Mittwoch, 11. September 2013

# 131 # Katharina Peters: Herztod


Katharina Peters
Herztod

Erschienen am: 19.08.2013
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik/Krimi/Thriller
Seiten: 288
Preis: € 14,99
ISBN: 978-3-352-00864-1

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Klappentext: Die Spurensucherin Name: Hannah Jakob Beruf: Kriminalpsychologin beim BKA Spezialgebiet: wird eingesetzt, um vermisste Frauen und Kinder zu finden Besonderes Kennzeichen: nie allein unterwegs, an ihrer Seite stets ihr Hund Kotti, ein Windhundmischling Sie wird eingeschaltet, wenn die örtliche Polizei nicht mehr weiterweiß. Seit ihre Schwester vor mehr als zwanzig Jahren verschwand, hat Hannah Jakob ein bestimmtes Thema, das sie nun, nach einem Psychologiestudium zu ihrer Berufung gemacht hat: Sie reist durch die Republik, um vermisste Frauen wiederzufinden. Ihr Einsatz in Hamburg mutet unspektakulär an: Die Bibliothekarin Caroline Meisner ist verschwunden. Die junge Frau lebte zurückgezogen in einer geschmackvollen Wohnung, ohne Geldsorgen. Hannah Jakob steht vor einem Rätsel, doch dann, nach zwei Wochen taucht Caroline Meisner unvermittelt wieder auf. Sie redet sich damit heraus, sie habe wegen persönlicher Probleme eine Auszeit gebraucht. Hannah Jakob jedoch glaubt ihr nicht. Am nächsten Morgen wird die Bibliothekarin tot aufgefunden

Meine Meinung: Hannah Jakob ist Kriminalpsychologin beim BKA und hat sich auf Vermisstenfälle spezialisiert. Ihr aktueller Fall, auf den sie selbst aufmerksam geworden ist, führt sie zurück in ihre Heimatstadt Hamburg. Dort wird seit knapp einer Woche die Bibliotheksangestellte der Universität Hamburg, Caroline Meisner, vermisst. Ihre Eltern sind mehr als besorgt, da Caroline ohne eine Nachricht vom Geburtstag ihres Großvaters fern blieb. Ein Zeuge, der Hannah nicht ganz koscher vorkommt, soll Caroline zuletzt am Leuchtturm am Blankeneser Elbufer gesehen haben. Von da aus verliert sich jede Spur. Während ihrer Ermittlungen stellt Hannah fest, dass u.a. die Familienverhältnisse untereinander sehr angespannt sind, insbesondere zwischen Caroline und ihrer Schwester. Aber auch die Aussagen der Kollegen zu Carolines Charakter sind sehr widersprüchlich. Schließlich kommt auch noch ein ominöser Liebhaber ins Spiel, den keiner kennt aber trotzdem existiert. Dank des aufmerksamen Nachbars von Caroline, wird dieser aber schnell ermittelt. Bevor Hannah jedoch weitergehende Befragungen vornehmen kann, taucht unvermittelt Caroline wieder auf. Am nächsten Morgen wird sie allerdings nur noch tot aufgefunden, von einem Unbekannten ermordet.

Katharina Peters lässt gleich nach dem Auffinden der Leiche, Hannah Jakob in der Mordsache weiter ermitteln. Die Lebensverhältnisse von Caroline, ihr ausgesprochener luxuriöser Lebensstil und das viele Bargeld, das in ihrer Wohnung gefunden worden ist, lassen Hannah hellhörig werden. Obendrein nimmt sie die Frau von Carolines Liebhaber mehr unter die Lupe, denn sie hat allen Grund Caroline aus dem Weg zu räumen. Doch die Art und Weise, wie Caroline umgekommen ist und der vorgefundene Tatort passen nicht in Hannah´s Vorstellungen, dass eine Frau die Tat begangen haben kann.
Während die Ermittlungen zu Carolines Tod auf Hochtouren laufen, werden die Sorgen um zwei vermisste Kinder aus Russland  immer größer. Der Verbleib derer kann nicht nachvollzogen werden. Unterdessen nimmt der zweite Handlungsstrang um Ilja, Sascha und die vermissten Kinder immer mehr Konturen an und der Leser weiß sofort, wohin sich die Geschichte entwickelt.
Die Verbrechen, die daraufhin geschehen, fügen sich schließlich zu einem Gesamtbild zusammen.
Mit Hannah Jakob hat die Autorin eine Figur geschaffen, die eine besondere Begabung hat. Sie kann sich jedes einzelne Wort eines Gesprächs dauerhaft merken und zitatgenau wiedergeben. Diese Fähigkeit war ihr nach einem Unfall einfach so zugefallen. Hannah wirkt jedoch etwas farblos, man erfährt wenig über sie; sodass aufgrund ihrer Handlungsweise sich der Sympathiefaktor in Grenzen hält. Selbst die übrigen Protagonisten beeindrucken wenig und es fällt einem schwer mit ihnen warm zu werden.
Hannah birgt jedoch Potential für eine Weiterentwicklung, dass, sofern es zu einer Fortsetzung kommen sollte, unbedingt ausgereizt werden sollte. Auch spannungsmäßig kann sich die Autorin noch weiter entwickeln. Dass sie es kann, hat sie mit ihrem Debütroman „Hafenmord“ längst bewiesen. In „Herztod“ wurden viele Szenen oftmals zu langatmig beschrieben, sodass sich die Spannung in Grenzen hielt. Das Thema, das die Autorin verarbeitet hat, ist aktueller denn je. Denn es geht um Organhandel auf höchst verbrecherischem Niveau.
Die wendungsreichen Szenen zum Ende des Buches haben den Spannungsfaktor nicht wesentlich erhöht, sodass auch die Auflösung des Falls und das „Stellen“ des Mörders von Caroline nicht wirklich spektakulär, sondern eher vorhersehbar war.
Trotzdem ist „Herztod“ ein unterhaltsamer Krimi, der sich gut und flüssig lesen lässt.

Die Autorin: Katharina Peters
Katharina Peters (Pseudonym), Jahrgang 1960, wurde in Wolfsburg geboren. Sie lebt heute als freie Autorin in Berlin und auf Rügen. Im Aufbau Taschenbuch liegen ihre Romane „Hafenmord“ und „Dünenmord“. Zwei „Rügen-Krimi´s“ vor.

Meine Bewertung:



Quellen:
Cover: Verlag Rütten & Loening
Klappentext: Verlag Rütten & Loening
Autorenporträt: Verlag Verlag Rütten & Loening


An dieser Stelle möchte ich mich
recht herzlich beim 

für die Bereitstellung dieses
Rezensionsexemplars bedanken


Dienstag, 10. September 2013

# 130 # Nané Lénard: SchattenHaut


Nané Lénard
SchattenHaut

Erschienen am: 04.04.2011
Verlag: CW Niemeyer
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik/Krimi/Thriller
Seiten: 352
Preis: € 9,95
ISBN: 978-3-827-19403-9

Klappentext: Als Pfarrer Josef Fraas am Weserufer in Rinteln angespült wird, ahnt noch niemand, warum er sterben musste. Dass sein Körper nicht mehr ganz vollständig ist, gibt Kommissar Wolf Hetzer ein weiteres Rätsel auf. Doch noch bevor Hetzer sich auf diesen Fall konzentrieren kann, verschwindet der stadtbekannte Politiker BennoKuhlmann spurlos. Ein mysteriöser Täter spinnt seine Fäden unerkannt im Hintergrund. Und während ihn die Ermittler vom Weserbergland bis weit ins Schaumburger Land verfolgen, hat Hetzer das Gefühl, den Schatten des Mörders immer dichter zu spüren. Ein spannendes Duell beginnt, dessen Ausgang niemand vorhersehen kann, denn die Gegner sind einander ebenbürtig ...

Meine Meinung: Mit einer List wird Pfarrer Josef Fraas von einem Unbekannten an das Ufer der Weser nahe der Fontanestraße in Hameln gerufen. Dieser hat dem Pfarrer zuvor am Telefon versichert, sich das Leben nehmen zu wollen. Obwohl bereits im wohlverdienten Ruhestand sieht es Pfarrer Fraas als seine Pflicht an, dem Unbekannten von dieser Tat abzuhalten. Nur wenige Stunden später wird der Pfarrer in Rinteln nur noch als Leichnam angeschwemmt. Während die Kommissare Wolf Hetzer und Peter Kruse noch nach der Identität des Toten forschen und anschließend Nachbarn und Bekannte befragen, wird eine zweite Leiche gefunden, die ebenfalls die Folterungsmerkmale aufweist, wie die erste Leiche. Ohne nennenswerte Hinweise und Indizien versuchen Hetzer und Kruse dem Mörder auf die Spur zu kommen.

Nané Lénard hat mit „SchattenHaut“ einen spannenden und mitreißenden Krimi aus der Niedersachen-Region präsentiert, in dem sie viel Lokalkolorit gepackt hat. Mit Wolf Hetzer und Peter Kruse hat sie ein ungleiches Ermittlerduo geschaffen, das aber sehr sympathisch wirkt. Der nach Rinteln zugezogene Kommissar hat es gleich an seinem ersten Arbeitstag mit einem Mörder zu tun bekommen, der sein Opfer auf brutalste Weise verstümmelt hat. Er hat ihn entmannt. Während die beiden Kommissare das Umfeld über den Ermordeten befragen, geschieht schon der zweite Mord. Allerdings konnte der Leser diesen Mord fast hautnah miterleben. Sowohl Opfer als auch Täter haben einen Einblick in die letzten Stunden vor der eigentlichen Tötung gegeben. Dass die Leiche des zweiten Opfers erst Tage später gefunden worden ist, war vom Täter beabsichtigt. Dieser hat die Ärztin Nadja Serafin darauf angesetzt. Auch Hetzer blieben bestimmte Hinweise nicht verborgen. Das Ausmaß der ganzen Verstümmelungen brachte jedoch die Rechtsmedizinerin Mechthild van de Weiden ans Tageslicht, die in jeder Hinsicht immer ihre sarkastischen Sprüche äußern musste.
Obwohl die Ermittlungen wenig Aufschluss auf deren Fortschritte gaben und sich auch ziemlich in die Länge zogen, wurde das Ganze durch die wechselnden Perspektiven und Handlungsstränge abgerundet. Wenig authentisch empfand ich allerdings die Szenen von Hetzers Träumen, die vor jedem Mord entsprechende Hinweise auf die nächste Tat beinhalteten. Hingegen waren die düsteren Geheimnisse Susis aus der Vergangenheit spannend zu lesen. Die Auflösung des Falls war zwar nicht überraschend, aber sehr wendungsreich. Denn Hinweise auf den Täter gab es recht früh.
Trotzdem war „SchattenHaut“ ein sehr unterhaltsamer und fesselnder Krimi.


Die Autorin: Nané Lénard
Nané Lénard wurde 1965 in Bückeburg geboren und ist Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Nach dem Abitur und einer Ausbildung im medizinischen Bereich studierte sie später Rechts- und Sozialwissenschaften sowie Neue deutsche Literaturwissenschaften.
Von 1998 an war sie als Freie Journalistin für die regionale Presse tätig. Derzeit arbeitet sie im Bereich Marketing und Redaktion in einem Unternehmen, das im Bereich der erneuerbaren Energien tätig ist.
Von ihr wurden bereits mehrere Gedichte und Kurzgeschichten veröffentlicht.
Beim Literaturwettbewerb von Niedersachsen und Bremen belegte sie mit "Helmut" den zweiten Platz. Platz 3 und 10 erlangte sie beim Wettbewerb "Bückeburg mordet".
Im April 2011 hat Lénard als Debütroman den WeserberglandKrimi "SchattenHaut" im CW Niemeyer Verlag, Hameln, veröffentlicht. Schon ein halbes Jahr später, im Oktober 2011, erschien der Nachfolgekrimi "SchattenWolf". Mit "SchattenGift" konnte sie die Reihe im Frühjahr 2012 fortsetzen.

Meine Bewertung:
 
Quellen:
Cover: CW Niemeyer Verlag
Klappentext: CW Niemeyer Verlag
Autorenporträt: CW Niemeyer Verlag
Foto: privat

Montag, 9. September 2013

# 129 # Petra Schier: Die Eifelgräfin


Petra Schier
Die Eifelgräfin

Erschienen am: 01.10.2009
Verlag: rororo
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik/Historischer Roman
Seiten: 576
Preis: € 9,99
ISBN: 978-3-499-24956-3

Klappentext: Welches Geheimnis hütet die Burg in der Eifel? Jerusalem, 1148. Drei Männer teilen nach erfolgreichem Kreuzzug ihre Beute. Im Angesicht eines magischen Kruzifixes schließen sie einen Pakt: sich und die Ihren auf ewig zu schützen. Zweihundert Jahre später: Wegen einer drohenden Fehde wird Elisabeth von Küneburg in die Obhut von Freunden geschickt. Sie genießt das Leben dort – doch dann bricht die Pest aus. Ihr Onkel Dietrich nutzt die Wirren, um die elterliche Burg einzunehmen. Er setzt alles daran, seinen Sohn, den düsteren Albrecht, so schnell wie möglich mit ihr zu vermählen. Gelingt es den Nachkommen der Bruderschaft, sie zu retten?

Meine Meinung: Da Graf Friedebold von Kühneburg für die Sicherheit seiner Tochter Elisabeth nicht mehr garantieren kann, weil sein Stiefbruder Dietrich ihm die Fehde angedroht hat, lässt er sie auf die Burg Kempenich zu seinen Freunden Simon und Hedwig bringen. Weil jedoch Elisabeths Begleitung nur wenige Tage vor ihrer Abreise verstarb, nimmt sich Elisabeth aus dem nahegelegenen Dorf Blasweiler eine Magd. Luzia, mit der Elisabeth einen guten Fang gemacht hat, stellt bald fest, dass sie mehr miteinander verbindet als nur das Verhältnis zwischen Herrin und Magd. Elisabeth sieht in Luzia eine Freundin, schenkt ihr Kleider, lehrt ihr höfisches Benehmen sowie Schreiben und Lesen.

In der Zeit als eine Gauklertruppe auf der Burg verweilt, kommt Luzia Roland näher und es entwickelt sich eine tiefe Beziehung zwischen ihnen. Aber auch Elisabeth kann sich ihrer Gefühle für einen Ritter nicht erwehren. Obwohl sich beide zueinander hingezogen fühlen, gibt es ständige Streitereien und abrupte Abreisen des Ritters. Nach mehr als einem halben Jahr Aufenthalt Elisabeths auf der Burg Kempenich bricht dann eine schwere Krankheit aus, die vielen das Leben kostet und auch Elisabeth bangt um das Leben ihres heimlichen Geliebten.

Mit viel Liebe zum Detail hat Petra Schier einen historischen Roman präsentiert, der sehr emotionsgeladen ist. Der Leser wird direkt in das späte Mittelalter des 14. Jahrhunderts hinein versetzt und mit dem damaligen Leben der verschiedenen Gesellschaftsschichten konfrontiert. Es ist eine Zeit, in der gerade unter der Grafen- und Ritterschaft die Zukunft vorgegeben ist, wer wen bzw. mit wen verheiratet wird. Schließlich muss sich das Vermögen vermehren und Töchter mit hoher Mitgift sind nun mal die Beliebtesten. Auf Liebe und Zuneigung wird keine Rücksicht genommen, hier geht es um den Stand und um entsprechende Nachkommen zu zeugen. Natürlich müssen sie männlich sein, da diese die Erben sind.
So ist auch Elisabeth bereits versprochen. Ihr Verlobter, der in geschäftlichen Dingen in Italien weilt, kehrt jedoch nie zurück, da er an der Pestilenz verstarb. Da sie ihren Verlobten nur einige Male sah, hält sich die Trauer in Grenzen. Gerade in dieser Zeit spürt Elisabeth, dass sie sich doch zu Johann hingezogen fühlt, genau wie er zu Elisabeth. Doch Johann hat sich geschworen, nach dem Tod seiner ersten Frau sich keiner Zuneigung zu einer Frau mehr hinzugeben und so ignoriert er beider Gefühle. In unsäglichen und häufigen Streitattacken trennen sich die Beiden immer im Bösen und kehren doch nach und für kurze Zeit wieder in den Armen des Anderen zurück.
Währenddessen hegt Elisabeths Vater schon anderweitige Heiratspläne für seine Tochter und muss sich der immer stärker werdenden Bedrohung seines Stiefbruders erwehren. Bald weiß er keinen besseren Rat mehr als einen Schritt zu tun, der Elisabeth ins Unglück stürzen wird.
In der ganzen Zeit zeigt sich, dass Luzia Bongart eine treue Magd und Gefährtin für Elisabeth ist und hält ihr so manches Mal auch den Spiegel vor ihre Nase um sich ihrer Gefühle und Taten bewusst zu werden. Eine Reliquie, die sich seit mehr als 200 Jahren im Besitz der Familien Kühneburg und Bongart befindet, hilft ihnen, so manche Szenen besser zu deuten.
Doch das Schicksal führt sie alle in ungeahnte Hände, das nur mit einer List zu meistern ist.
Petra Schier hat mit „Die Eifelgräfin“ ein Meisterwerk präsentiert, das flüssig und fesselnd geschrieben ist. Es wirkt, als wäre in deren Figuren Leben eingehaucht worden, sie sind bildlich und charakterlich gut dargestellt. Auch wenn die Szenen mit der Reliquie an den Haaren herbei gezogen sind, fand ich sie trotzdem sehr unterhaltenswert.

Die Autorin: Petra Schier
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann und einem Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet mittlerweile als freie Lektorin und Autorin. Schon in ihren ersten beiden Romanen «Tod im Beginenhaus» und «Mord im Dirnenhaus» löste die Apothekerin Adelina mit Scharfsinn und Dickköpfigkeit Kriminalfälle im mittelalterlichen Köln.Meine Bewertung:


Meine Bewertung:

Quellen:
Cover: Verlag Rowohlt
Klappentext: Verlag Rowohlt
Kurzbiografie: Verlag Rowohlt
Foto: © by Uschi Blech

Sonntag, 8. September 2013

# 34 # Neues im Bücherregal

Hier kommt mein neuester Nachschub. Und wieder ist ein Krimi, ein Thriller und ein historischer Roman. So gefällt mir die Mischung.

(127) Klappentext: Die Spurensucherin Name: Hannah Jakob Beruf: Kriminalpsychologin beim BKA Spezialgebiet: wird eingesetzt, um vermisste Frauen und Kinder zu finden Besonderes Kennzeichen: nie allein unterwegs, an ihrer Seite stets ihr Hund Kotti, ein Windhundmischling Sie wird eingeschaltet, wenn die örtliche Polizei nicht mehr weiterweiß. Seit ihre Schwester vor mehr als zwanzig Jahren verschwand, hat Hannah Jakob ein bestimmtes Thema, das sie nun, nach einem Psychologiestudium zu ihrer Berufung gemacht hat: Sie reist durch die Republik, um vermisste Frauen wiederzufinden. Ihr Einsatz in Hamburg mutet unspektakulär an: Die Bibliothekarin Caroline Meisner ist verschwunden. Die junge Frau lebte zurückgezogen in einer geschmackvollen Wohnung, ohne Geldsorgen. Hannah Jakob steht vor einem Rätsel, doch dann, nach zwei Wochen taucht Caroline Meisner unvermittelt wieder auf. Sie redet sich damit heraus, sie habe wegen persönlicher Probleme eine Auszeit gebraucht. Hannah Jakob jedoch glaubt ihr nicht. Am nächsten Morgen wird die Bibliothekarin tot aufgefunden


(128) Klappentext: Als Pfarrer Josef Fraas am Weserufer in Rinteln angespült wird, ahnt noch niemand, warum er sterben musste. Dass sein Körper nicht mehr ganz vollständig ist, gibt Kommissar Wolf Hetzer ein weiteres Rätsel auf. Doch noch bevor Hetzer sich auf diesen Fall konzentrieren kann, verschwindet der stadtbekannte Politiker BennoKuhlmann spurlos. Ein mysteriöser Täter spinnt seine Fäden unerkannt im Hintergrund. Und während ihn die Ermittler vom Weserbergland bis weit ins Schaumburger Land verfolgen, hat Hetzer das Gefühl, den Schatten des Mörders immer dichter zu spüren. Ein spannendes Duell beginnt, dessen Ausgang niemand vorhersehen kann, denn die Gegner sind einander ebenbürtig

(129) Klappentext: Und ich sah ein weißes Pferd, und des Reiters Name hieß Tod. Ende des 9. Jahrhunderts haben die dänischen Eroberer alle fünf englischen Königreiche unterjocht. Das gesamte Land der Angelsachsen ist in der Gewalt der Invasoren – mit Ausnahme eines kleinen Sumpfgebietes. Hier hält sich König Alfred von Wessex mit wenigen Getreuen versteckt. Uhtred, Krieger in Alfreds Diensten, kennt die Übermacht des dänischen Heeres genau. Dennoch will Alfred eine letzte, entscheidende Schlacht führen. Der fromme König setzt dabei auf Gottes Hilfe, Uhtred hingegen vertraut lieber seinem kampferprobten Schwert. Über eines aber sind sich die beiden ungleichen Verbündeten vollkommen einig: Eine Niederlage wäre der Untergang Englands.


Samstag, 7. September 2013

# 128 # Heike Denzau: Marschfeuer

Heike Denzau
Marschfeuer

Erschienen am: 08.03.2012
Verlag: Emons
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik/Krimi/Thriller
Seiten: 237
Preis: € 9,90
ISBN: 978-3-897-05919-1

Klappentext: Ein Brandstifter treibt sein Unwesen in der Wewelsflether Kleingartenkolonie. Als in einer der abgebrannten Hütten eine Leiche entdeckt wird, sind Oberkommissarin Lyn Harms und ihre Kollegen von der Kripo Itzehoe gefordert. Wer tötete den Bewohner der Gartenhütte? Und was hat das spurlose Verschwinden des Werftbesitzers Jacobsen damit zu tun? In den Fokus der Polizei gerät eine Gruppe Jugendlicher. Doch die Clique schweigt eisern.


Meine Meinung: Seit einigen Wochen hat die Feuerwehr in Wewelsfleth mehr zu tun als ihnen lieb ist. Ein Brandstifter hat es auf die Gartenlauben in der Kleingartenkolonie abgesehen. Doch dieses Mal ist es anders. Dieses Mal gibt es ein Menschenleben zu beklagen. Die Hütte des Russlanddeutschen Waldemar Pankratz ist bis auf den Grund niedergebrannt und mit der Hütte er selbst.
Zeitgleich wird der Werftbesitzer Hinrich Jacobsen vermisst, der eigentlich gar keinen Anlass zum Verschwinden hat.
Oberkommissarin Lyn Harms und ihr Partner Hendrik Wolff sehen sich einer schwierigen Aufgabe gegenüber, denn die wenigen Anhaltspunkte, die sie von Bekannten und Zeugen erhalten, sind genauso wenig aufschlussreich. Es beginnt die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Heike Denzau hat mit ihrem „Marschfeuer“ den zweiten Fall mit ihren Kommissaren Gwendolyn Harms und Hendrik Wolff präsentiert, die inzwischen nicht nur dienstlich ein Paar sind, sondern auch privat. Während sich Lyn Harms noch immer mit ihren privaten Beziehungen als geschiedene Ehefrau und den Sorgen um ihre Kinder herum schlägt, ist sie nicht in der Lage ihre Liebe zu den 9 Jahre jüngeren Hendrik offen zu gestehen. Das macht die Ermittlungsarbeit zu dem Mord- und Vermisstenfall nicht einfacher. Denn es sieht so aus, als wäre der Bekanntenkreis ihrer ältesten Tochter Charlotte unmittelbar darin involviert. Die fortlaufenden Ermittlungen gestalten sich langatmig, da an die jugendliche Clique nicht wirklich heran zu kommen ist. Indessen bemühen sich die Beamten der Kripo Itzehoe weitere Zeugen zu befragen um Erfolge vorweisen zu können. Erst als die nächste Leiche auftaucht, kommt Schwung in die Aufklärung der Fälle und die Ereignisse überstürzen sich regelrecht.
Hier hat die Autorin wahrlich nicht mit überraschenden Wendungen und Spannung gespart. Nach und nach setzen sich die Puzzle zusammen, wobei die Ursache des Tötungsdeliktes nicht wirklich nachzuvollziehen ist.
Im Großen und Ganzen muss ich jedoch sagen, dass mich auch dieser Krimi wieder sehr gut unterhalten hat und ich mich schon auf die nächste Folge freue.

Die Autorin: Heike Denzau
Heike Denzau wurde 1963 in Itzehoe geboren. Sie lebt mit Ehemann und zwei Töchtern in dem kleinen Störort Wewelsfleth in Schleswig-Holstein. Mehrere Kurzgeschichten wurden in Anthologien veröffentlicht. Beim NordMordAward 2011 belegte sie mit einem Kurzkrimi den 3. Platz.





Meine Bewertung:
 
Reihenfolge:


Quellen:
Cover: Emons Verlag
Klappentext: Emons Verlag
Autorenporträt: Emons Verlag
Foto: privat Heike Denzau

Freitag, 6. September 2013

# 127 # Karin Slaughter: Harter Schnitt


Karin Slaughter
Harter Schnitt

Erschienen am: 26.08.2013
Verlag: Blanvalet
Ausgabeart: Gebundene Ausgabe
Kategorien: Belletristik/Krimi/Thriller
Seiten: 512
Preis: € 19,99
ISBN: 978-3-764-50415-1

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Klappentext: Nach der Geburt ihrer Tochter Emma ist Faith Mitchell vom GBI zurück im Polizeidienst, und ihr Ermittlerinstinkt ist noch immer zuverlässig: Als sie eines Tages ihre Mutter nicht erreichen kann, die sich um Emma kümmern sollte, rast sie von der Arbeit nach Hause und findet ihre Tochter in einen Schuppen gesperrt, eine frische Blutspur an der Haustür, eine Leiche in der Kammer und zwei bewaffnete Männer im Schlafzimmer vor. Von ihrer Mutter – keine Spur …

Meine Meinung: Trennungsschmerz von ihrer Tochter Emma, Hunger und eine fehlende Reaktion ihrer Mutter lassen Special Agent Faith Mitchell, die gerade von einem Computerkurs zurück gekehrt ist, zum Haus ihrer Mutter fahren. Noch während sie das Haus betritt, spürt sie, dass etwas nicht stimmt. Im versperrten Schuppen, eingeklemmt zwischen Schränken sieht sie Emma liegen. Eine Blutspur weist zum Haus. Bevor sie sich nach drinnen begibt, setzt Faith noch einen Notruf ab und bewaffnet sich, um im Haus nachzusehen. Die Leiche eines Hispanos in der Wäschekammer ignorierend, begibt sie sich ins Schlafzimmer ihrer Mutter. Dort sieht sie, wie ein Asiate einen weiteren Hispano mit der Pistole bedroht und schreitet ein, nicht ohne ein weiteres Opfer zurück zu lassen. Mit dem Eintreffen der Polizei flüchtet der letzte Täter und bedroht dabei die Nachbarskinder mit einer Schusswaffe. Ohne groß zu Überlegen nimmt Faith die Verfolgung auf und bringt ihn zur Strecke. Während seines Todeskampfes versucht Faith vergeblich von ihm zu erfahren, wo sich ihre Mutter befindet.
Bevor sich Amanda Wagner, Deputy Director des GBI und Special Agent Will Trent, der Aufklärung des Falles annehmen können, müssen sie noch einen verbitterten Kompetenzkampf mit dem zuständigen Polizeidepartement liefern. Schließlich wird Faith bezichtigt, den Tot der beiden Opfer absichtlich herbei geführt zu haben.

Während Amanda Wagner ihr Team in Bewegung setzt um die verschwundene Evelyn Mitchell, ehemalige Leiterin des Drogendezernates von Atlanta und beste Freundin von Amanda, zu finden sowie den notwendigen Beistand ihrer Tochter Faith gegenüber zu geben, wird in einer Art  Brainstorming der Tathergang rekonstruiert. Schnell erschließt sich Will Trent, dass die gesamte Tat, die im Haus Mitchell ablief, mit Evelyn und ihrer Vergangenheit zu tun haben muss.
Indessen überhäufen sich die Ereignisse. Die Todesfälle von Polizisten, die im Team von Evelyn ermittelt haben und nicht nur als korrupt, sondern auch für weitere Verbrechen verurteilt worden sind, häufen sich und liefern zusätzlichen Zündstoff für die These, dass Evelyn in der Sache mit drinnen hängt. Dass sich während der ganzen Ermittlungsarbeit Will auch noch der Verdacht erschließt, dass auch Amanda involviert ist, steht fast außer Frage. Denn Amanda ermittelt innerhalb des Falls ihren eigenen Fall.
Auch Roz Levy, die Nachbarin, ist kein unbeschriebenes Blatt. Und Amanda ist ihre Vergangenheit wohl bekannt, wobei sie hier verbrecherische Delikte der Nachbarin unter den Teppich gekehrt und geduldet hat. Will Trent wird Zeuge, wie zwischen den Frauen dreckige Wäsche gewaschen wird und entzieht sich jeden Kommentars.
Die Ermittlungen im Entführungsfall, die sich schließlich in eine ganz andere Richtung entwickeln, wirken ziemlich konstruiert und sind von ausgedehnten und ausufernden, langatmigen Szenen begleitet. Die Dialoge sind wenig aussagekräftig und langweilen eher als das sie Spannung erzeugen. Die zum Schluss hin eingearbeiteten Wendungen wirken ebenso hart und sind ohne erkennbares Muster zusammengefügt.
Leider habe ich in diesem Buch die einstige Lockerheit, mit der die Autorin schrieb, vermisst. Ihre Schreibweise wirkt nur noch steif und künstlich. Selbst mit dem Gefühls- und Liebeschaos zwischen Will Trent, Sara Linton sowie den Eifersuchtsszenen mit Angie Trent konnte sie nicht wirklich punkten. Ihre Figuren sind farblos und ohne erkennbare Charakterzüge dargestellt. Viele der Protagonisten kann ich nur in die Rubrik „unsympathisch“ einordnen, wobei mir Figuren für die Rubrik „sympathisch“ so gut wie nicht einfallen. Inwieweit dies mit ihrer neuen Schreibweise zu tun hat, lässt sich kaum beurteilen, da der Autorin fast alle guten Eigenschaften, einen spannenden Thriller zu schreiben, scheinbar abhanden gekommen sind.
Zumindest ist „Harter Schnitt“ eine kleine Steigerung zum letzten Thriller „Letzte Worte“, doch an ihre einstigen spannenden Bücher der Jeffrey Tolliver Reihe reicht Karin Slaughter bei Weitem nicht heran. Schade.

Die Autorin: Karin Slaughter
Karin Slaughter, Jahrgang 1971, stammt aus Atlanta, Georgia. 2003 erschien ihr Debütroman Belladonna, der sie sofort an die Spitze der internationalen Bestsellerlisten und auf den Thriller-Olymp katapultierte. Ihre Grant County-Romane um Rechtsmedizinerin Sara Linton und Polizeichef Jeffrey Tolliver sind inzwischen in 30 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 20 Millionen mal verkauft worden.



Meine Bewertung:

Quellen:
Cover: Verlag Blanvalet
Klappentext: Verlag Blanvalet
Autorenporträt: Verlag Blanvalet
Foto: © Alison Rosa 


An dieser Stelle möchte ich mich
recht herzlich beim
Verlag: Blanvalet
 
 
für die Bereitstellung dieses
Rezensionsexemplars bedanken.


Mittwoch, 4. September 2013

# 126 # Mechthild Lanfermann: Wer ohne Liebe ist



Mechthild Lanfermann
Wer ohne Liebe ist

Erschienen am: 08.07.2013
Verlag: btb
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 480
Preis € (D) 9,99
ISBN: 978-3-442-74377-3

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Klappentext: In Berlin Zehlendorf wird ein Mann ermordet in seiner Wohnung gefunden. Seltsame Codes im Internet bringen die Radioreporterin Emma Vonderwehr auf eine brisante Spur: Der allseits beliebte Grundschullehrer verkehrte in rechten Kreisen. In seinem brandenburgischen Heimatort findet Emma heraus, dass der Schlüssel zu dem Mord in der DDR-Vergangenheit des Opfers liegt. Weitere Menschen sterben und auch Emma steht auf der Liste der Täter. Die junge Journalistin muss sich entscheiden: Macht sie ihre Entdeckungen öffentlich um Schlimmeres zu verhindern oder verhält sie sich loyal zu ihrem Partner Kommissar Edgar Blume, der auf den Fall angesetzt ist?

Meine Meinung: Dass es nicht immer ein Wochenende für Kommissare der Mordkommission geben kann, spürt Edgar Blume am frühen Samstagmorgen am eigenen Leib, als er zu einem Tatort nach Berlin-Zehlendorf gerufen wird. Der Mord an dem sympathischen Grundschullehrer, Lukas Brinkmann, ruft ihn auf den Plan. Auch Emma Vonderwehr, die junge, freie Journalistin vom Radiosender BerlinDirekt wurde zum Tatort beordert. Sie soll erste Eindrücke sammeln und der Hörerschaft von Berlin präsentieren.
Nach nur wenigen Stunden steht fest, dass sich hinter dem Mord die rechtsradikale Szene verbirgt, eventuell sogar die Drogenmafia. Emma spürt, dass es hier um eine heiße Story geht.

Mechthild Lanfermann hat mit ihrem zweiten Fall um die Journalistin Emma Vonderwehr wieder einen spannenden und fesselnden Krimi präsentiert. Nach einem atemberaubenden Prolog, in dem man fast die Luft anhalten muss, lässt sie es im Verlauf der Handlung zwar etwas ruhiger angehen um dann aber mit einem erhöhten Spannungsdruck dem Ende entgegen zu gehen. Die Autorin hat sich, wie schon in ihrem Vorgängerroman, wieder einem sehr heiklen Thema gewidmet. Sehr ausführlich schildert sie, wie die rechtsradikale Szene in der dörflichen Umgebung Brandenburgs Fuß fassen will und mit welchen Methoden sie um die Jugend buhlt. Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit treiben die Jugendlichen in die Fänge der Rechten Szene.
Nicht nur Edgar Blume sondern auch Emma Vonderwehr vermuten dort den Grund, warum Lukas Brinkmann so bestialisch sterben musste. Denn der bei den Kindern sehr beliebte Lehrer war aktives Mitglied einer neonazistischen Partei. Obwohl er mit dieser rechtsradikalen Gesinnung unterrichten durfte, ging die Lehrerschaft Lukas so gut wie aus dem Weg. Nur Gesine Lorenz, eine Lehrerkollegin, hielt offensichtlich zu ihm, mehr noch. Denn bei ihr wird nicht nur die Zuneigung zu Lukas sondern auch zu dessen Szene vermutet. Als dann schließlich noch der Handel mit Drogen ins Gespräch kommt, erschließt sich einem schnell die Verbindung zu einem früheren Todesfall, der mehr als 6 Monate zurück liegt.
Mechthild Lanfermann hat die anfänglichen Recherchen der Journalistin Emma und ihrer Kollegin Bente sehr ausgiebig geschildert, wobei die eigentlichen Ermittlungen der Kripo mehr ins Hinterrücken geraten. Ausgedehnte Befragungen von Lehrern, Nachbarn und Freunden lassen einem zwar fast ermüden, doch das änderte sich spätestens im letzten Drittel des Buches. Ab diesem Zeitpunkt ging es sehr rasant zu und die Ereignisse überschlugen sich regelrecht.
Die Autorin hat ihre Geschichte auf mehreren Handlungssträngen aufgebaut, wodurch sich die Spannung auch kontinuierlich auf einem Niveau hielt. Etwas enttäuschend fand ich nur, dass der Bezug zum Prolog erst fast zum Ende des Buches wieder aufgenommen, eigentlich eher nur angerissen, worden ist. Hingegen muss man der Autorin zugute halten, dass sie ohne blutige Szenen und ohne Serienmorde auskommen konnte. Obwohl sich im Verlauf der Handlung noch einige gewalttätige Szenen ereigneten, wurden diese nicht unnötig ausgeschmückt. Mechthild Lanfermann hat sich auf das Wesentliche konzentriert und die Botschaft vermittelt, dass der Umgang und die Mitgliedschaft in der rechtsradikalen Szene keine Zukunft hat.

Die Autorin: Mechthild Lanfermann
Mechthild Lanfermann ist 1969 in Niedersachsen geboren. Sie studierte Theater, Film- und Fernsehwissenschaften und später Journalistik an verschiedenen deutschen Hochschulen und an der Sorbonne in Paris. Nach dem Studium arbeitete sie als Reporterin und Redakteurin beim WDR, bei Radio Bremen, beim RBB und bei Deutschlandradio Kultur. Als Dozentin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover lehrt sie seit kurzem Hörfunk. „Wer im Trüben fischt“ ist ihr erster Roman. Mechthild Lanfermann lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Berlin.


Meine Bewertung:


Quellen:
Klappentext: btb Verlag
Cover: btb Verlag
Autorenporträt: btb Verlag
Foto: Anja Müller



An dieser Stelle möchte ich mich
recht herzlich beim
Verlag: btb
für die Bereitstellung dieses
Rezensionsexemplars bedanken.


Dienstag, 3. September 2013

# 33 # Neues im Bücherregal

Ein Krimi, ein Thriller, ein historischer Roman - das sind meine neuesten Errungenschaften, die unbedingt zu mir wollten.

(124) Klappentext: Nach der Geburt ihrer Tochter Emma ist Faith Mitchell vom GBI zurück im Polizeidienst, und ihr Ermittlerinstinkt ist noch immer zuverlässig: Als sie eines Tages ihre Mutter nicht erreichen kann, die sich um Emma kümmern sollte, rast sie von der Arbeit nach Hause und findet ihre Tochter in einen Schuppen gesperrt, eine frische Blutspur an der Haustür, eine Leiche in der Kammer und zwei bewaffnete Männer im Schlafzimmer vor. Von ihrer Mutter – keine Spur …



(125) Klappentext: In Berlin Zehlendorf wird ein Mann ermordet in seiner Wohnung gefunden. Seltsame Codes im Internet bringen die Radioreporterin Emma Vonderwehr auf eine brisante Spur: Der allseits beliebte Grundschullehrer verkehrte in rechten Kreisen. In seinem brandenburgischen Heimatort findet Emma heraus, dass der Schlüssel zu dem Mord in der DDR-Vergangenheit des Opfers liegt. Weitere Menschen sterben und auch Emma steht auf der Liste der Täter. Die junge Journalistin muss sich entscheiden: Macht sie ihre Entdeckungen öffentlich um Schlimmeres zu verhindern oder verhält sie sich loyal zu ihrem Partner Kommissar Edgar Blume, der auf den Fall angesetzt ist?
 
(126) Klappentext: Welches Geheimnis hütet die Burg in der Eifel? Jerusalem, 1148. Drei Männer teilen nach erfolgreichem Kreuzzug ihre Beute. Im Angesicht eines magischen Kruzifixes schließen sie einen Pakt: sich und die Ihren auf ewig zu schützen. Zweihundert Jahre später: Wegen einer drohenden Fehde wird Elisabeth von Küneburg in die Obhut von Freunden geschickt. Sie genießt das Leben dort – doch dann bricht die Pest aus. Ihr Onkel Dietrich nutzt die Wirren, um die elterliche Burg einzunehmen. Er setzt alles daran, seinen Sohn, den düsteren Albrecht, so schnell wie möglich mit ihr zu vermählen. Gelingt es den Nachkommen der Bruderschaft, sie zu retten?





Montag, 2. September 2013

# 125 # Karin Slaughter: Letzte Worte


Karin Slaughter
Letzte Worte

Erschienen am: 29.10.2012
Verlag: Blanvalet
Ausgabeart: Gebundene Ausgabe
Kategorien: Belletristik/Krimi/Thriller
Seiten: 512
Preis: € 19,99
ISBN: 978-3-764-50414-4

Klappentext: Ein totes Mädchen am See. Ein gefälschter Abschiedsbrief. Der vermeintliche Mörder ist schnell gefasst. Er gesteht – und bringt sich dann in seiner Zelle um. Zuvor jedoch schreibt er mit seinem Blut an die Zellenwand: »Ich war’s nicht.« Als Sara Linton davon erfährt, ist sie außer sich. Die Polizistin Lena Adams muss den geistig behinderten Jungen zu dem falschen Geständnis und in den Selbstmord getrieben haben. Sara Linton will Lena ein für alle Mal aus dem Verkehr ziehen und bittet den GBI-Ermittler Will Trent um Hilfe.

Meine Meinung: Die junge Studentin Allison Spooner ist deprimiert. Für sie scheint es keine lebenswerten Momente mehr zu geben. Schon oft hat sie darüber nachgedacht wie es wäre, wenn sie ihr Leben beenden würde. Nur ein Schritt und sie könnte sich in das eiskalte Wasser des Lake Grant stürzen. Doch sie hadert bis ihr die Entscheidung abgenommen wird, in dem sie von hinten brutal gepackt und in den See geschubst wird. Erst jetzt weiß Allison, dass sie leben will – doch es ist zu spät. Nur kurze Zeit später wird die Leiche des jungen Mädchens heraus gezogen und Lena Adams, die Polizistin sieht sofort, dass es kein Suizid gewesen sein kann. Ein tiefer Schnitt im Nacken weißt darauf hin, dass hier jemand nachgeholfen hat dem Mädchen das Leben auszulöschen. Schnell findet sich ein Verdächtiger, der auf seiner Flucht gleich drei Verletzte hinterlässt, wobei Brad Stevens, der junge Polizist mit seinem Bauchschnitt am schwersten verletzt ist. Nach seiner Festnahme und einem offensichtlich getürkten Geständnis nimmt sich der mutmaßliche Täter, der auch noch geistig behindert ist, in seiner Zelle das Leben, nicht ohne den Hinweis, dass er den Mord an dem Mädchen nicht begangen habe.

Sarah Linton ist 4 Jahre nach dem Tod ihres Mannes Jeffrey Tolliver zurück in ihre Heimatstadt gekehrt um mit ihren Eltern und Schwester Thanksgiving zu feiern. Doch ausgerechnet hier, wo sie mit keinem etwas zu tun haben will, weil sie alles an Jeffrey erinnert, wird sie von Frank Wallace, dem dienstältesten Polizisten des County, zu einem Insassen gebeten. Weil sich dieser nicht beruhigen will und Sara ihn als Aärtin schon seit seiner Kindheit behandelt habe, soll sie ihn zur Vernunft bringen. Doch als die Tür zu seiner Zelle geöffnet wird finden sie ihn nur noch tot vor. Mithilfe einer Kugelschreibermine hat er sich die Pulsadern aufgeschlitzt. Sofort klingeln bei Sara die Alarmglocken und sie ist sich sicher, dass dies auf die Kappe, ihrer Meinung nach, unfähigen und ehemaligen Partnerin von Jeffrey, Lena Adams, geht. Sara spürt, dass sie sie nun endlich kriegen und somit aus dem Verkehr ziehen kann.
Die Untersuchungen des Suizids wie auch die Ermittlungsarbeit an dem Mord übernimmt der GBI-Ermittler Will Trent. Sara lässt es sich dabei nicht nehmen, Will über Lenas Vergangenheit zu unterrichten und hofft, dass er die richtigen Schritte gegen Lena einleitet.

Karin Slaughter hat mit ihrem Thriller „Letzte Worte“ die Geschichte mit und um Sara Linton fortgesetzt. Als ich die ersten Seiten dieses Buches las, dachte ich schon, es würde sich um ein Sachbuch handeln, denn die vielen trockenen Erläuterungen und Erklärungen von Berufsbezeichnungen, Rangordnungen, Schauplätzen etc. ließen dies vermuten. Es folgten langatmige Szenen mit nichtssagenden Dialogen. Irgendwann schien sich die Autorin daran erinnert zu haben, dass es ja auch noch eine Geschichte geben soll und sie sollte spannend sein. Darauf wartete ich leider vergeblich.
Zwar nahm dann die Story ab dem zweiten Drittel des Buches etwas an Fahrt zu, doch diese war geprägt von der Willkür und den Hasstiraden Sara Lintons gegenüber Lena Adams. Sympathie gegenüber Sara war grundsätzlich nicht vorhanden, eher hatte ich schon Mitleid mit Lena, die in jeder Hinsicht eine helfende und stützende Hand benötigte.
Auch mit Will Trent konnte ich dieses Mal nicht richtig warm werden. Bis jetzt ist es mir unverständlich, wie er es mit seinem Handykap soweit bringen und seine Umgebung mit seiner Legasthenie ständig täuschen konnte.
Auch wenn er den ruhigen und besonnenen Ermittler darstellt, passt er nicht wirklich zu Sara, die so langsam in ihn etwas anderes sieht, als nur den Ermittler.
Während die Handlung so dahin tümpelte und sämtliche Verfehlungen, Korruptionen usw. der Polizisten bekannt worden, konnte mich die Story nicht wirklich begeistern.
Die Autorin hat bei Weitem schon besseres geliefert, als diesen Thriller. Mit diesem konnte sie so gar nicht bei mir punkten.

Die Autorin: Karin Slaughter
Karin Slaughter, Jahrgang 1971, stammt aus Atlanta, Georgia. 2003 erschien ihr Debütroman Belladonna, der sie sofort an die Spitze der internationalen Bestsellerlisten und auf den Thriller-Olymp katapultierte. Ihre Grant County-Romane um Rechtsmedizinerin Sara Linton und Polizeichef Jeffrey Tolliver sind inzwischen in 30 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 20 Millionen mal verkauft worden.



Meine Bewertung:

Quellen:
Cover: Verlag Blanvalet
Klappentext: Verlag Blanvalet
Autorenporträt: Verlag Blanvalet
Foto: © Alison Rosa

Sonntag, 1. September 2013

# 8 # Lesestatistik Monat August 2013

Der Monat August fing sehr gut an, fast ausschließlich 5 Sterne Bücher habe ich gelesen, doch zum Ende hin, war meine Auswahl nicht mehr ganz so gut. Mein absolutes Highlight war aber das Buch von Ken Follett "Die Säulen der Erde", das ich regelrecht verschlungen habe. Aber auch die übrigen historischen Romane haben mich restlos begeistert. Ansonsten fand ich noch "Dünengrab", "Pechsträhne" und natürlich auch "Zorn" sehr, sehr spannend.

Und hier ist meine Leseliste:
  1. Ken Follett - Die Säulen der Erde - 1.296 Seiten - 5 Bewertungspunkte
  2. Oliver Pötzsch - Der Henker und die Henkerstochter - 624 Seiten - 5 Bewertungspunkte 
  3. Sven Koch - Dünengrab - 416 Seiten - 5 Bewertungspunkte
  4. Bernard Cornwell - Das letzte Königreich - 480 Seiten - 5 Bewertungspunkte
  5. Ursula Neeb - Die Hurenkönigin und der Venusorden - 352 Seiten - 5 Bewertungspunkte
  6. Erica Spindler - Die Angst im Nacken - 464 Seiten - 4 Bewertungspunkt 
  7. Christian Gude - Kammerspiel - 245 Seiten - 4 Bewertungspunkte
  8. Deana Zinßmeister - Das Hexenmal - 510 Seiten - 5 Bewertungspunkte
  9. Deana Zinßmeister - Der Hexenturm - 448 Seiten - 5 Bewertungspunkte
  10. Zoë Beck -  Das zerbrochene Fenster - 368 Seiten - 5 Bewertungspunkte
  11. Stephan Ludwig - Zorn - Wo kein Licht - 416 Seiten - 5 Bewertungspunkte 
  12. Deana Zinßmeister - Der Hexenschwur - 416 Seiten - 5 Bewertungspunkte 
  13. Herbert Gibert - Pechsträhne - 374 Seiten - 5 Bewertungspunkte 
  14. Bernd Franzinger - Pilzsaison - 441 Seiten - 3 Bewertungspunkte 
  15. Bernd Franzinger - Goldrausch -  339 Seiten - 3 Bewertungspunkte 
  16. Volker Klüpfel/Michael Kobr - Schutzpatron - 432 Seiten - 1 Bewertungspunkt 
  17. Heike Denzau - Die Tote am Deich - 239 Seiten - 4 Bewertungspunkte 
Und hier kommt noch etwas für meine Statistik:

Bücher/Seiten:

Anzahl der gelesenen Bücher in 2013 gesamt = (bisher 107) + 17 Bücher gesamt 124 Bücher  
Anzahl der gelesenen Seiten in 2013 gesamt = (bisher 47.119) +  7.860 Seiten gesamt  54.979 Seiten

gelesene Bücher bis 200 Seiten: (7)
gelesene Bücher über 200 Seiten: (8) + 1
gelesene Bücher über 300 Seiten: (26) + 4
gelesene Bücher über 400 Seiten: (38) + 8
gelesene Bücher über 500 Seiten: (15) + 1
gelesene Bücher über 600 Seiten: (5) + 1
gelesene Bücher über 700 Seiten: (5) 
gelesene Bücher über 900 Seiten: (1)
gelesene Bücher ab 1.000 Seiten: (2) + 1

Anzahl der bisher gelesenen Genres:
Historische Romane: 39 + 7
Dystopie: 1
Krimis: 24 + 6
Thriller: 36 + 3
Sachbücher: 1
Jugendromane: 1
Sonstige Romane: 5  

Challenges:
Deutschsprachige Autoren-Challenge 2013:  102 Bücher von 62 Autoren
Blanvalet Challenge 2013: 13 Bücher + 0 Bücher
Krimi/Thriller Cover Challenge 2013: 22 Bücher + 2 Bücher 
Die Wälzer-Challenge: 18 Bücher mit 12.987 Seiten +  2 Bücher mit 1.920 Seiten gesamt  20 Bücher mit 14.907 Seiten
Challenge Zukunft vs. Vergangenheit: 34 historische Romane mit 18.221 Seiten + 7 Bücher mit 4.126 Seiten = gesamt 41 Bücher mit 22.347 Seiten
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