Freitag, 31. August 2012

Ende der Challenge "Ein Sommer in Deutschland"


Linda, die Büchertante hat eine Challenge ins Leben gerufen, die am 01. Mai 2012 begann und  bis zum 31.August 2012 dauerte. Es ging darum, so viele Bücher wie möglich von deutschsprachigen Autoren zu lesen und zu rezensieren.

4 Monate sind schon wieder vorüber und das Ziel der Challenge ist erreicht. Die Summe an gelesenen deutschsprachigen Büchern beläuft sich bei mir auf 50  Bücher.



  1. Andreas Winkelmann - Hänschen klein - 416 Seiten Rezension 
  2. Andreas Laudan - Das Geflecht - 368 Seiten Rezension
  3. Michael Hübner - Sterbestunde - 448 Seiten Rezension
  4. Christoph Koch - Sternhagelglücklich - 288 Seiten Rezension
  5. Stephanie Fey - Die Gesichtslosen - 368 Seiten Rezension 
  6. Andreas Franz - Das Syndikat der Spinne - 640 Seiten Rezension 
  7. Andreas Franz/Daniel Holbe - Todesmelodie - 432 Seiten Rezension 
  8. Gisa Klönne - Der Wald ist Schweigen - 400 Seiten Rezension
  9. Sven Koch - Der Purpurdrache - 464 Seiten Rezension
  10. Tommy Jaud - Vollidiot - 288 Seiten Rezension
  11. Andreas Franz - Kaltes Blut - 560 Seiten Rezension 
  12. Andreas Gruber - Schwarze Dame - 272 Seiten - Rezension
  13. Birgit Böckli - Friesensturm - 256 Seiten - Rezension
  14. Nane Lenard - SchattenGift - 352 Seiten - Rezension
  15. Andreas Gruber - Die Engelsmühle - 277 Seiten - Rezension
  16. Mara Laue - Schwarze Dame Tod - 237 Seiten - Rezension 
  17. Harry Kämmerer - Die schöne Münchnerin -  304 Seiten - Rezension
  18. Jürgen Rath - Nordhörn- 267 Seiten - Rezension
  19. Fredrika Gers - Die Holzhammermethode - 272 Seiten - Rezension
  20. Mara Laue - Smaragdjungfer - 269 Seiten - Rezension
  21. Monika Peetz - Die Dienstagsfrauen - 320 Seiten - Rezension
  22. Claudia Puhlfürst - Sündenkreis - 416 Seiten - Rezension
  23. Monika Peetz - Sieben Tage ohne ... - 336 Seiten - Rezension
  24. Jürgen Kummer - Die Wonne, die du liebst ... - 732 Seiten - Rezension 
  25. Tommy Jaud - Resturlaub - 256 Seiten - Rezension
  26. Joey Kelly - Hysterie des Körpers  - 224 - Seiten - Rezension
  27. Bettina Unger - Du rockst, ich roll - 256 Seiten - Rezension
  28. Wulf Dorn - Kalte Stille - 448 Seiten - Rezension  
  29. Tommy Jaud - Millionär - 298 Seiten - Rezension
  30. Andreas Franz - Das Verlies - 464 Seiten - Rezension
  31. Rainer Löffler - Blutsommer - 496 Seiten - Rezension
  32. Inge Kleinschmidt - Frauenschuh - 148 Seiten - Rezension 
  33. Ulrike Herwig - Mein Gott, Wanda - 272 Seiten - Rezension  
  34. Patrick Strasser - Wie ausgewechselt - 256 Seiten - Rezension
  35. Claudia Puhlfürst - Ungeheuer - 352 Seiten - Rezension  
  36. Rita Falk - Hannes - 208 Seiten - Rezension
  37. Claudia Puhlfürst - Sensenmann - 448 Seiten - Rezension
  38. Ursula Poznanski - Fünf - 348 Seiten - Rezension  
  39. Christiane Fux - Das letzte Geleit - 304 Seiten - Rezension
  40. Mechthild Lanfermann - Wer im Trüben fischt - 320 Seiten - Rezension  
  41. Gisa Klönne - Unter dem Eis - 368 Seiten - Rezension
  42. Martin Krist - Mädchenwiese - 416 Seiten - Rezension  
  43. Siegfried Langer - Vater, Mutter, Tod - 336 Seiten - Rezension
  44. Sabine Thiesler - Die Totengräberin - 528 Seiten - Rezension
  45. Katharina Peters - Hafenmord - 316 Seiten - Rezension
  46. Max Bentow - Die Puppenmacherin - 384 Seiten - Rezension
  47. Gisa Klönne - Nacht ohne Schatten - 368 Seiten - Rezension
  48. Robert und Ulrike Lauterberg - Hab keine  Angst - 154 Seiten - Rezension
  49. Nele Neuhaus - Schneewittchen muss sterben - 537 Seiten - Rezension
  50. Gisa Klönne - Farben der Schuld - 368 Seiten - Rezension

Donnerstag, 30. August 2012

# 139 # Rezension zu "Die 6. Geisel" von James Patterson - Band 6 der Club der Ermittlerinnen


James Patterson

Die 6. Geisel

Erschienen am: 08.03.2010
Verlag: Blanvaelt
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 384
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-442-37228-7

Klappentext: Nackte Angst herrscht in den Straßen San Franciscos: Kinder und Nannys wohlhabender Eltern verschwinden. Lieutenant Lindsay Boxer quält dieselbe Frage wie alle: Was ist mit ihnen geschehen? Und: Wer wird das nächste Opfer sein? Bis die Leiche eines Kindermädchens auftaucht. Fieberhaft sucht Lindsay mit ihren Freundinnen vom »Women’s Murder Club« nach dem psychopatischen Mörder. Da wird ihre Freundin und Pathologin Claire von einem Amokschützen niedergeschossen. Welchen Hinweis geben seine Worte: »Sie sind schuld! Sie hätten mich daran hindern müssen …«?

Meine Meinung: James Patterson erzählt in seinem 6. Buch um den Club der Ermittlerinnen verschiedene, voneinander unabhängige Geschichten. Am Anfang habe ich mich gefragt, wo die Zusammenhänge sind. Jetzt weiß ich, es gibt keine. Zwar erzählt Patterson die Story abwechselnd und versucht mit seinen Cliffhangern Spannung zu erzeugen, doch die kommt bei mir leider nicht an. Zugegeben, seine Bücher lesen sich flüssig, aber das war es auch schon. Von der Serie habe ich mir eine Menge versprochen, vor allem Spannung und einen guten Plot. Leider sind die Bücher des Autors sehr durchwachsen und leider auch oberflächlich geschrieben.
Doch um was geht es in der 6. Folge der Serie um das Frauenquartett, die einst auf eigene Faust Recherchen und Ermittlungen zu bestimmten Verbrechen angestellt haben?
Zum einen wird Claire Washborn Opfer eines Amokläufers, der auf einer Fähre wahllos um sich herum schießt, zum anderen muss Detective Lindsay Boxer ein entführtes Mädchen finden und einen Kinderhändlerring aushebeln.
Yuki, die dritte im Bunde ist in der Verhandlung um den Amokläufer involviert. Nur Cindy, die Journalistin kommt etwas zu kurz.
Das einzige, was ich interessant fand, waren die Geschichten um die 4 Frauen. Wenigstens die haben sich in der Serie etwas weiter entwickelt.
Anmerken wollte ich noch, dass der Titel „Die 6.Geisel“ überhaupt nichts mit dem Inhalt zu tun hat. Von daher frage ich mich, wie man auf so einen Titel kommt.

Meine Bewertung:

Mittwoch, 29. August 2012

# 138 # Rezension zu "Farben der Schuld" von Gisa Klönne - Band 4 der Judith-Krieger-Reihe


Gisa Klönne

Farben der Schuld

Erschienen am: 01.08.2009
Verlag: Ullstein
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 368
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-550-08776-4

Klappentext: Karnevalsende in Köln. Ein Mann im Priesterornat liegt ermordet vor einer Kirche. Jemand hat ihm ein Schwert in die Brust gerammt. Kurz darauf geschieht ein zweiter Mord nach demselben Schema. Hasst jemand die katholische Kirche, oder verbindet die beiden Opfer ein dunkles Geheimnis? Trotz fieberhafter Ermittlungen finden Manni Korzilius und seine Kollegen von der Kripo keinen Hinweis auf den Täter. Hauptkommissarin Judith Krieger ist nach einem Einsatz, bei dem sie beinahe ums Leben kam und selbst getötet hat, eigentlich vom Dienst befreit. Als sie sich jedoch an den Polizeiseelsorger wendet, um über ihr Trauma zu sprechen, wird sie sehr schnell in den Mordfall »Priester« verwickelt und beginnt wieder zu ermitteln. Doch genau wie ihre Kollegen stößt sie auf eine Mauer des Schweigens: In der Telefonseelsorge, wo eines der Opfer arbeitete. Bei einem Priester, dem das Beichtgeheimnis wichtiger ist als sein eigenes Leben. Und bei der jungen Bat, die zum Leidwesen ihrer Mutter in die Grufti-Szene abgedriftet ist. Bat, die den Mörder ihrer besten Freundin sucht und dabei selbst in Lebensgefahr gerät. Schuld, Vergebung, Rache und Glauben. Als Judith die Zusammenhänge begreift, plant der Täter bereits seinen nächsten Mord.

Meine Meinung: Der Klappentext beschreibt schon gut den Inhalt, sodass eine weitere Zusammenfassung nicht notwendig wird. Mit ihrem vierten Fall über die Kriminialkommissarin Judith Krieger hat Gisa Klönne wieder ein recht solides Werk präsentiert. Zwar kommt sie bei Weitem nicht an ihre ersten beiden Bände heran, die voller Spannung waren, aber dennoch ist auch dieses Buch wieder recht passabel. In mehreren Erzählsträngen lässt die Autorin den Leser sowohl an den Verbrechen als auch an der Aufarbeitung des Schicksals von Judith teil haben. Judith, die bei ihrem letzten Fall nur knapp dem Tod entkam, muss lernen, mit den Folgen, dass sie einen Menschen getötet hat, zu leben. Ihre unfreiwillige Auszeit vom aktiven Dienst macht sie zudem ganz mürbe. Trotzdem findet sie wieder den Weg zu den Ermittlungen, wenn auch auf eigene Rechnung.
Gisa Klönne hat sich in ihrem 4. Kriminalfall intensiv mit der Seelsorge befasst und den Menschen, die sie in Anspruch nehmen. Zwar fand ich es interessant zu lesen, wie die Arbeit funktioniert und welche Tragödien sich dahinter widerspiegeln, allerdings ging das für Meindafürhalten zu Lasten der Spannung. Denn diese baut sich nur mühselig auf.
Für Leser, die die letzten Folgen, insbesondere den 3. Fall nicht kennen, empfinde ich, dass der Einstieg in dieses Werk sehr schwierig sein wird. Die Autorin nimmt zwar immer wieder Bezug auf den Fall, doch die Umstände bleiben offen und geheimnisvoll. Von daher empfehle ich das Lesen der Reihenfolge nach.

Die Autorin: Gisa Klönne
Gisa Klönne, 1964 geboren, studierte Anglistik und war Journalistin. Ihre von Lesern und Presse gleichermaßen gefeierte Erfolgsserie um Kommissarin Krieger wurde in mehrere Sprachen übersetzt. 2009 erhielt Gisa Klönne den Friedrich-Glauser-Preis.

Die Reihenfolge:

1. Fall: Der Wald ist Schweigen
2. Fall: Unter dem Eis
3. Fall: Nacht ohne Schatten
4. Fall: Farben der Schuld
5. Fall: Nichts als Erlösung

Meine Bewertung:

Dienstag, 28. August 2012

# 137 # Rezension zu "Schneewittchen muss sterben" von Nele Neuhaus - Band 4 der Bodenstein-Kirchhoff-Reihe


Nele Neuhaus

Schneewittchen muss sterben

Erschienen am: 11.06.2010
Verlag: List
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 537
Preis € (D) 9,95 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-548-60982-1

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Klappentext: Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird eine Frau von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in die Vergangenheit: Vor vielen Jahren verschwanden in dem kleinen Taunusort Altenhain zwei Mädchen. Ein Indizienprozess brachte den mutmaßlichen Täter hinter Gitter. Nun ist er in seinen Heimatort zurückgekehrt. Als erneut ein Mädchen vermisst wird, beginnt im Dorf eine Hexenjagd…

Meine Meinung: 10 Jahre hat der gut aussehende und intelligente Tobias Sartorius eine Haftstrafe abgesessen, für einen Doppelmord an zwei Mädchen, bei dem er sich nach wie vor nicht sicher ist, ob er wirklich der Mörder der Mädchen war. Und nun kehrt der inzwischen 30 Jährige in seinen Heimatort Altenhain in der Nähe von Frankfurt zurück. Während der ganzen Zeit hatten nur seine Eltern sowie seine beste Freundin Nadja ihm beigestanden, die inzwischen eine berühmte Schauspielerin geworden ist. Dennoch hat sich Tobias auf seine Rückkehr nach Altenhain gefreut. Schnell musste er aber feststellen, dass nichts mehr so war, wie er es in Erinnerung hatte. Seine Eltern sind geschieden, die Mutter ist ausgezogen, die einst gut besuchte Gaststätte der Eltern ist geschlossen, Hof und Haus total verwahrlost. Nur wenige Stunden nach Tobis Rückkehr muss er erkennen, dass das ganze Dorf gegen ihn aufgebracht ist, der Hass sprüht ihm nur so entgegen.
Zeitgleich werden auf einem stillgelegten US-Flugplatz die sterblichen Überreste eines jungen Mädchens gefunden, das ergab die schnell angesetzte Obduktion.
Die Ermittlungen der Kommissare Bodenstein und Kirchhoff führen sie in das Jahr 1997 zurück, als die Mädchenmorde passierten. Pia Kirchhoff befasst sich ausgiebig mit den alten Akten und Protokollen und stellt schnell fest, dass es Ungereimtheiten gibt. Doch bevor sie richtig reagieren kann, verschwindet wieder ein junges Mädchen und das wird natürlich Tobias angelastet.

"Schneewittchen muss sterben" ist inzwischen der vierte Band der Erfolgsautorin Nele Neuhaus mit dem sympathisches Ermittlerduo Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff. Nele Neuhaus schreibt flüssig und fesselnd und zieht ihren Leser völlig in den Bann. Der vierte Fall der Kommissare beginnt mit der allmählichen Einführung der Protagonisten und Schauplätze und steigert sich spannungsmäßig von Seite zu Seite. Das Werk ist nur so gespickt von Ereignissen, es gibt nicht einen Teil, bei dem man glaubt ermüden zu müssen. Jede einzelne Seite ist so ereignisreich erzählt, dass man das Buch nicht mehr aus den Händen legen möchte.
Die Geschichte dreht sich u.a. um die intregante Dorfgemeinschaft von Altenhain, bei denen ein Großteil der Dorfbewohner mit dem Verschwinden der damals 17 jährigen Mädchen Laura und Stefanie zu tun haben. Bodenstein und Kirchhoff stoßen bei ihren Ermittlungen immer wieder auf Hindernisse, alle Dorfbewohner blocken und mauern. Nur allmählich kommen die Ermittler hinter die Geheimnisse der Dorfbewohner.
Die 17 jährige Amelie, die seit ein paar Monaten bei ihrem Vater und seiner neuen Frau in Altenhain lebt, ist fasziniert von Tobias und versucht auf eigene Regie hinter die Geschehnisse vor 11 Jahren zu kommen und das mit fatalen Folgen.
Nele Neuhaus hat ihren Krimi auf mehreren Handlungssträngen aufgebaut und löst diese ganz allmählich auf ohne dass Spannung aus dem Plot genommen wird. Selbst als alle Verbrechen aufgelöst sind, startet die Autorin noch mal durch und fasziniert mit weiteren Geschehnissen.
Neben den aufregenden Ereignissen um die Dorfgemeinschaft kommt auch das Privatleben der Kommissare und ihrer Kollegen nicht zu kurz. Viel Neues verbunden mit einigen Veränderungen im Leben von Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff erfährt der Leser und lässt auf Kommendes hoffen.

Fazit: Ein durchweg ereignisreicher, temporeicher, spannender und fesselnder Kriminalroman, der unbedingt gelesen werden muss!

Die Autorin: Nele Neuhaus
Nele Neuhaus, geboren 1967 in Münster / Westfalen, lebt seit ihrer Kindheit im Taunus und schreibt bereits ebenso lange. Ihr 2010 erschienener Kriminalroman Schneewittchen muss sterben brachte ihr den großen Durchbruch, seitdem gehört sie zu den erfolgreichsten Krimiautorinnen Deutschlands. Ihre Romane wurden bisher in 17 Ländern verkauft.




Meine Bewertung:

Montag, 27. August 2012

Mein Tipp zur Debüt-Challenge 2012/2013

Es gibt sicherlich einige von Euch, die sich wieder bei Kleinbrina´s - Debüt - Challenge 2012/2013 angemeldet haben und dafür möchte ich den Krimilesern unter Euch einen heißen Tipp geben.

Kataharina Peters hat mit ihrem Krimidebüt "Hafenmord" (erschienen am 20.02.2012 im Aufbau Taschenbuchverlag) einen temporeichen, spannenden und fesselnden Krimi präsentiert, der es auf jeden Fall Wert ist, zu lesen. Hafenmord ist der Beginn einer Serie mit der sympathischen Kommissarin Romy Beccare.
Hier ist meine Rezension dazu.

Sonntag, 26. August 2012

# 136 # Rezension zu "Hab keine Angst" von Robert und Ulrike Lauterberg


Robert und Ulrike Lauterberg

Hab keine Angst

Erschienen am: 15.09.2010
Verlag: Traumstunden Verlag Essen
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Dokumentation
Seiten: 154
Preis € (D) 15,95
ISBN: 978-3-942516-03-3

Aus dem Vorwort: von Ulrike Lauterberg 1985 lernte ich Brigitte kennen. Sie wurde meine Schwägerin. Brigitte erstaunte mich mit ihrer unverblümten und ehrlichen Offenheit. Sie nahm selten ein Blatt vor den Mund und kritisierte negativ wie positiv, sprach das aus, was andere nur dachten. Ich lernte diese Art zu schätzen, wie auch ihren köstlichen Humor. Sie war eine sehr herzliche Person, die voller Lebensfreude und Willensstärke mitten im Leben stand. Dass sie tatsächlich über Kräfte und einen starken Willen verfügte, konnten wir in den Jahren 2004 bis 2006, immer wieder feststellen. Sie wusste, dass ich Hobbyautorin bin und eines Tages sagte sie: „Du Ulrike, stell dir vor, ich schreibe jetzt alles über meine Krankheit auf. Das tut gut, vor allem aber entlastet es mich und nimmt etwas von meiner Angst und dem starken Druck.“ Ich war begeistert und bot ihr spontan an, bei der Überarbeitung zu helfen. Nach ihrem Tod überreichte mir ihr Mann Robert all die handgeschriebenen Notizen, sowie ein kleines Tagebuch. „Ulrike soll das bekommen, wenn ich nicht mehr bin“, hatte sie oft gesagt, ich erfuhr es erst nach ihrem Tod. Als ich ihre Notizen entgegennahm, war ich gerührt und stolz. Ich folgte ihrem Wunsch und schrieb das Tagebuch fertig, ergänzte und beendete es gemeinsam mit Robert und ich hoffe, dass Brigitte mit dem Ergebnis zufrieden ist. Mir fiel es nicht immer leicht und ich war oft betroffen oder berührt, wenn ich ihre Gedanken las. Aber hier und da schmunzelte ich und sah sie oft lebhaft vor mir. Dieses Buch war ein Teil ihrer Hoffnung, Anderen damit etwas vermitteln zu können, selbst wenn es nur dazu führt, sich mit dem eigenem Sterben auseinanderzusetzen oder zu begreifen, dass Gesundheit tatsächlich das höchste Gut des Menschen ist. Es ist persönlich und ehrlich und eine schöne Erinnerung an einen besonderen Menschen.

Meine Meinung: Das letzte Tagebuch, das ich von einem Fremden gelesen habe, war das der Anne Frank. Und genau wie jenes Buch hat mich auch dieses vorliegende Buch „Hab keine Angst“, das in Tagebuchform verfasst ist, tief beeindruckt und bewegt.
Eine noch recht junge und im Geschäftsleben erfolgreiche Frau erkrankt an Krebs. Doch bevor diese Diagnose gestellt wird, vergehen viele Arztbesuche, die keine Erkenntnisse über ihre Schmerzen bringen.
Robert und Ulrike Lauterberg haben anhand der Aufzeichnungen von Brigitte das Martyrium von ihr, ihren Leidens- und Hoffnungsweg über die Krankheit niedergeschrieben. Dass dabei das Gesundheitswesen unseres Landes nicht gut abgeschnitten hat, führt bei mir zu keiner Verwunderung.
Brigitte, die mit 51 Jahren an Eierstockkrebs erkrankte, kämpfte bis zum Schluss tapfer um ihr Leben. Der Weg führte sie über zahlreiche Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Operationen, Chemothearpien u.v.m. Dabei stand ihr Mann Robert immer zur Seite.
Das Buch, das mit vielen Farbfotos illustriert ist und auch die Veränderungen von Brigitte zeigt, wirkt sehr emotional auf mich. Die richtigen Worte hierfür zu finden, ist schwierig. Mich hat einfach nur die Frau beeindruckt und ich muss zugeben, dass ich dieses Buch während der letzten Wochen bereits zwei Mal gelesen habe, so sehr hat es mich bewegt.

Meine Bewertung:

An dieser Stelle möchte ich mich
nochmals
recht herzlich bei Sylvia für diesen Buchgewinn
bedanken.

Samstag, 25. August 2012

# 135 # Rezension zu "Nacht ohne Schatten" von Gisa Klönne


Gisa Klönne

Nacht ohne Schatten

Erschienen am: 01.02.2008
Verlag: Ullstein
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 368
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-550-08716-0

Klappentext: Köln, kurz nach Mitternacht. Ein verlassener S-Bahnhof. Ein erstochener Fahrer. Wenig später findet man in der Nähe eine bewusstlose junge Frau, die offenbar zur Prostitution gezwungen wurde. In langen, unwirklich warmen Januarnächten suchen Kommissarin Judith Krieger und ihr Kollege Manni Korzilius nach einem Zusammenhang. Gisa Klönnes dritter Roman entführt mit großem psychologischem Gespür in eine beklemmende Welt, in der Gewalt gegen Frauen alltäglich ist.

Meine Meinung: So hatte sich Manni Korzilius seine Nacht mit Sonja nicht vorgestellt. Jetzt steht er gemeinsam mit seiner Partnerin Hauptkommissarin Judith Krieger vom KK 11 vor einem Schauplatz, bei dem ein Mörder der Hauptdarsteller war. Sein Opfer ein S-Bahn-Fahrer. Mehrere Stiche haben seinen Tod herbei geführt. Judith und Manni stehen vor einem Rätsel, da es keine brauchbaren Hinweise gibt. Selbst der betrunkene und wahrscheinlich Obdachlose ist nicht ganz vertrauenswürdig.
Nur einen Tag später ein neuer Schauplatz. Die Pizzeria, die sich genau gegenüber dem ersten Tatort befindet, brennt lichterloh. Und auch hier finden Judith und Manni eine Leiche. Keiner von Beiden glaubt hier an einem Zufall.

„Nacht ohne Schatten“ ist inzwischen der dritte Krimi, den ich von Gisa Klönne gelesen habe. Leider habe ich hier das rasante Tempo, das ich aus den ersten beiden Romanen kannte, völlig vermisst. Ziemlich zäh zog sich der Plot durch die Seiten. Von einem spektakulären und einzigartigen Fall war ebenfalls keine Spur zu finden. Und so fand ich auch kein richtiges Lesevergnügen, da die Spannung meines Erachtens auf der Strecke blieb.
Neue Figuren, die die Autorin in ihre Serie einbrachte, wie beispielsweise die russische Rechtsmedizinerin Ekaterina Petrowa, die ziemlich farblos erscheint, peppten die Handlung ebenfalls nicht auf.
Wie gewohnt arbeitet auch hier die Autorin wieder mit mehreren Handlungssträngen und verschiedenen Perspektivwechsel. Trotzdem fehlte mir der Aha-Effekt und ehrlich gesagt, war ich mehr als enttäuscht von dieser Folge.

Die Reihenfolge

Band 1: Der Wald ist Schweigen
Band 2: Unter dem Eis
Band 3: Nacht ohne Schatten
Band 4: Farben der Schuld
Band 5: Nichts als Erlösung

Meine Bewertung:

Freitag, 24. August 2012

# 134 # Rezension zu "Die Puppenmacherin" von Max Bentow - Band 2 der Nils-Trojan-Serie


Max Bentow

Die Puppenmacherin

Erschienen am: 23.07.2012
Verlag: Page & Turner
Ausgabeart: Klappenbroschur
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 384
Preis € (D) 14,99 | € (A) 15,50 | SFR 21,90
ISBN: 978-3-442-20404-5

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Klappentext: Als der Berliner Kommissar Nils Trojan an den Schauplatz eines neuen Mordfalles gerufen wird, ist er zutiefst erschüttert von dem Anblick, der sich ihm bietet: Der Täter hatte eine junge Frau in den Keller gelockt und sie dort auf ungeahnte Weise ermordet – ihr Körper ist erstarrt in einem monströsen Sarkophag aus getrocknetem Schaum. Bei seiner Recherche stößt Trojan auf einen älteren Fall, der verblüffende Parallelen aufweist: Damals konnte die Puppenmacherin Josephin Maurer in letzter Sekunde aus einem Keller befreit werden, der Angreifer hatte bereits Spuren seiner makabren Handschrift auf ihrem Körper hinterlassen. Doch der als Täter identifizierte Karl Junker gilt inzwischen als tot - kann es sein, dass jemand ihn kopiert? Oder ist er doch noch am Leben, besessen davon, sein grausames Werk fortzusetzen? Trojan bittet die Psychologin Jana Michels um Hilfe, denn er ahnt, dass der Mörder in einen Wahn verstrickt ist, der sich seiner Vorstellungskraft entzieht - und dass das Töten noch lange kein Ende hat.

Meine Meinung: Nils Trojan, Kommissar der Berliner Mordkommission, hat es wieder mit einem Serienmörder zu tun, der es auf eine ganz bestimmte Zielgruppe abgesehen hat. Für Trojan gibt es erst einmal gar keine Zusammenhänge, bis er einen alten Fall ausgräbt und die entsprechenden Verbindungen erkennt. Völlig fassungslos, auch von der Brutalität des Mörders, nimmt er Kontakt mit der damaligen Geschädigten auf, die um haaresbreite dem Tod entrann. Während Trojan verschiedene Spuren folgt, die ihn immer wieder ins Leere führen, kommt ihm der Zufall zu Hilfe.

Auf Max Bentows zweiten Psychothriller habe ich mich riesig gefreut, denn mit seinem Debütroman „Der Federmann“ hat er mich vor knapp einem Jahr ganz schön in seinen Bann gezogen. Umso enttäuschter war ich jetzt von seinem neuesten Werk „Die Puppenmacherin“, das in vielen Dingen seinem Debüt ähnelte. Eine wirklich neue Story konnte ich nicht entdecken, der Verlauf der Handlung gleicht viel zu sehr dem Erstlingswerk.
Während Josephin Maurer verängstigt um ihr Leben bangt, versucht Kommissar Nils Trojan dem Mörder von 2 nahestehenden Personen Josephins ausfindig zu machen. Trojans Spur führt ihn in verschiedene Richtungen, bis er sich schließlich mit der Vita von Josephin beschäftigt und so dem Täter näher zu kommen scheint. Aber auch Trojan ist vor Ängsten und Albträumen nicht gefeit, denn immer wieder holen ihn die schlimmen Szenen aus der Jagd nach dem Federmann, seinem letzten Serienmörder, ein. Obendrein plagt er sich noch mit seinem Privatleben herum, einer Liebe, die nicht erwidert wird und einer Tochter, bei der er seine Versprechen nicht halten kann.
„Die Puppenmacherin“ ist für mich eine Aneinanderreihung von Ereignissen, die mich leider nicht berühren konnten.
Die Protagonisten und ihre Handlungsweise haben mich teilweise sehr enttäuscht, insbesondere der Kommissar. So hat er beispielsweise bei seiner Jagd nach dem Serienmörder, bei dem er glaubte, ihn ermittelt zu haben, das komplette Programm auflaufen lassen. SEK, Scharfschützen, Feuerwehr, Krankenwagen etc. um beim nächsten Mal einen völligen Alleingang zu inszenieren, bei dem er wieder Mal, wie schon im Vorgängerbuch, haarscharf dem Tod entkam. Inszeniert, konstruiert und ideenlos, so empfand ich die Handlung.
Max Bentow besitzt einen flüssigen Schreibstil. Zwar war sein Plot spannungsmäßig sehr durchwachsen, aber im Großen und Ganzen ließ sich seine zweite Folge um Kommissar Nils Trojan gut und schnell lesen.
Beeindruckend fand ich auch wieder die Covergestaltung, auch das Schriftbild sei positiv zu erwähnen, allerdings flogen mir schon nach wenigen Seiten die Blätter einzeln aus dem Buch. Die Buchbindung – für das Geld  - ist einfach nur eine Katastrophe.

Fazit: „Die Puppenmacherin“ ist ein solider und unterhaltsamer Thriller, von dem ich mir wesentlich mehr versprochen hatte.

Der Autor: Max Bentow
Max Bentow wurde 1966 in Berlin geboren. Nach seinem Schauspielstudium war er an verschiedenen Bühnen als Schauspieler tätig. Für seine Arbeit als Dramatiker wurde er mit zahlreichen renommierten Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Mit „Der Federmann“, dem ersten Kriminalroman um den Berliner Kommissar Nils Trojan, gelang Max Bentow auf Anhieb ein großer Erfolg und eine Platzierung unter den Top 10 der SPIEGEL-Bestellerliste.

Meine Bewertung:


Donnerstag, 23. August 2012

# 133 # Rezension zu "Hafenmord" von Katharina Peters - Band 1 der Romy-Beccare-Reihe


Katharina Peters

Hafenmord

Erschienen am: 20.02.2012
Verlag: Aufbau Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 316
Preis € (D) 8,99 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-7466-2815-8

Zur Leseprobe  Beim Verlag / Amazon kaufen

Klappentext: Romy Becarre glaubt auf Rügen, ein wenig zur Ruhe zu kommen. Doch kaum hat sie sich auf ihrer neuen Dienststelle eingerichtet, hat sie ihren ersten Fall. Nach einem anonymen Anruf findet die Polizei auf dem Gelände einer Fischfabrik im Sassnitzer Hafen die Leiche des seit anderthalb Tagen vermissten Kai Richardt. Der 45-jährige Geschäftsmann, Familienvater und Triathlet aus Bergen, verlor im Keller eines Lagerhauses sein Leben. Bei der Durchsuchung des Lagerhauses stößt Romy auf eine zweite Leiche. Das Skelett einer Frau wird gefunden, die im Jahr 2000 spurlos verschwand, als sie auf der Insel merkwürdigen Geschäften des toten Richardts nachging. Doch wo ist der Zusammenhang zwischen den beiden Mordfällen?

Meine Meinung: Er sieht gut aus, ist sportlich, ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, hat ein vorzeigbares Anwesen, eine super gut aussehende Frau, zwei tolle Kinder und hat jede Menge Freunde. Und doch muss es jemanden geben, der ihn nicht mag, denn der 45 jährige Kai Richardt wurde nach einem anonymen Anruf auf der Polizeiwache von Bergen in einem verlassenen Keller eines still gelegenen Fabrikgeländes in Saßnitz tot aufgefunden. Wie die Obduktion ergab, starb Kai, nachdem er auf üble Art und Weise verprügelt worden ist, Stunden später an einem tödlichen Schlag auf den Kopf.
Romy Beccare, die neue Kommissarin auf Rügen, findet nur schwer brauchbare Ermittlungsansätze, denn der Tote schien allseits beliebt gewesen zu sein. Nur nach und nach findet Romy gemeinsam mit ihrem Team heraus, wer Kai Richardt wirklich war.

Katharina Peters hat mich mit ihrem Krimidebüt „Hafenmord“ voll gefesselt. Schon ihr Prolog beginnt rasant und spannend und diese Spannung zieht sich bis zum Ende des Buches durch. Ohne sich mit irgendwelchen Nichtigkeiten und Nebensächlichkeiten aufzuhalten, kommt die Autorin sofort zum Kern der Sache. Der Tod des beliebten Geschäfts-, Sports- und Ehemanns Kai Richardt scheint erst einmal alle zu schocken, denn niemand kann sich erklären, wer ihm hätte etwas anhaben können. Doch die neue Kommissarin Romy Beccare, die sich erst vor kurzem nach einem Schicksalsschlag, auf Rügen versetzen ließ, kommt schnell hinter das Geheimnis des Toten und lässt seine Fassade allmählich bröckeln. Bei den Ermittlungen stößt Romy und ihr Partner Kasper Schneider auf weitere Verbrechen, die Jahre zurück liegen und unaufgeklärt im Archiv schlummern.
Nach und nach kommen Einzelheiten ans Tageslicht, die sich die Ermittler nur schwer erklären können, denn alle ihre potentiellen Verdächtigen mauern und kommen mit schadenfeinigen Alibis. Und so versteht es die Autorin auch den Leser in das Verwirrspiel mit einzubeziehen, denn jeder Bekannte, Freund oder Verwandte des Toten scheint schließlich ein Motiv zu haben, ihn lieber tot als lebend zu sehen.
Die Handlung des Krimis, die schon zu Beginn ein ordentliches Tempo aufgenommen hat, bleibt rasant und nimmt auch im Verlauf immer mehr an Spannung zu bis sich schließlich die Ereignisse überschlagen. Auch wenn man glaubt, endlich dem Mörder auf die Spur gekommen zu sein, kommt die überraschende Wendung.
Katharina Peters ist eine brillante Erzählerin und versteht es den Leser in ihren Bann zu ziehen. Ihre Figuren sind alle überzeugend und gut gelungen. Jede besitzt ihren unverkennbaren Charakter, sodass man gewisse Sympathien und Antipathien entwickeln kann.
Obwohl die Handlung des Krimis nicht unbedingt spektakulär ist, ist dieser so gut verpackt und erzählt, dass man ihn nur ungern aus der Hand legen kann.
„Hafenmord“ ist der gelungene Beginn einer vielversprechenden Serie um die Kommissarin Romy Beccare und lässt auf weitere spannende Kriminalfälle hoffen.

Fazit: Ein außerordentlich unterhaltsamer und spannender Krimi mit einer gut ausgearbeiteten und mit viel Lokalkolorit versehenen Story, die bis zum Schluss, auch durch ihre überzeugenden Protagonisten, fesselt. Absolut empfehlenswert!

Die Autorin: Katharina Peters
Katharina Peters, Jahrgang 1960, wurde in Wolfsburg geboren. Sie lebt heute als freie Autorin in Berlin und auf Rügen.



Meine Bewertung:


An dieser Stelle möchte ich mich
recht herzlich beim



für die Bereitstellung dieses
Rezensionsexemplars bedanken.

Mittwoch, 22. August 2012

# 132 # Rezension zu "Die Totengräberin" von Sabine Thiesler


Sabine Thiesler

Die Totengräberin

Erschienen am: 12.07.2010
Verlag: Heyne
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 528
Preis € (D) 9,95 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-453-43468-4



Klappentext: Wenn einer den anderen betrügt, ist das Leben zu Ende. Das hat sie schon als Kind gelernt. Und deshalb steht ihr Entschluss fest: Sie kann ohne ihn nicht leben, aber sie kann vor allem mit ihm nicht mehr leben. Es ist ein warmer Sommermorgen in der Toskana. Heute soll er sterben. Sie hat alles vorbereitet, er wird nichts spüren. Jedenfalls nicht in den ersten Minuten.

Meine Meinung: Es ist der dritte Roman von Sabine Thiesler dessen Schauplatz wieder die  Toskana Italiens ist. Nachdem mich die Autorin mit „Der Kindersammler“ und auch das „Hexenkind“ voll begeistert hat, habe ich mich auf den Folgeroman „Die Totengräberin“ sehr gefreut. Allerdings hielt meine Vorfreude nur kurz an. Die Story konnte mich dieses Mal so gar nicht überzeugen und so quälte ich mich Seite um Seite durch dieses Buch.
Während des Lesens wollte so gar keine Spannung aufkommen, denn die Handlung fand ich einfach nur flach.
Eine betrogene Frau, die ihren Mann töten will. Die Voraussetzungen findet Magda als Apothekerin ziemlich schnell und so erfolgt der Akt des Tötens relativ unspektakulär. Nachdem das Verschwinden ihres Mannes sich ganz unproblematisch darstellt, scheint Magda Lust am Töten gefunden zu haben. Und so bleibt es nicht aus, dass weitere Männer spurlos verschwinden.

Sabine Thiesler kann spannend erzählen, sie kann sogar Leser mit ihren Werken fesseln. Nicht so mit dem vorliegenden Buch. Dieses fand ich leider nur enttäuschend und viel zu langatmig.
Ihre Figuren erschienen recht farblos, charakterlich schwach dargestellt, gekünstelt und nicht überzeugend.
Da meine Enttäuschung um dieses Buch so tief sitzt, beabsichtige ich nicht weiter darauf einzugehen, denn das hat eigentlich kein Autor verdient.

Die Autorin: Sabine Thiesler
Sabine Thiesler, geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Germanistik und Theaterwissenschaften. Sie arbeitete einige Jahre als Schauspielerin im Fernsehen und auf der Bühne und schrieb außerdem erfolgreich Theaterstücke und zahlreiche Drehbücher fürs Fernsehen (u.a. Das Haus am Watt, Der Mörder und sein Kind, Stich ins Herz und mehrere Folgen für die Reihen Tatort und Polizeiruf 110). Bereits mit ihrem ersten Roman Der Kindersammler stand sie monatelang auf der Bestsellerliste. Ebenso mit den beiden folgenden Büchern Hexenkind und Die Totengräberin.


Meine Bewertung:

Montag, 20. August 2012

# 18 # Neues im Bücherregal

Wenn es Samstag morgens an der Haustür klingelt, kann es sich nur freudige "Buchpost" handeln. Und so wurde mein Bücherregal wieder mit einem heiß ersehnten Buch nebst Überraschung gefüllt.

Klappentext: Romy Becarre glaubt auf Rügen, ein wenig zur Ruhe zu kommen. Doch kaum hat sie sich auf ihrer neuen Dienststelle eingerichtet, hat sie ihren ersten Fall. Nach einem anonymen Anruf findet die Polizei auf dem Gelände einer Fischfabrik im Sassnitzer Hafen die Leiche des seit anderthalb Tagen vermissten Kai Richardt. Der 45-jährige Geschäftsmann, Familienvater und Triathlet aus Bergen, verlor im Keller eines Lagerhauses sein Leben. Bei der Durchsuchung des Lagerhauses stößt Romy auf eine zweite Leiche. Das Skelett einer Frau wird gefunden, die im Jahr 2000 spurlos verschwand, als sie auf der Insel merkwürdigen Geschäften des toten Richardts nachging. Doch wo ist der Zusammenhang zwischen den beiden Mordfällen?

Klappentext: Tel Aviv – die Metropole der Sünde im Heiligen Land. Hier ermittelt Kommissar Assaf Rosenthal, ein ehemaliger Armeeoffizier, der Menschenfreund, Zionist, Frauenheld und liebenswertes Muttersöhnchen zugleich ist. Als eine junge Frau an einer Sprachenschule erdrosselt aufgefunden wird, scheint der Täter schnell gefunden: Ein junger Afrikaner wurde zuletzt mit der Toten gesehen. Doch dann findet Rosenthal heraus, dass das Mädchen eine Prostituierte war und den Namen Sulamith trug – "die schönste aller Frauen". Plötzlich scheinen andere verdächtig: Die Spur führt zu den Zuhältern und Drogenbossen der Stadt. 

An dieser Stelle möchte ich mich
recht herzlich beim
 Aufbau Taschenbuchverlag



für die Bereitstellung dieser
Rezensionsexemplare bedanken.



Sonntag, 19. August 2012

# 131 # Rezension zu "Blutstrafe" von James Patterson


James Patterson

Blutstrafe

Erschienen am: 16.08.2010
Verlag: Goldmann
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 352
Preis € (D) 8,95 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-442-46737-3

Klappentext: In New York wütet ein gnadenloser Serienkiller. Seine Opfer sucht sich der Mann in der Elite der Stadt, die er mit tödlichen Lektionen für ihre angebliche Gier und Selbstgerechtigkeit bestraft. Den Fall übernimmt Detective Mike Bennett, der versucht, sich in das kranke Hirn des Killers hineinzuversetzen. Als er endlich das Muster erkennt, welches den Morden zugrunde liegt, weiß er, dass ihm nur noch Stunden bleiben, um New York vor der größten Katastrophe in der Geschichte der Stadt zu bewahren ...

Meine Meinung. James Patterson ist ja dafür bekannt, dass er meistens nicht nur an einem Roman schreibt, sondern gleich an mehreren Werken gleichzeitig arbeitet. Sein Motto scheint wahrscheinlich „Quantität vor Qualität“ zu sein. Es ist für mich auch nur schwer nachvollziehbar, dass dieser Thriller Nr. 1 der Bestseller-Liste der USA war. „Blutstrafe“ Folge 2 der Mike-Bennett-Serie ist für mich einer der schlechtesten Thriller, die ich bisher gelesen habe und ich staune noch immer über mich selbst, dass ich es bis zum Ende geschafft habe.
Zwar lässt sich das Buch durch den leicht, lockeren und legeren Schreibstil gut lesen, aber Begeisterung ist etwas anderes für mich.

Mike Bennett hat nach dem Tod seiner Frau vor gut einem Jahr alle Hände voll zu tun. Nicht nur, dass ein Kind nach dem anderen einer Virusgrippe verfällt, muss er sich auch noch mit einem Serienmörder herum plagen, der sich selbst der „Lehrer“ nennt. Für Außenstehende scheinbar wahllos, tötet der Lehrer gut betuchte Bürger New Yorks, die sich seiner Meinung nach nicht korrekt verhalten haben. Mike versucht sich in die Psyche des Killers zu versetzen und ihm so auf die Spur zu kommen.

James Patterson hat abgesehen davon, dass Mike Bennett trauernder Witwer und Vater von 10 Adoptivkindern!!! ist, so ziemlich jedes Klischee bedient, dass es zu bedienen gibt.
Sich weiter diesem Buch zu widmen, ist eigentlich vertane Zeit.
Sorry, wenn ich Leser damit beleidige, denen das Buch gefiel. Aber ich sage immer, dass die Betrachtungsweise subjektiv ist und ich für meine Meinung einstehe.

Der Autor: James Patterson
James Patterson, geboren 1949, war Kreativdirektor bei einer großen amerikanischen Werbeagentur. Seine Thriller um den Kriminalpsychologen Alex Cross machten ihn zu einem der erfolgreichsten Bestsellerautoren der Welt. Inzwischen erreicht auch jeder Roman seiner packenden Thrillerserie um Detective Lindsay Boxer und den „Women´s Murder Club“ regelmäßig die Spitzenplätze der internationalen Bestsellerlisten. James Patterson lebt mit seiner Familie in Palm Beach und Westchester, N.Y.

Meine Bewertung:

# 130 # Rezension zu "Vater, Mutter, Tod" von Siegfried Langer



Vater, Mutter, Tod

Erschienen am: 13.05.2011
Verlag: List Taschenbuch Verlag
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 336
Preis € (D) 8,99 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-548-86105-1

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Klappentext: Ein Vater, der große Schuld auf sich lädt.
Eine Mutter, die alles tun würde, um ihren Sohn zurückzubekommen.
Ein Junge, der tot in einer Berliner Wohnung liegt.
Eine Frau, deren Erinnerungen sie betrügen. 

Kommissar Manthey sucht nach den Zusammenhängen. Er will ein Kind retten – um jeden Preis.
Und stößt auf einen Abgrund aus Verzweiflung und Wahn.

Meine Meinung: Verschiedene Handlungsstränge und ständige Perspektivwechsel zeichnet dieses Buch aus. Ein Verwirrspiel, das verwirrender nicht sein könnte. Wer hier nicht aufmerksam liest, verliert den roten Faden.
Eigentlich fängt alles, für einen Thriller, ganz „harmlos“ an. Ein Streit zwischen den Eltern, der ausartet und der Sohn getötet wird. Ein Unfall, der in beiden Elternteilen eine Katastrophe auslöst.
Kommissar Manthey, der selbst privat sein Päckchen zu tragen hat, ermittelt in der Sache. Denn außer dem toten Jungen wird auch noch ein gleichaltriger Junge vermisst, der möglicherweise von Jacqueline, der Mutter des getöteten Jungen, entführt worden ist.

Siegfried Langer hat mit „Vater, Mutter, Tod“ einen spannenden Thriller präsentiert, dessen Schauplatz Berlin ist. Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven und Zeitabschnitten erzählt und springt ständig von der Vergangenheit in die Gegenwart. Selbst innerhalb der Zeitsprünge erfolgen weitere Zeitsprünge, die das Verwirrspiel weiter voran treiben.
Der Autor kommt mit relativ wenigen Figuren aus, die allerdings anfänglich nur schwer zuordenbar sind. Besonders verwirrend fand ich die Identität von Jacqueline und Paula. Die Auflösung des ganzen Figurenmixes kam dann auch ziemlich spät, sodass ich hin und wieder meine Probleme damit hatte.
Detaillierter auf die einzelnen Handlungen und Personen einzugehen, verbirgt die Gefahr, zu viel vom Inhalt preis zu geben, da die Handlung ziemlich komplex und kaum durchschaubar ist. 

Der Autor: Siegfried Langer
Siegfried Langer, geboren 1966, stand unter anderem als Schauspieler auf der Bühne und vor der Kamera. Sterbenswort ist nach dem Erfolg von Vater, Mutter, Tod sein zweiterThriller bei List.






Meine Bewertung

Freitag, 17. August 2012

# 129 # Rezension zu "Mädchenwiese" von Martin Krist



Mädchenwiese

Erschienen am: 10.08.2012
Verlag: Ullstein
Ausgabeart: Taschenbuch
Kategorien: Belletristik / Krimi & Thriller
Seiten: 416
Preis € (D) 9,99 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-548-28353-3

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Klappentext: Die alte Frau sieht alles kommen. Sie findet die toten Mädchen. Sie kennt ihren Mörder. Aber sie wird schweigen. Der kleine Junge bangt um seine verschwundene Schwester, denn er hat etwas gesehen. Er will reden, doch niemand hört ihm zu. Seit Alex Lindner vor Jahren seinen Dienst als Kommissar quittiert hat, lebt er zurückgezogen in der Provinz. Als er das grausam ermordete Mädchen sieht, weiß er: Der Mann, den er damals vergeblich jagte, ist zurück. Diesmal muss er ihn fangen, denn der Blutzoll wird steigen.

Meine Meinung: Eines vorab. Bevor du mit dem Lesen der Mädchenwiese beginnst, kann ich dir nur einen guten Rat geben. Nimm dir genügend Zeit, denn du wirst das Buch nicht so schnell wieder aus der Hand legen können. Denn die Bestie ist zurück und mordet wieder. Wie schon vor drei Jahren sind es wieder junge Mädchen, schlank, hübsch mit schwarzen, langen Haaren. Nur die alte Hexe von Finkenwerda weiß genau, wer die Bestie ist. Doch sie kann es nicht sagen. Sie muss ihn schützen. Genau deshalb bettet sie die gerade gefundene und verstümmelte Mädchenleiche liebevoll mit Moos auf einen Hügel im Wald. Und ausgerechnet Sam der kleine Bruder der vermissten Lisa beobachtet die Hexe dabei und kehrt am darauf folgenden Tag an die Stelle zurück, um zu sehen, ob es sich um Lisa handelt. Obwohl Laura, Lisas Mutter erleichtert ist, dass es sich bei der Toten nicht um ihre Tochter handelt, weiß sie noch immer nicht, was mit dem aufsässigen Mädchen passiert ist. Da scheint Alex Lindner der Dorfwirt, genau im richtigen Moment zu kommen, ihr Trost zu spenden und sie unterstützen zu wollen. Doch Laura scheint sich in ihn völlig getäuscht zu haben.

Martin Krist hat sich mit seinem neuen Thriller selbst übertroffen. Mit einem rasanten Tempo hetzt er den Leser von Kapitel zu Kapitel und lässt diese jedes Mal mit einem Cliffhanger enden. Umso spannender ist die Geschichte, da er sie auf verschiedenen Handlungssträngen und in verschiedenen Perspektiven erzählen lässt. Da ist zum einen Berta Kutscher, die böse Hexe von Finkenwerda, wie die Einheimischen sie bezeichnen. Aus ihrer Sicht erzählt sie ihre Lebensgeschichte, als sitze sie dem Leser genau gegenüber. Nicht nur dass sie einem mit ihrem traurigen Dasein konfrontiert, nein, sie scheint auch einen Bezug zu der Bestie zu haben. Dann wäre noch Alex Lindner, ehemaliger Polizist, der vor drei Jahren der Bestie ziemlich nah gekommen war um sie im entscheidenden Moment entfliehen zu lassen. Dass dabei seine Kollegin getötet wurde, konnte er sich bis heute nicht verzeihen. Nachdem er  seinen Dienst quittiert und sich der Kneipe seiner verstorbenen Eltern gewidmet hat, scheint es ihm wieder besser zu gehen. Doch mit dem Verschwinden der Mädchen und dem Auftauchen der ersten Leiche hat ihn seine Geschichte von damals wieder eingeholt, sodass er sich geschworen hat, die Bestie dieses Mal zu stellen.
Aber auch all die anderen Figuren erzählen eine Geschichte, die einen nachdenklich, ärgerlich, empörend, wütend u.v.m. mehr machen.
Entsetzlich aufgeregt hat mich beispielsweise der Schwager von Laura, der Polizist, der mit seiner Unfähigkeit einen hätte verzweifeln lassen können. Und genau das zeichnet den Autor aus, dass er seinen Figuren den unverkennbaren Charakter verpasst und den Leser emotional an seinem Werk teil haben lässt.
Ganz allmählich, anfangs zwar noch etwas verwirrend durch die verschiedenen Handlungsstränge, baut der Autor die Spannung auf und hält sie auf höchstem Niveau. Selbst als man glaubte, den Mörder enttarnt zu haben, führt er den Leser nochmals auf verschiedene Fährten und lässt einige seiner Protagonisten als den potentiellen Mörder da stehen.

Fazit: Für mich war „Mädchenwiese“ einer der unterhaltsamsten Thriller, die ich dieses Jahr gelesen habe und steht somit ganz oben auf meiner persönlichen Bestseller-Liste. Absolut empfehlenswert!!!

Der Autor: Martin Krist
Martin Krist ist das Pseudonym eines erfolgreichen Schriftstellers. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften. Seit 1998 lebt er als Schriftsteller in Berlin.






Meine Bewertung:

An dieser Stelle möchte ich mich
recht herzlich beim Autor
Martin Krist und beim
Verlag: Ullstein


für die Bereitstellung dieses
Rezensionsexemplars bedanken.
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