Freitag, 30. November 2012

# 180 # Rezension zu "Die Leber wächst mit ihren Aufgaben" von Dr. Eckart von Hirschhausen



Eckart von Hirschhausen

Die Leber wächst mit ihren Aufgaben

Erschienen am: 01.04.2008
Verlag:
rororo
Ausgabeart:
Taschenbuch
Kategorien:
Belletristik / Unterhaltung / Humor
Seiten: 224
Preis € (D) 9,99 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-499-62355-4

Klappentext: Hilft Akupunktur beim Auto? Warum regt einen Glückstee so auf? Und wie findet man mit geschlossenen Augen seinen Traumpartner?
Arzt, Kabarettist und Bestsellerautor Dr. Eckart von Hirschhausen kennt sich aus im Leben, ihm ist nichts Menschliches fremd, und niemand ist vor ihm sicher. Mit diagnostischem Blick entdeckt er das Komische in Medizin und Alltag und kommt zu erstaunlichen Ergebnissen: Kindern muss man Gemüse verbieten, die Bahn ist eine buddhistische Sekte, und die Löcher im Käse machen dick. Eckart von Hirschhausens Texte sind keine Placebos, sondern humorvolle Lebenshilfe in einer Welt, für die wir nie geschaffen wurden.
Ansteckend lustig!

Meine Meinung: Von diesem Buch habe ich mir weitaus mehr versprochen, als es mir geboten hat. Dass es auch noch unter der Rubrik Humor zu finden ist, finde ich obendrein sehr gewagt. Die Themen, die von Herrn von Hirschhausen angesprochen worden sind, sind – quer durch den Gemüsegarten - sehr kurz und gerade mal ein bisschen angeschnitten, keine tiefgründigen Erkenntnisse. Den versprochenen Humor habe ich auch vermisst. Manches, was ich ganz interessant fand, fand allerdings nach 2 bis 3 Sätzen sein Ende.
Das Buch lässt sich gut und flüssig in kurzer Zeit lesen, denn von den gerade mal 220 Seiten ist ca.1/5 Platz gelassen, vielleicht für eigene Notizen?

Fazit. Das Beste am Buch ist der Titel. Mein Deutschlehrer hätte allerdings darunter geschrieben: Thema verfehlt.

Der Autor: Eckart von Hirschhausen
Eckart von Hirschhausen studierte Medizin und Wissenschaftsjournalismus. Der populäre Komiker, Autor und Moderator ist seit über 20 Jahren in den Medien und auf allen großen Bühnen Deutschlands unterwegs. Sein Markenzeichen: intelligenter Witz mit nachhaltigen Botschaften. Eckart von Hirschhausen ist vielfach ausgezeichnet - unter anderem mit der Goldenen Feder für seine journalistischen Leistungen. 2008 gründet er seine eigene Stiftung «HUMOR HILFT HEILEN», die das therapeutische Lachen in Medizin und Öffentlichkeit fördert und Clowns in Krankenhäuser bringt. Im NDR Fernsehen führt er seit September 2009 zusammen mit Bettina Tietjen durch die Talksendung «Tietjen und Hirschhausen», in der ARD moderiert er die beliebte Samstagabendshow «Frag doch mal die Maus» und «Das fantastische Quiz des Menschen». Eckart von Hirschhausen lebt in Berlin.© by Stephan Feder
Foto: © by Frank Eidel
Quellen:
Cover: Verlag rororo
Klappentext: Verlag rororo
Autorenporträt: Verlag  rororo
Foto: © by Frank Eidel


Meine Bewertung:


Sonntag, 25. November 2012

# 179 # Rezension zu "Die Entscheidung der Hebamme" von Sabine Ebert - Teil 3 der Hebammenserie



Sabine Ebert

Die Entscheidung der Hebamme

Erschienen am: 01.10.2008
Verlag:
Knaur Taschenbuch Verlag
Ausgabeart:
Taschenbuch
Kategorien:
Belletristik / Historische Romane
Seiten: 672
Preis € (D) 10,99 | € (A) 11,30 | SFR 15,90
ISBN: 978-3-426-63835-4

Klappentext: Die Geschichte von Marthe und Christian geht weiter Hoftag in Magdeburg 1179: Kaiser Friedrich Barbarossa ist entschlossen, Heinrich dem Löwen den Prozess zu machen. Das bedeutet Krieg. Christian und Marthe müssen damit rechnen, dass er auch ihr Dorf in der Mark Meißen erreicht. Bald darauf nimmt Markgraf Otto von Wettin Christian als einen seiner Heerführer mit in den Kampf. Währenddessen steht Marthe in Christiansdorf vor einer ganz anderen Herausforderung: Otto hat für die Zeit des Kriegszuges seinen machtbesessenen ältesten Sohn das Kommando über die Christiansdorfer Burg übertragen. Diesem sind Christian, Marthe und ihre Anhänger schon lange ein Dorn im Auge. Mit Mut und Schläue versuchen die Dorfbewohner, sich gegen den gnadenlosen Albrecht zu behaupten. Doch viel muss geschehen, bis Christians Traum wahr wird und aus dem Dorf eine Stadt: Freiberg.

Meine Meinung: Christian, der inzwischen Vogt auf der Burg von Christiansdorf ist, ist ständig unterwegs. Während das Dorf weiterhin wächst, begibt sich Christian von einem Hoftag zum anderen oder befindet sich im Krieg. Immer wieder wird er vom Markgrafen Meißens, Otto, der gleichzeitig sein Dienstherr ist, auf gefährliche Reise geschickt. Obendrein muss er sich ständig gegen seine Feinde behaupten, zu denen nicht nur Ritter Ekkehart und sein zweifelhaftes Gefolge zählt, sondern jetzt auch der älteste Sohn von Otto, Albrecht. Der inzwischen 20jährige spielt seine Macht gnadenlos und kaltblütig aus und schreckt auch nicht vor menschlichen Verlusten zurück. Marthe, die besonders unter seiner Regentschaft leidet, muss allen Mut zusammen nehmen um durch ihre Handlungen Christian, ihre Kinder und ihre engsten Freunde nicht zu gefährden. Obwohl der größte Teil des Dorfes hinter ihr steht, können sie nur wenig gegen den Tyrannen von Albrecht ausrichten.

Es ist nun schon der 3.Teil der Hebammen-Saga, den ich in mich hinein verschlungen habe. Spannend erzählt die Autorin die Geschichte um das Christiansdorf und ihrem Burgvogt Christian, der einst das Dorf gegründet hat und seiner Frau Marthe, die vor mehr als 14 Jahren auf der Flucht vor dem Burgvogt Wulfarth auf die Siedlergruppe von Christian stieß. Im Laufe der Jahre, in denen sich das Dorf und ihre Bewohner weiter entwickelt haben, wurden auch viele Silbererzgruben erschlossen. Nicht nur der Markgraf Otto, der gierig nach dem Silber schielt und die Produktion voran treibt, hat ein Auge auf den edlen Bodenschatz geworfen. Neben vielen Dieben, vor denen sich das Dorf zu schützen hat, hat das Silber auch den ältesten Sohn von Otto, Albrecht, auf den Plan gerufen. Durch seine Intrigen und Hass auf Christian und Marthe geschieht so manches Unglück.

Sabine Ebert ist eine Meisterin in der Erzählkunst. Ihre detailgetreuen Schilderungen zu den historischen Hintergründen lassen das Ganze wie einen Film ablaufen. Faszinierend verknüpft sie ihre Erkenntnisse mit und in ihren Romanfiguren. Auch wenn sich manche Schicksale zu wiederholen scheinen, fand ich das Buch durchweg spannend. Dadurch, dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird, wird dem Leser auch das Gefühlsleben der Protagonisten näher gebracht.
Besonders gefallen mir aber die unverkennbaren Charaktere, die sie ihren Figuren zugeordnet oder wie sie die krassen Unterschiede zwischen dem Adel und die des Fußvolkes aufgezeigt hat. Auch der 4. Teil wird nicht lange auf sich warten lassen und ich bin schon gespannt, wie es mit Marthe weiter gehen wird.

Die Autorin: Sabine Ebert 
Sabine Ebert wurde in Aschersleben geboren, ist in Berlin aufgewachsen und hat in Rostock Sprach- und Lateinamerikawissenschaften studiert. In ihrer Wahlheimat Freiberg arbeitete sie als Journalistin für Presse, Funk und Fernsehen. Sie schrieb einige Sachbücher zur Freiberger Regionalgeschichte, doch berühmt wurde sie mit ihren historischen Romanen, die alle zu Bestsellern wurden.


 ©Detlev Müller
Reihenfolge der Hebammen-Serie:
Band 1: Das Geheimnis der Hebamme
Band 2: Die Spur der Hebamme
Band 3: Die Entscheidung der Hebamme
Band 4: Der Fluch der Hebamme
Band 5: Der Traum der Hebamme


Quellen:
Cover: Knaur Taschenbuch Verlag
Klappentext: Knaur Taschenbuch Verlag
Autorenporträt: Knaur Taschenbuch Verlag
Foto: ©Detlev Müller

Meine Bewertung:



Mittwoch, 21. November 2012

# 26 # Neues im Bücherregal

Inzwischen hat sich mein neues bevorzugtes Genre der Historischen Romane in meinem Bücherregal breit gemacht und so habe ich meinen Bedarf wieder etwas aufgestockt.


Klappentext: Die Geschichte von Marthe und Christian geht weiter Hoftag in Magdeburg 1179: Kaiser Friedrich Barbarossa ist entschlossen, Heinrich dem Löwen den Prozess zu machen. Das bedeutet Krieg. Christian und Marthe müssen damit rechnen, dass er auch ihr Dorf in der Mark Meißen erreicht. Bald darauf nimmt Markgraf Otto von Wettin Christian als einen seiner Heerführer mit in den Kampf. Währenddessen steht Marthe in Christiansdorf vor einer ganz anderen Herausforderung: Otto hat für die Zeit des Kriegszuges seinen machtbesessenen ältesten Sohn das Kommando über die Christiansdorfer Burg übertragen. Diesem sind Christian, Marthe und ihre Anhänger schon lange ein Dorn im Auge. Mit Mut und Schläue versuchen die Dorfbewohner, sich gegen den gnadenlosen Albrecht zu behaupten. Doch viel muss geschehen, bis Christians Traum wahr wird und aus dem Dorf eine Stadt: Freiberg.

Cover und Klappentext: Knaur Taschenbuch Verlag


Klappentext: Freiberg 1189: Fast fünf Jahre sind seit Christians Tod vergangen. Marthe und Lukas leiden immer noch unter dem Verlust des Geliebten und Freundes und müssen ihre Gefühle füreinander neu bestimmen. Doch das ist nicht die einzige Sorge, die ihr Leben überschattet, denn es naht der Tag, an dem der grausame Albrecht, der älteste Sohn des Markgrafen Otto, die Regentschaft über die Mark Meißen übernehmen wird. Marthe und Lukas können nicht fliehen: Sie müssen Christians Vermächtnis erfüllen – und sich um die mittlerweile fast erwachsenen Kinder kümmern. Die sechzehnjährige Clara soll heiraten, obwohl sie heimlich in den jüngeren Sohn des Markgrafen verliebt ist, und Thomas träumt davon, sich Kaiser Barbarossas Kreuzzug ins Heilige Land anzuschließen …

Cover und Klappentext: Knaur Taschenbuch Verlag 


Klappentext: Hilft Akupunktur beim Auto? Warum regt einen Glückstee so auf? Und wie findet man mit geschlossenen Augen seinen Traumpartner?
Arzt, Kabarettist und Bestsellerautor Dr. Eckart von Hirschhausen kennt sich aus im Leben, ihm ist nichts Menschliches fremd, und niemand ist vor ihm sicher. Mit diagnostischem Blick entdeckt er das Komische in Medizin und Alltag und kommt zu erstaunlichen Ergebnissen: Kindern muss man Gemüse verbieten, die Bahn ist eine buddhistische Sekte, und die Löcher im Käse machen dick. Eckart von Hirschhausens Texte sind keine Placebos, sondern humorvolle Lebenshilfe in einer Welt, für die wir nie geschaffen wurden.
Ansteckend lustig! 


Cover und Klappentext: Verlag Rowohlt 

Dienstag, 20. November 2012

# 178 # Rezension zu "Die Spur der Hebamme" von Sabine Ebert - Band 2 der Hebammenserie



Sabine Ebert

Die Spur der Hebamme

Erschienen am: 01.12.2007
Verlag:
Knaur Taschenbuch Verlag
Ausgabeart:
Taschenbuch
Kategorien:
Historischer Roman
Seiten: 672
Preis € (D) 10,99 | € (A) 11,30 | SFR 15,90
ISBN: 978-3-426-63695-4

Klappentext: Mark Meißen im Jahre 1173: Marthe und ihr Mann Christian könnten glücklich und zufrieden im durch den Silberbergbau erblühten Christiansdorf leben, doch da erreichen sie schlimme Neuigkeiten: Heinrich der Löwe ist von seiner Pilgerfahrt ins Heilige Land zurückgekehrt, und mit ihm Christians ärgster Feind. Erneut ist der Meißner Markgraf Otto von Wettin in die Kämpfe gegen den mächtigen Herzog von Sachsen und Bayern verwickelt. Und er ernennt ausgerechnet Christians Feind zum Vogt des Silberdorfes. Christian will seine Frau in Sicherheit bringen. Doch sie wird von einem fanatischen Medicus denunziert und muss sich vor einem Kirchengericht verantworten. Verzweifelt sucht Christian nach ihr, aber sie scheint spurlos verschwunden

Meine Meinung: Der Klappentext ist eine gute und kurze inhaltliche Zusammenfassung von dem, was den Leser im 2. Band der Hebammenserie erwartet.
Sabine Ebert hat nahtlos ihre Geschichte um die Hebamme Marthe, die inzwischen eine Edelfrau ist, weiter erzählt und auch den Leser, der den ersten Teil nicht gelesen hat, auf den ersten Seiten umfassend von den Geschehnissen und den Geheimnissen der Hebamme informiert. Da kamen im ersten Drittel des Buches schon einige Längen auf, doch die wurden im Anschluss mit einer rasant erzählten Story wieder wett gemacht.
Es ist nicht nur die Geschichte um die Hebamme, die so faszinierend ist, sondern auch die ganzen Abenteuer um die Ritter, ihren Aufträgen und den Intrigen, die hinter ihren Rücken gesponnen werden. Ganz vorn mit dabei sind der Erzrivale und Todfeind Ritter Randolf und sein Gefolge sowie seine neue Frau, die den Hass um Christian und seiner Marthe noch vollends anschürt.
Sie ist auch Diejenige, die nicht nur Randolf im Griff zu haben scheint, sondern auch perfide Pläne schmiedet, um Christian und seine Leute zu beseitigen.
Dabei schreckt sie auch über einen Verrat, der von Randolf ausgeführt wird, nicht zurück, der nicht nur viele Tote mit sich bringt, sondern Markgraf Otto auch um sein Silber.
Spannend und fließend erzählt die Autorin über das Leben im frühen Mittelalter, wie sich die Dörfer im jetzigen Erzgebirge entwickelten und was die Menschen ausstehen mussten.
Ihre Figuren hat sie gekonnt in Szene gesetzt, ihre Charaktere sind einzigartig und haben einen hohen Wiedererkennungswert.
Alles in allem hat mich auch der zweite Band wieder voll überzeugt und mich vom historischen Hintergrund fasziniert.

Die Autorin: Sabine Ebert
Sabine Ebert wurde in Aschersleben geboren, ist in Berlin aufgewachsen und hat in Rostock Sprach- und Lateinamerikawissenschaften studiert. In ihrer Wahlheimat Freiberg arbeitete sie als Journalistin für Presse, Funk und Fernsehen. Sie schrieb einige Sachbücher zur Freiberger Regionalgeschichte, doch berühmt wurde sie mit ihren historischen Romanen, die alle zu Bestsellern wurden.



©Detlev Müller

Reihenfolge der Hebammen-Serie:
Band 1: Das Geheimnis der Hebamme
Band 2: Die Spur der Hebamme
Band 3: Die Entscheidung der Hebamme
Band 4: Der Fluch der Hebamme
Band 5: Der Traum der Hebamme

Quellen:
Cover: Knaur Taschenbuch Verlag
Klappentext: Verlag
Autorenporträt: Verlag
Foto: ©Detlev Müller

Meine Bewertung:

Montag, 19. November 2012

# 177 # Rezension zu "Der Tod macht Schule" von Dietrich Faber - Band 2 der Bröhmann-Reihe



Dietrich Faber

Der Tod macht Schule

Erschienen am: 01.11.2012
Verlag:
Rowohlt
Ausgabeart:
Klappennboschur
Kategorien:
Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 288
Preis € (D) 19,95 | € (A) 20,30
ISBN: 978-3-86252-025-1

Klappentext: Kommissar Henning Bröhmann führt mit der Direktorin der Gesamtschule Schotten gerade ein ernstes Gespräch über seine versetzungsgefährdete Tochter, da durchschlägt ein Stein das Fenster des Büros. Nach dem ersten Schrecken wiegelt die Pädagogin ab: Dumme-Jungen-Streich, alles im Griff – Einmischung nicht erwünscht. Kurz darauf ist sie tot. Jemand hat sie brutal erstochen.

Henning ist entschlossen, diesen Fall zu lösen. Dabei herrscht im Kommissariat gerade dicke Luft. Unter anderem muss das Team sich mit einem unsagbar dämlichen Praktikanten herumschlagen, den Polizeipräsident Bröhmann i. R. seinem Sohn ungefragt ins Nest gesetzt hat: Der Mann war Lokaljournalist, und er will den ultimativen Krimi-Bestseller schreiben. Auch privat hat Henning mehr als genug Ärger: mit der immer wilder pubertierenden Tochter, mit deren schmierigem neuem Freund. Und dann ist da noch die Schulpsychologin Stefanie Assmann: sehr klug, sehr attraktiv – man versteht sich gut, ein bisschen zu gut vielleicht, denn Kommissar wie Psychologin sind ja verheiratet. Was für eine Dummheit er begangen hat, wird Henning schlagartig klar, als der mutmaßliche Täter per DNA-Probe ermittelt wird …

Meine Meinung: Bröhmann hat es schon nicht einfach. Er muss sich nicht nur um seine Tochter kümmern, die den Leistungen, nach Direktorin Dr. Ellen Murnau, nicht genüge, sondern nun auch noch um ein Attentat, das soeben auf Dr. Murnau ausgeübt worden ist. Doch Dr. Murnau überzeugt Bröhmann davon, dass es gar nicht so schlimm war. Immerhin habe sie der Stein nicht getroffen. Als dann auch noch ihr Auto mit Parolen bekratzt wird, ein Schuss ihr Leben gefährdet, schreitet die Polizei ein. Die Befragungen in der Schule, die nur wenig bringen, lassen Henning entmutigen, als er sich später mehr zufällig mit der Schulpsychologin unterhält. Von ihr erfährt er, dass Dr. Murnau nicht nur den Schülern ein Dorn im Auge ist, sondern auch so manchem Lehrer.
Nach stockenden Ermittlungen geschieht dann das Unfassbare. Die Schuldirektorin wird schließlich nach mehreren Anschlägen nur noch tot aufgefunden.

Dietrich Faber hat seinen Kommissar Bröhmann nun schon zum zweiten Mal in Vogelsberg ermitteln lassen, wobei die Ermittlungsmethoden von Henning Bröhmann schon etwas anders sind. Dem unbeholfenen Kommissar steht dieses Mal ein Praktikant zur Seite, der nicht nur Erfahrungen im Journalismus besitzt, sondern auch ein angehender Schriftsteller ist. Manfred Kreutzer bringt seinen Chef auf so manche Spur, da er viele Verbindungen zu den Verdächtigen besitzt.
Obwohl die Krimihandlung mehr nebensächlich ist, da sich viel um das Leben von Henning Bröhmann und seiner Familie dreht, fand ich den Inhalt nicht schlecht. Das Buch besitzt einen hohen Unterhaltungswert, denn viele ironische Szenen haben sich dort eingenistet und ließen einen so manches Mal schmunzeln.
Auch mag ich sehr den hessischen Dialekt, der allerdings in diesem Teil sehr dominierend war und ich mitunter zweimal nachlesen musste, um zu verstehen, was mir der Autor sagen wollte.
Verglichen mit seinem ersten Teil „Toter geht’s nicht“ reicht „Der Tod macht Schule“ nicht annähernd an seinen Vorgänger heran.

Der Autor: Dietrich Faber
Dietrich Faber wurde 1969 geboren. Bekannt wurde er als ein Teil des mehrfach preisgekrönten Kabarett-Duos FaberhaftGuth. Bröhmann erster Fall „Toter geht´s nicht“ war sein Debütroman und schaffte es auf Anhieb mehrere Wochen auf die Bestsellerliste. Seine Lesungen und Buchshows wurden zu Bühnenereignissen. Der Autor lebt mit seiner Familie in der Mittelhessenmetropole Gießen.


© by Stephan Feder

Reihenfolge:
Band 2 – Der Tod macht Schule

Quellen:
Cover: Verlag Rowohlt
Klappentext: Verlag Rowohlt
Autorenporträt: Verlag Rowohlt
Foto: © by Stephan Feder


Meine Bewertung:


Sonntag, 18. November 2012

# 176 # Rezension zu "Allerliebste Schwester" von Wiebke Lorenz



Wiebke Lorenz

Allerliebste Schwester

Erschienen am: 26.10.2010
Verlag:
Blessing
Ausgabeart:
Hardcover/Taschenbuch
Kategorien:
Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 240
Preis € (D) 8,99 | € (A) 9,30 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-453-43566-7

Klappentext: Drei Jahre ist es her, dass Eva unter rätselhaften Umständen ihre Zwillingsschwester verlor. Danach nahm Evas Leben eine von vielen als ungeheuerlich empfundene Wendung: Sie heiratete den Witwer, den Ehemann der verstorbenen Marlene. Allmählich haben sich die Menschen in ihrer Umgebung an dieses Arrangement gewöhnt, doch ihr selbst kommt es wie ein Frevel vor. Immer öfter erscheint ihr Marlene in verstörend realen Tag träumen. Eva droht allen Halt zu verlieren, bis eines Tages in der Buchhandlung, in der sie als Aushilfe arbeitet, ein Mann auftaucht, der ihre Schwester gekannt hat. Auf sonderbare Weise fühlt sie sich zu diesem Unbekannten hingezogen. Kann er ihr helfen, das Rätsel um Marlenes Tod zu lösen?

Meine Meinung: Gerade erst hat Eva den Verlust um ihre Zwillingsschwester Marlene verwunden, schlägt das Schicksal erneut auf sie ein. Viel zu früh wurde ihr Sohn Lukas geboren, der alleine nicht lebensfähig war. Jetzt kämpft sie mit ihrem Schmerz, den ihr Ehemann Tobias nicht versteht. Für ihn ist es eine abgeschlossene Sache, sei es der Tod um seine erste Frau oder das totgeborene Baby. Doch Eva kommt damit nicht zurecht. Immer häufiger erscheint ihr Marlene, spricht mit ihr, gibt ihr Anweisungen, wie sie sich zu verhalten habe. Tobias hingegen wird misstrauisch, lässt sie kaum noch aus den Augen. Als Eva ihn verlassen will, kommt Tobias Vater zuhilfe und stellt sie mit Medikamenten ruhig.

Nachdem ich von Wiebke Lorenz das Buch "Alles muss versteckt sein" gelesen habe, wollte ich unbedingt noch mehr von ihren Werken kennen lernen. Das Buch "Allerliebste Schwester" ähnelt sehr dem Schreibstil von oben genanntem Buch. Obwohl sich dieses nicht ganz flüssig lesen lässt, ist es spannend und fesselnd.
Die Autorin hat ihr Augenmark auf Eva, die Zwillingsschwester von Marlene gelegt. Nach dem Tod ihrer Schwester ist sie psychisch angeknackst, leidet sogar unter schizophrenen Zuständen, denn immer wieder erscheint ihr Marlene, sitzt bei ihr und unterhält sich mit ihr. Erst als ihr Medikamente verabreicht werden, lösen sich die Wahnvorstellungen bei ihr auf.
Tobias, Evas Ehemann, ist eine Figur, die nicht ganz greifbar ist. Sein Äußeres wird kaum beschrieben, sodass die Vorstellung, wie er aussehen mag, völlig offen ist. Um seine Frau Eva ist er allerdings bemüht, bekundet ständig seine Liebe zu ihr und erhofft sich reichen Kindersegen, der sich bei Marlene, seiner ersten Frau, partout nicht einstellen wollte.
Eva, die versucht hinter die geheimnisvollen Dinge ihrer Schwester zu gelangen, wird eher zufällig mit dem Verehrer ihrer Schwester konfrontiert, woraus sich nach einiger Zeit ebenfalls eine enge Verbundenheit zwischen Eva und Simon ergibt.
Die Auflösung der ganzen Geschichte und des rätselhaften Todes um Marlene wird schließlich im Epilog näher beschrieben, deren Wendung dazu zwar nicht ganz überraschend kam aber trotzdem sehr aufschlussreich war.

Die Autorin:Wiebke Lorenz
Wiebke Lorenz, geboren 1972 in Düsseldorf, studierte in Trier Germanistik, Anglistik und Medienwissenschaft und lebt heute in Hamburg. Sie arbeitet journalistisch für Zeitschriften wie „Cosmopolitan“, schreibt Drehbücher für TV-Filme. Ihre Romane „Liebe, Lügen, Leitartikel“ (2000), „Was? Wäre? Wenn?“ (2003) und "Allerliebste Schwester" (Blessing 2010) waren bei Kritik und Publikum höchst erfolgreich. 



© Iris Terzka

Quellen:
Cover: Verlag Blessing
Klappentext: Verlag Blessing
Autorenporträt: Verlag Blessing
Foto: © Iris Terzka


Meine Bewertung



Mittwoch, 14. November 2012

# 175 # Rezension zu "Schwarze Piste" von Andreas Föhr


Andreas Föhr

Schwarze Piste

Erschienen am: 02.11.2012
Verlag:
Knaur Taschenbuch Verlag
Ausgabeart:
Klappenbroschur
Kategorien:
Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 432
Preis € (D) 14,99 | € (A) 15,50
ISBN: 978-3-426-21353-2

Zur Leseprobe   Beim Verlag/Amazon kaufen

Onkel Simon ist tot. Seine Asche verstreut Polizeiobermeister Kreuthner feierlich auf dem Wallberg – einer jungen Skifahrerin mitten ins Gesicht. Als Wiedergutmachung fährt Kreuthner mit ihr die berüchtigte schwarze ­Piste ab, die er angeblich bestens kennt. Nur wenig später stapfen sie in der Dunkelheit durch den Schnee und stolpern fast über die gefrorene Leiche einer Frau …
Ein neuer Fall für Kommissar Wallner und Polizeiobermeister Leonhardt Kreuthner!

Meine Meinung: Ist es Glück oder Pech? Wieder einmal findet Polizeiobermeister Kreuthner ganz zufällig eine Leiche und hat auch noch gleich die Schwester der Toten bei sich. Als wäre das nicht schon genug, bleibt ihm auch 2 Tage später der Fund der zweiten Leiche, ebenfalls ganz zufällig, anhängig. Obwohl man anfänglich noch von einem Suizid ausgegangen ist, weiß man nun, dass bei der Drapierung der zweiten Leiche analog der Ersten doch Mord dahinter stecken muss. Leo Kreuthner ist zuversichtlich, dass er nur auf unkonventionelle Art und Weise hinter die Geheimnisse der Morde und des Mörders kommen kann, ganz zum Bedauern seines Chefs, Kommissar Wallner, der sich mittlerweile eher auf das Kinderhüten spezialisiert hat.

Andreas Föhr hat nun schon zum vierten Mal seine Kommissare Kreuther und Wallner ermitteln lassen und das wieder mit einer Portion Glück, Zufall und nicht ganz astreinen Ermittlungsmethoden. Seine Handlung beginnt er mit einem Rückblick auf das Geschehen vor 3 Jahren um dann abrupt auf die Gegenwart mit den eigenartigen Mordfällen zu schwenken. Obwohl man anfangs nicht sicher ist, womit man es zu tun bekommen wird, wird einem dann schnell klar, wohin die „Reise“ geht.
Die Morde, die in dem idyllischen kleinen Örtchen Miesbach in Bayern passieren, haben natürlich einen bestimmten Grund, Geld und zwar sehr viel Geld. So gibt es dann auch schnell eine Reihe von Verdächtiger, aber keinen potentiellen Mörder. Dieser wird erst ziemlich spät entlarvt, trotz dass man als Leser schon sehr frühzeitig die entscheidenden Hinweise erkennt. Am liebsten hätte man dann bei den Ermittlungen nachhelfen können, obwohl diese, ganz speziell bei Polizeiobermeister Kreuthner, nicht ganz koscher waren.
Die Handlung ist gut und schlüssig aufgebaut, auch wenn einige Längen dazwischen den Lesegenuss etwas schmälerten. Doch dafür wurde man mit einem leichten, ironischen Humor belohnt. Die im bayerischen Dialekt eingeworfenen Dialoge fand ich nicht so übertreiben, sodass man auch hier noch Spaß am Lesen hatte. Etwas mehr hätte ich mir allerdings an Spannung gewünscht, denn die blieb irgendwie aus. Aber alles in allem hat mich die „Schwarze Piste“ wieder einmal sehr gut unterhalten und ließ auch hin und wieder einen Schmunzler zu.

Der Autor: Andreas Föhr
Andreas Föhr, Jahrgang 1958, gelernter Jurist, arbeitete einige Jahre bei der Rundfunkaufsicht und als Anwalt. Seit 1991 verfasst er erfolgreich Drehbücher für das Fernsehen, mit Schwerpunkt im Bereich Krimi. Zusammen mit Thomas Letocha schrieb er u.a für „SOKO 5113“, „Ein Fall für zwei“ und „Der Bulle von Tölz“. Für seinen Debütroman „Der Prinzessinnenmörder“ ist Andreas Föhr mit dem begehrten Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet worden. Mit „Karwoche“ landete Föhr sofort unter den Top 20 der Spiegel-Bestsellerliste. Andreas Föhr lebt bei Wasserburg. 
©Torsten Silz

Reihenfolge:
Band 1 - Der Prinzessinnenmörder
Band 2 - Schafkopf
Band 3 - Karwoche
Band 4 - Schwarze Piste

Quellen:
Cover: Knaur Verlag
Klappentext: Knaur Verlag
Autorenporträt: Knaur Verlag
Foto: ©Torsten Silz

Meine Bewertung

 
An dieser Stelle möchte ich mich
recht herzlich beim


für die Bereitstellung dieses
Rezensionsexemplars bedanken.

Montag, 12. November 2012

# 25 # Neues im Bücherregal

Und wieder habe ich vier Bücher gefunden, die unbedingt gelesen werden müssen. Darunter zwei Neuerscheinungen (Andreas Föhrs - Schwarze Piste und Dietrich Fabers - Der Tod macht Schule). Von Wiebke Lorenz habe ich vor kurzem "Alles muss versteckt sein" gelesen, wovon ich sehr begeistert war, deshalb wollte ich ein weiteres Buch von ihr lesen. Und natürlich zieht noch ein historisches Buch bei mir ein, denn ich muss wissen, wie es mit der Hebamme Marthe weiter geht.

Klappentext: Onkel Simon ist tot. Seine Asche verstreut Polizeiobermeister Kreuthner feierlich auf dem Wallberg – einer jungen Skifahrerin mitten ins Gesicht. Als Wiedergutmachung fährt Kreuthner mit ihr die berüchtigte schwarze ­Piste ab, die er angeblich bestens kennt. Nur wenig später stapfen sie in der Dunkelheit durch den Schnee und stolpern fast über die gefrorene Leiche einer Frau …
Ein neuer Fall für Kommissar Wallner und Polizeiobermeister Leonhardt Kreuthner! 



Quelle: Cover und Klappentext: Knaur Verlag

Klappentext: Drei Jahre ist es her, dass Eva unter rätselhaften Umständen ihre Zwillingsschwester verlor. Danach nahm Evas Leben eine von vielen als ungeheuerlich empfundene Wendung: Sie heiratete den Witwer, den Ehemann der verstorbenen Marlene. Allmählich haben sich die Menschen in ihrer Umgebung an dieses Arrangement gewöhnt, doch ihr selbst kommt es wie ein Frevel vor. Immer öfter erscheint ihr Marlene in verstörend realen Tag träumen. Eva droht allen Halt zu verlieren, bis eines Tages in der Buchhandlung, in der sie als Aushilfe arbeitet, ein Mann auftaucht, der ihre Schwester gekannt hat. Auf sonderbare Weise fühlt sie sich zu diesem Unbekannten hingezogen. Kann er ihr helfen, das Rätsel um Marlenes Tod zu lösen?

Quelle: Cover und Klappentext: Heyne Verlag

KlappentextNeukölln im Vogelsberg Kommissar Henning Bröhmann führt mit der Direktorin der Gesamtschule Schotten gerade ein ernstes Gespräch über seine versetzungsgefährdete Tochter, da durchschlägt ein Stein das Fenster des Büros. Nach dem ersten Schrecken wiegelt die Pädagogin ab: Dumme-Jungen-Streich, alles im Griff – Einmischung nicht erwünscht. Kurz darauf ist sie tot. Jemand hat sie brutal erstochen. Henning ist entschlossen, diesen Fall zu lösen. Dabei herrscht im Kommissariat gerade dicke Luft. Unter anderem muss das Team sich mit einem unsagbar dämlichen Praktikanten herumschlagen, den Polizeipräsident Bröhmann i. R. seinem Sohn ungefragt ins Nest gesetzt hat: Der Mann war Lokaljournalist, und er will den ultimativen Krimi-Bestseller schreiben. Auch privat hat Henning mehr als genug Ärger: mit der immer wilder pubertierenden Tochter, mit deren schmierigem neuem Freund. Und dann ist da noch die Schulpsychologin Stefanie Assmann: sehr klug, sehr attraktiv – man versteht sich gut, ein bisschen zu gut vielleicht, denn Kommissar wie Psychologin sind ja verheiratet. Was für eine Dummheit er begangen hat, wird Henning schlagartig klar, als der mutmaßliche Täter per DNA-Probe ermittelt wird … Mit nervenzerfetzendem Bonus-Material: Enthält Ausschnitte des Thrillers von Bröhmanns Praktikanten. Prädikat: unterirdisch!

Quelle: Cover und Klappentext: Verlag Rowohlt

Mark Meißen im Jahre 1173: Marthe und ihr Mann Christian könnten glücklich und zufrieden im durch den Silberbergbau erblühten Christiansdorf leben, doch da erreichen sie schlimme Neuigkeiten: Heinrich der Löwe ist von seiner Pilgerfahrt ins Heilige Land zurückgekehrt, und mit ihm Christians ärgster Feind. Erneut ist der Meißner Markgraf Otto von Wettin in die Kämpfe gegen den mächtigen Herzog von Sachsen und Bayern verwickelt. Und er ernennt ausgerechnet Christians Feind zum Vogt des Silberdorfes. Christian will seine Frau in Sicherheit bringen. Doch sie wird von einem fanatischen Medicus denunziert und muss sich vor einem Kirchengericht verantworten. Verzweifelt sucht Christian nach ihr, aber sie scheint spurlos verschwunden

Quelle: Cover und Klappentext: Knaur Taschenbuch Verlag

Sonntag, 11. November 2012

# 174 # Rezension zu "Die Kastellanin" von Iny Lorentz - Band 2 der Wanderhuren-Reihe



Iny Lorentz

Die Kastellanin

Erschienen am: 01.04.2006
Verlag:
Knaur Taschenbuch Verlag
Ausgabeart:
Taschenbuch
Kategorien:
Belletristik / Historische Romane
Seiten: 608
Preis € (D) 10,99(A) 11,40 |
ISBN: 978-3-426-63170-9

Klappentext: Marie lebt zufrieden mit ihrem Ehemann Michel Adler, den sie innig liebt. Ihr Glück scheint vollkommen, als sie ein Kind erwartet. Doch dann muss Michel in den Kampf gegen die aufständischen Hussiten ziehen. Er beweist so viel Mut, dass er zum Ritter geschlagen wird – und verschwindet nach einem grausamen Gemetzel spurlos.
Nachdem er für tot erklärt wird, ist Marie ganz auf sich allein gestellt und sieht sich täglich neuen Demütigungen ausgesetzt. Schließlich bleibt ihr nur ein Ausweg: Sie muss von ihrer Burg fliehen. Marie hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Michel noch leben könnte, und schließt sich als Marketenderin einem neuen Heerzug an. Es beginnt das Abenteuer ihres Lebens. Wird sie den geliebten Mann jemals wieder finden?

Meine Meinung: Marie und Michel sind glücklich. Seit nunmehr 10 Jahren leben sie auf der Burg Rheinsobern und verwalten das dortige Gut. Das Einzige, was ihnen noch zum Glück fehlt, ist ein Kind. Marie glaubt jedoch, dass sie keine Kinder mehr gebären kann, da sie jahrelang, als sie ihr Brot noch als Wanderhure verdiente, die wirksamsten Verhütungsmittel gegen eine Schwangerschaft genommen hat. Ihrer Freundin Hiltrud hingegen, die als freie Bäuerin im Dorf lebt, blieb der Kindersegen nicht aus. Doch ausgerechnet als Michel in den Kampf mit Kaiser Sigismund ziehen muss, um die Krone seines Böhmerlandes zu verteidigen, bemerkt Marie ihre Schwangerschaft. Lange Zeit wartet sie auf die Rückkehr ihres Michels, als ihr von ihren Burgnachfolgern mitgeteilt wird, dass Michel im Kampf gefallen sei. Unter widrigen Bedingungen wird Marie von der neuen Burgherrin Kunigunde aus ihren Räumen verbannt und ausgeraubt. Zudem wird ihr von Kunigunde nahegelegt, sofort wieder zu heiraten, damit sie an das restliche Vermögen und Ländereien von Marie gelangt. Kurz vor ihrer Niederkunft gelingt Marie die Flucht aus der Burg und sucht Unterschlupf bei ihrer Freundin Hiltrud. Lange Zeit reift in Marie der Plan, ihren Michel zu suchen, da sie nicht an seinen Tod glaubt. Als Marketenderin versucht sie den Anschluss an ein Heer zu bekommen, das gegen die Hussiiten in den Krieg ziehen will. Nur so glaubt sie auf die Spur von Michel zu kommen. Unter schlimmsten Bedingungen und ständig der Gefahr um Leib und Leben aufgesetzt, beginnt für Marie und ihrer Tochter eine harte und schreckliche Zeit.

„Die Kastellanin“, die nahtlos an das Geschehen des 1.Bandes „Die Wanderhure“ anknüpft, hat mich wieder bestens unterhalten. Man erfährt von dem bürgerlichen Aufstieg der Marie und ihrem Michel und dem Leben auf der Burg. Der Einstieg in die Fortsetzung der Geschichte fand ich zwar etwas ermüdend, doch im Verlauf der Handlung wurden die Ereignisse immer zahlreicher und überschlugen sich regelrecht. Dabei wurde auch nicht mit brutalen Szenen gespart, sei es die Handlungen die sich auf den Krieg und Ausplünderungen der Dörfer bezogen oder die Szenen um das Töten von Dorfbewohnern aus Spaß bzw. den immer wieder geschilderten Vergewaltigungen von Frauen. Bis auf das klischeehafte Ende erschien mir die Story plausibel und authentisch.
Die Geschichte, die auf historischem Hintergrund basiert wurde spannend und fesselnd erzählt und ist im Anhang des Buches nachvollziehbar dargestellt.

Die Autoren: Iny Lorentz
Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Münchner Autorenpaar, dessen erster historischer Roman "Die Kastratin" die Leser auf Anhieb begeisterte. Mit "Die Wanderhure" gelang ihnen der Durchbruch; der Roman erreichte ein Millionenpublikum. Seither folgt Bestseller auf Bestseller. Die Romane von Iny Lorentz wurden in zahlreiche Länder verkauft.
 Foto: ©FinePic / Helmut Henkensiefken
Die Reihenfolge der Wanderhuren-Reihe:

Band 3: Das Vermächtnis der Wanderhure
Band 4: Die Tochter der Wanderhure
Band 5: Töchter der Sünde

Quellen:
Cover: Knaur Taschenbuch Verlag
Klappentext: Knaur Taschenbuch Verlag
Kurzbiografie: Knaur Taschenbuch Verlag
Foto: ©FinePic / Helmut Henkensiefken


Meine Bewertung:


Mittwoch, 7. November 2012

# 173 # Rezension zu "Winterkartoffelknödel" von Rita Falk



Rita Falk

Winterkartoffelknödel

Erschienen am: 01.10.2010
Verlag:
Deutscher Taschenbuch Verlag
Ausgabeart:
Taschenbuch
Kategorien:
Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 240
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,40 | SFR 13,20
ISBN: 978-3-423-24810-6

Klappentext: Der erste Fall für Franz Eberhofer ist ein ganz bizarrer. Da ist diese Geschichte mit den Neuhofers. Die sterben ja an den komischsten Dingen. Mutter Neuhofer: erhängt im Wald. Vater Neuhofer (Elektromeister): Stromschlag. Jetzt ist da nur noch der Hans. Und wer weiß, was dem noch bevorsteht ... Normalerweise schiebt Dorfpolizist Franz Eberhofer in Niederkaltenkirchen eine ruhige Kugel. Aber jetzt: Vierfachmord! Stress pur! Zum Glück kocht die Oma den hammermäßigsten Schweinebraten, wo gibt. Und das beste Bier gibt‘s eh beim Wolfi.

Meine Meinung: Rita Falk lässt Franz Eberhofer seinen ersten Fall nach seiner Versetzung aus München in sein Heimatdorf lösen. Und hier bekommt es der Polizist gleich mit einem vierfachen Mord zu tun. Während die Geschichte aus der Perspektive des Franz in der ICH-Form erzählt wird, geschehen noch andere merkwürdige Dinge im Dorf. Obwohl die Mordfälle eher nebenbei aufgeklärt werden, erfährt der Leser nur wenig von den Ermittlungen.
"Winterkartoffelknödel" ist ein bayerischer Provinzkrimi, in dem die Bayern wieder einmal nicht gut weg kommen und wie schon des Öfteren auch von anderen Schriftstellern als Deppen dargestellt werden.
An diesem Punkt habe ich das Gefühl, dass der Leser nicht ernst genommen und auf das gleiche Niveau wie die Protagonisten gestellt wird. Für die Bayern tut es mir immer unendlich leid, dass sie in diese Schublade gedrängt werden. Ich fand in der ganzen Handlung auch nicht eine Stelle, die ich amüsant oder witzig fand, im Gegenteil. Der Humor, der für dieses Buch so hoch angepriesen war, ist wirklich gut versteckt. Ich habe ihn nicht gefunden und war bitter enttäuscht von der gesamten Geschichte.

Die Autorin: Rita Falk
Rita Falk, Jahrgang 1964, hat sich mit ihrer Provinzkrimiserie um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer (Winterkartoffelknödel, Dampfnudelblues und Schweinskopf al dente) in die Herzen ihrer Leser geschrieben. Von sich selber sagt die Autorin, dass sie die schönste Zeit ihres Lebens in Oberbayern verbracht hat. Dort hat sie ihre Kindheit verbracht, wuchs bei der Oma auf. Dem ihr so vertrauten Landstrich ist Rita Falk auch als Erwachsene treu geblieben. Sie lebt heute in München. Rita Falk ist mit einem Polizisten verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.
© Susanne Schleyer/autorenarchiv.de
Quellen:
Cover: Verlag dtv
Klappentext: Verlag dtv
Autorenporträt: Verlag dtv
Foto: Susanne Schleyer/autorenarchiv.de
 

Meine Bewertung:

Montag, 5. November 2012

# 172 # Rezension zu "Der Kater, meine Nachbarn und ich" von Maria Ernestam



Maria Ernestam

Der Kater, meine Nachbarn und ich

Erschienen am: 29.10.2012
Verlag:
btb
Ausgabeart:
Genundene Ausgabe
Kategorien:
Belletristik / Roman
Seiten: 128
Preis € (D) 12,99 | € (A) 13,40 | SFR 18,90
ISBN: 978-3-442-75385-7

Zur Leseprobe  Beim Verlag/Amazon kaufen

Klappentext: Mit dem Umzug aufs Land haben sich Sara und Björn einen Traum erfüllt. Endlich weg aus dem engen Mietshaus in der Stadt, endlich weg von den spießigen Nachbarn, die jeden ihrer Schritte beobachteten. Mit dabei: Ihre Katze Mischka, die bereits vorsichtig den märchenhaft verwilderten Garten ihres neuen Hauses in Südschweden auskundschaftet. Doch schnell legt sich ein Schatten über das anfängliche Idyll. Denn das so freundliche Ehepaar von nebenan mit dem akkurat gestutzten Rasen und dem eigensinnigen Kater, der Mischka partout nicht zu dulden scheint, entpuppt sich schon bald als ziemlich sonderlich ...

Meine Meinung: Das neueste Buch von Maria Ernestam „Der Kater, meine Nachbarn und ich“ besticht nicht nur mit seinem beeindruckenden Cover, das in die Romanserie „Das verborgene Haus“ und „Der geheime Brief“ der Autorin passt, sondern auch mit seinen gerade einmal 128 Seiten in gebundener Ausgabe und großem Schriftbild.
Erzählt wird eine recht einfache und normale Alltagsgeschichte, die von einem kleinen Dorf nahe Malmö in Schweden handelt.
Björn und Sara, die nun endlich aufs Land gezogen sind und versuchen dort heimisch zu werden, werden von ihren Nachbarn, Gott sei Dank, gut aufgenommen. Doch der Schein trübt, denn ihre Nachbarn entpuppen sich schnell als Diejenigen, die sie nicht vorgeben zu sein. Eifersüchteleien der Nachbarin machen das Leben von Sara schwer. Auch Mischka, die Katze, die sich anfangs recht wohl in ihrer neuen Umgebung gefühlt hat, kommt kaum noch aus ihrem Versteck unter dem Sofa hervor, denn der Nachbarskater macht ihr das neue Revier streitig.
Nach einem Einbruch in Saras und Björns Haus scheint die Lage mit den Nachbarn zu eskalieren, als sich ganz unverhofft die Situation und das ganze Dilemma auflösen.
Obwohl der Schreibstil der Autorin ziemlich hart und ruppig ist, lässt sich das schmale Buch in kurzer Zeit weg lesen und sorgt für eine gute Unterhaltung. Mit den Protagonisten bin ich zwar nicht ganz so warm geworden, da die Geschichte dafür etwas zu kurz ist und nur das ganz normale Alltagsleben widerspiegelt und somit nichts Besonderes darstellt.

Die Autorin: Maria Ernestam
Maria Ernestam, geboren 1959, begann ihre Laufbahn als Journalistin. Sie hat lange Jahre als Auslandskorrespondentin für verschiedene schwedische Zeitungen in Deutschland gelebt, daneben eine Ausbildung als Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin absolviert. Mittlerweile sind fünf hoch gelobte Romane von ihr erschienen. Für "Die Röte der Jungfrau" erhielt sie den Französischen Buchhändlerpreis. "Der geheime Brief" und "Das verborgene Haus" waren in Skandinavien Bestseller und standen auch in Deutschland wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Maria Ernestam lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Stockholm.
© Richard Ryan


Quellen:
Klappentext: Verlag btb
Cover: Verlag btb
Autorenporträt: Verlag btb
Foto: Richard Ryan


Meine Bewertung:

 
An dieser Stelle möchte ich mich
recht herzlich beim
Verlag: btb

für die Bereitstellung dieses
Rezensionsexemplars bedanken.
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