Freitag, 4. November 2011

Erica Spindler - Im Schatten des Mörders

Mit 15 Jahren wurde Jane beim Schwimmen von einem Motorboot überfahren und entkam nur knapp dem Tod. Unzählige Operationen hat sie über sich ergehen lassen müssen um ihr Gesicht wieder herstellen zu lassen. Stacy, die Halbschwester, hat sich die größten Vorwürfe wegen des Unfalls gemacht, denn Jane war nur ihretwegen mit zum See gekommen.

15 Jahre später scheint für Jane ein neuer Albtraum zu beginnen. Obwohl sie glücklich sein müsste, denn alles in ihrem Leben ist perfekt, sie ist verheiratet mit Jan, einem gut aussehenden Schönheitschirurgen, der sie über alles zu lieben scheint, sie ist in der 8. Woche schwanger, sie ist erfolgreich im Beruf und ist durch eine Erbschaft sehr vermögend geworden.
Doch als eine Patientin von Jan ermordet aufgefunden wird, weisen alle Indizien auf Jan als Mörder hin. Wenig später wird auch noch seine Sekretärin getötet und die Indizien verhärten sich gegenüber Jan. Als Jan verhaftet und das Haus durchsucht wird, bricht für Jane eine Welt zusammen. Doch in diesem Moment ist Stacy wieder für sie da, nachdem lange Zeit keine Verbindung zwischen den Schwestern bestand. 

Stacy, die inzwischen eine erfolgreiche und sehr geachtete Polizistin ist, nimmt mit ihrem neuen Partner Mac die Ermittlungen auf, als sie kurze Zeit darauf wegen Befangenheit vom Fall abgezogen wird.
Für Jane beginnt eine Zeit voller Ängste, gepaart mit vielen schlechten Überraschungen und Erkenntnissen. Aber auch Stacy muss erkennen, dass ihre Menschenkenntnis sie voll im Stich gelassen hat.

Erica Spindler hat mit ihrem Buch „Im Schatten des Mörders“ eine neue Thriller-Reihe mit der Ermittlerin Stacy Killian ins Leben gerufen. Der Plot beginnt zwar sehr verhalten, abgesehen vom Prolog, teilweise auch langatmig. Doch im Verlauf der Handlung zeigt sie, wie sich der Spannungsbogen so ganz allmählich bis zum Höhepunkt entwickeln kann. Sie schreibt flüssig und fesselnd und lässt es nicht zu, dass man das Buch aus der Hand legt. 
Zudem versteht es die Autorin meisterlich, den Leser in die Irre laufen zu lassen, was die Enthüllung des Täters betrifft. Mindestens 4 Protagonisten hatte ich abwechselnd im Verdacht, der der Mörder sein könnte und immer wieder hat sie es geschafft, einen auf eine neue Fährte zu lenken.
Ihre Figuren und ihre Charaktere hat sie hervorragend und authentisch dargestellt, sodass die gesamte Handlung sehr glaubhaft wirkt.
Ein großes Lob verdient ebenfalls der Verlag, der mit einem einfachen, schlichten und edlen Cover auf sich und das Buch aufmerksam macht. Zudem bin ich, was die Schriftgröße und das Schriftbild betrifft, äußerst begeistert. Auch die kurzen Kapitel, die zwar der Autorin zuzuschreiben sind, erhöhen meines Erachtens noch das Lesevergnügen.

Fazit: Mit „Spiel mit dem Tod“, was der 2. Fall der Stacy-Killian-Reihe ist, wurde ich von „Erica Spindler“ gekötert. Obwohl ich sonst meine Fälle immer der Reihe nach lese, hat das der Leselust keinen Abbruch getan. Im Gegenteil, ich kann Erica Spindler nur wärmstens empfehlen.

Meine Bewertung:
Seitenanzahl: 476

Erscheinungsdatum: Januar/März 2011 - habe 2 verschiedene Angaben gefunden, welche nun stimmt, weiß ich nicht.

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