begegnung lässt einstige Gefühle wieder auflodern und treibt die Eheleute auseinander. Nun allein, sieht sich Runa der Willkür eines üblen Klerikers ausgeliefert, doch zwei Männer riskieren alles, um ihr beizustehen …

Meine Meinung: Nach dem verheerenden Brand in Hamburg haben Albert und Rugnhild den Wiederaufbau des Familiensitzes in der Reichenstraße voran getrieben. Auch Runa, die inzwischen mit dem besten Freund ihres Vaters, Walther, verheiratet ist und ihr drittes Kind erwartet, dürfte es an Nichts fehlen. Dennoch spürt Runa immer öfter, dass sie sich von Walther gefühlsmäßig entfernt und sich ihrer alten Liebe hingezogen fühlt.
Walther leidet sehr unter der Zurückhaltung seiner Frau, zudem fühlt er sich von ihr hintergangen, da sie heimlich nach seiner Vergangenheit forschen ließ.
Doch auch die Veränderungen in Hamburg bleiben nicht ohne Folgen. Der Schauenburger Graf Gerhard I. ist verstorben und hat sein Erbe zu gleichen Teilen unter seinen drei Söhnen aufgeteilt, sodass die Bewohner Hamburgs zu Recht nicht nur noch höhere Abgaben befürchten um den neuen herrsch- und streitsüchtigen Fürsten gerecht zu werden, sondern, dass auch der Handel mit den Friesen zum Erliegen kommen könnte. Dies hätte für Albert von Holdenstede und seiner Familie sowie Freunden fatale Folgen, da seine ganzen Geschäfte von Graf Gerhard I. abhängig waren. Sein ärgster Feind, Ratsherr Johannes von Berge, sieht allerdings die Möglichkeit gekommen, seine Rache gegenüber der Familie von Holdenstede zu vollenden und schürt gemeinsam mit seiner Frau Heseke vom Berge weitere Intrigen.

Joël Tan hat auch ihr neuestes Werk „Die Tochter des Ratsherrn“ auf mehreren Handlungssträngen aufgebaut, wobei sie dieses Mal ihr Augenmerk auf die Tochter von Ragnhild und Albert, Runa, gelegt hat. Nachdem sie als ehemalige Begine dem Kloster den Rücken gekehrt und in einer besonderen Notlage Walther ihr Ja-Wort gegeben hat, führt sie, obwohl Walther alles für sie tut, eher ein unglückliches Leben. Walther, der weiß, wem ihr Herz gehört, flüchtet sich immer öfter in seine Arbeit oder auf Reisen. Doch auch in Walther gehen Veränderungen vor sich. Er fühlt sich, genau wie Runa, unglücklich und spürt, dass sein Herz seiner zweiten Liebe gehört - der Musik.
Selbst als sich die Eheleute völlig entzweien und der Familie von Albert von Holdenstede übles nachgeredet wird, hält er noch zu ihnen. Walther, der schließlich beschließt eigene Wege zu gehen, muss kurze Zeit später erkennen, dass er mit seiner Entscheidung völlig falsch lag. In größter Not hat er seine Frau zurück gelassen, obwohl er meinte, dass sie sich in Sicherheit befände.

Die Intrigen die von Alberts Todfeinden ausgehen, dominieren so gut wie die gesamte Handlung, die in Joël Tans ersten Roman „Die Frau des Ratsherren“ ihren Ursprung haben und dort detailliert nachzulesen sind. Doch auch wenn man den ersten Teil der Familien-Saga nicht kennt, wird man von der Autorin in das Geschehen sehr gut eingeführt. Immer wieder ermöglicht sie dem Leser, das gespannte Verhältnis zwischen den angesehenen Familien Hamburgs kennen zu lernen, um so die Zwistigkeiten zwischen ihnen zu verstehen. Dabei geht es in erster Linie stets um das Ansehen und den Stolz der Familien, um die Verletzbarkeit und die Schmach, die sie durch gewisse Handlungen erleiden mussten. Die Antwort darauf ist Rache und Genugtuung, die meist im Schmieden und Ausführen der furchtbarsten Ränke enden. Für diese Hinterlistigkeiten ist ihnen alles Recht, Opfer sind gewollt.

In beeindruckender Weise schildert Joël Tan immer wieder, welche Hierarchien in Hamburg Ende des 13. Jahrhunderts herrschten und welche Stellung die Familien und Frauen sowie die Kirche hatten. Alles dreht sich nur um die Macht und das Geld. Wer dieses besaß, hatte das Sagen. Recht und Unrecht zählte nicht.
Joël Tan versteht es, ihre Leser von der ersten Seite an ihr Werk zu binden. Der Plot ist von Spannung und Dramatik nur so durchzogen. Ihre Protagonisten hat sie gut in Szene gesetzt, sodass man mit ihnen einfach nur mitfühlen und mitleiden muss. Recht ungewöhnlich empfand ich allerdings, wie die Autorin es geschafft hat, selbst dem Bösen einen Hauch von Guten einzuhauchen, sodass man als Leser sich selbst nicht einig war, was man empfinden sollte. Doch alles hat seine Quelle und man lernt die Handlungen der Protagonisten zu verstehen.
Nachdem die Autorin den Leser in einem rasanten Tempo durch ihre Geschichte geführt hat, endet diese mehr oder weniger in einem fast gefühlvollen Happy End.

Fazit: Der zweite Band der Familen-Saga von Holdenstede beeindruckt nicht nur durch sein außergewöhnlich schönes Cover, sondern auch durch seinen kompakten und ereignisreichen Inhalt und sollte für alle Liebhaber von Historischen Romanen zur Pflichtlektüre werden.

Die Autorin: Joël Tan
Joël Tan wurde 1982 in Bremen geboren. Sie studierte Medien und Information an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und arbeitete vor, während und nach dieser Zeit in verschiedenen Verlagshäusern und Medienunternehmen. Als Zweitälteste von sieben Kindern, und Teil der darin enthaltenen beiden Zwillingspaare, lernte sie das turbulente Leben in einer Großfamilie kennen. Heute lebt sie mit ihrem Mann, ihrer Tochter, einem Hund und zwei Pferden im Hamburger Norden und widmet sich mit Hingabe ihrer großen Leidenschaft – dem Mittelalter.

Reihenfolge der Ratsherrn-Saga

Meine Bewertung:

Quellen:
Cover: Verlag Blanvalet
Klappentext: Verlag Blanvalet
Kurzbiografie: Verlag Blanvalet
Foto: © Joël Tan



An dieser Stelle möchte ich mich
recht herzlich beim
Verlag: Blanvalet


für die Bereitstellung dieses
Rezensionsexemplars bedanken.


Samstag, 12. Januar 2013

# 4 # Gaby Hauptmann: Ticket ins Paradies



Gaby Hauptmann

Ticket ins Paradies

Erschienen am: 01.04.2010
Verlag: Piper
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik
Seiten: 320
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,90
ISBN: 978-3-492-25898-2







Klappentext: Clara Flockheimer und ihre kleine Tochter wollen ihr Leben auf Mallorca verbringen, zusammen mit Andrés, dem charmanten, leidenschaftlichen Spanier, dessen Restaurant Clara mit ihren Ideen zu neuer Blüte verhelfen soll. Doch Andrés scheint nur noch Augen für Maria José zu haben, die verführerische Köchin seines neuen Restaurants– das sieht Clara sich natürlich nicht lange mit an…

Meine Meinung: Mit dem „Ticket ins Paradies“ wollte ich der Autorin Gaby Hauptmann doch noch einmal eine Chance geben, mich von ihrer Schreibkunst zu überzeugen. Mit ihren ersten Romanen  wie beispielsweise „Suche impotenten Mann fürs Leben“ oder „Nur ein toter Mann ist ein guter Mann“ konnte sie mich begeistern. Doch was ich in der Vergangenheit von ihr gelesen habe, war einfach nur fürchterlich. Von ihrem einstigen mitreißenden und teilweise humorvollen Schreibstil ist nichts mehr geblieben. Vielmehr hat sie sich der Laufbandproduktion bedient und liefert einen schlechten Roman nach dem anderen.
Unvoreingenommen wollte ich mich der Geschichte von Clara und Andres hingeben, doch sie war nur einfallslos, langweilig und vorhersehbar. Szenen, die von Eifersucht und Hysterie geprägt waren, muss man nicht lesen.

Die Autorin: Gaby Hauptmann
Gaby Hauptmann, geboren 1957 in Trossingen, lebt als freie Journalistin und Autorin in Allensbach am Bodensee. Ihre Romane sind Bestseller, wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und erfolgreich verfilmt. Außerdem veröffentlichte sie mehrere Erzählungsbände, Kinder- und Jugendbücher. Nach »Das Glück mit den Männern« und »Ticket ins Paradies« und »Hängepartie« erschien zuletzt ihr Bestseller »Liebesnöter«. Weiteres zur Autorin: http://www.gaby-hauptmann.de/

Quellen:
Cover: Verlag Piper
Klappentext: Verlag Piper
Autorenprträt: Verlag Piper
Foto: Anne EickenbergTPeter von Felbert

 

Meine Bewertung:

Mittwoch, 9. Januar 2013

# 3 # Joël Tan: Die Frau des Ratsherrn



Joël Tan
Die Frau des Ratsherrn

Erschienen am: 17.10.2011
Verlag: Blanvalet
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik/Historischer Roman
Seiten: 672
Preis: € 9,99
ISBN: 978-3-442-37689-6

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Klappentext: Hamburg, 1269: Nach der nicht standesgemäßen Liebeshochzeit mit dem Ratsherrnsohn Albert, beginnt für die junge, mittellose Dänin Ragnhild ein Leben in Feindschaft mit Rat und Kirche. Als die Kogge ihres Gemahls während einer Flandernreise sinkt, bleibt sie schutzlos im Kreise ihrer missgünstigen Familie zurück. Trotz allem entschlossen, den totgesagten Albert zu finden, gerät sie zwischen die Fronten der Macht. Sie erfährt Verrat und Unterdrückung aber auch Freundschaft und Liebe, bis ein gewaltiger Stadtbrand ihre Zukunft für immer dramatisch verändert …

Meine Meinung: Als Conradus von Holdenstedt, angesehener Ratsherr von Hamburg, merkt, dass sein letztes Stündchen geschlagen hat, lässt er nach seinen beiden Söhnen Conrad und Albert sowie dem Geistlichen und zwei Ratsherrn, die ihm sein Testament bezeugen sollen, rufen. Doch zu seinem Entsetzen erscheint nur der Ältere der beiden Söhne. Wohlweißlich hat Conrad dafür gesorgt, dass sowohl sein verhasster Bruder Albert als auch die übrigen Herbeigerufenen dem Sterbebett fern bleiben würden. Als sein Vater nicht anders kann, verrät er Conrad das Versteck des Testaments um es noch rechtzeitig unterschreiben zu können. Doch Conrad nutzt die Gunst der Stunde und tauscht das Testament, das er bereits nach seinem Gutdüngen geändert hat, aus. Als sein Vater dieses Verbrechen bemerkt, setzt Conrad dem Vater seinem Leben gewalttätig ein Ende.
Noch während der Testamentseröffnung kann Conrad sein Glück kaum fassen und sieht voller Häme, wie sein jüngerer Bruder ihm für die nächsten Jahre uneingeschränkt und untertänig dienen muss, ohne dass er nur einen Teil seines Erbe anrühren kann. Obwohl Ragnhild, Alberts Frau, weiß, dass u.a. sie der Grund dieses Übels ist, da Albert sie unstandesgemäß geehelicht hat, lässt sie die Ungerechtigkeit über sich ergehen. Schließlich setzt Conrad dem Ganzen noch eines oben drauf und schickt Albert kurz vor seinem 25. Geburtstag, an dem er sein Erbe antreten könnte, zu einer Reise auf dem Seeweg nach Flandern, fort. Dass diese Reise für Albert nicht glücklich enden würde, auch dafür hat sein Bruder gesorgt.

Joël Tan besticht mit einem atemberaubenden Debüt. Kaum zu glauben, dass dies der Autorin ihr Erstlingswerk ist. Von der ersten Seite an glaubt man sich in die Zeit des 13.Jahrhunderts zurück versetzt, so detailliert und anschaulich hat sie die Schauplätze beschrieben. Nicht zuletzt findet man sich als Leser inmitten der gesponnenen Intrigen der Mächtigen von Hamburg wieder. Dass sich letztendlich alles um die Macht, das Ansehen und natürlich ums Geld der Reichen dreht, wird von der Autorin hinreichend dargestellt.
Seite für Seite überrascht die Autorin aufs Neue. Zu keiner Zeit verspürt man beim Lesen Langeweile aufkommen, da die Geschichte rasant und sehr ereignisreich erzählt wird. Jeden einzelnen Atemzug ihrer Protagonisten kann man nachvollziehen und glaubt sich an deren Seite. Ihre Figuren sind alle sehr gut dargestellt, jeden Makel, jede Eigenheit der Protagonisten sind so anschaulich, dass sie unverkennbar sind. Viele dramatische Szenen haben sich anhand der historischen Ereignisse so in die Handlung eingefügt, dass man sich ihnen emotionsvoll ergeben muss.

Joël Tan greift in ihrem Buch verschiedene Themen auf, erzählt von den Feindseligkeiten der Brüder untereinander, von Intrigen, die auch unter den Ratsherren von Hamburg geschmiedet werden, von Neid und Missgunst, von Eifersucht, von erfüllter und unerfüllter Liebe.
Der historische Hintergrund ist sehr gut recherchiert und erzählt auf interessante Weise von den Anfängen der Gerichtsbarkeit um die sich die einstigen Ratsnotare Hamburgs bemühten und ihre Gesetze in verschiedenen Büchern niederschrieben.

Fazit: Ein spannender und kompakter Roman, der neben vielen historischen Figuren auch auf fiktiven Begebenheiten aufgebaut ist einem sehr fesselnde und unterhaltsame Stunden beschert.

Die Autorin: Joël Tan
Joël Tan wurde 1982 in Bremen geboren. Sie studierte Medien und Information an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und arbeitete vor, während und nach dieser Zeit in verschiedenen Verlagshäusern und Medienunternehmen. Als Zweitälteste von sieben Kindern, und Teil der darin enthaltenen beiden Zwillingspaare, lernte sie das turbulente Leben in einer Großfamilie kennen. Heute lebt sie mit ihrem Mann, ihrer Tochter, einem Hund und zwei Pferden im Hamburger Norden und widmet sich mit Hingabe ihrer großen Leidenschaft – dem Mittelalter.

Reihenfolge der Ratsherrn-Serie:
Band 2 - Die Tochter des Ratsherrn

Meine Bewertung
 


Quellen:
Cover: Verlag Blanvalet
Klappentext: Verlag Blanvalet
Kurzbiografie: Verlag Blanvalet
Foto: © Joël Tan

Sonntag, 6. Januar 2013

# 2 # Nicole Speyer: Die Hexe von Nassau

Nicole Speyer
Die Hexe von Nassau

Erschienen am: 02.11.2012
Verlag: Knaur Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Historische Romane
Seiten: 640
Preis € (D) 9,99 | € (A) 10,30
ISBN: 978-3-426-51132-0

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Klappentext: Das Herzogtum Nassau im Jahr 1676: Hier lebt die junge Katharina mit ihrer Mutter in der Nähe der Stadt Idstein. Als Graf Johannes seine grausamen Hexenverfolgungen beginnt, geraten die beiden Frauen in Gefahr. Katharinas Mutter wird hingerichtet. Und auch das Mädchen bleibt von Verdächtigungen nicht verschont, denn sie ist in das Visier des skrupellosen Henkers Leonhard Busch geraten. Dieser schreckt vor nichts zurück, um Katharina in seine Gewalt zu bringen.

Meine Meinung: Graf Johannes hat es sich zur Aufgabe gemacht, Hexen zu verfolgen, die seiner Meinung nach Unfrieden in seine Gemeinde bringen. Kühe, die keine Milch geben, Menschen, die erkranken, sollen auf das Konto dieser Hexen gehen. Diesen Zauber will er ausmerzen, womit seine Gehilfen, wie beispielsweise der Henker Leonhard Busch, ihm sehr wohl gesonnen sind. Mit einem riesigen Ehrgeiz beginnen sie die Verfolgung, die erst einmal keinen Ansatz zu haben scheint. Doch eine kleine Jungenbande sollte ihnen zum Glück verhelfen. Sie wollen gesehen haben, wie die alte Kathi Häuser auf einer Wiese Schlangen beschwor. Kaum ausgesprochen, wurde die alte Kathi, Marias Mutter gefangen genommen. Während ihrer Folter gestand sie, sich mit weiteren Frauen der Hexerei bedient zu haben. Und so gelangt auch Katharinas Mutter Eva in das Visier der Vollstrecker. Beide Frauen werden schließlich der Hexerei bezichtigt, zum Tode verurteilt und hingerichtet.
Während Katharina sich in ihrer Trauer verkroch, schien Maria mit dem Verlust ihrer Mutter ganz anders umzugehen.
Obwohl der Graf anordnete, keine Frauen unter 40 Jahren zu verfolgen, wurde auch die junge Kathrina als Hexe gefangen genommen und im Dunkelzimmer ihrem Schicksal überlassen.

Graf Johannes, als treuer Anhänger der evangelischen Kirche bekannt, ist eine historische Figur. Ihm allein sind die Hexenverfolgungen Mitte des 17.Jahrhunderts rund um Idstein zuzuschreiben. So wie sich die Autorin diese Figur zu Nutzen gemacht hat, sind auch viele andere Figuren in ihrem Debütroman auf historischen Wurzeln gewachsen. Eva Heinemann und Kathi Häuser waren zur damaligen Zeit die ersten Frauen, die der Hexerei bezichtigt und deren Todesurteile sofort vollstreckt worden sind.
Nicole Steyer erzählt die Geschichte der beiden Frauen, wobei diese eher eine Nebenrolle spielen. Vielmehr hat sie das Augenmerk auf die Tochter von Eva, Katharina, gelegt, die klischeebedingt natürlich rothaarig ist. Katharina, die zum ersten Mal verliebt und ihr Auserwählter kein anderer als der neue Prediger Andreas ist, wird unbewusst mit in die Verfolgung einbezogen. Andreas, der ebenfalls in Katharina verliebt ist, ist von seinem Glauben hin und her gerissen. Obwohl er die alten Ansichten der Obrigkeiten, was Hexen betrifft, nicht teilen kann, ist er nicht in der Lage sich als neuer Mann der Kirche durchsetzen zu können. Vielmehr versucht er durch Geschick und etwas List Katharina zu helfen.
Nicole Steyer hat eine interessante Geschichte aufgegriffen, doch an der Umsetzung ist sie für Meindafürhalten gescheitert. Die Autorin verliert sich in ellenlangen Beschreibungen und belanglosen Dialoge, sodass das Lesen schnell ermüdend wird. Ihre ins kleinste Detail beschriebenen Begegnungen und Umschreibungen von Handlungen sind leider viel zu langatmig als das sie fesselnd sein könnten. Ihr Schreibstil ist einfach, hart und stellenweise abgehakt. Viele Begriffe, die sie in ihrem Plot verwandt hat, sind eher der Neuzeit zuzuschreiben. Oftmals kam es mir vor, als würde ich in einem Kinderbuch lesen.
Doch es gab durchaus auch spannende, wenn auch nur knappe, an der Hand abzählbare, Szenen, die einen kurzzeitig an das Buch fesselten.
Ihre Figuren hat die Autorin gut heraus gearbeitet, sodass man eine gute bildliche Vorstellung von ihnen hatte. Allerdings fehlten mir die Emotionen, die die Charaktere hätten prägen können.
Da im Großen und Ganzen der Roman von einfachen Alltagsgeschichten und sehr phantasielosen Dialogen, als würde man sich über das Wetter unterhalten wollen, geprägt ist, war ich über dessen Inhalt sehr enttäuscht. Dieser hätte sich gut und gern – im Verhältnis zur erreichten Seitenzahl gesehen - auf ein Minimum reduzieren können und es wäre eine spannende Story heraus gekommen.

Die Autorin:
Nicole Steyer wurde 1978 in Bad Aibling geboren und wuchs in Rosenheim auf. Doch dann ging sie der Liebe wegen nach Idstein im Taunus. Nach der Geburt ihrer beiden Kinder begann sie zu schreiben, beschäftigte sich mit der Idsteiner Stadtgeschichte und begann zu recherchieren. Das Ergebnis dieser Recherchen war ihr erster historischer Roman, DIE HEXE VON NASSAU, der sich mit den Hexenverfolgungen in Idstein und Umgebung befasst.

Quellen:
Cover: Knaur Taschenbuch Verlag
Klappentext: Knaur Taschenbuch Verlag
Autorenporträt: Knaur Taschenbuch Verlag
Foto: Nicole Steyer


Meine Bewertung:

An dieser Stelle möchte ich mich
recht herzlich beim


für die Bereitstellung dieses
Rezensionsexemplars bedanken.

Samstag, 5. Januar 2013

Wälzer-Challenge 2013

Um den dicken Wälzern auf den Stapeln der ungelesenen Bücher endlich den Lesekampf anzusagen, hat sich Nadine von Chocolat Ponys Bücherwelt dazu entschlossen, eine ganz persönliche Challenge zu starten. (In Anlehnung an die Wälzer Challenge von Der Bücherwahnsinn). 
Seit Oktober 2012 läuft bei ihr schon die Wälzer-Challenge die bis einschließlich Dezember 2013 gehen wird. 

Da gerade die Challenge bei "Der Bücherwahnsinn" geendet hat, habe ich natürlich riesige Lust mich einer solchen Herausforderung erneut zu stellen. Aus diesem Grund ist meine Teilnahme selbstverständlich.


Und hier sind ihre Regeln:

  • Als Wälzer zählt jedes Buch über 550 Seiten.
  • Das Buch muss im Zeitraum von Oktober 2012 bis Dezember 2013 gelesen werden.

Wer noch mitmachen will, kann sich bei Nadine melden. 

Und hier kommen meine Wälzer:
  1. Nicole Speyer - Die Hexe von Nassau - 640 Seiten
  2. Joel Tan - Die Frau des Ratsherrn - 672 Seiten
  3. Joel Tan - Die Tochter des Ratsherrn - 608 Seiten 
  4. Andrea Schacht - Das Spiel des Sängers - 640 Seiten  
  5. Sabine Ebert - Blut und Silber - 731 Seiten 
  6. Karin Slaughter - Tote Augen - 576 Seiten 
  7. Iny Lorentz - Das Vermächtnis der Wanderhure - 720 Seiten 
  8. Rebecca Gable - Das Lächeln der Fortuna - 1.200 Seiten 
  9. Sabine Martin - Die Henkerin - 560 Seiten 
  10. Oliver Pötzsch - Die Henkerstochter und der König der Bettler - 592 Seiten 
  11. Sabine Ebert - 1813 Kriegsfeuer - 928 Seiten  
  12. Iny Lorentz - Die Tochter der Wanderhure - 720 Seiten 
  13. Iny Lorentz - Töchter der Sünde - 784 Seiten 
  14. Constanze Wilken - Die Tochter des Tuchhändlers - 608 Seiten 
  15. Tania Carver - Stirb, mein Prinz - 576 Seiten 
  16. Charlotte Thomas - Der König der Komödianten - 704 Seiten 
  17. Rebecca Gable - Die Hüter der Rose - 1.120 Seiten 
  18. Julia Crouch - Hautnah - 592 Seiten 
  19. Ken Follett - Die Säulen der Erde - 1.296 Seiten 
  20. Oliver Pötzsch - Der Hexer und die Henkerstochter - 624 Seiten 
  21. Petra Schier - Die Eifelgräfin - 576 Seiten

Freitag, 4. Januar 2013

# 1 # Jan Seghers: Ein allzu schönes Mädchen

Jan Seghers
Ein allzu schönes Mädchen
(Band 1 der Robert-Marthaler-Serie)

Erschienen am: 01.09.2005
Verlag: rororo
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Krimi/Thriller
Seiten: 480
Preis € (D) 9,99
ISBN: 978-3-499-23624-2

Klappentext: Unschuldsengel oder kaltblütige Mörderin? Frankfurt im Hochsommer: Im Stadtwald werden die grauenhaft zugerichteten Leichen zweier junger Männer entdeckt. Spuren am Tatort weisen auf eine Frau hin. Für Hauptkommissar Marthaler beginnt die fieberhafte Suche nach einer Unbekannten, die von Zeugen als außerordentliche Schönheit beschrieben wird. Doch bevor die Ermittler der Lösung des Falles einen Schritt näher kommen, wird im Frankfurter Hof ein Reporter brutal ermordet ...

Meine Meinung: Als Robert Marthaler aus seinem Urlaub zu einer Leiche, die im Frankfurter Stadtwald gefunden worden ist, gerufen wird, hält sich seine Begeisterung in Grenzen. Die einzige Spur, die nach dem Regen gefunden wird, endet im Nichts. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als auf die Ergebnisse der Spurensicherung zu hoffen. Dort findet sich auch der erste Ansatz. Eine durchnässte Tankquittung verschlägt Marthaler wenig später in die Nähe von Karlsruhe um die Tankstelle ausfindig zu machen, an der der unbekannte Tote möglicherweise das letzte Mal getankt haben könnte. Zwei Zapfsäulen und eine Autowerkstatt scheinen für den Kommissar zwar nicht vielversprechend zu sein, doch dass er ausgerechnet hier eine Fülle von Hinweisen erhält, hätte er nicht vermutet.
Jetzt gilt es für Marthaler die übrigen Insassen und das Auto zu finden, mit denen der Unbekannte unterwegs war. Während Marthaler den Hinweisen nachgeht, wird sowohl das Auto als auch eine zweite Leiche gefunden.

Jan Seghers beginnt seine Krimireihe um Kommissar Robert Marthaler mit einem riesigen Paukenschlag. Voller Spannung und gleich mit mehreren Handlungssträngen führt der Autor den Leser in die Story ein und lässt einen ohne große Umschweifungen am Leben des Kommissars teil haben. Mit seinen 40 Jahren bezeichnet sich Robert Marthaler selbst als kauzig, der als Witwer zudem ziemlich zurückgezogen lebt. Mit seinem Team kommt er gut aus, führt es autoritär aber auch freizügig. Er selbst ist geradlinig und verabscheut jegliche Art von Großkotzigkeit, Ungerechtigkeiten und vor allem Überheblichkeit und Selbstüberschätzung. Für korrupte Kollegen kennt er keine Gnade. Dagegen neigt Marthaler als Eigenbrödler selbst zu Alleingängen, was ihnen seine Teammitglieder oftmals übel nehmen.
Sein Instinkt führt ihn jedoch meistens zum gewünschten Erfolg, sofern ihm freie Hand gelassen wird. Doch auch Marthaler muss sich oftmals zurück nehmen, genau dann, wenn ihm Politik und Macht dazwischen funken.
Obwohl Marthaler seine Ermittlungen in den Mordfällen in verschiedene Richtungen lenken, führen sie doch immer wieder auf einen Verdächtigen zurück – auf die schöne Unbekannte, von der alle verzaubert zu sein scheinen. Doch Marthaler kommt dem Mörder Stück für Stück näher; muss allerdings auch mit ansehen, wie ein Bauernopfer der Presse und Politik zum Fraß vorgelegt wird nur um Erfolgsmeldungen verzeichnen zu können.
Jan Seghers Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Trotz der knappen und kurzen Sätze lässt sich sein Werk gut lesen, nein, regelrecht verschlingen. Die Anzahl seiner Protagonisten ist überschaubar: Jede einzelne Figur hat Seghers mit seiner eigenen Geschichte in den Plot eingeführt, sodass man als Leser sofort eine Beziehung zu ihr aufbauen konnte. Auch wenn manche Szene vorhersehbar war, hat mich sein erster Kriminalfall sehr gut unterhalten, sodass ich mich schon auf die Fortsetzungsromane freue.

Der Autor: Jan Seghers
Jan Seghers alias Matthias Altenburg, wurde 1958 geboren. Der Schriftsteller, Kritiker und Essayist lebt in Frankfurt am Main. Nach dem Erfolg von "Ein allzu schönes Mädchen" und "Die Braut im Schnee" folgte "Partitur des Todes", ausgezeichnet mit dem "Offenbacher Literaturpreis" sowie dem "Burgdorfer Krimipreis". "Die Akte Rosenherz" ist sein vierter Kriminalroman.

Reihenfolge der Robert-Marthaler-Serie
Band 2 – Die Braut im Schnee
Band 3 – Partitur des Todes
Band 4 – Die Akte Rosenherz





Meine Bewertung:
 
Quellen:
Cover: Verlag rororo
Klappentext: Verlag rororo
Autorenporträt: Verlag rororo
Foto: Susanne Scleyer/autorenarchiv.de









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