Freitag, 8. Februar 2013

# 5 # Neues im Bücherregal

Lange ist es her, als bei mir neue Bücher einzogen, immerhin 4 Tage. Aber ein bisschen Abwechslung ist ja immer gut.

(20) Klappentext: Vier mysteriöse Todesfälle, ein geheimnisvolles Mädchen – und ein Sommer der Rache
Wien. Vier wohlhabende Männer im besten Alter sterben innerhalb kürzester Zeit unter ähnlichen Umständen. Und nur die Anwältin Evelyn Meyers glaubt nicht an Zufall ...
Leipzig. Mehrere Jugendliche, allesamt Insassen psychiatrischer Kliniken, sollen Selbstmord begangen haben. Kommissar Pulaskis Misstrauen ist geweckt, er beginnt zu ermitteln. Seine Nachforschungen bringen ihn mit Evelyn zusammen, und ihre gemeinsame Spur führt sie bis zur Nordsee, zu einem Schiff, das ein schreckliches Geheimnis birgt ...

(21) Klappentext: Das Böse schläft direkt nebenan ... Eine junge Frau verschwindet mitten in der Nacht – ohne jede Spur. Hübsch, blond, liebevolle Ehefrau und Mutter, Lehrerin, beliebt bei ihren Schülern. Als Detective Sergeant Warren das Haus in der idyllischen Vorstadtsiedlung Bostons betritt, scheint der Fall klar: Intakte Schlösser, keine Spuren eines Kampfes oder Einbruchs – Sandra Jones hat ihre Familie verlassen. Die Medien stürzen sich auf den Fall. Und schon bald sieht alles anders aus: Der Ehemann benimmt sich höchst verdächtig, die Tochter hütet ein Geheimnis, Nachbarn und Bekannte verstricken sich in Widersprüche. Und auch Sandra Jones’ Fassade bröckelt ... 

(22) Klappentext: Die Berliner Journalistin Shiva ist alles andere als begeistert, als ihr Chef sie aus dem lang ersehnten Urlaub in Oberhof reißt, um einen uralten, längst gelösten Kriminalfall neu zu recherchieren. Und damit will der die miese Auflage steigern? 1981 hatte der Kreuzworträtselmord die ganze Republik wochenlang in Atem gehalten und eine der größten Fahndungsaktionen der DDR ausgelöst. Aber der Täter wurde gefasst und hat seine Strafe abgesessen. Lustlos beginnt Shiva, Zeugen zu befragen und die Fakten zu rekonstruieren. An eine Story glaubt sie nicht so recht. Nur, warum gibt sich die Polizei so zugeknöpft und wer versucht, den Täter zu verstecken? Als Shiva eine Zeugin ausfindig macht, wird sie angegriffen. Was ist damals wirklich geschehen? Kerstin Apel, Jahrgang 1963, lernte als Schülerin in Halle-Neustadt einen Jungen kennen, der zum Mörder werden sollte. »Der Kreuzworträtselmord« ist ihre erste schriftstellerische Arbeit. Nach 30 Jahren verarbeitet sie darin literarisch ihre eigenen traumatischen Erfahrungen. Denn was trotz all der Berichterstattung über den wohl aufsehenerregendsten Kriminalfall der DDR-Zeit nie bekannt wurde: Sie musste entdecken, dass ihr damaliger Freund den siebenjährigen Lars Bense in der Wohnung ihrer Mutter ermordete.


(23) Klappentext: Marie lebt ein glückliches Leben mit Mann und Kind. Doch ihre Feinde haben die ehemalige Wanderhure nicht vergessen … Als Maries Todfeindin Hulda erfährt, dass ihre Rivalin wieder schwanger ist, schmiedet sie einen perfiden Plan: Marie soll entführt und für tot erklärt werden. Zunächst scheint der Plan zu gelingen, und Michel, Maries Mann, trauert tief um die Liebe seines Lebens. Bald bedrängen ihn Hulda und ihre Verbündeten, sich wieder zu verheiraten. Marie ist währenddessen als Sklavin verkauft und verschleppt worden. Nur unter großen Gefahren für sich und ihr Kind und unter Einsatz ihres Lebens gelingt es ihr, den Weg in die Heimat zurück zu finden. Dort muss sie entdecken, dass Michel nicht mehr frei ist.

# 19 # Kerstin Apel: Der Kreuzworträtselmord


Kerstin Apel
Der Kreuzworträtselmord

Erschienen am: 31.01.2013
Verlag: Sutton
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Krimi/Thriller
Seiten: 160
Preis € (D) 9,95
ISBN: 978-3-95400-142-2

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Online bestellbar hier: Amazon/Sutton

Klappentext: Die Berliner Journalistin Shiva ist alles andere als begeistert, als ihr Chef sie aus dem lang ersehnten Urlaub in Oberhof reißt, um einen uralten, längst gelösten Kriminalfall neu zu recherchieren. Und damit will der die miese Auflage steigern? 1981 hatte der Kreuzworträtselmord die ganze Republik wochenlang in Atem gehalten und eine der größten Fahndungsaktionen der DDR ausgelöst. Aber der Täter wurde gefasst und hat seine Strafe abgesessen. Lustlos beginnt Shiva, Zeugen zu befragen und die Fakten zu rekonstruieren. An eine Story glaubt sie nicht so recht. Nur, warum gibt sich die Polizei so zugeknöpft und wer versucht, den Täter zu verstecken? Als Shiva eine Zeugin ausfindig macht, wird sie angegriffen. Was ist damals wirklich geschehen?

Meine Meinung: Shiva befindet sich gerade in ihrem wohlverdienten Winterurlaub als sie, nach einem kleinen Skiunfall, die Bekanntschaft mit Susanna und später auch ihrer Freundin Judith macht. Obwohl Susanna sich nicht gerade zugänglich zeigt, sich während eines Kennenlerndrinks in der nahegelegen Skihütte plötzlich davon stiehlt und auch bei einem späteren Zusammentreffen ähnliche Verhaltensweisen offenbart, hält Shiva an ihrer neuen Bekanntschaft fest. Dass diese Bekanntschaft wenig später ihr den erhofften Durchbruch zu ihrem journalistischen Auftrag bringen könnte, war ihr zu dem Zeitpunkt nicht bewusst.
Shiva, die kurzerhand von ihrem Redaktionschef aus dem Urlaub gerufen worden ist, erhielt nämlich den Auftrag, den einstigen Kreuzworträtselmord neu aufzurollen um eventuell unbekannte Details den Lesern der Zeitung „Aktuelles Blatt“ präsentieren zu können. Dass ihre Recherchen sie zurück zu Susanna führen würde, war vielleicht glückliche Fügung für Beide oder doch nur Zufall?

Mit ihrem Buch „Der Kreuzworträtselmord“ hat die Autorin Kerstin Apel beabsichtigt, ihre persönlichen Erlebnisse mit dem damaligen Kindermörder Matthias S., der einst ihr jugendlicher Freund war und mit dem sie einige Jahre zusammen lebte, aufzuarbeiten. In einer fiktiven Handlung, die die Story ummanteln sollte, hat sie ihre Protagonisten in Susanna für Kerstin Apel und Sven G. für den Kindermörder Matthias S. benannt.
Die Geschichte wird aus der Sicht der Journalistin Shiva in der Ich-Perspektive erzählt. Abgesehen davon, dass die eigentliche „Aufarbeitung“ des traumatischen Erlebnisses der Autorin erst nach mehr als zwei Dritteln des Buches begann, empfand ich den Einstieg in die Handlung sehr gewöhnungsbedürftig. Dies lag wohl daran, dass die Autorin sich von einer einfachen und gewöhnlichen Ausdrucksweise leiten ließ. Zudem fand ich die Protagonisten eher als unsympathisch und arrogant. Eine Abgrenzung der einzelnen Figuren voneinander gab es für Meindafürhalten nicht. Jede der beschriebenen Protagonisten zeigten ähnliche Charakterzüge auf. Obwohl die Autorin für ihre Darsteller erfundene Namen benutzte, erschließt sich mir nicht, warum sie auch den damaligen Kindermörder oftmals nur als G. bezeichnete, was den Lesefluss eindeutig behinderte.
Das Verbrechen, das dem 6 jährigen Jungen Lars Bense und seinen Eltern widerfuhr, war mir aus einer Folge des „Polizeiruf 110“ bekannt. Ich empfand es damals schon nur als grausam, tragisch und schrecklich und mit welchem riesigen Aufgebot an Polizeibeamten und Helfern die damalige Volkspolizei auf die Spuren des Verbrechers gelangen sollte. Jetzt stellt sich heraus, dass es für den Mord sogar Zeugen, in Person von Frau Apel, gab, was eher noch untertrieben ist.
Das Buch wird mit dem Slogan „Die wahre Geschichte des Kreuzworträtselmords“ angepriesen, also muss ich davon ausgehen, dass der letzte Teil des Buches, die Geschichte der Susanna, die wahre Geschichte ist.
Was ich beim Lesen empfand, kann ich mit Worten nicht wirklich ausdrücken. Entsetzen, Abscheu, Fassungslosigkeit, Ekel, Grausamkeit. Für mich ist die Frau eindeutig eine Mittäterin, die ebenfalls zur Verantwortung gezogen werden müsste. Aber ich nehme an, dass die Autorin sich vor der Veröffentlichung des Buches über eventuelle juristische Folgen kundig gemacht und somit ihrem Debütroman alle Chancen eingeräumt hat.
Ich frage mich nur, was wohl die Eltern des kleinen Lars nicht nur denken mögen, wenn sie dieses Werk lesen würden.
Meiner Meinung nach hat sich der Verlag mit der Veröffentlichung dieses Buches keinen Gefallen getan, es sei denn, es gibt noch sensationslustige Leser, die die Verkaufszahlen nach oben treiben werden.

Die Autorin: Kerstin Apel
Kerstin Apel, Jahrgang 1963, lernte als Schülerin in Halle-Neustadt einen Jungen kennen, der zum Mörder werden sollte. »Der Kreuzworträtselmord« ist ihre erste schriftstellerische Arbeit. Nach 30 Jahren verarbeitet sie darin literarisch ihre eigenen traumatischen Erfahrungen. Denn was trotz all der Berichterstattung über den wohl aufsehenerregendsten Kriminalfall der DDR-Zeit nie bekannt wurde: Sie musste entdecken, dass ihr damaliger Freund den siebenjährigen Lars Bense in der Wohnung ihrer Mutter ermordete.



Meine Bewertung:


Quellen:
Cover: Sutton Verlag
Klappentext: Sutton Verlag
Autorenporträt: Sutton Verlag
Foto: Maiko Kerner

Ich danke dem


für die Bereitstellung dieses
Rezensionsexemplars.

Donnerstag, 7. Februar 2013

# 18 # Sabine Ebert: Blut und Silber


Sabine Ebert
Blut und Silber

Erschienen am: 02.11.2009
Verlag: Knaur
Ausgabeart: Gebundene Ausgabe
Kategorien: Belletristik/Historischer Roman
Seiten: 731
Preis: € 19,99
ISBN: 978-3-426-63836-1

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Klappentext: Deutschland 1296: König Adolf von Nassau setzt eine gewaltige Streitmacht gegen das sächsische Freiberg in Bewegung, um die reiche Silberstadt in die Knie zu zwingen. Unter den Bürgern entbrennt ein heftiger Streit: Dürfen sie sich ihrem König widersetzen? In den Reihen der Freiberger, die die belagerte Stadt heldenhaft verteidigen, kämpfen auch Änne, eine Nachfahrin der Hebamme Marthe, und die Gauklerin Sibylla. Entsetzt müssen sie miterleben, wie Freiberg blutig erobert wird – durch Verrat!

Meine Meinung: Markgraf von Meißen, Friedrich von Wettin, muss um sein Lehen fürchten. König Adolf von Nassau beabsichtigt Freiberg in einem Handstreich zu übernehmen. Ihn lockt nichts anderes als das Silber. Um es zu bekommen, ist ihm jedes Mittel recht. Er und sein Heer schrecken weder vor Plünderungen, Brandstiftungen und Schändungen noch vor Morden zurück.
In einer lang andauernden und blutigen Schlacht mitten im Winter sind viele Tote auf beiden Seiten zu beklagen. Obwohl sich der Burgkommandant Ullrich von Maltitz gut auf die bevorstehende Schlacht vorbereitet hat, muss er nach 3 Wochen doch noch kapitulieren. Die Antwort des Königs darauf sind unzählige und willkürliche Hinrichtungen.

Sabine Ebert lässt den Mythos von Marthe und Christian aus ihrer Hebammen-Serie in „Blut und Silber“ weiter leben. Immerhin ist Änne eine Nachfahre von Marthe, die gut 100 Jahre früher lebte und Mitbegründerin des einstigen Christiansdorf, dem heutigen Freiberg, war. Änne, die inzwischen als Mündel in der Apothekerfamilie Lenzin aufwächst, ist ebenso wie ihre Vorfahre mit den Kräutern und deren heilenden Wirkungen sehr vertraut. Während der Belagerung Freibergs lässt Ullrich Änne auf die Burg kommen um dem Feldscher unterstützend zur Seite zu gehen. Dort lernt sie auch den Hauptmann Markus kennen, der später, nach der Aufgabe der Burg um Ännes Hand anhält. Bevor die Beiden Freiberg verlassen, wollen Markus und Änne ihre letzten Habseligkeiten mitnehmen, was ihnen zum Verhängnis werden sollte. Um ihr Leben zu retten, muss Markus in Notwehr 3 Untergebene des Königs töten. In der Not und in Sorge um Änne lässt Markus sie beim Medicus zurück und flieht mit dem Ziel, Friedrich von Wettin, zu folgen.

Die Handlung, die in der Zeit zwischen den Jahren 1296 und 1307 spielt, schildert recht detailgetreu das Leben der Mächtigen und den Kampf um die Krone und ihre Herrschaft wieder. Zum einen geht es um die Mark Meißen, die aufgrund ihres reichen Bodenschatzes, nicht nur vom König sehr begehrt ist und zum anderen um das rechtmäßige Erbe des Markgrafen von Meißen, Friedrich von Wettin. Nicht zuletzt spielt auch der Vater von Friedrich, der Landgraf von Thüringen Albrecht von Wettin, eine wesentliche Rolle in dieser Geschichte. Mit seinen ständigen Geldnöten hat er es fertig gebracht, sämtliche Ländereien zu verschachern, sodass Friedrich wiederholt darum kämpfen muss.

Mit den Schilderungen der Kämpfe und dem ständigen Blutvergießen fühlt man sich 100 Jahre zurück versetzt, in die Zeit, als schon Landgraf Dietrich von Wettin um sein Land kämpfen musste. Der Sprachstil und die Erzählungen erinnern sehr an die Hebammen-Serie, ihre Figuren ebenso. Die Protagonisten Markus von Freiberg und Ulrich von Maltitz gleichen charakterlich den Rittern Christian und Lucas aus o.g. Serie. Auch die mutige Änne hat viel von ihre Vorfahre Marthe geerbt und die Gemeinsamkeiten sind verblüffend. Das allerdings störte mich in keiner Weise. Der gut recherchierte Hintergrund entschädigte für alles.
Für mich ist „Blut und Silber“ ein ebenso gelungener Roman wie die Hebammen-Serie und verdient die volle Punktzahl.

Die Autorin: Sabine Ebert
Sabine Ebert wurde in Aschersleben geboren, ist in Berlin aufgewachsen und hat in Rostock Sprach- und Lateinamerikawissenschaften studiert. In ihrer Wahlheimat Freiberg arbeitete sie als Journalistin für Presse, Funk und Fernsehen. Sie schrieb einige Sachbücher zur Freiberger Regionalgeschichte, doch berühmt wurde sie mit ihren historischen Romanen, die alle zu Bestsellern wurden.



Meine Bewertung:


Weitere interessante Bücher der Autorin


Quellen:
Cover: Knaur
Klappentext: Knaur
Kurzbiografie: Knaur
Foto: Detlef Müller

Montag, 4. Februar 2013

# 17 # Richard Hagen: Ihr unschuldiges Herz


Richard Hagen
Ihr unschuldiges Herz
(Band 1 mit Inga Jäger und Kai Gebert)

Erschienen am: 17.09.2012
Verlag: Blanvalet
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Krimi/Thriller
Seiten: 448
Preis € (D) 9,99
ISBN: 978-3-442-37787-9

Zur Leseprobe      Bei Blanvalet/Amazon kaufen

Klappentext: Nach dem Mord an einer Kinderärztin hat die junge Staatsanwältin Inga Jäger schnell den Hauptverdächtigen im Visier, denn der Ehemann des Opfers wäre nach der geplanten Scheidung völlig mittellos gewesen. Doch dann kommen ihr Zweifel. Mit der Unterstützung des erfahrenen Kriminalhauptkommissars Kai Gebert bohrt sie tiefer, und gemeinsam enthüllen sie eine Mordserie, die sich bereits über 65 Jahre erstreckt. Da wird ihnen von höchster Stelle nahe gelegt, den Fall nicht weiter zu verfolgen – für Inga Jäger ein Grund, auf keinen Fall aufzugeben.

Meine Meinung: Mit dem Fund einer verstümmelten Leiche in dem südlich des Eichbergs von Eltville gelegenen Weinbergs beginnt Inga Jägers neuer Job als Staatsanwältin. Ihre erste Begegnung mit dem Kommissar Kai Gebert hat sie sich wesentlich anders vorgestellt. Die anfänglichen Schwierigkeiten miteinander weichen jedoch schnell den Gemeinsamkeiten ihrer Ermittlungsmethoden. Doch nachdem auch die Identität der Toten klar ist, finden sich schnell erste Ansätze der Ermittlungen. Letztendlich bringt die Kriminaltechnikerin Elli Falkenstein die entscheidenden Hinweise, wonach der Mordfall vom 22. September seinen Ursprung mindestens 65 Jahre zurück liegen sollte.

Richard Hagen hat mit seinem Krimidebüt „Ihr unschuldiges Herz“ ein neues Ermittlerteam geschaffen. Mit der selbstbewussten Staatsanwältin und alleinerziehenden Mutter Inga Jäger und dem ebenfalls alleinstehenden Kriminalhauptkommissar Kai Gebert wird dem Leser ein ziemlich ungleiches Paar präsentiert, das jedoch mit der Zeit seinen ganz besonderen Reiz entfaltet. Obwohl es recht ungewöhnlich erscheint, dass sich eine Staatsanwältin aktiv an der Ermittlungsarbeit der Kommissare beteiligt, bringt sich Inga Jäger sehr gut ein und es wird schnell klar, dass sich Jäger und Gebert zu einem ganz besonderen Dreamteam entwickeln. Nach nur wenigen Tagen sind die Beiden so miteinander vertraut, dass die gemeinsame Kochaktion mit Ingas Tochters in ihrer Wohnung mehr vermuten lässt. Doch die Staatsanwältin und der Kriminalkommissar gestehen sich ihre Professionalität ein und belassen es bei der Aufklärung des Mordfalls.
Die ihnen zur Seite stehende Kriminaltechnikerin Elli Falkenstein, die mit ihren autistischen Zügen sehr authentisch wirkt, bringt die Ermittler auf so manche heiße Spur. Dass der Mordfall seinen Ursprung eigentlich im Dritten Reich während der Nazizeit hat, wird nach etwa der Hälfte des Buches klar. Doch die Aufklärung und die damit verbundenen Zusammenhänge lassen noch eine ganze Weile auf sich warten.

Der Autor rollt mit seiner Handlung Verbrechen aus dem Dritten Reich auf, die lange Zeit unaufgeklärt geblieben sind und sehr zum Nachdenken anregen. Mit den Euthanasiemorden in der NS-Zeit bringt er einen gut recherchierten Hintergrund (auch wenn die Zahlen nicht ganz stimmen) in eine fiktive Handlung ein und lässt den Leser das damalige Geschehen um die systematische Tötung von geistig und körperlich Behinderten miterleben. Welches Leid und Trauer in den hinterbliebenen Familien dabei erzeugt worden ist, schildert Hagen sehr anschaulich und überzeugend.

Obwohl die Handlung mit einigen Längen durchzogen ist, beispielsweise die Koch- und Backaktionen, die sich über mehrere Seiten erstreckten, ist die Geschichte spannend und teilweise sehr rasant erzählt. Auch wenn ich momentan noch keine Ecken und Kanten an Ermittler und Staatsanwältin gefunden habe und ich mich mit dem Gedanken, dass eine Staatsanwältin so viel Zeit besitzt, um aktiv an einem Mordfall ermitteln zu können, noch gewöhnen muss, sind mir beide Figuren sehr ans Herz gewachsen. Von daher freue ich mich schon auf den gemeinsamen 2.Fall und hoffe, dass sich der Autor noch etwas steigern kann. Das Potential dazu ist in jedem Fall vorhanden.

Der Autor: Richard Hagen
Richard Hagen stammt aus dem Rheingau und lebt jetzt in der Nähe von Berlin. Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft für das Schreiben und wurde zu einem erfolgreichen Drehbuchautor. Für diese neue Krimiserie hat er sich von seiner Heimat inspirieren lassen.


Meine Bewertung:
 


Quellen:
Cover: Verlag Blanvalet
Klappentext: Verlag Blanvalet
Autorenporträt: Verlag Blanvalet
Foto: Maiko Kerner

An dieser Stelle möchte ich mich
recht herzlich beim
Verlag: Blanvalet



für die Bereitstellung dieses
Rezensionsexemplars bedanken.

# 4 # Neues im Bücherregal

Ich freue mich, dass wieder spannende und natürlich auch historische Lektüre bei mir eingezogen ist, darunter auch zwei Rezensionsexemplare, wofür ich mich bei den Verlagen Heyne und Blanvalet recht herzlich bedanken möchte.

(15) Klappentext: Schongau 1660: Der Pfarrer der Lorenzkirche wurde vergiftet. Mit letzter Kraft konnte er noch ein Zeichen geben, das zu einem uralten Templergrab in der Krypta führt. Dort entdecken der Henker Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena und der Medicus Simon rätselhafte Hinweise auf einen Templerschatz. Der Mörder des Pfarrers ist dem Geheimnis längst auf der Spur, aber auch eine brutale Räuberbande hat davon erfahren. Ein gnadenloser Wettlauf beginnt.


(16) KlappentextDeutschland 1296: König Adolf von Nassau setzt eine gewaltige Streitmacht gegen Freiberg in Bewegung, um die reiche Silberstadt in die Knie zu zwingen. Unter den Bürgern entbrennt ein heftiger Streit: Dürfen sie sich ihrem König widersetzen? In den Reihen der Freiberger, die die belagerte Stadt heldenhaft verteidigen, kämpfen auch Änne, eine Nachfahrin der Hebamme Marthe, und die Gauklerin Sibylla. Entsetzt müssen sie miterleben, wie Freiberg blutig erobert wird – durch Verrat!

(17) Klappentext: Er mordet seit Jahrzehnten – und stets wird ein anderer an seiner Stelle verurteilt
Nach dem Mord an einer Kinderärztin hat die junge Staatsanwältin Inga Jäger schnell den Hauptverdächtigen im Visier, denn der Ehemann des Opfers wäre nach der geplanten Scheidung völlig mittellos gewesen. Doch dann kommen ihr Zweifel. Mit der Unterstützung des erfahrenen Kriminalhauptkommissars Kai Gebert bohrt sie tiefer, und gemeinsam enthüllen sie eine Mordserie, die sich bereits über 65 Jahre erstreckt. Da wird ihnen von höchster Stelle nahe gelegt, den Fall nicht weiter zu verfolgen – für Inga Jäger ein Grund, auf keinen Fall aufzugeben.
Der erste Fall von Staatsanwältin Inga Jäger und Kripohauptkommissar Kai Gebert. 


(18) Klappentext: Hannas Mann Steve verschwindet spurlos. Hanna ist sich sicher, dass etwas Schlimmes passiert ist, doch niemand glaubt ihr, bis ihre einjährige Tochter Lilou fast entführt wird. Als Lilou sich immer mehr verändert, scheint es, als stehe sie in Kontakt mit ihrem Vater. Hanna begreift, dass dies ihre einzige Chance ist, Antworten zu bekommen, da ihre verzweifelte Suche bislang nur eines zutage förderte: Der Mann, den sie unter dem Namen Steve Warrington kennen und lieben lernte, hat offiziell nie existiert. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit und begibt sich dabei in tödliche Gefahr 

(19) Klappentext: England 1360: Nach dem Tod seines Vaters, des wegen Hochverrats angeklagten Earl of Waringham, zählt der zwölfjährige Robin zu den Besitzlosen und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt. Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earls, schikaniert Robin, wo er kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft.
Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schließlich zurück in die Welt von Hof, Adel und Ritterschaft führt. An der Seite des charismatischen Duke of Lancaster erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe - und begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind. Doch das Rad der Fortuna dreht sich unaufhörlich, und während ein junger, unfähiger König England ins Verderben zu reißen droht, steht Robin plötzlich wieder seinem alten Todfeind gegenüber ...

Sonntag, 3. Februar 2013

2 von 12 Verlage-Challenge 2012 - Die Verlosung



Nun endlich kommt auch die 2 von 12 Verlage-Challenge 2012 zum krönenden Abschluss. Alle Challengeteilnehmerinnen, das waren immerhin 46, die sich angemeldet haben, haben natürlich versucht ihr Bestes zu geben. 18 Teilnehmerinnen haben die Challenge erfolgreich abgeschlossen und teilweise sogar über die geforderte Anzahl von Verlagen und Büchern hinaus gelesen.
Und hier sind die 18 Teilnehmerinnen, die in den Lostopf gekommen sind. Zu verlosen gibt es den 

             15,00 € Waren-Gutschein von Amazon.

Mareike              Julia             Isabel              Monika    

 Kerry               Svenja                              Fireez    Sabine 
 
       Patricia                    Steffi                         Sandra        
                 Sarah                          Liss         
            
 Fireez                        Doreen                   Bücherecke    
            
          Ramona                   Alex                   


Alle ab in den Lostopf! 


Und gewonnen hat:






Herzlichen Glückwunsch. 



Bitte teile mir per Email (siehe unter meinem Impressum) deine Adresse mit, damit ich dir den Gutschein zukommen lassen kann.

Samstag, 2. Februar 2013

# 16 # Janet Clark: Rachekind


Janet Clark
Rachekind

Erschienen am: 14.01.2013
Verlag: Heyne
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik/Krimi/Thriller
Seiten: 512
Preis: € 9,99
ISBN: 978-3-453-40927-9

Zur Leseprobe         
Online bestellbar hier: Amazon/Heyne

Klappentext: Hannas Mann Steve verschwindet spurlos. Hanna ist sich sicher, dass etwas Schlimmes passiert ist, doch niemand glaubt ihr, bis ihre einjährige Tochter Lilou fast entführt wird. Als Lilou sich immer mehr verändert, scheint es, als stehe sie in Kontakt mit ihrem Vater. Hanna begreift, dass dies ihre einzige Chance ist, Antworten zu bekommen, da ihre verzweifelte Suche bislang nur eines zutage förderte: Der Mann, den sie unter dem Namen Steve Warrington kennen und lieben lernte, hat offiziell nie existiert. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit und begibt sich dabei in tödliche Gefahr ...

Meine Meinung: Hanna glaubt ihre Tochter in Sicherheit. Doch als sie ihre Wohnung betritt, spürt sie sofort das Etwas nicht stimmt. Sämtliche Lichter brennen und ihre Tochter liegt leblos im Bettchen, von ihrem Mann Steve fehlt jede Spur. Geistesgegenwärtig beginnt Hanna sofort mit der Reanimation des kleinen Mädchens; ihre Nachbarin Britt holt ärztliche Unterstützung. Zusammen holen sie die einjährige Lilou zurück ins Leben, doch danach ist Lilou wie ausgewechselt. Ihr seltsames Verhalten und die einstige Fröhlichkeit, die nicht mehr vorhanden ist, lassen Hanna keine Ruhe. Nach einer misslungenen Entführung ihrer Tochter wendet sich Hanna an die Polizei, doch die scheint ihr nicht glauben zu wollen. Hilfesuchend wendet sich Hanna an einen Privatdetektiv, der so manch Unangenehmes aufspürt.

Janet Clark hat mich mit ihrem Thriller „Rachekind“ von der ersten Seite an mitgerissen. Obwohl hier einige mystische und esoterische Elemente eingeflossen sind, hat mich ihr Werk voll überzeugt. Schon der Prolog versprach Spannung pur. Auch wenn der Schreibstil der Autorin eher ruhig angelegt ist, ist er absolut fesselnd und mitreißend. Ihre Figuren überzeugen auf ganzer Linie, sodass man sich sehr gut in die Geschichte einfinden kann. Man spürt, mit welcher Kraft Hanna auf die Suche nach ihrem Mann geht und mit welchem Mut sie um das Leben ihrer Tochter kämpft. Hanna, die eigentlich aus gutem Haus stammt und für ihre Liebe den Wohlstand aufgegeben hat, versucht mithilfe ihrer vermeintlichen Freundin und eines Detektiven auf die Spur ihres Mannes zu gelangen. Selbst die erschütternden Tatsachen, die auf der Suche nach der Vergangenheit ihres Mannes so manche unangenehme Wahrheit aufdecken, bringen Hanna von ihrem Kurs nicht ab. Auch als sie mit Erschrecken feststellen muss, dass nahe Vertraute ein falsches Spiel mit ihr zu spielen versuchen, ermittelt sie weiter, immer auf der Suche nach der vollständigen Wahrheit.
Durch das ständige emotionale Chaos, das Hanna bei ihren Ermittlungen und Begegnungen mit den verschiedensten Personen hinterlässt wird der Leser auch des Öfteren auf falsche Fährten geführt. Zudem hat es die Autorin geschafft, die Eindrücke, die man von den einzelnen Personen gewonnen hat, schnell in sich zerfließen zu lassen. Personen, denen man glaubte, vertrauen zu können, werden schnell zu Verbrechern; geglaubte Verbrecher stehen auf einmal auf der Seite von Hanna.
Da die Geschichte auf mehreren Handlungssträngen aufgebaut ist und in verschiedenen Zeiträumen handelt, hat der Leser die Möglichkeit sich in die jeweiligen Umstände einzufinden. Gerade die Handlung, die in der Vergangenheit spielt, ist von emotionaler und schicksalhafter Tragweite und Ursache für alle späteren Aktionen einer bestimmten Personengruppe. Vorhersehbare Situationen gibt es so gut wie keine, was die Spannung enorm hoch kochen lässt.
Selbst als das Ende der ganzen Suche nach dem verschwundenen Ehemann naht und sogar offene Fragen in Antworten münden, ist man vom Ausgang der Handlung noch tief berührt.

Fazit: Obwohl ich kein Freund der Mystik oder Esoterik bin, deren Elemente in diesem Thriller sehr dominant sind, bin ich restlos von „Rachekind“ überzeugt und begeistert und kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

Die Autorin. Janet Clark 
Janet Clark arbeitete nach ihrem Studium als wissenschaftliche Assistentin, Universitätsdozentin, und Marketingleiterin in Belgien, England und Deutschland. Neben Beruf und Familie beschäftigte sie sich intensiv mit dem Schreiben, bevor sie sich an ihren ersten Roman wagte. Nach ihrem Debüt „Ich sehe dich“ und dem erfolgreichen Jugendthriller „Schweig still, süßer Mund“ ist „Rachekind“ ihr dritter Roman, in Kürze gefolgt von dem zweiten Jugendthriller „Sei lieb und büße“. Heute arbeitet Janet Clark hauptberuflich als Autorin und lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in ihrer Geburtsstadt München.


Meine Bewertung:


Quellen:
Cover: Heyne Verlag
Klappentext: Heyne Verlag
Autorenporträt: Heyne Verlag
Foto: © privat Janet Clark


An dieser Stelle möchte ich mich
recht herzlich beim
für die Bereitstellung dieses
Rezensionsexemplars bedanken.


Freitag, 1. Februar 2013

# 1 # Lesestatistik Januar 2013

Der erste Lesemonat des Jahres 2013 ist inzwischen zu Ende und es haben sich wieder einige schöne Highlights an Büchern in mein Regal geschmuggelt. Absolut begeistert war ich von Joel Tan´s Doppelband "Die Frau des Ratsherrn" und "Die Tochter des Ratsherrn".

 
Und hier ist meine Leseliste vom Januar 2013:
  1. Jan Seghers - Ein allzu schönes Mädchen - 480 Seiten - 4 Bewertungspunkte
  2. Nicole Speyer - Die Hexe von Nassau - 640 Seiten - 3 Bewertungspunkte
  3. Joel Tan - Die Frau des Ratsherrn - 672 Seiten - 5 Bewertungspunkte  
  4. Gaby Hauptmann - Ticket ins Paradies - 320 Seiten - 1 Bewertungspunkt
  5. Joel Tan - Die Tochter des Ratsherrn - 608 Seiten - 5 Bewertungspunkte
  6. Michael Robotham - Adrenalin - 464 Seiten - 5 Bewertungspunkte
  7. Andrea Schacht - Das Spiel des Sängers - 640 Seiten - 3 Bewertungspunkte
  8. Inge Löhnig - Verflucht seist du - 432 Seiten -  5 Bewertungspunkte
  9. Oliver Pötzsch - Die Henkerstochter - 512 Seiten - 5 Bewertungspunkte
  10. Michael Robotham - Amnesie -  448 Seiten - 3 Bewertungspunkte
  11. Eva Ehley - Frauen lügen - 368 Seiten - 3 Bewertungspunkte
  12. Spencer Quinn -  Auf sie mit Gebell - 352 Seiten - 3 Bewertungspunkte
  13. Loki Schmidt - Auf dem roten Teppich und fest auf der Erde - 223 Seiten - 5 Bewertungspunkte
  14. Oliver Geyer - Sommerhaus, jetzt! - 288 Seiten - 2 Bewertungspunkte 30 
  15. Andreas Franz - Tödliches Lachen - 448 Seiten - 4 Bewertungspunkte
Bücher/Seiten:

Anzahl der gelesenen Bücher in 2013 gesamt = 15            
Anzahl der gelesenen Seiten in 2013 gesamt = 6.879

gelesene Bücher über 200 Seiten: 2
gelesene Bücher über 300 Seiten: 3
gelesene Bücher über 400 Seiten: 5
gelesene Bücher über 500 Seiten: 1
gelesene Bücher über 600 Seiten: 4

Anzahl gelesener Bücher pro Verlag:
Rowohlt: 1 Buch
Knaur: 2 Bücher
Blanvalet: 5 Bücher
Goldmann: 2 Bücher
Ullstein: 2 Bücher
Piper: 1 Buch
Fischer: 1 Buch
Hoffmann und Campe: 1 Buch

Auswahl der Genres:
Historische Romane: 5
Krimis: 4
Thriller: 2
Sachbücher: 1
Sonstige Romane: 3

Challenges:
Debüt Challenge 2012/2013: hinzugekommen: 1 Buch
Deutschsprachige Autoren-Challenge 2013: 12 Bücher von 11 Autoren
Blanvalet Challenge 2013: 5 Bücher
Krimi/Thriller Cover Challenge 2013: 2 Bücher
Auf die hohe Kante-Challenge 2013: 17,75 €
Die Wälzer-Challenge: 4 Bücher mit 2.570 Seiten




Donnerstag, 31. Januar 2013

# 15 # Andreas Franz: Tödliches Lachen


Andreas Franz
Tödliches Lachen

Erschienen am: 01.10.2006
Verlag: Knaur Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi/Thriller
Seiten: 448
Preis € (D) 9,99 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-426-63350-2

Klappentext: Kommissarin Julia Durant ist höchst beunruhigt. Mit der Post hat sie einen Umschlag erhalten, in dem sich das Foto einer offensichtlich ermordeten jungen Frau befindet. Ein makabrer Scherz oder aber grausame Wirklichkeit? Noch während Julia und ihre Kollegen rätseln, erfahren sie, dass eine Frauenleiche gefunden wurde – die Frau auf dem Foto! An der Wand hinter ihr steht mit Blut geschrieben: ›Huren sterben einsam‹.
Lange tappt Kommissarin Durant im Dunkeln, denn Svenja Martens, das Opfer, scheint ein völlig unauffälliger Mensch gewesen zu sein. Da passiert ein zweiter Frauenmord, und wieder wird Julia ein Foto des Opfers zugespielt. Sollte es sich um den Beginn einer grausamen Serie handeln? Julia ahnt nicht, dass sich der Täter ganz in ihrer Nähe befindet …
Meine Meinung: Was passiert eigentlich mit einem Jugendlichen, der wegen der Größe seines Geschlechtsteils ausgelacht wird? Er mutiert zu einem Serienkiller, zumindest in Andreas Franz seinem 9. Fall, den Julia Durant zu lösen hat.
Auf recht umständliche Art beginnt Kommissarin Julia Durant eine Mordserie aufzuklären. Die Fotos, die ihr zugespielt werden, zeigen jungen Frauen, die bereits tot sind. Allerdings weiß Julia noch nicht, wo sich ihre Leichen befinden. Während sich das Ermittlerteam in ihrer heißen Phase befindet, stellt Julia Durant fest, dass es vor gar nicht allzu langer Zeit ähnliche Mordfälle gab.

Andreas Franz beginnt seinen Prolog, der wie immer Spannung erzeugt, etwa zwei Jahre vor dem ersten Leichenfund der jungen Frau. Julia Durant ermittelt, kämpft und sucht mit aller macht nach dem Mörder, der es auf eine ganz bestimmte Zielgruppe abgesehen hat. Während Julia sich nicht nur im dienstlichen Bereich mit vielen ungeklärten Dingen herum zu schlagen hat, bröckelt ihr Privatleben ebenso dahin. Gerade eben schien sie noch vor Glück zu strotzen, muss sie erkennen, dass ihr Liebster nichts mehr für sie empfindet. Trotzdem muss sie im Dienst „ihren Mann stehen“.
Dem Mörder auf die Spur zu kommen, hat höchste Priorität. Bei ihren Ermittlungen muss sie immer wieder feststellen, dass der Gesuchte scheinbar alles von ihr weiß und jeden Schritt von ihr verfolgt. Umso mehr scheint Julia in Gefahr zu sein.

„Tödliches Lachen“ habe ich in den vergangenen Wochen so nebenher gelesen und wieder einmal festgestellt, dass sich Andreas Franz Kriminalfälle doch sehr ähneln und das Muster der Ermittlungen sich stets wiederholt. Trotzdem hat mich auch dieser Krimi wieder gefesselt, da er spannend erzählt ist. Zudem mag ich die Fälle, die rund um Frankfurt und dem Taunus spielen, sowieso ganz gerne. Das mag damit zusammen hängen, dass der Autor seine Schauplätze so überzeugend beschreibt und darstellt. Auch seine Figuren sind sehr lebhaft beschrieben, man bekommt von ihnen eine klare Vorstellung. Selbst an den Figuren der Ermittler hat er dieses Mal mehr gearbeitet. Im Gegensatz zu den letzten Fällen, haben sich diese doch ein wenig weiter entwickelt, sodass der Verlauf nicht mehr so vorhersehbar ist.
Der Sprach- und Schreibstil des Autors ist nicht nur mitreißend sondern oftmals auch sehr dramatisch. Seine Erzählung aus verschiedenen Perspektiven sorgt natürlich für die notwendige Spannung, gerade wenn er aus der Sichtweise des Verbrechers erzählt. Alles in allem, ist „Tödliches Lachen“ wieder einmal ein sehr unterhaltsamer Krimi.

Die Autorin: Andreas Franz
Andreas Franz wurde am 12. Januar 1954 in Quedlinburg geboren. Ende 1955 zog er mit seinen Eltern, die beide Musik studiert hatten, nach Helmbrechts in Oberfranken. Nach der Trennung der Eltern siedelte er im Oktober 1967 mit seiner Mutter nach Frankfurt/M. über und besuchte hier noch drei Jahre das Gymnasium und danach eine Sprachenschule Nach einigen Gedichten und Kurzgeschichten schrieb er 1986 seinen ersten Roman. Es dauerte zehn Jahre, bis mit Jung, blond, tot ein Buch von ihm veröffentlicht wurde. Im Mittelpunkt seiner Romane steht in der Regel Hauptkommissarin Julia Durant von der Frankfurter Mordkommission. Andreas Franz lebte mit seiner Frau und zwei seiner Kinder sowie einer Katze seit 1994 in Hattersheim bei Frankfurt.
Der Autor verstarb am 13.03.2011 völlig unerwartet im Alter von 57 Jahren.


Meine Bewertung:
 


Quellen:
Cover: Knaur Taschenbuch Verlag
Klappentext: Knaur Taschenbuch Verlag
Kurzbiografie: Knaur Taschenbuch Verlag/Krimi Couch
Foto: ©FinePic / Helmut Henkensiefken

Lesung mit Andreas Franz: Im Februar 2007 
hatte ich das Glück, Andreas Franz während einer Lesung zu seinem Buch "Tödliches Lachen" erleben zu dürfen. Er las nicht nur aus seinem Buch sondern erzählte auch viel über seine Arbeit bei der Polizei, der er eine Weile "beiwohnen" durfte. Andreas Franz zeigte sich sehr sympathisch und "volksnah". Dass ich mir damals mein Buch noch mit einer Widmung versehen ließ, war natürlich selbstverständlich.
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