Sonntag, 15. Januar 2012

# 10 # Rezension zu "Martha im Gepäck" von Ulrike Herwig

Ulrike Herwig

Matha im Gepäck


Erschienen: 12.08.2011
Verlag: Ullstein
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik/Humor
Seiten: 272
Preis € (D) 14,99
ISBN: 978-3-547-71180-6

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Klappentext: Tante Martha liebt geknüpfte Deckchen, kitschige Malerei – und sie ist eine Despotin. Das bekommt auch die Familie ihrer Nichte zu spüren, als sie plötzlich zwischen den Kindern auf der Rückbank des Kombis sitzt: kariertes Reisekostüm, Koffer auf dem Schoß, mit Regenschirm bewaffnet. Selbstverständlich kommt sie mit in den Schottlandurlaub. Tante Martha zockt Truckfahrer beim Kartenspiel ab, bringt die Familie im Castle eines Liebhabers unter und entpuppt sich als Whisky-Expertin. Und Martha hat noch mehr Trümpfe im Ärmel.

Meine Meinung: Endlich Urlaub. Die Koffer sind gepackt und verstaut, die Kinder sitzen im Auto. Jetzt nur noch schnell von Tante Martha verabschieden und dann geht’s auf nach Schottland. So war jedenfalls der Plan. Doch meistens kommt es anders als man denkt. Denn als sich Familie Thieme von Tante Martha verabschieden will, steht auch sie mit gepackten Koffern bereit zur Fahrt in den Urlaub nach Schottland. Da hilft auch kein Reden von Karen, die Tante kommt mit. Das hat Martha jedenfalls so beschlossen.
Und so beginnt für die vier Thiemes und Tante Martha der wohlverdiente Urlaub, der schon nach wenigen Kilometern zum Stress auszuarten scheint. Doch Tante Martha ist die Ruhe in Person, der Held der beiden Kinder und schließlich auch für Karen und Bernd. 

Doch welche Turbulenzen den Leser in diesem Buch noch begleiten werden, schildert Ulrike Herwig auf eine recht anregende, übertriebene, hin und wieder aber auch langweilige Art und Weise, die meines Erachtens oftmals an der Realität vorbei geht.
Trotzdem schafft es die Autorin auch Alltagsprobleme anzuschneiden, die wiederum ehrlich wirken und nicht aufgesetzt sind.
Den Versuch, die Protagonisten witzig erscheinen zu lassen, ist für mein Dafürhalten nur mäßig gelungen.
Den Schreibstil von Ulrike Herwig finde ich flüssig, die Einteilung des Buches in kleine Kapitel sehr leserfreundlich.
Alles in allem glaube ich jedoch, dass dieses Buch polarisieren wird und die Leser sicherlich in zwei Lager teilen wird. Die einen werden es total lustig und unterhaltsam finden, die anderen sicherlich fade und langweilig.

Meine Bewertung:

Samstag, 14. Januar 2012

# 2 # Neues im Bücherregal

Es gibt wieder interessanten Zuwachs in meinem Bücherregal, auch wenn ich mich zur Zeit richtig gut zusammen reiße, denn sonst bin ich nicht so kleinlich mit neuen Büchern. Für das Buch "Guttenbergs Fall" habe ich mich bei Blogg dein Buch" beworben und ich freue mich richtig, dass es geklappt hat und ich es bekommen habe, denn das Buch stand auf meiner Wunschliste. Der Thriller "Der Countdown" hatte so gute Kritiken, dass ich mir dieses Buch auch anschaffen musste. Und schließlich habe ich das Buch "Martha im Gepäck" gegen ein anderes Buch von mir eintauschen können. Das Buch ist eher etwas zum Entspannen - hoffe ich jedenfalls.

Klappentext: Die Fallhöhe beim Sturz des Politikers Karl-Theodor zu Guttenberg war enorm. Zugleich wurde in der Affäre das Gewicht verschiedener gesellschaftlicher Teilsysteme neu vermessen – die Wissenschaft mit ihren Prinzipien konnte sich gegen eine aus dem Ruder gelaufene Machtpolitik behaupten. In diesem brisanten Buch geht es um mehr als nur die Guttenberg-Affäre: warum der ehemalige Verteidigungsminister den Plagiatsskandal nicht überstehen konnte und was dies für Politik, Gesellschaft und Wissenschaft bedeutet.
Ein spannendes und notwendiges Buch, das zeigt, woran künftig nicht nur politische Führungskräfte gemessen werden, geschrieben von den beiden Journalisten, die den Stein ins Rollen gebracht haben.

Klappentext: Eine rachsüchtige Frau, die sich nach ihrem Platz im Paradies sehnt …
Im Irak rettet eine Krankenschwester, die ihren Mann und Sohn bei einem brutalen Angriff verloren hat, einen amerikanischen LKW-Fahrer. Sie glaubt, dass er ihr helfen kann, den Tod an ihrer Familie zu rächen, und folgt ihm in die Vereinigten Staaten.

Eine schmerzgeplagte Mutter auf der verzweifelten Suche nach ihrem Kind …
In Kalifornien will eine Mutter ihr Kind von der Schule abholen und muss erfahren, dass ihr Ehemann mit dem Sohn spurlos verschwunden ist.

Ein Detective, der sich rehabilitieren muss …
In den Rocky Mountains rettet ein Polizist außer Dienst ein kleines Mädchen aus einem reißenden Fluss. Nur Minuten später flüstert sie ihre letzten Worte in seinen Armen und stirbt. Von diesem Ereignis verfolgt, beginnt er eine Untersuchung, die ihn zu einer Schule in Montana führt, wo bereits die Zeit läuft für ein Ereignis, das Geschichte schreiben wird …

Klappentext: Tante Martha liebt geknüpfte Deckchen, kitschige Malerei – und sie ist eine Despotin. Das bekommt auch die Familie ihrer Nichte zu spüren, als sie plötzlich zwischen den Kindern auf der Rückbank des Kombis sitzt: kariertes Reisekostüm, Koffer auf dem Schoß, mit Regenschirm bewaffnet. Selbstverständlich kommt sie mit in den Schottlandurlaub. Tante Martha zockt Truckfahrer beim Kartenspiel ab, bringt die Familie im Castle eines Liebhabers unter und entpuppt sich als Whisky-Expertin. Und Martha hat noch mehr Trümpfe im Ärmel.

# 9 # Rezension zu "Der Engelmörder" von Erica Spindler

Erica Spindler

Der Engelmörder

Erschienen: 2007
Verlag: Mira Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 512
Preis € (D) 7,95 | € (A) 8,20 | SFR 11,90
ISBN: 978-3-89941-347-2

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Klappentext: Kitt Lundgren hat eine schwere Zeit hinter sich, als ihr nach fünf Jahren die Dienstmarke zurückgegeben wird: Eine unaufgeklärte Mordserie an jungen Mädchen hatte die Polizistin an den Rand ihrer psychischen Belastbarkeit gebracht. Der Alkohol trieb sie an den sozialen Abgrund. Kaum aber hat sie ihr Leben wieder im Griff - da beginnt das Grauen von neuem. Kitts ambitionierte Kollegin glaubt an die Rückkehr des Killers, Kitt dagegen ist überzeugt, dass jemand anderes seine blutigen Verbrechen nachahmt. Aber wer? Und warum? Erneut wird Kitt auf eine harte Probe gestellt und verfolgt bei ihren Ermittlungen eine Spur, die näher an ihr eigenes Leben heranführt, als sie es sich in ihren dunkelsten Albträumen vorgestellt hat.

Meine Meinung: Schauplatz des Thrillers „Der Engelmörder“ ist Rockford in Illinois. Kitt Lindgren und ihre neue Partnerin Mary Catherine Riggio, kurz M.C. sind dabei, einen Kindermörder zu fassen, der schon vor Jahren sein Unwesen trieb und den sie nie fassen konnten. Jetzt bietet sich eine neue Chance, obwohl die Umstände, die dazu führten mehr als tragisch sind. Der Engelmörder hat wieder zugeschlagen und die Detectivs treten, was ihre Ermittlungen betreffen, noch immer auf der Stelle. Viele Spuren verfolgen Kitt und M.C., verdächtigen sogar Kitts Exmann und trotzdem kommen sie dem Mörder kein Stück näher.
Als sich jedoch eine Verbindung zu einer anderen Mordserie auftut, spüren die beiden Frauen zum ersten Mal Hoffnung. Ob sie jedoch rechtzeitig den Mörder entlarven können, bevor er erneut zuschlägt, bleibt abzuwarten. 

Erica Spindler ist wirklich eine begnadete Erzählerin, doch leider lässt sich nicht nachvollziehen, warum ihre Einstiege in die Handlungen so schwierig, verwirrend und langatmig sind. Sie kann spannend und fesselnd schreiben, doch dafür muss der Leser erst einmal einen ganzen Teil an Buchseiten hinter sich bringen. Ist man an diesem Punkt angelangt, an dem sich der Spannungsbogen aufbaut, bringt man es nicht mehr fertig, das Buch aus der Hand zu legen. Selbst die angenehmen kurzen Kapitel verleiten einen immer wieder dazu, weiter zu lesen und sich so von Kapitel zu Kapitel vorzuarbeiten.
Zudem ist Erica Spindler eine Meisterin des Verwirrspiels. Auch hier schafft sie es wieder den Leser so in die Irre zu führen, dass man hinter jedem Protagonisten den potentiellen Mörder vermutet.
Ihre Figuren und Charaktere sind auch im „Engelmörder“ wieder klar und detailliert beschrieben und wirken sehr authentisch. Hinter jeder Figur verbirgt sich eine Geschichte, die dem Leser hilft, die jeweilige Person charakterlich einzuordnen.
„Der Engelmörder“ endet mit einem Cliffhänger und so bleibt nur abzuwarten, wie die Geschichte im „Stoßgebet“ sich fortsetzen wird.

Fazit: Eigentlich ist „Der Engelmörder“ ein richtig spannender Thriller, wenn nicht die anfänglichen Längen wären, die den Lesegenuss dadurch unheimlich schmälern.

Meine Bewertung:


Donnerstag, 12. Januar 2012

# 8 # Rezension zu "Im Schatten der Götter" von Sidney Sheldon

Sidney Sheldon

Im Schatten der Götter

Erschienen: 1987
Verlag: Goldmann
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Politthriller
Seiten: 384
Preis € - nur noch gebraucht zu erwerben
ISBN:

Klappentext: Sie ist voller Ideale. Mary Ashley, Amerikas neue Botschafterin hinter dem Eisernen Vorhang, kämpft für eine friedliche Welt. Doch sie stört das teuflische Spiel der Drahtzieher des internationalen Terrorismus. Ein Killer ist schon unterwegs.

Meine Meinung: Mary Ashley, die junge Professorin für Politikwissenschaften wird ganz unerwartet zur Botschafterin Amerikas in Rumänien. Als eine sehr engagierte Frau ist sie gewillt ihren neuen Job sehr ernst zu nehmen und macht es sich zu ihrer Aufgabe zwischen den Mächten des Ostens und des Westens zu vermitteln. Doch der Plan der Supermächtigen von Wirtschaft und Politik sieht etwas ganz anderes vor. Ihre Prioritäten stimmen nicht mit denen von Mary Ashleys überein. Dass die Ideen von Mary keinen Zuspruch finden, merkt sie spätestens dann, als ihr Ehemann getötet wird. Auf der Suche nach dem Mörder gerät sie selbst ins Visier der mächtigen Kräfte und versucht sich und ihre Kinder vor diesen unberechenbaren Feinden zu schützen und in Sicherheit zu bringen.

Sidney Sheldon hat sich mit dem Politthriller "Im Schatten der Götter" auf ein ungewohntes Terrain begeben. Seine Geschichte spielt noch zu Zeiten des Kalten Krieges, vor dem Mauerfall in den 80er Jahren. Er erzählt wie der neugewählte Präsident der USA einen neuen Weg der Ostpolitik einschlagen will und dabei auf unüberwindbare Hindernisse der Wirtschaft und Politik stößt. Er schildert, wie Komplotte geschmiedet und ausgeführt werden und wie so mancher der unbequem zu sein scheint, kurz und schmerzlos ausgeschaltet wird.
Sheldon fasziniert wie immer mit seinem fesselnden Schreibstil, auch wenn die Story schwere Kost und nicht ganz einfach zu verstehen ist. Er beschreibt, wie besessene Diplomaten um ihren Status ringen, den sie auf keinem Fall aufgeben wollen, wie die mächtigen Bosse der Wirtschaft die Politiker von höchstem Rang unter Druck setzen um an ihre Ziele zu kommen. Opfer spielen dabei keine Rolle.

Sidney Sheldon, der 2007 kurz vor seinem 90. Geburtstag verstorben ist, begeistert mich noch immer mit seinen Werken, auch wenn dieses hier schon fast 25 Jahre alt ist und zum Teil historischen Charakter besitzt.

Meine Bewertung:

Dienstag, 10. Januar 2012

# 7 # Rezension zu "Tote Stille" von Erica Spindler

Erica Spindler

Tote Stille

Erschienen: 15.12.2009
Verlag: Mira Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 464
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-89941-675-6

Klappentext: Gerade erst hat ein Hurrikan die Stadt verwüstet, da macht die Polizei von New Orleans eine grausige Entdeckung: In einem alten Kühlschrank liegen sechs rechte Frauenhände. Wer hat die kranke Tat begangen? Alles weist auf den Handyman hin: ein Serienkiller, der auch Captain Patti O’Shays Ehemann auf dem Gewissen hat. Ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Patti muss dem Wahnsinnigen das Handwerk legen, ehe sie sein nächstes Opfer wird...

Meine Meinung: Obwohl es schon eine Weile her ist, als der Hurrikan Katrina durch den Großraum von New Orleans gewütet hat, trauen sich noch immer nicht alle Einwohner in ihre Häuser zurück. Auf dem völlig zerstörten Grundstück am Audubon Place wird der Captain des New Orleans Police Departments Sammy O´Shay gefunden. Doch er ist nicht wie vermutet Opfer des Hurrikans geworden, sondern eines Verbrechens. Er wurde mit zwei tödlichen Kugeln erschossen. Nichts deutet auf eine Spur hin und so verlaufen die Untersuchungen und Ermittlungen im Sande.
Doch das Leben nach Katrina geht weiter. Ein Aufräumtrupp ist damit beschäftigt, alle Kühlschränke, die die Anwohner nach Wochen und Monaten ohne Stromversorgung und mit vergammelten Lebensmitteln auf die Straße geräumt haben, fachgerecht zu entsorgen. Als in einem Kühlschrank ein Beutel mit 6 verwesten Frauenhänden gefunden wird, stehen die Detectivs des NOPD vor einem erneuten Rätsel, das scheinbar nicht gelöst werden kann.
Zwei Jahre später wird eine Frauenleiche in einem Park von New Orleans gefunden, an deren Körper die rechte Hand fehlt. Außerdem liegt die Plakette des PD Sammy O`Shay unter dem Leichnam. Zum ersten Mal scheint es eine Spur zu geben, die auf den „Handyman“, der von der Presse so getauft worden ist, hinweist. Wenige Zeit später, als bei einer Polizeikontrolle die mutmaßliche Tatwaffe, mit der auf O´Shay geschossen worden ist, gefunden wird, kommt die Sache ins Rollen.

Tote Stille ist die 3. Folge der Serie mit Detectiv Stacy Killian, die inzwischen beim NOPD ihren Dienst angetreten hat. Zudem scheint Stacy auch ihr Liebesglück gefunden zu haben, denn sie lebt nicht mehr allein. Ihr Partner und Lebensgefährte, der gutaussehende Spencer Melone, teilt sich mit ihr Bett und Wohnung.
Erica Spindler hat mit „Tote Stille“ wieder einen recht spannenden Thriller präsentiert. Doch es gibt ein großes Aber. Denn der Einstieg in die Handlung ist sehr langatmig und sehr unspektakulär, teilweise war ich schon geneigt, das Buch zur Seite zu legen. Hat man jedoch das erste Drittel dann endlich geschafft, beginnt die Handlung Tempo aufzunehmen. Von da an löst ein Thrill den nächsten ab und lässt keine Zeit zum Luftholen.
Der Plot wird aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt, sodass durch die abwechselnden Handlungen die nötige Spannung aufkommt. Besonders hervorzuheben ist ihre Auflösung des Falls und somit die Findung des Mörders. Denn hier zeigt die Autorin was in ihr steckt. Immer wieder besticht sie durch die überraschenden Wendungen und man ist sich nie sicher, wer nun der Mörder sein könnte.
Ihre Figuren und Charaktere überzeugen und sind gut dargestellt, auch wenn der ganze Familienclan, der beim NOPD beschäftigt ist und auch sonst in den ganzen Handlungen verstrickt ist, mitunter nicht nachvollziehbar ist.
Erica Spindler hat einen flüssigen und fesselnden Schreibstil, allerdings sollte sie sich auf die wesentlichen Dinge ihres Thrillers beschränken. Der langatmige Einstieg in die Handlung, den ich nicht nur bei „Tote Stille“ sondern auch in anderen Büchern von ihr schon feststellen musste, reduziert den Lesegenuss.
Ein dickes Lob gewährt mal wieder dem Mira-Taschenbuch Verlag, der mit einem wunderschönen und schlichten Cover, einer angenehmen Schriftgröße und Schriftbild und mit einem kleinen Preis für ein gutes Werk besticht.

Meine Bewertung:

Sonntag, 8. Januar 2012

# 6 # Rezension zu "Der Prinzessinnenmörder" von Andreas Föhr

Andreas Föhr

Der Prinzessinnenmörder

Erschienen: 2009
Verlag: Knaur Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch - Softcover
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 377
Preis € (D) 12,95
ISBN: 978-3-426-66397-4

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Klappentext: An einem eisigen Januarmorgen wird im zugefrorenen oberbayerischen Spitzingsee die Leiche eines 15-jährigen Mädchens gefunden. Kurioses Detail: Sie wurde durch einen Stich mitten ins Herz getötet und trägt ein goldenes Brokatkleid. Als man im Mund des Opfers eine Plakette mit einer eingravierten Eins findet, ahnen Kommissar Wallner und sein ewig grantelnder Kollege, Polizeiobermeister Kreuthner, dass dies nur der Anfang einer grauenvollen Mordserie ist …

Meine Meinung: Es ist Januar. Kalt. Ausgerechnet Kreuthner findet bei einem Check am Spitzingsee die Leiche eines jungen Mädchens, das in einem goldenen Brokatkleid gekleidet ist. Während der ersten Inaugenscheinnahme der Leiche findet man eine eigenartige Plakette, die der Mörder in ihrem Mund unter der Zunge platziert hat. Darauf steht die Zahl 1. Kommissar Wallner vermutet Schlimmstes, hofft aber nicht, dass das der Beginn einer Mordserie sein soll. Doch wenig später wird die zweite Leiche eines Mädchens, die ebenfalls mit einem goldenen Brokatkleid gekleidet ist, gefunden. Die Ermittlungen steuern Wallner in verschiedene Richtungen, nichts lässt er außer acht. Auch die inzwischen gegründete SOKO kommt dem Mörder, den sie zwischenzeitlich als „Prinzessinnenmörder“ bezeichnet haben, nur unwesentlich nahe. Als Wallner dann doch eine heiße Spur verfolgt, geschieht das Unfassbare.

„Der Prinzessinnenmörder“ ist der Debütroman von Andreas Föhr, mit dem er 2009 fulminant in die Welt der Krimiautoren gestartet ist. Seine Geschichte spielt in dem beschaulichen oberbayerischen Miesbach unweit von München. Seine Protagonisten verkörpern zum größten Teil den Mythos Oberbayern und demzufolge wundert es auch keinen, wenn immer wieder Dialekte in oberbayerischer Mundart zu lesen sind.
Föhr beginnt seinen Plot recht rasant, der auch versucht ist, dieses Tempo zu halten. Abgesehen von einigen kleinen Längen, gelingt ihm das zu genüge. Seinen Plot hat er auf zwei Handlungssträngen aufgebaut, die sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit des Mörders spielen. Dadurch wird dem Leser auch schon frühzeitig bewusst, um wen es sich bei dem Prinzessinnenmörder handelt und welche Beweggründe seine Mordserie hat. Trotzdem ist der Plot nicht langweilig. Der Autor schafft es immer wieder durch gekonnte Überraschungseffekte den Leser bei der Stange zu halten.
Mit seinen Protagonisten, dem Kommissar Wallner und dem Polizeiobermeister Kreuthner hat der Autor ein ungleiches Ermittlerduo, das zwar nicht unmittelbar zusammenarbeitet aber doch viele Verbindungen zueinander hat, geschaffen. Dem dienstbeflissenen und korrekten Wallner steht der kuriose und deppische  Kreuthner gegenüber. Doch diesen Gegensatz nutzt Föhr aus, um die Handlung nicht auf eine so ernste Basis zu setzen. Kleine lustige Episoden, die doch hin und wieder mal zum Schmunzeln führen, werten die Geschichte auf.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und spannend. Das Cover zeigt zwar keine Verbindung zum Inhalt des Buches, dafür finde ich aber die Schriftgröße und das Schriftbild sehr leserfreundlich.

Fazit: Da ich bereits schon den 3. Fall des Erfolgsautors Andreas Föhr „Karwoche“ gelesen habe, war ich etwas skeptisch, was mich in dem ersten Krimi erwarten würde. Doch auch „Der Prinzessinnenmörder“ hat mich sehr positiv überrascht.


Meine Bewertung:

Resümee zum Lesemarathon


Der Lesemarathon ist seit 20 Minuten beendet. Mein Resümee sieht wie folgt aus:


Ich habe ein Buch zu Ende gelesen, 1 Buch komplett gelesen und 1 Buch angelesen. Ich habe mich an keiner Challenge beteiligt, da sie mir zu aufwendig erschienen. Ich wollte meinen Zeiten mit lesen verbringen. Da kann ich nur diejenigen bewundern, die von 60 Minuten 55 Minuten gelesen haben und in den restlichen 5 Minuten  noch eine umfangreiche Challenge bewältigt haben. Hut ab!


1. "Erntedank" von Volker Klöpfel/Michael Kobr gesamt 384 Seiten - heute gelesen 209 Seiten
gelesene Zeit: 214 Minuten = 3 Stunden, 34 Minuten
2. "Back to Black" von Andreas Schuller und Nicole von Bredow gesamt 224 Seiten
gelesene Zeit: 179 Minuten = 2 Stunden, 59 Minuten
3. "Der Prinzessinenmörder" von Andreas Föhr - gelesen 178 Seiten
gelesene Zeit: 120 Minuten = 2 Stunden
gelesene Zeit: 40 Minten

Gesamtlesezeit: 9 Stunden, 13 Minuten
gelesene Seiten: 611 Seiten
Challenge: 0

Mein Glückwunsch geht an die Blogger, die neben der Lesezeit in der Lage waren alle Challenges zu erfüllen.

Samstag, 7. Januar 2012

# 5 # Rezension zu "Back to Black" von Alexander Schuller/Nicole von Bredow

Alexander Schuller/Nicole von Bredow

Back to Black
Amy Winehouse und ihr viel zu kurzes Leben

Erschienen: 19.12.2011
Verlag: Goldmann
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Biografie
Seiten: 224
Preis € (D) 12,99 | € (A) 13,40 | SFR 18,90
ISBN: 978-3-442-15730-3

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Klappentext: Ausgestattet mit einer phänomenalen Soulstimme gelangte Amy Winehouse mit ihrem Album »Back to Black« zu Weltruhm. Wie keine zweite konnte sie ihren Liebeskummer in Melodien und Worte kleiden. Die fünffache Grammy-Gewinnerin mit der Bienenkorbfrisur und den Katzenaugen war eine gewaltige Erscheinung, wenn sie auf der Bühne stand, und zugleich eine labile junge Frau, die ihre selbstzerstörerische Seite nie in den Griff bekam. Schließlich wurde sie für ihre Abstürze ebenso berühmt wie für ihre Musik. Am 23. Juli 2011 endete ihr Leben. Amy Winehouse, die Musikgeschichte geschrieben hatte, wurde 27 Jahre alt.

Meine Meinung: Es ist schon dramatisch, wie das Leben von Amy Winehouse endete, aber fast beinahe war dieses Schicksal vorhersehbar. Denn Amy war keine normale Persönlichkeit. Schon von Kindesalter an war Amy unbändig. Noch schlimmer wurde es, als sich ihre Eltern scheiden ließen. Von da an sackte Amy noch tiefer, denn ihr Vater Mitch, zu dem sie eine besondere Beziehung hatte, lebte nun ein anderes Leben, ein Leben ohne sie und mit einer anderen Frau. Die im September 1983 in London geborene Amy Winehouse hatte ihre ersten Kontakte zur Musik schon sehr frühzeitig. Die Einzige, die das Talent in ihr mit der großartigen Stimme erkannte, war zunächst ihre Großmutter. Amy besuchte danach einige Schulen, bekam Stipendien und nutzte ihre Chancen nur kaum. Immer wieder flog sie von den Schulen bis eines Tages ihr erster Produzent auf sie aufmerksam wurde und mit ihr das Debütalbum „Frank“ aufnahm, was ein voller Erfolg wurde. Doch mit dem Erfolg konnte Amy nicht umgehen. Auch ihre Produzenten mussten viel Geduld mit ihr aufweisen, denn Amy war sehr launisch und undiszipliniert. Auch ihr zweites Album „Back to Black“ wurde ein Erfolg, mit dem sie nur kurze Zeit später den weltweiten Durchbruch schaffte. Ihre einzigartige Soulstimme wurde unverkennbar, genauso wie ihr Absturz, der in den Medien immer wieder ausgeschlachtet und breit getreten wurde. Ihre Drogen- und Alkoholexzesse wurden ihr Markenzeichen und so ist es beinahe nicht unfassbar, dass ihr Leben schon mit 27 Jahren endete.

Das Autorenduo Alexander Schuller/Nicole von Bredow haben ihr Buch „Back to Black“ nach dem zweiten Erfolgsalbum genannt und die Biografie von Amy Winehouse niedergeschrieben und sich somit in einer Reihe von Autoren eingereiht, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Leben von Amy Winehouse darzustellen. Die Biografie ist in übersichtlichen Kapiteln aufgeteilt, beginnend von ihrer Kindheit, zur Jugendzeit über  verschiedene Lebensabschnitte ihrer Ehe und Scheidung bis hin zu ihrem Tod. Amy Winehouse bietet zudem genügend Stoff um ein Buch mit 220 Seiten zu füllen, das zudem mit einigen Abbildungen gespickt ist.
Trotzdem sind viele Dinge nur an der Oberfläche angekratzt worden. Wer das Leben von Amy vor ihrem Tod verfolgt hat, weiß mitunter mehr, als das, was in diesem Buch zu lesen ist. Dennoch ist es faszinierend und schockierend. Man fühlt mit Amy mit, man bemitleidet sie, man sympathisiert mit ihr. Das Buch weist viele unterhaltsame und auch spannende Fakten auf, die lesenswert sind.

Meine Bewertung:

# 4 # Rezension zu "Erntedank" von Volker Klüpfel/Michel Kobr

Volker Klüpfel/Michael Kobr

Erntedank

Erschienen: Juli 2006
Verlag: piper
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 384
Preis € (D) 9,95 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-492-24511-1

Leseprobe    

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Klappentext: Der Allgäuer Kriminalkommissar Kluftinger traut seinen Augen nicht: Auf der Brust eines toten Mannes in einem Wald bei Kempten liegt, sorgfältig drapiert, eine tote Krähe. Im Lauf der Ermittlungen taucht der Kommissar immer tiefer in die mystische Vergangenheit des Allgäus ein, und es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Mörder, bei dem die Zeit gegen ihn arbeitet. Denn alle Zeichen sprechen dafür, dass das Morden weitergeht … Mit eigenwilligen Ermittlungsmethoden riskiert der liebenswert-kantige Kommissar einen Blick hinter die Fassade der Allgäuer Postkartenidylle und deckt Abgründe auf

Meine Meinung: Zum zweiten Mal lassen die Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr Kommissar Kluftinger aus dem Allgäu zum Einsatz kommen. Er hat sich nicht nur mit einem mysteriösen Mord herum zu schlagen, nein, auch zu Hause scheint im Moment alles schief zu laufen. Ausgerechnet jetzt, wo Kluftinger nicht weiß, wo sein Kopf steht, erwischt es ihn mit einem Wasserrohrbruch. Als wäre das nicht schon schlimm genug, muss Kluftinger seiner Frau zu Liebe auch noch bei seinem ungeliebten Doktor Langhammer übernachten.
Die Aufklärung des Mordes an den Unternehmer Sutter scheint Kluftinger zudem noch zweifelhafte Rätsel aufzugeben. Noch während seiner ersten Ermittlungen kommt die Nachricht über den Fund einer weiteren Leiche. Die Art des Mordes scheint identisch mit dem ersten Mord zu sein und alle sind sich sicher, dass es sich dabei um ein und denselben Täter handeln muss. Die Spuren führen über verschlüsselte Hinweise in die Allgäuer Sagenwelt, die Kluftinger nicht nur in seinen Bann ziehen sondern ihm auch die gewünschten Erfolge bescheren.

Es ist noch gar nicht solange her, als mich der Debütroman „Milchgeld“ des Autorenduos Klüpfel/Kobr so fasziniert hat, dass ich mich umgehend und mit einer gewissen Erwartungshaltung in den zweiten Fall des Kommissars Kluftinger stürzen musste. Leider haben sich meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Das Autorenduo wartet zwar wieder mit einem gekonnt ausgeklügelten Fall auf, doch den Witz und die Spitzfindigkeiten, wie ich sie in „Milchgeld“ kennengelernt habe, habe ich in „Erntedank“ vermisst. Der Eindruck, dass die Autoren bei ihrem zweiten Roman ebenso lustig sein müssen, wie in ihrem Debütroman, schien sie mächtig unter Druck gesetzt zu haben. Dennoch muss ich zugeben, dass ich gut unterhalten worden bin, auch wenn ich so manches aufgesetzt empfand.
Die „Abenteuer“ rund um das Ehepaar Langhammer, sei es zu Hause bei Langhammers oder der gemeinsame Ausflug in das städtische Schwimmbad waren zwar ganz amüsant, aber auch mitleiderregend, was Kluftinger betraf.
Faszinierend fand ich auch wieder mit welcher Naivität die „Dorfpolizei“ an die Aufklärung der Mordfälle herangegangen ist und wie Kluftinger vorwiegend durch sein Bauchgefühl punktet. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass einem der Mund offen stehen bleibt, wenn der Sprössling von Kluftinger, der inzwischen Psychologiestudent ist, mit einem kleinen Vortrag über seine neuen Profilerkenntnisse referiert und Kluftinger den Anstoß für seine weiteren Ermittlungsarbeiten gibt.

Der Schreibstil der Autoren ist flüssig, das Buch lässt sich gut in einem Zug lesen, obwohl mir das Schriftbild und die Schriftgröße, die ja der Verlag wählt, nicht behagen und den Lesegenuss somit wesentlich mindern.
Die Protagonisten und ihre Charaktere sind detailliert beschrieben, sodass man sie sich bildlich sehr gut vorstellen kann. Gerade was die Mitarbeiter von Kluftinger betrifft, hat man von ihnen eine wesentlich bessere Vorstellungskraft gewonnen.

Fazit: Auch wenn „Erntedank“ nicht an das Niveau seines Vorgängers heranreicht, ist es ein gelungenes Werk des Allgäuer Autorenduos mit viel Einblick in deren Sagenwelt und wieder einem Extrakurs in der Allgäuer Mundart.

Meine Bewertung:
Seitenanzahl: 384

Heute gibts nur eins Lesen, Lesen und nochmals Lesen # 4. Update #

beim Lesemarathon 
von heute 9.00 Uhr bis morgen Sonntag 9.00 Uhr


Die Regeln dazu könnt ihr hier nach lesen und Gewinnmöglichkeiten
gibt es auch.
Alles Aktuelle gibt es direkt hier zu lesen.



9.20 Uhr - Von meinem Buch "Erntedank" sind noch 209 Seiten zu lesen. Obwohl der 2. Band der Kluftinger-Reihe bei Weitem nicht so toll ist, wie der 1. Band, gehts jetzt damit weiter.

1. Update: Ich hatte bis 11.45 Uhr durch gelesen, das sind 2 Stunden, 25 Minuten bzw. 145 Minuten und habe gerade mal 135 Seiten geschafft. Bin nun auf Seite 310 gelandet. Jetzt sind noch 74 Seiten von Erntedank zu lesen. Wenn ich damit fertig bin, werde ich das hier verkünden.

13.10 Uhr - Es geht weiter mit dem Buch "Erntedank" auf Seite 311, es liest sich nicht so toll wie "Milchgeld". Komme auch nicht ganz so gut voran.

2. Update: So, das Buch "Erntedank" ist nun zu Ende gelesen. Reine Lesezeit waren es nach dem 1.Update 69 Minuten. Ich habe es mir angewöhnt, immer gleich danach die Rezi zu schreiben, sonst krieg ich es nicht mehr hin.

1. Erntedank von Volker Klöpfel/Michael Kobr gesamt 384 Seiten - heute gelesen 209 Seiten
gelesene Zeit: 214 Minuten = 3 Stunden, 34 Minuten

15.10 Uhr - Ich lese jetzt weiter mit der Biografie von Amy Winehouse "Back to Black" von Andreas Schuller und Nicole von Bredow. Das Buch hat 224 Seiten.

3. Update: 18:50 Uhr - Bin gerade fertig geworden mit der Biografie von Amy Winehouse. Reine Lesezeit hatte ich 179 Minuten. Das Buch mit 224 war mit ca. 30 Seiten illustriert.

Ich schreibe jetzt noch die Rezension zur Biografie und nehme mir dann den "Prinzessinnenmörder" von Andreas Föhr vor.

4. Update: 22.15 Uhr - Gelesene Zeit nach dem letzten Update: 120 Minuten und 131 von 377 Seiten des Buches "Der Prinzessinnenmörder" von Andreas Föhr. Eventuell lese ich dann noch ein bisschen in der Waagerechten, aber morgen früh werde ich noch etwas lesen.

5. Update: 08.01.2012 - 9.10 Uhr - Heute morgen habe ich noch 47 Seiten gelesen. Gelesene Zeit: 40 Minuten

1. "Erntedank" von Volker Klöpfel/Michael Kobr gesamt 384 Seiten - heute gelesen 209 Seiten
gelesene Zeit: 214 Minuten = 3 Stunden, 34 Minuten
2. "Back to Black" von Andreas Schuller und Nicole von Bredow gesamt 224 Seiten
gelesene Zeit: 179 Minuten = 2 Stunden, 59 Minuten
3. "Der Prinzessinenmörder" von Andreas Föhr - gelesen 178 Seiten
gelesene Zeit: 120 Minuten = 2 Stunden
gelesene Zeit: 40 Minten

Gesamtlesezeit bisher: 9 Stunden, 13 Minuten
bisher gelesene Seiten gesamt: 611 Seiten





Freitag, 6. Januar 2012

Lesemarathon vom 07.01.2012 - 9.00 Uhr bis 08.01.2012 - 9.00 Uhr

Morgen um 9.00 Uhr beginnt der Lesemarathon. Ich bin eigentlich ganz gut gerüstet, d.h. ich habe mir schon ein paar Bücher heraus gesucht, die ich versuchen will zu lesen.


Die Regeln dazu könnt ihr hier nach lesen und Gewinnmöglichkeiten
gibt es auch.

Und hier sind meine Bücher, die ich mir vornehme zu lesen: 
1. Erntedank von Volker Klüpfel/Michael Kobr will ich noch zu Ende lesen. 
    Habe jetzt 175 Seiten von 384 Seiten gelesen.   
2. Back to Black von Alexander Schuller/Nicole von Bredow mit 224 Seiten
3. Der Prinzessinnenmörder von Andreas Föhr  mit 377 Seiten 
Dass ich alles schaffe, bezweifle ich zwar, aber ich will soweit kommen, wie nur möglich.

Donnerstag, 5. Januar 2012

# 3 # Rezension zu "Der Professor" von John Katzenbach

John Katzenbach

Der Professor

Erschienen: 01.12.2011
Verlag: Knaur Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller / Psychothriller
Seitenanzahl: 560
Preis € (D) 9,99
ISBN: 978-3-426-50070-5

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Klappentext: Der pensionierte Psychologieprofessor Adrian Thomas bekommt von seinem Arzt eine niederschmetternde Diagnose: Demenz. Noch immer unter dem Eindruck der bestürzenden Nachricht blickt der alte Mann auf die Straße hinaus und sieht ein etwa sechzehnjähriges Mädchen vorübereilen. Gleichzeitig rollt ein Lieferwagen heran, bremst ab und beschleunigt wieder: Das Mädchen ist verschwunden. Der Professor ist verwirrt. Täuscht er sich, oder ist er gerade Zeuge einer Entführung geworden? Wenn er tatsächlich ein Verbrechen beobachtet hat, muss er handeln – das ist er sich schuldig. Die Frage ist nur, wie. Wird ihm seine Krankheit die Chance lassen, das Richtige zu tun?

Meine Meinung:  Mit Professor Adrian Thomas ist dem Autor John Katzenbach eine hervorragende Figur gelungen. Als pensionierter Psychologieprofessor leidet Thomas an eine unheilbare Krankheit, die ihm so nach und nach jegliche Lebensgeister nehmen wird. Die besondere Art der Demenz, die ihn mit einer Schnelligkeit auffressen wird, veranlasst ihn dazu, über den schnellen Tod nachzudenken. Doch gerade bei seinen Überlegungen über den Selbstmord macht er eine unglaubliche Beobachtung. Er sieht, wie ein junges Mädchen gewaltsam entführt wird ohne dass er etwas unternehmen kann.
Doch das will er auf keinem Fall zulassen. Er will das Mädchen, das Jennifer heißt, unbedingt finden. Währenddessen erleidet Jennifer unheimliche psychische und physische Qualen. Als Opfer eines psychopathischen Pärchens wird die 16 Jährige in einem Keller gefangen gehalten und von Kameras beobachtet, die weltweit in das Internet übertragen, was in diesem Keller vorgeht. Und das ist bei Weitem nichts Gutes.

John Katzenbach hat sein Werk auf mehrere Handlungsstränge, die parallel und abwechselnd verlaufen, aufgebaut. Mit Spannung erzählt er das Geschehen um die Entführung von Jennifer und die ergebnislose Suche nach ihr durch die Polizei. Während die Polizei noch ins Blinde hinein fahndet, scheint der Professor besser voran zu kommen.
Das Gespür für die jeweiligen Situationen beschreibt Katzenbach mit vielen Emotionen. Er stellt seine Protagonisten so dar, dass deren Charakter gut zur Geltung kommen. Die Angst mit der Jennifer im Kellerverlies zu kämpfen hat verbunden mit der Einsamkeit oder die Gier nach Geld, Sex, und Demütigung durch das Entführerpärchen. Alles erscheint realistisch.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig, doch fehlt meines Erachtens das Fesselnde. Der Plot ist teilweise von vielen Längen durchzogen und trotzdem wurde ich von John Katzenbach mit seinem Psychothriller „Der Professor“ gut unterhalten.

Meine Bewertung:

An dieser Stelle möchte ich mich beim

Knaur Taschenbuch Verlag
für die Bereitstellung
dieses Leseexemplars bedanken.

Mittwoch, 4. Januar 2012

# 1 # Neues im Bücherregal

Ich bin heute einem kleinen Buch-Kaufrausch verfallen, obwohl ich mir ganz fest vorgenommen hatte, bis zur Buchmesse in Leipzig keine Bücher zu kaufen, aber sie waren so günstig. Auf dem "Wühltisch" der Mängelexemplare gab es so tolle Bücher - viele davon besaß ich schon. Aber zwei habe ich gefunden, die mein Interesse weckten und ein Aktionsbuch auch für kleines Geld als HC. Es ging nicht anders.


Klappentext: Julia Hamill gräbt gerade den Garten ihres kürzlich erworbenen Hauses um, als sie einen grausigen Fund macht: den skelettierten Schädel eines Menschen. Mit den Mitteln der modernen Gerichtsmedizin kann Dr. Maura Isles die harten Fakten schnell bestimmen: Die Leiche ist knapp zweihundert Jahre alt – eine Frau, die ganz offensichtlich einem Mord zum Opfer fiel. Doch wer ist die unbekannte Tote? Und wer hat sie im Garten des alten Hauses verscharrt? Diese Fragen lassen Julia Hamill keine Ruhe, und sie beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Eine alte Kassette voller Dokumente führt sie dabei in die Vergangenheit Bostons – zu den ersten Versuchen, mithilfe von Forensik, Pathologie und Autopsien einen Kriminalfall zu lösen. Und zu dem Medizinstudenten Norris Marshall, der hofft, einen gefährlichen Frauenmörder zu stellen – und, vom Ehrgeiz verblendet, seine einzige Zeugin in höchste Gefahr bringt …


Klappentext: "Fang heute an mit Müßiggang!" So lautet das Lebensmotto von Johann König, der notorisch gelangweilt ist und diesen Zustand liebt!
Denn der Poet unter den Komikern weiß wie kein anderer, wie man "tote" Zeit positiv nutzt.
Egal, ob man stundenlang nutzlos im Stau, verzweifelt auf den Zug oder ungeduldig an der Supermarktkasse wartet: Johann kennt das gut gehütete Geheimnis, das sich hinter der Langeweile verbirgt.
Anhand kluger Gedanken, bizarrer Gedichte und skurriler Fotos lüftet er es und nimmt den Leser mit auf seinen Königsweg. Der Trendscout, Dichter und Denker beweist damit, dass mehr "freie Zeit" im Alltag steckt, als man denkt, und zeigt, wie man sie sinnvoll nutzen kann. Ein herrlich kluges Buch!

 Klappentext: John Mercer, ein altgedienter, hoch dekorierter Detective, gerät in die Fallstricke eines perfiden Serienkillers. Der unbekannte »50/50-Killer« hat es auf junge Paare abgesehen. Eiskalt quält und manipuliert er sie eine Nacht lang, um die Liebe zwischen ihnen zu zerstören. Nur wer den anderen verrät, sieht den Morgen heraufdämmern …Als die Polizei einen verstörten jungen Mann aufgreift, der Folterspuren aufweist und unverständliches Zeug über seine Flucht aus dem Wald redet, ist Detective Mercer klar, dass ihm die Zeit davonläuft. Offensichtlich hat der Killer neue Opfer gefunden, und durch sein Verschwinden hat der Mann seine Freundin dem Tod geweiht. Spätestens bei Tagesanbruch wird der Killer sie umbringen. Kann die Polizei das Versteck des Wahnsinnigen aufspüren, der sein Gesicht mit einer Teufelsmaske verhüllt? Ein unerbittlicher Wettlauf auf Leben und Tod beginnt, den Mercer nur gewinnen kann, wenn er ein altes Trauma überwindet.

Dienstag, 3. Januar 2012

# 2 # Rezension zu " Watch me - Blutige Spur" von Brenda Novak

Brenda Novak

Watch Me – Blutige Spur

Erschienen: 10.10.2011
Verlag: Mira Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 432
Preis € (D) 8,99 | € (A) 9,30
ISBN: 978-3-89941-829-3


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Klappentext: Ein blutiger Albtraum: Sheridans Rendezvous mit Jason endet jäh, als ein maskierter Fremder plötzlich auf sie schießt. Jason stirbt noch in derselben Nacht, Sheridan überlebt schwer verletzt. Und vom Täter fehlt fortan jede Spur. Doch dann wird zwölf Jahre später plötzlich das Gewehr gefunden, mit dem Jason ermordet wurde. Immer noch auf der Suche nach Antworten, kehrt Sheridan zum Tatort zurück. Aber jemand scheint nicht zu wollen, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Jemand, der bereit ist zu töten. Einmal mehr ...

Meine Meinung: Brenda Novak erzählt die Geschichte von Sheridan Kohl, die mit 16 Jahren angeschossen wurde und nur knapp dem Tod entkam. Jetzt, 12 Jahre später, ringt sie erneut mit dem Tod. Dass sie noch am Leben ist, verdankt sie Cain Granger, der ihre Liebe zu ihm zwar nie erwidert hat aber trotzdem für sie da war, als sie ihn am nötigsten brauchte.
Als Sheridan vor 12 Jahren mit ansehen musste, wie Jason, Cains Stiefbruder, neben ihr durch eine Gewehrkugel starb und sie selbst in den Bauch geschossen worden ist, verließ sie nach ihrer Genesung ihren Heimatort Whiterock. Obwohl der Mörder nie gefasst worden ist, kehrt Sheridan zurück, um, nachdem das Gewehr wieder aufgetaucht ist, selbst die Ermittlungen in die Hand zu nehmen. Womit sie allerdings nicht gerechnet hat, wird ihr schließlich zum Verhängnis. Denn der Mörder von damals hat es auch dieses Mal wieder auf sie abgesehen.

„Watch Me – Blutige Spur“ ist der erste Thriller den ich von Brenda Novak gelesen habe. Ein durch und durch mit Spannung durchsetztes Werk, das zu keiner Zeit ermüdend wirkt. Die Autorin präsentiert mit viel Einfühlungsvermögen einen Thriller, der es in sich hat. Sie beginnt ihren Plot mit einem rasanten Tempo, der auch im Verlauf  regelrecht mit Spannung durchtränkt ist. Der Leser wird von einem brutalen Schauplatz zum nächsten katapultiert ohne dass die Handlung an Energie verliert. Die Protagonisten und ihre Charaktere sind so gut dargestellt, dass man beim Lesen selbst gewisse Emotionen entwickelt und so manches Mal eingreifen möchte.
Zudem versteht es Brenda Novak hervorragend, den Leser mit einer Vielzahl von Verdächtigen zu verwirren. So fast jeder der Protagonisten kam für mich als potentieller Mörder in Frage, selbst Diejenigen, die harmlos erschienen, hatten sprichwörtlich „Leichen im Keller“ zu liegen. Schlecht weg gekommen ist dabei Cain, auf dem sich die ganze Stadt als Mörder eingeschossen zu haben scheint. Doch Sheridan glaubt an Cain´s Unschuld, auch wenn  immer wieder leichte Zweifel, teilweise durch den Einfluss Dritter aufkommen. Die Beziehung zwischen den Beiden entwickelt sich indes zu einer Berg- und Talfahrt, wobei sich keiner die wahren Gefühle zueinander eingestehen will.
Mit ihrem flüssigen und fesselnden Schreibstil schafft es die Autorin, den Leser mit ihrem Werk durchweg am Ball zu halten. Erst wenn der Mörder entlarvt und das Happy End sich anbahnt, kann man das Buch beruhigt aus der Hand legen.

Fazit: „Watch me – Blutige Spur“ ist für mich eines der Highlights, von denen die ich bisher gelesen habe, ein Thriller gespickt mit viel Spannung, Aufregung, Konflikten, Liebe, Erotik, Rache, Hass, Verständnis, Unverständnis u.v.m. Das Buch bekommt von mir eine absolute Kaufempfehlung!

Meine Bewertung:
Seitenanzahl: 432

An dieser Stelle möchte ich mich beim
Mira Taschenbuch Verlag


für die Bereitstellung des
Rezensionsexemplares bedanken.

Montag, 2. Januar 2012

# 1 # Rezension zu "Entsetzen" von Karin Slaughter

Karin Slaughter

Entsetzen

Erschienen am: 15.11.2011
Verlag: Blanvalet
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Preis € (D) 9,99 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
Seiten: 528
ISBN: 978-3-442-37477-9

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Klappentext: Noch auf der Schwelle zu ihrem Zuhause sieht Abigail Campano die Glasscherben. Den blutigen Fußabdruck auf dem Dielenboden. Und den Mann, der sich über den leblosen Körper eines Mädchens beugt. Ihre Tochter! Sie stürzt sich auf ihn, bringt ihn zu Fall, und in einem erbitterten Kampf um Leben und Tod erwürgt sie ihn. Das Mädchen, sieht sie, wurde erschlagen. Der Körper ist mit Bisswunden und Prellungen übersät. Doch es ist nicht ihre Tochter Emma, sondern deren beste Freundin Kayla. Emma ist wie vom Erdboden verschluckt.
Special Agent Will Trent weiß: Die Chance, das Mädchen lebend zu finden, wird von Stunde zu Stunde geringer. Doch noch entsetzlicher ist die Vorstellung, dass der sadistische Täter ungeschoren davonkommen könnte.

Meine Meinung:  Karin Slaughter hat mit ihrem Thriller „Entsetzen“ wahres Entsetzen ausgelöst. Sie erzählt die Geschichte der millionenschweren Abigail Campano, die früher als gewöhnlich nach Hause kommt und völlig fassungslos feststellen musste, dass ihre Tochter tot und bestialisch zugerichtet im Flur zu ihrem Zimmer liegt. Über ihr steht ein junger Mann mit einem Messer in der Hand, der nun auch Abigail bedroht. In ihrer Wut und Angst stellt sie sich dem mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter und schafft es schließlich, ihn in einem erbitterten Kampf mit ihren eigenen Händen zu strangulieren.
Special Agent Will Trent, der kurze Zeit später zusammen mit seiner neuen Partnerin Faith Mitchell den Tatort erreicht um diesen zu sichern und mit der verstörten Mutter zu reden, erfährt wenig später von ihrem Ehemann Paul, dass es sich bei der Toten nicht um Emma, ihrer Tochter handelt. Es ist die beste Freundin von Emma, Kayla. Doch von Emma fehlt jede Spur. Bei der Rekonstruktion des Tatherganges stellt Will fest, dass der junge Mann, den Abigail getötet hat, nicht der Mörder sein kann. Denn auch er wurde lebensbedrohlich verletzt. Abigail hat den jungen Mann getötet, bevor er starb. Sie hatte den Falschen getötet.

Karin Slaughter hätte ihren Plot nicht besser beginnen können, denn er lässt hochgradige Spannung vermuten. Doch so rasant wie der Prolog beginnt, führt die Geschichte leider nicht weiter. In abgeschwächter und etwas langatmiger Form beginnen die Ermittlungen nach der Suche um die verschwundene Tochter und der Aufklärung der beiden Tötungsdelikte und Will Trent setzt alles daran, Emma lebend zu finden. Bei seinen Ermittlungen stößt er jedoch des Öfteren an seine Grenzen, denn Will hat ein riesiges Problem. Er ist Legastheniker und nicht in der Lage, zu lesen und zu schreiben. Dies seiner neuen Partnerin auf Zeit zu verheimlichen, wird zusehends schwieriger, den Faith scheint der Lösung dieses Rätsels auf der Spur zu sein.

Die Autorin hat es glänzend verstanden, die Charaktere ihrer Protagonisten zu beschreiben, ihnen eine gewisse Einzigartigkeit zu verpassen, die sie von anderen abhebt. Jeder von ihnen wurde mit gewissen Macken, Fehlern und Liebenswürdigkeiten ausgestattet. Obwohl sie recht viele Figuren in ihrer Story unterbringt, gibt es kein Problem der Zuordnung, da sie ausführlich, manchmal auch etwas zu ausführlich die Beziehungen zu den jeweiligen Bezugspersonen darstellt. Zudem beleuchtet sie auch die Vergangenheiten ihrer Figuren, erzählt von ihren Problemen, von Schmerzen, ihrem Kummer, von Sehnsucht und Angst und vielem mehr. Nicht zu kurz kommen dabei auch die Muttersorgen und die Qualen, die die Protagonistin Abigail durchleidet.

Vom Schreibstil der Autorin war ich etwas enttäuscht. Es fehlt die gewohnte Spritzigkeit und die fesselnde Erzählung, nach denen ich mich in ihren früheren Werken regelrecht verzehrt habe. Lediglich der Prolog hat mich richtig in ihren Bann gezogen. Nichts desto trotz hat sie eine gut ausgereifte Story präsentiert, die vielleicht mit weniger Ausführlichkeit mehr gepunktet hätte.

Fazit: „Entsetzen“, der 2.Fall mit dem ungleichen Ermittlerduo Will Trent und Faith Mitchell ist auf alle Fälle ein lesenswerter Thriller. Selbst wer den 1.Fall „Verstummt“ nicht gelesen hat, findet sehr schnell in die Geschichte hinein. Obwohl dies nicht der beste „Slaughter-Thriller“ ist und die Autorin ihr Potential nicht ausgereizt hat, werde ich ihr treu bleiben und auch künftige Werke von ihr lesen.

Meine Bewertung:
Seitenanzahl: 528

Ganz herzlich bedanken möchte ich mich beim Verlag


für die Bereitstellung dieses Leseexemplares.

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