Freitag, 20. April 2012

# 60 # Rezension zu "Judasmord" von J.T. Ellison

J.T. Ellison

Judasmord

Erschienen: April 2012
Verlag: Mira Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 336
Preis € (D) 8,99 | € (A) 9,30 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-86278-300-7

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Klappentext: Blutige kleine Fußspuren weisen den Weg. Erschlagen liegt die schwangere Corinne Wolff in ihrem eigenen Haus. Neben ihr harrt ihre kleine Tochter aus. Wer tut so etwas nur, fragt sich Taylor Jackson, als sie den Tatort betritt. Der Hauptverdächtige ist der Ehemann - bis bekannt wird, dass hinter der adretten Fassade der Familie der Abgrund eines weit verzweigten Pornorings lauert. Stecken dessen Mitglieder hinter dem Mord? Und hinter den heimlich gedrehten Videos von Taylor, die den Medien zugespielt werden und drohen, ihre Karriere zu zerstören? Taylor ahnt nicht, mit wem sie es wirklich zu tun hat - und das könnte sie das Leben kosten.

Meine Meinung: Lieutenant Taylor Jackson ermittelt in ihrem 3.Fall. Nachdem sie sich von ihrer eigenen ungewollt geplatzten Hochzeit erholt hat, beginnt ihr Alltagsleben zusammen mit ihrem Nichtehemann John Baldwin.
Taylor wird sodann zu einem Tatort gerufen, der sie wieder einmal zutiefst erschüttert. Corinne Wolff wurde bestialisch ermordet und in ihrer Blutlache zusammen mit ihrer 18 Monate alten Tochter Hayden zurück gelassen. Erst die Schwester, die mit Corinne zum Tennis verabredet war, findet sie im Schlafzimmer. Der Ehemann der Toten, der sich noch auf Geschäftsreise befindet, ahnt von dem ganzen Unglück nichts.
Bei den Vernehmungen der Familienmitglieder treten widersprüchliche Aussagen auf, die anschließende Hausdurchsuchung entlarvt das Doppelleben von Corinne. Auf der Suche nach dem Mörder gerät auch Taylor Jackson in das Visier des Mörders und seiner Handlanger. Ihre Karriere steht auf dem Spiel. Doch trotz Suspendierung ermittelt Taylor weiter und verlässt sich auf ihr Gespür, das sie sicher zum Ziel bringen wird.

J.T. Ellison hat nach „Poesie des Todes“ und „Schneewittchenmörder“ ihren dritten Thriller „Judasmord“ präsentiert. Der Einstieg in den Plot beginnt recht spannend und rasant, doch dann fällt schnell sowohl das Tempo als auch die Spannung ab. Erst ab der 2.Hälfte des Buches wird Ellison wieder temporeicher und lässt es an Spannung nur so knistern.
Die Story ist auf mehreren Handlungssträngen aufgebaut und erzählt zum einen den Fall um den Mord an Corinne und zum anderen den aktuellen Fall, an dem Baldwin arbeitet. Zudem lässt die Autorin den Leser auch immer wieder Einblicke durch Rückblenden in die Vergangenheit, den beiden vorangegangenen Fällen, gewähren. Hinzu kommt, dass auch Taylors Verfolger aus dem letzten Fall, der Pretender, ihr wieder das Leben schwer macht.
Persönliche Tiefen und Erniedrigungen muss Taylor hinnehmen, als von ihr kompromittierende Videos auftauchen, die sowohl ihre Karriere als auch das private Glück gefährden. Doch hier zeigt Baldwin Verständnis und unterstützt Taylor, als sie suspendiert wird. Noch verworrener wird jedoch die Geschichte als sich beide, Taylor und John, gegenseitige Geständnisse aus ihrer Vergangenheit abwringen.
Die Aufklärung des Mordes an Corinne zieht sich für Meindafürhalten etwas in die Länge, angefangen von den umfangreichen Hinterfragungen, bei denen nicht wirkliche Erkenntnisse gezogen werden bis hin zur Entlarvung des Mörders, der dann aber wiederum viel zu abrupt überführt wird.
Meine Vorahnung, wer der Mörder sein könnte, hat sich bereits schon auf den ersten Seiten gezeigt, da viel zu offensichtlich die Charaktere der einzelnen Figuren beschrieben worden sind. Hier kann man kein Manko erkennen, die Charaktere sind bildlich sehr gut dargestellt und fügen sich ebenso geschmeidig in den Plot ein.
Mit überraschenden und gut demonstrierten Wendungen lässt die Autorin den Leser bis zum Schluss der Handlung mitfiebern und hoffen, dass auch die ganze Affäre um Taylor mit einem Happy End endet. Doch das Ende kommt anders als man denkt und ist völlig offen. Bleibt nun abzuwarten, wie sich die Geschichte um Taylor weiter entwickelt und wie sie mit ihren Niederlagen klar kommen wird.

Meine Bewertung:


Ein herzliches Dankeschön
geht an den 
Mira-Taschenbuch-Verlag


für die Bereitstellung
des Rezensionsexemplares

Mittwoch, 18. April 2012

# 59 # Rezension zu "Tod im Eichsfeld" von Astrid Seehaus


Tod im Eichsfeld

Erschienen am: 01.03.2012
Verlag: Sutton Verlag
Ausgabeart: Broschur
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 192
Preis € (D) 12,00
ISBN: 978-3-86680-992-5

Zur Leseprobe        Bei Sutton kaufen

Klappentext: Während eines heftigen Sommergewitters wird Georg Stahlmann auf seinem Hof in Böseckendorf brutal mit der Mistgabel erstochen. Schnell ist klar, dass der Tod des wohlhabenden Großbauern, der 1991 aus dem Westen zurückgekehrt ist, so manchem in dem ehemaligen Grenzdorf gelegen kommt.
Kriminalkommissar Frank Rothe, frisch von Erfurt nach Heiligenstadt versetzt, hätte sich nie träumen lassen, welche Abgründe sich hinter der friedlichen Fassade des Dörfchens auftun. Hass, Neid und Gier brodeln hier seit langem unter der Oberfläche. Fast jeder hat ein Motiv, doch wer ist der Täter? Wie tief in der Vergangenheit muss Rothe graben?

Meine Meinung: „Tod im Eichsfeld“ ist ein gelungener Krimi der Extraklasse. Von Beginn an hat es die Autorin geschafft, mich mit ihrem Werk zu fesseln. Ohne große Umschweifungen lässt sie zunächst den Leser mit Frank Rothe, dem Kriminalkommissar aus Erfurt, um das Leben seiner Tochter bangen, die nach einem Unfall am Rollstuhl gefesselt und mit starken Depressionen zu kämpfen hat. Der missglückte Selbstmordversuch seiner Tochter Jessi lässt Rothe schließlich allen Mut zusammennehmen und sie über den geplanten Umzug ins Eichsfeld in Kenntnis setzen. Obwohl Jessi nur widerwillig ihrem Vater nach Heiligenstadt folgt, findet sie, entgegen ihrer Befürchtungen, schnell Freunde. Auch Frank Rothe scheint sich auf seiner neuen Dienststelle schnell einzugewöhnen. Dennoch sind die Kollegen ihm nicht wohl gesonnen. Spätestens als der Mord an einem Großbauern aus Böseckendorf gemeldet wird, spürt Rothe schnell, welche Intrigen gegen ihn gesponnen werden. Nur schwer kann er sich sowohl gegen seine Kollegen als auch gegen die Dorfbewohner durchsetzen. Doch mit seinem Gespür für das Richtige und mit dem entsprechenden Bauchgefühl kommt der Kriminalkommissar aus Erfurt dem Täter, wenn auch auf Umwegen, schnell auf die richtige Spur.
192 Seiten, die es wirklich in sich haben. Die Handlung ist gut durchdacht und nimmt im Verlauf immer mehr an Spannung zu. Es ist ein Genuss zu lesen, wie sich die einzelnen Puzzleteile von Rothes Ermittlungsarbeit zusammenfügen und ihn schließlich zum Ergebnis kommen lassen. Obwohl für mich schon ziemlich früh fest stand, wer als Mörder in Frage kommt, hat es die Autorin geschafft, mich mit ihren gekonnten Wendungen, am Ball zu halten. Stellenweise spürte ich die Spannung so stark, dass ich im doppelten Tempo die Seiten nur so verschlungen habe, um zu erfahren, ob ich tatsächlich richtig lag.
Die Hintergrundinformationen über die Spaltung der Dörfer Böseckendorf und Immegerode zu den Zeiten der Grenzschließung und der Wiedervereinigung, die Schicksalsschläge der Familien bei den Fluchtversuchen, fand ich äußerst interessant und erschreckend.
Astrid Seehaus hat es zudem verstanden ihre Figuren charakterlich stark darzustellen. Man gewinnt von ihnen eine klare Vorstellung. So ist es kaum verwunderlich, dass sie den Kommissar Rothe als sympathischen Polizisten und Vater dargestellt hat. Dagegen erscheinen einige seiner Kollegen teilweise als unangenehm und unerträglich. Auch mit den potentiellen Tatverdächtigen teilen sich Sympathie und Antipathie.
Besonders gut hat mir jedoch der Einblick in das Privatleben von Rothe und seiner Tochter gefallen, der dem Plot noch mehr Leben eingehaucht hat. Und so kann ich nur hoffen, dass „Tod im Eichsfeld“ vielleicht der Beginn einer wunderbaren Serie mit Kommissar Rothe wird.

Fazit: Von „Tod im Eichsfeld“ war ich wirklich positiv überrascht, der nicht nur in meiner Region spielt, in der ich lebe, sondern mir auch sehr unterhaltsame und spannende Lesestunden verschafft hat. Nicht zu unrecht wurde die Autorin mit dem 1.Thüringer Krimipreis ausgezeichnet.

Meine Bewertung:

An dieser Stelle möchte ich mich
ganz herzlich
beim Sutton-Verlag aus Erfurt


für die Bereitstellung
dieses Rezensionsexemplares
bedanken.

Dienstag, 17. April 2012

# 58 # Rezension zu "Schweigende Stille" von Lieneke Dijkzeul

Lieneke Dijkzeul

Schweigende Sünde

Erscheinungstermin: April 2012
Verlag: dtv
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 336
Preis € (D) 9,95 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-423-21356-1

Leseprobe:  Bei Amazon kaufen

Klappentext: Bei einem Klassentreffen wird der Lehrer Eric Janson auf der Schultoilette erschlagen. Nach Befragung der zahlreichen Teilnehmer des Treffens, Ex-Schüler wie Lehrer, können sich Kommissar Vegter und seine Kollegen allmählich ein Bild von dem Toten machen: Er war zwar fachlich kompetent, jedoch anmaßend und eitel, stellte Schüler und Kollegen gern bloß. Grund genug, ihn umzubringen? - Auch Eva Stotijn war bei dem Klassentreffen. Ihr hatte Janson als Schülerin Schreckliches angetan. Als ihr einstiger Mitschüler David, dem Eva auf dem Klassentreffen wieder begegnet ist, davon Wind bekommt, setzt er sie immer mehr unter Druck und behauptet, er habe gesehen, wie sie Janson erschlug.

Meine Meinung: „Schweigende Sünde“ von Lieneke Dijkzeul wurde in diesem Jahr erstmals in Deutschland verlegt, obwohl dieser Krimi bereits im Jahr 2006 in den Niederlanden das Licht der Welt erblickte und somit noch vor ihrem Erfolgsroman „Vor dem Regen kommt der Tod“ erschien.
Die Autorin hat in ihrem Werk ein beliebtes Thema verarbeitet, das sich Klassentreffen nennt. Und somit kann man sich schon fast den Verlauf der Handlung denken. Auf einem Klassentreffen wird ein nicht gerade beliebter Lehrer ermordet. Alle Teilnehmer des Treffens stehen somit in Verdacht, die Tat begangen zu haben. Es erfolgt eine umfangreiche Einzelbefragung der ehemaligen Schüler und der Hinterbliebenen, wobei eine Vielzahl derer des Öfteren von Kommissar Vegter befragt und deren Vitas hinterleuchtet worden sind.
Ziemlich ausführlich begleitet dieser Akt die Handlung, teilweise spannend, teilweise dahin siechend. Kaum verwunderlich ist es dann, dass die Ursache des Verbrechens eigentlich in der Vergangenheit der Schüler zu finden ist und von daher ist das Ende wenig überraschend.
Der Schreibstil der Autorin ist etwas gewöhnungsbedürftig. Durch die vielen kurzen Sätze wirkt der Plot recht abgehakt. Zudem hätte ich mir gern etwas Spritzigkeit in ihrer gediegenen Erzählweise gewünscht. Doch Lieneke Dijkzeul kann auch mitreißend und spannend erzählen, vor allem hat sie das in den Szenen um Marielle gut zum Ausdruck bringen können.

Fazit: Nichtsdestotrotz wurde ich von diesem Buch gut unterhalten. Auf jedem Fall steckt in der Autorin noch eine Menge Potential.

Meine Bewertung:


Ein herzliches Dankeschön
geht an den Verlag: dtv
für die Bereitstellung
dieses Rezensionsexemplares

Montag, 16. April 2012

# 9 # Neues im Bücherregal

Mein Bücherregal wurde wieder mit 4 Wunschbücher vervollständigt, über die ich mich besonders gefreut habe.

Klappentext: Blutige kleine Fußspuren weisen den Weg. Erschlagen liegt die schwangere Corinne Wolff in ihrem eigenen Haus. Neben ihr harrt ihre kleine Tochter aus. Wer tut so etwas nur, fragt sich Taylor Jackson, als sie den Tatort betritt. Der Hauptverdächtige ist der Ehemann - bis bekannt wird, dass hinter der adretten Fassade der Familie der Abgrund eines weit verzweigten Pornorings lauert. Stecken dessen Mitglieder hinter dem Mord? Und hinter den heimlich gedrehten Videos von Taylor, die den Medien zugespielt werden und drohen, ihre Karriere zu zerstören? Taylor ahnt nicht, mit wem sie es wirklich zu tun hat - und das könnte sie das Leben kosten.

Klappentext: Während eines heftigen Sommergewitters wird Georg Stahlmann auf seinem Hof in Böseckendorf brutal mit der Mistgabel erstochen. Schnell ist klar, dass der Tod des wohlhabenden Großbauern, der 1991 aus dem Westen zurückgekehrt ist, so manchem in dem ehemaligen Grenzdorf gelegen kommt.
Kriminalkommissar Frank Rothe, frisch von Erfurt nach Heiligenstadt versetzt, hätte sich nie träumen lassen, welche Abgründe sich hinter der friedlichen Fassade des Dörfchens auftun. Hass, Neid und Gier brodeln hier seit langem unter der Oberfläche. Fast jeder hat ein Motiv, doch wer ist der Täter? Wie tief in der Vergangenheit muss Rothe graben?

Klappentext: Ein weißer Raum. Und nichts darin als ein Tisch, Stapel von Papier und Stifte. Und Grace. Sie weiß nicht, wie sie in diesen Raum gekommen ist, sie weiß nicht, warum sie dort ist. Und wie sie jemals wieder aus dem endlose Weiß entfliehen kann. Um nicht verrückt zu werden, beginnt sie, ihre Gedanken niederzuschreiben. Ganz allmählich setzt sich dabei das Puzzle ihrer Vergangenheit zusammen - und Grace spürt: Um sich befreien zu können, muss sie die ganze Wahrheit über sich selbst herausfinden...



Klappentext: Ein kleiner Junge beobachtet einen grausamen Mord. Und er vergisst. Dreißig Jahre lang. Bis seine Freundin in die Hände eines gefährlichen Psychopathen gerät. Nur wenn er sich erinnert, kann er sie retten. Doch das bringt ihn in tödliche Gefahr.

Sonntag, 15. April 2012

# 57 # Rezension zu "Letale Dosis" von Andreas Franz - Band 3 der Julia-Durant-Reihe

Andreas Franz

Letale Dosis

Erschienen am: 14.09.2000
Verlag: Knaur Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 528
Preis € (D) 9,99 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-426-61713-7

Klappentext: Hart, psychologisch, abgrundtief! Rätselhafte Mordfälle mit exotischen Giften! Innerhalb kürzester Zeit werden drei angesehene Mitglieder der Religionsgemeinschaft "Kirche des Elohim" ermordet aufgefunden. Als Hauptkommissarin Julia Durant und ihre Kollegen Nachforschungen über die Toten anstellen, erfahren sie, dass sich hinter deren Maske der Wohlanständigkeit Machtmissbrauch und Demütigungen, Misshandlungen und Lügengebäude verbargen. Mit eigenwilligen Methoden verfolgt die Kommissarin eine Spur, an deren Ende ein tragisches Schicksal und eine völlig überraschende Lösung stehen.

Meine Meinung: Andreas Franz lässt in Frankfurt seine Hauptkommissarin Julia Durant in einer Mordserie ermitteln und erzeugt mit seinem dritten Band der Serie wieder eine Menge Spannung. Obwohl er immer wieder alt bekannte Klischees bedient, fand ich diesen Krimi zu keinem Zeitpunkt langweilig. Etwas nervig fand ich zwar die wieder kehrenden Wortwendungen, wie „zu Schlitzen verengte Augen“ oder beispielsweise auch „ sie setzte sich und steckte eine Gauloise an“. Dagegen fand ich es ganz amüsant, dass sich Julia Durant am Abend fast ausschließlich von Salamibrot, Tomatensuppe, Gurke und natürlich Bier ernährt. Dass seine Protagonisten fast immer aus dem Milieu der Reichen und Schönen stammen, ist ja nun auch nichts Neues und dass die meisten irgendwo eine „Leiche im Keller“ zu liegen haben, kann man ebenso daraus schlussfolgern. Trotzdem mag ich die Bücher von Andreas Franz, sein Schreibstil ist flüssig und spannend. Aber dennoch frage ich mich, warum er seine Figuren so unterschiedlich nennt. Die einen kennt man nur mit Nachnamen und Julia ist eben Julia Durant. Zugegeben es klingt gut, aber wenn man es liest, kommt es einem schon eigenartig vor.
Nichtsdestotrotz ist der Plot in „Letale Dosis“ klar aufgebaut. Der Mörder hat es wieder auf eine bestimmte Zielgruppe abgesehen, die exotischen Giften ausgesetzt werden. Erschreckend fand ich, welche Beweggründe hinter den Morden stehen. Dabei muss man aufpassen, dass man nicht zu viel Sympathie für den Mörder entwickelt, denn man kann nachvollziehen, warum er so handeln musste.

Fazit: Ein gut durchdachter und gut recherchierter Krimi mit großem Spannungseffekt.

Meine Bewertung:

Freitag, 13. April 2012

# 56 # Rezension zu "Und morgen bist du tot" von Peter James

Peter James

Und morgen bist du tot

Erschienen am: September 2010
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 527
Preis € (D) 8,99 | € (A) 9,30
ISBN: 978-3-596-18288-6

Klappentext: Während eine neue Liebe das Privatleben des sympathischen Ermittlers Roy Grace aufhellt, zwingt ihn sein neuester Fall zu einem Blick ins Herz der Finsternis.Am Strand von Brighton werden die Leichen zweier Jugendlicher angespült, denen lebenswichtige Organe fehlen. Roy Grace und sein Team kommen einer Bande von Organhändlern auf die Spur, die ein gewissenloses Geschäft mit der Angst betreiben. Gleichzeitig sucht die Mutter der 15-jährigen Caitleen verzweifelt nach einem Spenderorgan für ihre Tochter. Denn ohne eine neue Leber ist sie dem Tod geweiht. Wie weit geht eine Mutter, um ihr Kind zu retten?

Meine Meinung: Nicht weit von der Küste Brightons entfernt, wird im Ärmelkanal eine männliche Leiche gefunden. Während der Obduktion wird festgestellt, dass dem etwa 15 jährigen Jugendlichen alle lebensnotwendigen Organe fehlen. Zudem mussten diese Organe von einem Chirurgen entnommen worden sein, denn typische Merkmale der Entnahme weisen darauf hin.
Zeitgleich bangt die verzweifelte Lynn um ihre todkranke Tochter Caitlin, deren Leber zu versagen droht. Ein passendes Spenderorgan scheint zeitnah nicht zur Verfügung zu stehen.
Roy Grace, der den mysteriösen Todesfall aufzuklären hat, benötigt umfangreiche Unterstützung, da ihn die Indizien dazu unter anderem außer Landes führen.

Peter James hat mit seinem 5. Fall, in dem Detective Superintendent Roy Grace zu ermitteln hat, ein brisantes Thema verarbeitet. Skruplellose und gierige, vor Morden nicht zurück schreckende Leute, handeln mit einer sogenannten "Ware" die einen hohen Marktwert hat. Organe, die nicht auf legalem Weg für todkranke Menschen zur Verfügung stehen, werden hier per Internet zum Kauf angeboten. Der Ring der Händler führt in arme Länder Osteuropas, in dem das Leben weniger Wert zu sein scheint als beispielsweise in den reichen westeuropäischen Ländern. Dass ausgerechnet der Sitz des Organhandels, die Zentrale des Verbrechens, in Deutschland ist, scheint mir etwas an den Haaren herbei gezogen zu sein. Unabhängig davon fand ich den Plot sehr interessant und aufschlussreich. Auch wenn sich der Beginn der Handlung etwas zäh anfühlte, war der Verlauf äußerst spannend. Man fieberte nicht nur um das Leben der kranken Caitlin mit, sondern auch, dass der Ring der Organhändler schnell zerschlagen werden würde. Trotzdem wurde ich gefühlsmäßig hin und her gerissen, als es um die Spenderleber für Caitlin ging. Zum einen hoffte ich, sie würde rechtzeitig ein passendes Spenderorgan erhalten, anderseits bangte ich um das Leben des Spenders.
Peter James hat mich wirklich wieder mit einem faszinierenden Thriller begeistert, der noch lange nachhallte und zum Nachdenken anregte.

Meine Bewertung:

Mittwoch, 11. April 2012

# 55 # Rezension zu "Unter aller Sau" von Christian Limmer

Christian Limmer

Unter aller Sau

Erschienen am: 01.03.2012
Verlag: Droemer
Ausgabeart: Klappenbroschur
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller/Humor
Seiten: 320
Preis € (D) 14,99
ISBN: 978-3-426-19933-6

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Klappentext: Das kleine Örtchen Niedernussdorf wird aus seiner beschaulichen Idylle gerissen, als die beiden Polizisten Erwin und Richie eine tote Frau im Wald entdecken. Der ewig bekiffte Richie will mit einem Mord nichts zu tun haben und die Leiche in die Nachbargemeinde verfrachten. Sollen die sich doch damit herumschlagen! Doch Erwin, ein geistiger Tiefflieger, meldet die Tote, pflichtbewusst. Dienststellenleiterin Gisela Wegmeyer benachrichtigt ihrerseits - wenn auch widerwillig - die Mordkommission in Straubing. Und es kommt wie befürchtet: Hauptkommissar Lederer ermittelt. Seine Markenzeichen: abgewetzter Ledermantel, Cowboystiefel aus Straußenleder und Pornoschnauzer – der schönste Polizist Niederbayerns, seiner Meinung nach. Mit seinen unnachahmlichen Ermittlungsmethoden verbreitet er Angst und Schrecken in der Bevölkerung. Jeder potenzielle Mörder soll wissen, dass mit ihm nicht zu spaßen ist! Soll die Tote doch im »Paradies« gearbeitet haben, einem als Kosmetiksalon getarnten Bordell voller rumänischer Edelnutten. Doch auch Gisela greift schließlich zusammen mit den Frauen Niedernussdorfs zu Methoden, die an Bauernschläue und Hinterfotzigkeit nicht zu überbieten sind...

Meine Meinung: Hätten die Jungs das gefundene Geld nicht auf der Polizeiwache abgegeben, wäre Gisela niemals auf die Idee gekommen, nach weiteren Spuren suchen zu lassen. Und jetzt haben Erwin und Richie den Schlamassel. Ausgerechnet im Verantwortungsbereich des Niedernussdorfer Polizeireviers finden sie die weibliche Leiche, dabei würde es doch gar nicht so schlimm sein, sie ein paar Meter weiter zu legen, damit sich die Nachbargemeinde damit rumplagen könnte. Doch selbst Gisela, die Vorgesetzte von Richie und Erwin, scheint mit dem Leichenfund etwas überfordert zu sein, denn noch nie hatten sie in Niedernussdorf eine Leiche. So kommt Gisela auch leider nicht drum herum Hilfe anzufordern und zwar von dem Möchtegernmacho Hauptkommissar Lederer aus Straubing.
Mit rabiaten Methoden beginnt er seine Ermittlungen, die leider nicht so erfolgversprechend sind, wie die der Bürgerwehr des Ortes.

Etwas anders ist dieser Krimi von Christian Limmer schon. Den ersten Seiten habe ich mich durchaus schmunzelnd hingegeben. Doch dann stellt sich die Frage, gibt es in Bayern nur deppische und volltrottlige Polizisten? Egal welche Krimis ich aus dieser Region lese, sie lassen fast jeden Polizisten als Idioten da stehen. Dabei ist die Handlung durchaus sehr ernst zu nehmen. Da aber die ganzen Protagonisten und deren Arbeitseinstellung sich ziemlich schräg und lapidar darstellen, kommt auch die Ernsthaftigkeit des Themas zu kurz und Spannung baut sich so gut wie gar nicht auf.
Vieles erinnerte mich zudem an Krimis von Andreas Föhr. Auch hier ist der Vater des Kommissars dement bzw. pflegebedürftig und die Beschreibung des alltäglichen Lebens kam mir vor wie ein Deja vu.
Christian Limmer schreibt sehr flüssig und hat viele humorvolle Episoden in dem Plot eingebaut, aber ob sie bei einem Krimi angebracht sind, lässt sich bezweifeln. Jedenfalls verstärkt sich das Bild des deppischen bayerischen Polizisten durch diesen Krimi immer mehr.

Fazit: Es hat Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, auch wenn die kriminalistischen Ermittlungen zu Wünschen übrig lassen. Auf jeden Fall steckt in Christian Limmer eine Menge Potential, vielleicht sogar in die Richtung wie sie Tommy Jaud eingeschlagen hat.

Meine Bewertung:

Ein herzliches Dankeschön geht an den
Verlag: Droemer

für die Bereitstellung
dieses Rezensionsexemplares

Dienstag, 10. April 2012

# 54 # Rezension zu "Das achte Opfer" von Andreas Franz - Band 2 der Julia-Durant-Reihe

Andreas Franz

Das achte Opfer

Erschienen am: 10.04.2000
Verlag: Knaur Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 512
Preis € (D) 9,99 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-426-61789-2

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Klappentext: Ein Unbekannter schickt der Frankfurter Kripo obskure Bibelzitate. Ein geschmackloser Scherz? Die Kriminalpsychologen glauben an einen Zusammenhang mit einer Mordserie, die die Handschrift eines religiösen Fanatikers trägt. Doch Hauptkommissarin Durant ist da mal wieder anderer Meinung.

Meine Meinung: Ein Serienmörder ist in Frankfurt unterwegs und mordet fast täglich. Namhafte und hochrangige Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik fallen dem Mörder zum Opfer. Es handelt sich fast ausschließlich um Männer. Alle werden vergiftet und die Genitalien abgeschnitten. Mit dem Blut der Opfer verziert der Mörder die Stirn mit der Zahl 666, die Zahl des Teufels.
Zudem erhält Julia Durant, die Kommissarin der Frankfurter Mordkommission, vor jedem Mord ein Bibelzitat zugeschickt, das eindeutig vom Mörder ist. Ihre Ermittlungen laufen zunächst ins Leere. Die Zeit scheint ihr davon zu rennen bis der entscheidende Hinweis sie erreicht.

Das achte Opfer von Andreas Franz, das 2. Buch seiner Julia-Durant-Reihe habe ich nicht zum ersten Mal gelesen. Nach so vielen Jahren erscheint einem die Story wie eine Mordgeschichte am Fließband. Ein Mord nach dem anderen geschieht, zum Luftholen bleibt keine Zeit. Ein Motiv ist erst einmal nicht erkennbar. Viel zu abrupt erfährt der Leser von den Beweggründen des Mörders, der aber namentlich noch verhüllt bleibt. Wie schon im ersten Band spielt auch hier die Story wieder in der High Society von Frankfurt. Und auch dieses Mal sind die altbekannten Klischees auf der Tagesordnung, zerrüttete Ehen, Affären ohne Ende, alkoholkranke Mitarbeiter im Polizeidienst, alles ist ein bisschen vorhersehbar.

Ich habe bereits alle Bücher von Andreas Franz gelesen und war immer ein großer Fan von ihm. Doch ein zweites Mal ein und dasselbe Buch zu lesen, empfindet man etwas anders. Man liest es mit "anderen Augen". Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass der Anspruch an einem Buch gestiegen ist. Ich kann mich noch erinnern, dass ich beim Lesen des "Achten Opfers" tatsächlich mit dem Mörder sympathisiert habe, weil ich einfach wollte, dass diese perversen Geschöpfe alle ihre gerechte Strafe erhalten. Natürlich ist die Art, wie es passiert ist, nicht legal. Doch der Mörder wusste auch, dass aufgrund des korrupten Regimes die Verbrecher ihrer Strafe entkommen würden. Auch wenn Selbstjustiz nicht der richtige Weg ist, sah der Mörder in diesen Fällen keinen anderen Ausweg.

Nun muss ich auch zugeben, dass mir der Schreibstil von Andreas Franz mittlerweile etwas unbeholfen vorkommt, teilweise empfand ich ihn als abgehakt und hölzern. Die Story beginnt zwar sehr rasant, lässt aber keine Überraschungen mehr zu, da der Verlauf der Mordserien eigentlich immer der Gleiche ist.
Nun möchte ich aber auch nicht ungerecht erscheinen, denn Andreas Franz war immer mein Schriftsteller Nr. 1 und ich werde auch seine übrigen Bücher im "Andenken" an ihn nochmals lesen. Wer das Buch zum ersten Mal liest, wird garantiert nicht enttäuscht sein, denn Langeweile kommt hier nicht auf.

Meine Bewertung:

Sonntag, 8. April 2012

# 53 # Rezension zu "Im Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafon


Carlos Ruiz Zafon

Im Schatten des Windes

Erschienen am: 29.08.2005
Verlag: Suhrkamp
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik
Seiten: 562
Preis € (D) 9,95 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-518-45800-6

Klappentext: Als der junge Daniel, von seinem Vater geführt, den geheimen "Friedhof der Vergessenen Bücher" betritt, ahnt er nicht, daß in diesem unwirklich scheinenden Labyrinth sein Leben eine drastische Wende nehmen wird. Er darf sich ein Buch auswählen, für das er allein die Verantwortung trägt. Das Buch, das er sich greift, Der Schatten des Windes von einem gewissen Julián Carax, wird ihn sein ganzes zukünftiges Leben nicht mehr loslassen.

Meine Meinung: "Im Schatten des Windes" erzählt die Geschichte des jungen Daniel, als er mit 11 Jahren im Friedhof der vergessenen Bücher das Buch fand, das sein Leben von diesem Zeitpunkt an bestimmen sollte. Begeistert von dem Inhalt will Daniel mehr über den Schriftsteller Julian Carax erfahren und setzt alles daran, dieses Vorhaben umzusetzen. Nicht zuletzt begibt er sich deswegen in höchste Gefahr, lässt sich sogar als seinen Sohn ausgeben, nur um hinter die Geheimnisse des begabten Schriftstellers zu gelangen. Immer wieder stößt Daniel auf Personen, die mit Julian Carax eine Verbindung hatten, bis er ihn schließlich findet und selbst sein Leben für ihn riskiert.

"Im Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafon befindet sich seit Jahren auf den Bestsellerlisten und hat selten eine schlechte Bewertung erhalten. Die Handlung beginnt im Sommer 1945 und wird von mehreren Handlungssträngen und Zeitabschnitten begleitet. Einerseits erfährt man viel über das Leben von Daniel Sempere und andererseits vom Leben des Julian Carax. Beide Handlungsstränge fließen im Verlauf ineinander und werden zu einer Einheit. Welche Handlung dominiert ist schwer zu sagen, beide haben ihren eigenen Stil. Während des gesamten Plots habe ich allerdings den langersehnten Spannungsbogen vermisst. Nichtsdestotrotz hat das Buch einen gewissen Charme, den ich nicht genau zu definieren weiß. Es hat mich zwar nicht so gefesselt, aber in irgendeiner Weise blieb ich doch daran hängen. Über das Leben der Protagonisten erfährt man sehr viel, es gleicht schon eher einer Biographie als einem Roman, viele traurige Szenen begleiten den Plot und so manches Mal ließ mich das Gefühl nicht los, nachhelfen zu wollen.
Zafons Schreibstil ist einfach und gefühlsbetont und lässt sich gut lesen.

Fazit: Ein anspruchsvolles Buch mit vielen poetischen Stellen, das man zum Lesen empfehlen kann.
Meine Bewertung:

Freitag, 6. April 2012

# 52 # Rezension zu "So gut wie tot" von Peter James

Peter James

So gut wie tot

Erscheinungstermin: 11.03.2009
Verlag: Scherz
Ausgabeart: Gebundene Ausgabe
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 448
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-596-17565-9 - Taschenbuchausgabe

Klappentext: Wenn Ronnie Wilson geahnt hätte, dass er in wenigen Stunden tot sein würde, hätte er seinen Tagesablauf irgendwie anders geplant.

Zwei Frauenleichen – die eine wird in einem Abwasserkanal in der Nähe von Brighton gefunden, die andere aus einem schlammigen Fluss in Australien gezogen. Und doch hatten beide Frauen etwas gemeinsam: Sie waren beide mit Ronnie Wilson verheiratet. Dieser Mann, ein Kleinkrimineller aus Brighton, angeblich kam er bei den Anschlägen im September 2001 in New York ums Leben. Und da ist noch eine andere Frau. Eine Frau, die auf der Flucht ist. Auch sie verbindet etwas mit Ronnie Wilson. Drei Frauen und alle Spuren deuten auf Ronnie Wilson. Für Detective Superintendent Roy Grace ist jedenfalls das lange geplante Wochenende mit Cleo verdorben, denn die Ermittlungen führen ihn und sein Team nach New York und schließlich nach Australien.

Meine Meinung: 11.09.2001 - Nach einem terroristischen Angriff auf das World Trade Center In New York stürzen die beiden Zwillingstürme in sich ein. Mit ihnen sterben tausende von Menschen. Gerade zu diesem Zeitpunkt ist Ronnie Wilson mit seinem Freund und Geschäftspartner Donald Hatcooks im Nordturm verabredet.
September 2007 in Brighton - In einem Abwasserkanal wird die verweste Leiche einer jungen Frau gefunden. Wie sich später herausstellt, ist es Ronnies erste Frau. Fast Zeitgleich wird in Australien eine weitere weibliche Leiche gefunden, die ebenfalls mit Ronnie Wilson verheiratet war.
Detective Superintendent Roy Grace hat alle Hände voll zu tun, um das Verbrechen an Ronnie Wilsons erste Frau aufzuklären. Dabei stößt er so manches Mal auf fast unüberbrückbare Hindernisse, die sogar aus den eigenen Reihen gelegt worden sind.

Peter James hat seinen Plot auf mehreren Handlungssträngen aufgebaut, die in verschiedenen Zeitabschnitten gegliedert sind. Mit dem Leichenfund in Brighton beginnt aber auch die Rückblende auf den Anschlag des World Trade Centers am 11.09.2001, den der Autor sehr authentisch und erschreckend beschrieben hat. Fast atemlos verschlingt man die Zeilen, die sich um dieses historische Datum drehen. Aber auch die Geschehnisse um die beiden Leichenfunde sowohl in England als auch in Australien sind nicht weniger spannend. Weitere Handlungen drehen sich zum Einen um Katherine Jennings bzw. Abby Dawson die sich vor Ricky zu schützen versucht und zum Anderen um die Aufklärung des Falls der vor 9 Jahren verschwundenen Sandy, Roys Frau.
Die Verstrickungen und Gemeinsamkeiten zwischen den einzelnen Handlungssträngen machen die Spannung in diesem Buch aus, die aber teilweise parabelmäßig verläuft. Trotzdem wirkt das Werk zu keinem Zeitpunkt langatmig. Immer wieder lässt der Autor neue spannende Szenen aufkommen, die ihren Höhepunkt eindeutig im Ende des Plots haben.
"So gut wie tot" ist nun schon der vierte Band der Serie um den Detective Superintendenten Roy Grace und für mich das bisher beste Werk, obwohl ich die Szenen um Abby etwas unglaubwürdig empfand. Einerseits ist Abby die gewiefte und hartgesottene Frau, die sich dem aggressiven und gewalttätigen Ricky entgegenstellt und anderseits ist sie die von Panikattacken heimgesuchte und sensible Frau, die keinem etwas zu Leide zu tun scheint. Etwas enttäuschend finde ich auch die Szenen um Roys Frau, Sandy. Seit nunmehr 3 Folgen bewegt sich dazu nichts. Nach wie vor versucht Roy Sandy zu finden aber auch zu vergessen, da sich Roy Grace zwischenzeitlich in Cleo, die Gerichtsmedizinerin, verliebt hat. Andererseits möchte er aber auch mit dem Kapitel Sandy abschließen und zu einem Ende kommen. Doch hier scheint der Autor auf der Stelle zu treten und den Leser hinhalten zu wollen.

Fazit: Alles in allem ist "So gut wie tot" ein wirklich empfehlenswerter Thriller und freue mich schon auf den nächsten Teil „Und morgen bist du tot“.

Meine Bewertung:

Mittwoch, 4. April 2012

# 51 # Rezension zu "Kalte Haut" von Marcel Feige

Marcel Feige

Kalte Haut

Erschienen am: 20.02.2012
Verlag: Goldmann
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 448
Preis € (D) 9,99 | € (A) 10,30 | SF 14,90
ISBN: 978-3-442-47663-3

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Klappentext: Berlin wird von einer Mordserie erschüttert. Der Täter stellt Filme ins Internet, auf denen zu sehen ist, wie er seine Opfer quält. Dann lockt er Journalisten zu den Leichen. Vieles deutete auf einen Zusammenhang mit den Ausländerhetzkampagnen des Innensenators hin. Kommissarin Sera Muth und ihr Ermittlungsteam ziehen den Polizeipsychologen Dr. Babicz hinzu. Diesem kommt das Vorgehen des Täters vertraut vor. In den USA hatte er bei der Überführung eines Mörders mitgewirkt, der seine Opfer bei lebendigem Leib häutete. Ist der „Knochenmann“ nun zurück?

Meine Meinung: Der Thriller "Kalte Haut" von Marcel Feige ist auf mehreren Handlungssträngen aufgebaut. Während der Psychologe Dr. Robert Babicz gerade dabei ist, sich nach einer 4 jährigen Abwesenheit wieder in seiner Heimatstadt Berlin einzurichten, ist Kommissarin Sera Muth mit türkischer Abstammung zu einem Tatort gerufen worden, bei dem es um einen sogenannten Ehrenmord geht. Zeitgleich wird die verstümmelte Leiche vom Sohn eines bekannten Berliner Politikers gefunden. Die Ähnlichkeiten mit einer Mordserie aus den Staaten sind nierderschmetternd. Doch der Mörder, den die amerikanische Presse damals als den "Bonekiller" (Knochenmann) bezeichnet hat und an deren Festnahme Dr. Babicz hauptsächlich mit beteiligt war, sitzt hinter Gittern und wartet auf die Vollstreckung seines Todesurteils. Aber wenn man sich die jetzige Leiche betrachtet, müsste man davon ausgehen, dass der Knochenmann Dr. Babicz gefolgt sei.
Bei der Aufklärung der Morde, leider bleibt es nicht nur bei dem einen Mord, stellt sich heraus, dass nächste Angehörige und Freunde des Dr. Babicz betroffen und involviert sind. Es beginnt eine nervenaufreibende Suche nach dem wahren Mörder.

Marcel Feige beginnt seinen Thriller "Kalte Haut" sehr gemächlich. Sicherlich bedarf es einer guten Einführung der Protagonisten und dessen Umfeld, allerdings waren diese für Meindafürhalten etwas zu ausführlich und langatmig. Da half auch nicht der kurze, eingeflochtene Sprachkurs in türkischer Sprache. Nachdem man sich aber durch das 1. Drittel des Buches erfolgreich gearbeitet hat, beginnt der wahre Thriller, dessen Handlung gut durchdacht und spannend erzählt ist.
Hat man sich zu Beginn des Plots noch gefragt, wohin sich die verschiedenen Handlungsstränge entwickeln werden bzw. wie sie zueinander stehen, bekommt man dann doch schnell eine Antwort darauf.
Der Autor hat es verstanden ein politisch brisantes Thema anzusprechen und dabei klar Stellung bezogen. Selbst bei der Aufklärung der Morde hat er sein Hintergrundwissen gut eingesetzt und den Leser regelrecht mitfiebern lassen. Auch geben die immer wieder kehrenden und überraschenden Wendungen seiner Story "Kalte Haut" die nötige Spannung, die einem an sein Werk binden.
Irritiert war ich jedoch vom Gesamtaufbau der Handlung. Meines Erachtens war der Handlungsstrang um den "Ehrenmord" zu viel des Ganzen, da dieser eigentlich nur zu Beginn der Handlung thematisiert wurde und später nur noch mehr oder weniger als kleine Randbemerkung auftauchte.

Fazit: Wäre nicht der etwas zu ausführliche Einstieg und die für mich unnötig erzählte Handlung mit dem Ehrenmord gewesen, dann wäre es ein Thriller mit Höchstpunktzahl, der gut geschrieben ist und absolut unter die Haut geht.

Meine Bewertung:


An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich
bei dem
Autor Marcel Feige bedanken,
der mich
auf dieses wundervolle Buch aufmerksam gemacht hat


sowie dem Goldmann-Verlag
für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares

Montag, 2. April 2012

# 50 # Rezension zu "Brennen muss die Hexe" von Sven Koch


Brennen muss die Hexe

Erscheinungstermin: 02.04.2012
Verlag: Knaur Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 416
Preis € (D) 8,99
ISBN: 978-3-426-50855-8

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Klappentext: Eine grauenvolle Mordserie versetzt die Bürger von Lemfeld in Angst und Schrecken. Ein Wahnsinniger verbrennt Frauen auf dem Scheiterhaufen, nachdem er sie nach mittelalterlichen Methoden brutal gefoltert hat. »Für immer. A.G.« – diese kryptische Botschaft hinterlässt der Mörder am Tatort. Die SOKO »Flammenhimmel« ermittelt unter Hochdruck. Denn Polizeipsychologin Alexandra von Stietencron befürchtet, die bevorstehende Walpurgisnacht könnte in einem Blutbad enden.

Meine Meinung: Ein Mörder macht Jagd auf Frauen und zwar auf ganz Bestimmte. Sie sind Wiccas und gehören einer Gruppe Gleichgesinnter an, die sich mit einer wiederbelebten Naturreligion befassen. Sie sind ganz einfach Anhänger der „Religion der Hexen“. Und auf diese Hexen hat es der Mörder abgesehen. Er verfolgt einen genauen Plan, einem vorbestimmten Ritual. Seine Opfer werden geknebelt und nach mittelalterlichen Methoden gefoltert um sie anschließend auf dem Scheiterhaufen bei lebendigem Leibe zu verbrennen. Doch sein Plan wird von der hiesigen Polizei gestört. Er muss umdisponieren und fängt an durchzudrehen. Dabei kommt ihm die Polizeipsychologin Dr. Alexandra von Stietencron in die Quere und beschließt auch sie zu beseitigen.

Sven Koch hat mich mit seinem Kriminalroman „Brennen muss die Hexe“, der eigentlich ein Wahnsinns guter Psychothriller ist, auf dem richtigen Fuß erwischt. Völlig unvoreingenommen bin ich an sein Werk herangegangen um mich schon nach wenigen Seiten überraschend in seinen Bann ziehen zu lassen. Die Spannung zieht sich mit einem enormen Bogen durch den gesamten Plot und hält tatsächlich bis zum Schlusspunkt. Alles was offensichtlich zu sein scheint und sich klar andeutet, dass der Mörder nur eine bestimmte Figur sein kann, wendet sich ganz überraschend und die Polizei steht wieder vor neuen Rätseln. Dass auch Alex, die Polizeipsychologin ihr Täterprofil korrigieren muss, wird ihr schließlich zum Verhängnis, da die eigenen Kollegen an ihrer Arbeit zu Zweifeln beginnen.
Im Grunde genommen gibt es in Kochs Werk eine ganze Handvoll an Verdächtige, die Dank der genialen Erzählkunst des Autors sich genauso schnell wieder in Luft auflösen.
Seine Figuren hat Koch bildlich gut dargestellt. Ihre Charaktere wirken authentisch. Zu Beginn erschien mir gerade die Frau Dr. von und zu etwas unsympathisch, die sich mit ihrer zickigen und arroganten Art in den Vordergrund zu stellen versucht hat. Doch schließlich merkt man, dass sie auch liebenswerte Seiten an sich hat und das Bild ändert sich.
Im Prinzip lief das Buch wie ein Film vor mir ab, Dank der klaren Beschreibungen von Ort, Raum und Figur. Würde das Buch verfilmt werden, wüsste ich schon jetzt, welche Figuren ich mit welchen Schauspielern besetzen würde. Irgendwie kam es mir auch so vor, dass der Autor seine Figuren anhand von bekannten Schauspielern dargestellt hat, zumal er ganz gerne Bezug auf verschiedene Filmszenen und Vergleiche dazu genommen hat.
Aber nichtsdestotrotz ist dieses Buch eines der Besten, das ich in der vergangenen Zeit gelesen habe und ich nur jedem zum Kauf empfehlen kann.

Fazit: Auch wenn man Band 1 der Serie „Purpurdrache“ nicht kennt, (so wie ich – was aber nachgeholt wird), wird man gut in die Story eingeführt.

Meine Bewertung:

Ein herzliches Dankeschön
 
für die Bereitstellung
dieses Rezensionsexemplares.

Sonntag, 1. April 2012

# 8 # Neues im Bücherregal

Mein Widerstand, neue Bücher anzuschaffen, ist ungebrochen. Und so haben wieder 7 Mussichhaben Bücher Einzug in mein Bücherregal gehalten.  Und hier meine Neuanschaffungen.

Klappentext: Eine geheimnisvolle Vorhersage kündigt zwei rätselhafte Todesfälle in Berlin an. Wer steckt hinter der seltsamen Botschaft? Hauptkommissar Julius Kern beginnt zu ermitteln – und erhält kurz darauf selbst eine Todesprophezeiung. Er wird von dem Fall abgezogen, doch inoffiziell ermittelt er weiter. Denn der Prophet des Todes hat keinen Zweifel daran gelassen, dass nur eine Begegnung mit Kerns Erzrivalen Tassilo Michaelis das Rätsel lösen und die Familie des Kommissars retten kann ...


Klappentext: Eiskalt & kompromisslos: Ein Serienkiller hält Berlin in Atem! – Auftakt der Thriller-Reihe um die türkische Kommissarin Sera Muth. Sera Muth, türkischstämmige Kommissarin in Berlin, wird zur verstümmelten Leiche von Frank Lahnstein gerufen. Dessen Vater, der Justizsenator, hat mit fremdenfeindlichen Parolen die Migranten der Stadt gegen sich aufgebracht. Eine erste Spur führt Sera ausgerechnet zu ihrem Onkel. Unterdessen fühlt sich der Polizeipsychologe Robert Babicz beim Anblick des toten Politikersohns an einen US-Serienmörder erinnert, zu dessen Ergreifung er einst verhalf. Ist der Killer noch auf freiem Fuß? Wie passt das zu den Ereignissen um Politiker Lahnstein? Dann wird eine zweite Leiche entdeckt. 

Klappentext: Eine grauenvolle Mordserie versetzt die Bürger von Lemfeld in Angst und Schrecken. Ein Wahnsinniger verbrennt Frauen auf dem Scheiterhaufen, nachdem er sie nach mittelalterlichen Methoden brutal gefoltert hat. »Für immer. A.G.« – diese kryptische Botschaft hinterlässt der Mörder am Tatort. Die SOKO »Flammenhimmel« ermittelt unter Hochdruck. Denn Polizeipsychologin Alexandra von Stietencron befürchtet, die bevorstehende Walpurgisnacht könnte in einem Blutbad enden …



Klappentext: Bei einem Klassentreffen wird der Lehrer Eric Janson auf der Schultoilette erschlagen. Nach Befragung der zahlreichen Teilnehmer des Treffens, Ex-Schüler wie Lehrer, können sich Kommissar Vegter und seine Kollegen allmählich ein Bild von dem Toten machen: Er war zwar fachlich kompetent, jedoch anmaßend und eitel, stellte Schüler und Kollegen gern bloß. Grund genug, ihn umzubringen? - Auch Eva Stotijn war bei dem Klassentreffen. Ihr hatte Janson als Schülerin Schreckliches angetan. Als ihr einstiger Mitschüler David, dem Eva auf dem Klassentreffen wiederbegegnet ist, davon Wind bekommt, setzt er sie immer mehr unter Druck und behauptet, er habe gesehen, wie sie Janson erschlug.

Klappentext: Eine einsame Bahnschranke im Wald, dunkle Nacht. Seit an diesem Ort vier ihrer Freunde bei einem mysteriösen Unfall ums Leben kamen, wird Melanie von panischer Angst ergriffen, wenn sie hier nachts anhalten muss. Denn jedes Mal scheint es ihr, als krieche eine dunkle, schemenhafte Gestalt vom Waldrand auf ihren Wagen zu. Niemand glaubt ihr – bis die junge Jasmin Dreyer verschwindet, und ihr Fahrrad an der Bahnschranke gefunden wird …


Klappentext: Wenn Bestseller Angst machen - Der neue packende Psychothriller von Arno Strobel!
Eine Studentin bekommt per Post rätselhafte Botschaften zugeschickt auf Menschenhaut geschrieben. Die Polizei verdächtigt den früheren Bestsellerautor Christoph Jahn: In dessen Roman schneidet ein Serienkiller jungen Frauen die Haut vom Körper, um darauf den Anfang seines Romans, der von allen Verlagen abgelehnt worden ist, auf grausige Weise neu zu schreiben. So erhofft er sich die Aufmerksamkeit für sein Werk, die es seiner Meinung nach verdient hat. Doch Jahn schiebt die Schuld auf einen geisteskranken Fan, der bereits vor Jahren Verbrechen aus seinen Romanen nachgestellt haben soll, aber nie gefasst wurde. Die grausige Geschichte scheint sich zu wiederholen
Ein Entführungsfall, ein Serienkiller und ein Hauptverdächtiger mit beängstigender Phantasie: Brutal raffiniert erzählt Arno Strobel eine furchterregende Geschichte mit doppeltem Boden.

Klappentext: Der junge Anwalt Sebastian Schneider bekommt eines Tages einen seltsamen Brief: die erste Strophe des Liedes »Hänschen klein« und das innige Versprechen einer Frau, dass sie und ihr Hans bald wieder vereint sein werden. Sebastian glaubt an einen Irrtum. Er ahnt nicht, dass er einen Liebesbrief in den Händen hält, der sein Leben zerstören wird: den Brief einer Mutter, die – totgeschwiegen, totgeglaubt, dem Wahnsinn verfallen – auf der Jagd nach ihrem Sohn ist. Und bereit, für ihr Hänschen klein über mehr als eine Leiche zu gehen …

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