Sonntag, 18. Dezember 2011

James Patterson - Totenmesse


Titel: Totenmesse
Autor: James Patterson

Medium: Taschenbuch
Seiten: 352
Verlag: Goldmann
Preis: 8,95 €
ISBN: 978-3-442-46669-6

Klappentext: Amerika trauert: Die First Lady ist plötzlich und unerwartet an einem allergischen Schock gestorben. Zur Beerdigungsfeier in der New Yorker St. Patricks Kathedrale reisen die Mächtigen und Wichtigen aus aller Welt an. Während der Messe passiert das Unfassbare: Ein Kommando stürmt die Kirche und nimmt 34 Trauergäste als Geiseln. Ein Fall für Deeskalationsspezialist Mike Bennett. Doch Mike plagen private Probleme, da seine Frau im Sterben liegt. Und die Situation in der Kathedrale droht zu eskalieren …

Meine Meinung: James Patterson hat seinen Titel „Totenmesse“ nicht treffender wählen können. Denn Mike Bennett muss nicht nur versuchen, die prominenten Trauergäste, die während einer Messe als Geiseln genommen worden sind, unversehrt aus der Kathedrale zu bringen, er muss auch noch um das Leben seiner Frau, bei der der Krebs soweit fortgeschritten ist, dass ihr nur noch wenige Tage zum Leben bleiben, bangen. Als Vater von 10 adoptierten Kindern hat er sein früheres Betätigungsfeld als Spezialist für Verhandlungen bei Geiselnahmen aufgegeben und ist zum Morddezernat der New Yorker Polizei gewechselt. Trotzdem wurde er zu der Geiselnahme in der St. Patricks Kathedrale gerufen und das zu Recht. Denn in letzter Sekunde konnte er ein Desaster vermeiden, das sein übereifriger Kollege hervorgerufen hat.
James Patterson lässt den Leser nicht nur die Fortschritte bei den Verhandlungen zur Geiselnahme, sondern auch ganz emotional das Ende um das Leben von Maeve, Mikes Frau verfolgen und das ausgerechnet zur Weihnachtszeit.
Der Autor hat seine Geschichte in zwei Handlungssträngen aufgebaut. Zum einen geht es um die Geiselnahme und zum anderen um das private Umfeld von Mike Bennett. Dabei springt er abwechselnd von einer Handlung zur anderen und lässt teilweise seine Geschichte in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Mike erzählen.
Obwohl meines Erachtens einige Längen aufgetreten sind, dominiert trotzdem die Spannung. Seinen Prolog beginnt Patterson recht rasant und fesselnd. Danach tritt erst einmal eine kleine Spannungsflaute ein um dann wieder mit Tempo den Spannungsbogen aufzubauen. Seine Figuren hat der Autor gut dargestellt, die Charaktere überzeugen. Lediglich die Entlarvung der Geiselnehmer kam mir dann doch etwas zu überraschend.
Pattersons Aufbau des Buches gefällt mir besonders gut. Die kurzen Kapitel mit durchschnittlich 2-4 Seiten, die mit dem Perspektiv- und Handlungswechsel verbunden sind, erhöhen nicht nur den Lesegenuss, sondern lassen den Leser auf das Kommende fiebern. So ist es auch ganz einleuchtend, dass man das Buch nicht aus den Händen legen kann, bevor nicht auch die Täter gefasst sind.
Insgesamt fand ich die Handlung etwas gedrückt, denn auf die Beweggründe der Geiselnehmer wurde nur kurz eingegangen. Zudem fand ich die Sterbebegleitung bei Maeve, die mich übrigens sehr emotional berührt hat, zu gedrungen.

Fazit: Dies war mein erstes Buch, das ich von James Patterson gelesen habe, aber mit Sicherheit nicht mein Letztes. Da Mike Bennett noch in den Folgebüchern „Blutstrafe“, „Sühnetag“ und „Todesstunde“ ermittelt, werden diese wohl nicht lange auf sich warten lassen.

Meine Bewertung:
Seitenanzahl: 352

Kommentare:

  1. Hallo Sabine
    ich freue mich sehr,dass du bei meiner Challenge dabei bist!
    Liebe Grüße Jasmin

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  2. Hallo Sabine!

    Das war dein erster Patterson-Thriller?
    Dann musst du unbedingt auch die Alex Cross-Reihe bzw. die Woman´s Murder Club-Reihe lesen. :)

    Liebe Grüße,
    Sabine

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